Home | Wir über uns | Gewerke | Baulink | Türliste | Download | Inserat | LV-Service | Preisliste | Linkpartner

Sie sind hier: Home : Gewerke : 12. Mauerer


Gewerke

 

Gewerke

12. Mauerer


12.10. TOP TEN


12.20. BAUSTOFFINDUSTRIE

12.50. DIENSTLEISTUNGEN

12.21. - Mauerziegel, Ziegel (49)

12.51. - Baustoffhandel (163)

12.22. - Klinker, Backsteine (36)

12.52. - Bauunternehmen (77)

12.23. - Kalksandstein, KS (24)

12.53. - Sachverständige (31)

12.24. - Porenbeton (15)

12.54. - Verbände, Bauindustrie (191)

12.25. - Betonsteine (14)

12.55. - Verbände, Baustoffhandel (59)

12.26. - Bimssteine (14)

12.56. - Verbände, Mauerwerk (157)

12.27. - Isolierklinker (10)

12.57. - Initiativen (18)

12.28. - Lehmziegel, Lehm (15)

12.58. - Publikationen, Verlage (411)

12.29. - Glasbausteine (12)

12.59. - Institute, Lehre (77)


12.30. - Schornsteine, Kamine (23)

12.60. - Museen, Museum (23)

12.31. - Rolladenkästen (21)

12.61. - Messen, Veranstaltungen (380)

12.32. - Fertigteile, Elemente (83)

12.62. - Portale (72)

12.33. - Systemergänzungen (225)

12.34. - Mauermörtel (31)

12.35. - Grundmauerschutz (22)

12.36. - Einbauelemente (69)

12.37. - Dämmstoffe (56)

12.38. - Hilfsmittel (56)


12.40. MASCHINEN, TECHNIK

12.41. - Maschinen (25)

12.42. - Handmaschinen (20)

12.43. - Mauerwerkzeuge (18)

12.44. - Software (9)


Gewerkespezifische News

Quelle: http://www.kalksandstein.de

Kalksandsteinindustrie unterstützt akademischen Nachwuchs:
";Dr.-Anton-Bernhardi-Master-Förderung" erfolgreich gestartet

Am 1. April startete die Kalksandsteinindustrie ihr erstes Förderprogramm für je zwei Ab-schluss-Studenten aus den Studiengängen Bauingenieurwesen und Architektur. Dabei un-terstützt das auf zwei Jahre ausgelegte Projekt die vier Studierenden nicht nur finanziell. Auch eine intensive fachliche Zusammenarbeit zwischen den Geförderten und der Kalksandsteinindustrie bei der Entwicklung und Ausarbeitung der Abschlussarbeiten ist fest eingeplant. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Förderurkunden allerdings erst jetzt in Hannover übergeben werden.

"Sie, liebe Studentinnen und Studenten, haben während Ihrer bisherigen Studienzeit Herausragendes geleistet! Das möchten wir gerne honorieren und Sie für die letzte Phase Ihres Studiums in unser neu ins Leben gerufenes Dr.-Anton-Bernhardi-Master-Förderungsprogramm aufnehmen", sagt Jan-Dietrich Radmacher, Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Kalksandsteinindustrie e.V. (BV KSI), in seiner Eingangsrede zur √úberreichung der Urkunden. Aufgrund der Corona-Pandemie fand diese erst einige Wochen nach dem offiziellen Start am 1. April 2020 statt.
Unter den eingegangenen Bewerbungen setzten sich vier Studierenden durch, als erste die Dr.-Anton-Bernhardi-Master-Förderung zu erhalten:

Marvin Klenk, Hochschule für Technik und Wirtschaft Karlsruhe, Studiengang Bauingenieurwesen (Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Eric Brehm)
Felix Ruppert, Technische Universität Kaiserslautern, Studiengang Bauingenieurwesen (Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Christian Glock)
Leonie Wehlend, Hochschule Erfurt, Studiengang Architektur (Betreuer: Prof. Yvonne Brandenburger)
Annika Hinrichs, Jade Hochschule Oldenburg, Studiengang Architektur (Betreuer: Ulf Janssen, Lehrbeauftragter)

Anerkennung für die harte Arbeit
Das Auswahlprozedere sah vor, dass die Studierenden neben einem Bewerbungs- und Motivationsschreibens auch ein Empfehlungsschreiben der jeweiligen Universität beziehungsweise Hochschule des Bewerbers einreichen mussten. "Für unsere Studierenden ist es schon toll, was die Kalksandsteinindustrie hier auf die Beine gestellt hat. Das zeigt einmal mehr, dass eine enge Zusammenarbeit von Lehre, Forschung und Industrie sehr wichtig ist", sagt Prof. Dr.-Ing. Eric Brehm von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Karlsruhe. Für so ein Förderprogramm ausgewählt zu werden, sei zudem eine hohe Wertschätzung und Bestätigung für die guten Leistungen der Studierenden in den vorangegangenen Monaten und Jahren seit Beginn des Studiums, führt Prof. Brehm weiter aus.
Gegenseitige Unterstützung ist Voraussetzung für das Förderprogramm
Seitens der Kalksandsteinindustrie gab es bei der Auswahl der Studierenden allerdings auch eine kleine Bedingung: Die kommenden Abschlussarbeiten müssen unter der Berücksichtigung des Baustoffs Kalksandstein geschrieben werden. Ebenso werden die Ergebnisse dieser Arbeiten im Rahmen von Veranstaltungen des Bundesverbandes präsentiert. "Auf der anderen Seite bekommt jeder Studierende einen individuellen Betreuer aus der Kalksandsteinindustrie. Gemeinsam entwickeln sie die Themen für die Abschlussarbeiten. Ein regelmäßiger Austausch unterstützt die Studierenden auf fachlicher Seite und bei der Bearbeitung ihrer Arbeiten," erläutert Radmacher. "Aber auch durch die Teilnahme an Kalksandstein-Fachseminaren und -Veranstaltungen oder Besichtigungen von Kalksandsteinwerken soll das Fachwissen der vier Geförderten im Mauerwerksbereich ausgebaut werden."
Nachwuchs frühzeitig für Mauerwerk begeistern
"Die Dr.-Anton-Bernhardi-Master-Förderung wird zu großen Teilen durch eine Aktion finanziert, die wir anlässlich unseres 125-jährigen Industriejubiläums im vergangenen Jahr ins Leben gerufen haben", berichtet Roland Meißner, Geschäftsführer des BV KSI. "Die Höhe der Gesamtförderung und der Förderzeitraum spiegeln dabei die Wichtigkeit wider, dass die Zukunft der Kalksandsteinindustrie nicht nur auf den eigenen gut ausgebildeten Nachwuchs basieren kann. Es ist gleichzeitig mindestens genauso wichtig, den Zielgruppennachwuchs wie künftige Bauingenieure, Planer und Architekten frühzeitig für Mauerwerk zu begeistern. Schließlich werden deutschlandweit rund drei Viertel aller Gebäude aus Mauersteinen gebaut." ¬†
Namensträger des Förderprogramms ist der geistige Urheber des Kalksandsteins, Dr. Anton Bernhardi. Er entwickelte und verfasste im Jahr 1854 die erste Anleitungsschrift zur Kalkziegelfabrikation.


Kalksandstein bleibt Marktführer im mehrgeschossigen Wohnungsbau

Auch im Jahr 2019 war Kalksandstein der am häufigsten eingesetzte Baustoff im mehrgeschossigen Wohnungsbau, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Bei der Anzahl an Wohngebäuden mit mehr als drei Wohneinheiten kommt der Baustoff auf einen Anteil von über 35 Prozent (+ 1 Prozent). Betrachtet man das Volumen, also den Rauminhalt, wächst Kalksandstein sogar auf rund 39 Prozent Marktanteil (+ 0,4 Prozent). Das ist bereits das siebte Jahr in Folge, in dem der Wandbaustoff die Marktführerschaft halten beziehungsweise ausbauen konnte.

"Die Zahlen belegen: Kalksandstein ist im erheblichen Maße an der Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum beteiligt", kommentiert Jochen Bayer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Kalksandsteinindustrie e.V. (BV KSI), die veröffentlichten Zahlen. "Es geht sogar noch weiter. Im mehrgeschossigen Wohnungsbau ist unser Baustoff mit knapp über 300 Euro je Kubikmeter Rauminhalt um 7,8 Prozent preiswerter als Stahlbeton. Gegenüber Holzbauten sind es sogar 15,1 Prozent. Gebäude aus Kalksandstein leisten somit auch einen sehr wichtigen Beitrag beim Bau von bezahlbaren Wohnungen."
Damit das so bleiben kann, sind energieeffiziente und ressourcenschonende sowie gleichzeitig auch schnelle und rationelle Bauweisen notwendig. Potenzial für den wirtschaftlichen Mauerwerksbau haben besonders zeitsparende Mittel- und Großformate aus Kalksandstein sowie ‚Äď speziell im modularen Bauen ‚Äď fertig zugeschnittene und vorkonfektionierte Wandbausätze, die kostenschonende Standardisierung mit einem Höchstmaß an individueller Gestaltungsfreiheit kombinieren. ¬† √úber den Kostenfaktor hinaus, ergibt sich durch den Einsatz von massiven Kalksandsteinen bereits produktbedingt ein hoher Schallschutz und eine sehr gute Tragfähigkeit. Die Wände können dadurch schlanker geplant und gebaut werden. Die so gewonnene Wohn- und Nutzfläche ist vor allem in dicht besiedelten Wohngebieten und Quartieren ein klarer Vorteil und einer der Gründe, warum Kalksandstein häufig im Wohnungsbau eingesetzt wird.
Künftig wird allerdings nicht nur die Bereitstellung von ausreichend (bezahlbarem) Wohnraum eine große Herausforderung sein. Zeitgleich muss sich eine gesamte Gesellschaft in den nächsten Jahren noch stärker für einen effektiven Klimaschutz und eine nachhaltige Verminderung der CO2-Emissionen einsetzen. "Wir nehmen diese Herausforderungen an und werden mit der Kalksandsteinindustrie unseren Beitrag zu einem zukunftssicheren Klimaschutz leisten", kommentiert Roland Meißner, Geschäftsführer des BV KSI. "Unsere Kalksandsteinwerke sind bereits gut aufgestellt und aufgrund seiner natürlichen Rezeptur und rohstoffschonenden Herstellungsweise hat Kalksandstein jetzt schon eine ausgesprochen gute √Ėkobilanz. Das bestätigt unsere Umweltproduktdeklaration."
Darauf ausruhen wird sich die Kalksandsteinindustrie allerdings nicht. So arbeitet die industrieeigene Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. im Verbund mit Universitäten und Hochschulen sowie den Kalksandsteinwerken weiter an der Verbesserung der Umweltbilanz. Beispielsweise werden kontinuierlich die Produktionsprozesse analysiert und optimiert. Auch im Bereich der Bauanwendung wird geforscht. Aktuell unter anderem der Einsatz von Seilrobotern auf der Baustelle als Alternative zum konventionellen Mauern. Letzteres könnte dabei unterstützen, dem weiter voranschreitenden Fachkräftemangel im Baugewerbe entgegenzuwirken. Denn ohne qualifiziertem Personal, können keine qualitativ hochwertigen Gebäude realisiert werden.


KALKSANDSTEIN Workshop 2020 im Süden: "KS TOOLS - Bauphysikalische Details PLANEN und NACHWEISEN!"

Die diesjährige Kalksandstein Workshop Reihe widmet sich dem Thema KS-Tools, einfach und effektiv. Kalksandstein
stellt seinen Nutzern eine Vielzahl von kostenlosen Programmen zur Unterstützung für die tägliche Arbeit zur Verfügung.

Termin sichern und ab sofort anmelden unter www.ks-sued.de NEWS/KS-Seminare
..... hier geht es zur Anmeldung!


Finanzbuchhalter (m/w/d) in Hannover gesucht

Zur Unterstützung unserer erfolgreichen Arbeit suchen wir, der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V., zum 01.10.2020 eine engagierte, innovative und gestaltungsstarke Persönlichkeit als Finanzbuchhalter (m/w/d) - zahlenbegeistert und präsentationsstark.

Als Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. mit Sitz in¬†Hannover¬†vertreten wir die wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen von 78 Kalksandsteinwerken in Deutschland. Mit einem Organisationsgrad von über 95 % sind wir damit das Sprachrohr der zweitgrößten Mauersteinindustrie. Unser wirtschaftspolitisches Aufgabenspektrum reicht von wirtschaftlichen, technischen bis hin zu rechtlichen Themen. Seit der Gründung vor 120 Jahren ist es das Ziel unseres Verbandes, die Interessen unserer Mitgliedsunternehmen zu bündeln, Unterstützung zu geben und neue Perspektiven zu eröffnen. Die 16 hauptamtlichen Mitarbeiter in unseren vier Verbandsgesellschaften prägen durch ihr Handeln das Bild des Verbandes nach innen und außen.
Ihre Aufgaben:

Sie bearbeiten eigenständig alle buchhalterischen Geschäftsvorgänge (Kreditoren-, Debitoren-, Sachkonten- und Anlagenbuchhaltung) und überwachen den Zahlungsverkehr.
Sie bereiten die Monats- und Jahresabschlüsse sowie die Lohn- und Gehaltsabrechnung vor, erstellen Umsatzsteuervoranmeldungen, begleiten die Jahresabschluss- und Betriebsprüfungen und übernehmen betriebswirtschaftliche Auswertungen, Analysen und Statistiken.
Sie sind direkter Ansprechpartner für unseren Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.
Sie stimmen Bankkonten ab, kontrollieren Kreditkarten- und Reisekostenabrechnungen sowie Kassenbelege und führen innerbetriebliche Verrechnungen durch.
Sie organisieren und koordinieren alle Vorgänge rund um unsere Gebäude- und Grundstücksbewirtschaftung.
Sie verwalten den gesamten Versicherungsbereich (inkl. Schadenabwicklung).
Sie übernehmen das Vertragscontrolling und führen √úbersichtslisten für die Geschäftsführung
Sie stellen die Weiterentwicklung und Optimierung aller Prozesse in der Finanzbuchhaltung sicher.

Unsere Anforderungen:

Sie haben eine abgeschlossene Ausbildung zum Finanzbuchhalter (m/w/d), vorzugsweise in einem Steuer- oder Wirtschaftsprüfungsbüro.
Sie verfügen über mehrjährige Erfahrungen in den genannten Aufgabenfeldern sowie gutes betriebswirtschaftliches und steuerliches Fachwissen.
Sie arbeiten selbstständig, eigenverantwortlich und zuverlässig.
Ihre persönlichen Stärken sind analytisches Denkvermögen, Fähigkeit zur konzeptionellen Arbeit, Teamfähigkeit, Engagement und Belastbarkeit.
Sie zeichnen sich durch eine ausgeprägte Kommunikationsstärke und ein exzellentes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen aus.
Sie sind erfahren und sicher im Umgang mit Microsoft Office Programmen, Hamburger Software und digitalen Medien.
Sie sind interessiert an der Realisierung von kontinuierlichen Verbesserungen

Unser Angebot:

Es erwartet Sie eine interessante, verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Schlüsselposition in einem erfolgreichen Verband der Baustoffindustrie.
Sie arbeiten unmittelbar mit dem Geschäftsführer und den Fachbereichsleitern des Verbandes zusammen.
Wir bieten Ihnen eine spannende Aufgabe mit Gestaltungsfreiräumen, in der Sie Ihre Vorstellungen maßgeblich einbringen können.
Auf Sie wartet ein attraktives, teamorientiertes Arbeitsumfeld in einer Branche, deren Produkte für Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Umweltfreundlichkeit und Sicherheit stehen.
Ihr Engagement honorieren wir mit einer der Verantwortung entsprechenden, überzeugenden Vergütung und attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten

Weitere Informationen.
Unter www.kalksandstein.de¬†erfahren erfahren Sie noch mehr über uns und den Baustoff Kalksandstein.
Können wir Sie für diese Herausforderung begeistern?Dann freuen wir uns darauf, Sie kennenzulernen!
Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (inkl. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) senden Sie bitte unter Nennung Ihrer frühestmöglichen Verfügbarkeit und Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung unter dem Stichwort "Buchhaltung" per Mail an: meissner@kalksandstein.de¬†
Für Ihre erste Kontaktaufnahme steht Ihnen der Geschäftsführer, Herr Roland Meißner, unter der Telefonnummer 0160 / 9783 5964 gerne zur Verfügung. Diskretion ist selbstverständlich.


KALKSANDSTEIN ‚Äď Online-Gastvorlesung an der TU Darmstadt

Auf Einladung der Technischen Universität Darmstadt unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. C.-A. Graubner, Institut für Massivbau, hielt Herr Dipl.-Ing. (FH) Oliver Keil am 02. Juli 2020 einen Onlinevortrag zum Thema Besonderheiten Kalksandstein. Die Gastvorlesung war Teil der Informationsreihe zu den verschiedenen Mauerwerksarten.

Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Kalksandsteinindustrie und der regionalen Bauberatung KS-S√úD wurde wie in den vergangen Jahren ein 90 min. dauernden Vortrag durch Herrn Oliver Keil intensiv die bauphysikalischen Einflüsse, die wärmetechnischen Anforderungen, der Brandschutz und den Schallschutz intensiv erörtert. "Die Leistungsfähigkeit der KS-Bauweise besteht vor allem darin, dass alle Ansprüche und Anforderungen ohne jegliche Kompromisse erfüllt werden können", so Keil. Zusätzlich wurde unter dem Thema "Intelligent Planen" die Zukunftstechnologie BIM am Bsp. KS-QUADRO aufgezeigt und auf die Nachhaltigkeit von KALKSANDSTEIN mit seinen natürlichen Rohstoffen "Kalk, Sand und Wasser" hingewiesen, womit Gebäude mit den KS-XL Bausystemen 100% ökologisch und zugleich wirtschaftlich realisiert werden können. Der Verein Süddeutscher Kalksandsteinwerke als regionale Bauberatung bedankt sich recht herzlich und freut sich damit auf die weitere intensive Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt.


Herbstseminar der BMO KS-Vertriebs GmbH & Co. KG erstmals als Webinar

Dipl.-Ing. Dietmar Walberg referiert zu den Themen:
"Bezahlbarer Wohnraum? ‚Äď Nur mit rationellem Mauerwerk!" und "Ein fehlerfrei gebautes Haus ist die Ausnahme"

Aufgrund der aktuellen Umstände hat sich die BMO dazu entschieden, kein Seminar vor Ort, sondern ein "BMO Herbstwebinar" an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchzuführen.

BMO Webinar am 30.09.2020 10:00 Uhr ‚Äď 11:30 Uhr
"Bezahlbarer Wohnraum? ‚Äď Nur mit rationellem Mauerwerk!" ¬†
Aus dem Inhalt

Aktuelle Baukostenentwicklung
Qualitätsstandards
Bauweisen
Standardisiertes Bauen
Typisiertes Bauen
Potenziale der Mauerwerkskonstruktionen
Fazit, Diskussion  


Kalksandstein Sachverständigen Tagung 2020: Um ein Jahr auf den 21. September 2021 verschoben!

Aufgrund der aktuellen Situation und den damit verbundenen Einschränkungen und Auflagen haben wir entschieden, die Kalksandstein Sachverständigen Tagung auf das kommende Jahr zu verschieben.

Die Tagung wird am 21. September 2021 mit unserem Referenten Herrn Prof. Dipl.-Ing. Architekt Matthias Zöller auf dem Museumsschiff Cap San Diego im Hamburger Hafen stattfinden.

"Der Sachverständige vor Gericht - Technisches Beweismaterial mit juristischen Folgen."Unter diesem Titel wird Prof. Zöller die folgenden Gedanken bearbeiten:"Sachverständige werden regelmäßig von Gerichten herangezogen, evtl. Mangelhaftigkeiten zu klären. Mängel sind aber alle Abweichungen von vertraglichen Sollbeschaffenheiten und damit im Kern juristische Fragestellungen, die zunächst nicht dem Sachverständigenbeweis zugänglich sind. Vielen Kollegen ist nicht bewusst, dass die Schnittstelle zwischen Technik und Recht vergleichsweise eng gefasst ist. Technische Aufklärung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Frage, worauf Schäden kausal zurückzuführen sind und ob ein Werk unter konkreten Bedingungen verwendungsgeeignet ist. Schon aber die Frage, ob Abweichungen von perspektivisch angelegten Regelwerken - in retrospektivischer Betrachtung - Mängel sind, unterliegt einer Rechtsbetrachtung.Welche Bausteine aber können Sachverständige in Gutachten liefern, ohne sich in die Gefahr zu begeben, wegen rechtlicher Fehler unbrauchbare Gutachten zu erstatten und damit möglicherweise sogar ihren Honoraranspruch zu verlieren? Welche Inhalte der Fragen sind noch Technik, wo beginnt die Rechtsaufklärung?" (Prof. Dipl.-Ing. Architekt Matthias Zöller).Alle Informationen zum Programmablauf, den Inhalten und der Anmeldung finden Sie¬†rechtzeitig vor der Veranstaltung an dieser Stelle.


Genehmigte Wohnungen im Mai 2020:
+ 3,9 % gegenüber Vorjahresmonat

WIESBADEN ‚Äď Im Mai 2020 ist in Deutschland der Bau von insgesamt 32.000 Wohnungen genehmigt worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben weiter mitteilt, waren das 3,9 % mehr Baugenehmigungen als im Mai 2019. In den Zahlen sind sowohl die Baugenehmigungen für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten.

Zahl der Baugenehmigungen steigt besonders stark bei Mehrfamilienhäusern
In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im Mai 2020 rund 28.100 Wohnungen genehmigt. Dies waren 7,3¬†% oder 1.900 Wohnungen mehr als im Vorjahresmonat. Besonders deutlich stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+ 8,7¬†%). Auch die Zahl der Genehmigungen von Wohnungen in Zweifamilienhäusern (+ 3,4¬†%) nahm zu. Die Zahl der Baugenehmigungen von Einfamilienhäusern (- 7,3¬†%) hingegen sank.¬†
In den Monaten Januar bis Mai 2020 stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden um 4,2¬†% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum an.¬†
Mehr umbauter Raum bei geplanten Nichtwohngebäuden¬†
Bei den Nichtwohngebäuden, die im Mai 2020 genehmigt wurden, erhöhte sich der umbaute Raum (Rauminhalt) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8¬†Millionen Kubikmeter auf 19,8¬†Millionen Kubikmeter (+ 4,2¬†%).¬†
Im Zeitraum Januar bis Mai 2020 stieg der umbaute Raum bei den Nichtwohngebäuden um 16,2¬†% gegenüber dem Vorjahreszeitraum an.¬†
Zahl neuer Genehmigungen weiter höher als Zahl der Fertigstellungen¬†
Die Zahl der Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität, da Baugenehmigungen geplante Bauvorhaben darstellen. Allerdings nimmt die Zahl der Bauvorhaben, die noch nicht begonnen beziehungsweise noch nicht abgeschlossen wurden (der sogenannte Bauüberhang), seit einigen Jahren zu. Die tatsächliche Entwicklung der Bautätigkeit wird durch die Entwicklung der Baufertigstellungen dargestellt. Ergebnisse zu den Baufertigstellungen und zum Bauüberhang im Jahr 2019 hat das Statistische Bundesamt in der Pressemitteilung Nr. 199/20 vom 4. Juni 2020 veröffentlicht.
Quelle: destatis


BMO Herbstseminar als Webinar am 30.09. und 01.10.2020

Dipl.-Ing. Dietmar Walberg referiert zu den Themen:
"Bezahlbarer Wohnraum? Nur mit rationellem Mauerwerk!" und
"Ein fehlerfrei gebautes Haus ist die Ausnahme"

Anmeldungen sind ab sofort unter folgendem Link möglich!
Anmeldung BMO Herbstseminar


Corona-Auswirkungen treffen Gebäudesektor zeitverzögert

dena veröffentlicht MARKTMONITOR zu den Perspektiven des Gebäudesektors im Kontext der Corona-Krise

Die Corona-Krise könnte den Gebäudebereich mit zeitlichem Verzug stärker belasten, als sich derzeit abzeichnet. Die Zahl der Neuaufträge ist seit Wochen stark rückläufig, was in wenigen Monaten spürbar sein wird. Die Branchen setzen deshalb auch auf eine Belebung der Nachfrage durch das Klimaschutzprogramm 2030 und das Konjunkturpaket. Für Energie und Klimaschutz stehen mit dem Klimaschutzprogramm gut 50 Milliarden, aus dem Konjunkturprogramm etwa 40 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Politik hat damit Maßnahmen im Umfang von fast 100 Milliarden Euro auf den Weg gebracht, die auch im Gebäudebereich Wirkung entfalten können. Insgesamt kommt es nun darauf an, den Bausektor in den kommenden Monaten zu stabilisieren und gleichzeitig die richtigen Impulse für mittelfristig wirkende Klimaschutz- und Konjunkturmaßnahmen zu setzen. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) bietet mit dem dena-MARKTMONITOR Gebäudesektor "Perspektiven des Gebäudesektors in der Corona-Krise" einen differenzierten Einblick in die Branchen und zeigt Lösungsoptionen für nachhaltiges Wachstum.
Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, kommentiert: "Viele Unternehmen sind mit vollen Auftragsbüchern in die Krise gestartet. Aber dieser Puffer schmilzt bei Bauunternehmen, Herstellern, Handwerk und Planern dahin. Wichtig sind daher Maßnahmen, die sowohl die Nachfrage als auch die Klimaschutzziele stärken. Das aktuelle Konjunkturprogramm der Bundesregierung spiegelt das in weiten Teilen wider. Es gibt durchaus Gründe für Zuversicht. Die dynamischen Entwicklungen bedürfen allerdings eines genauen Monitorings. Dazu möchten wir mit diesem dena-Marktmonitor einen Beitrag leisten." Die Branche beschäftigt insgesamt 4,2 Millionen Mitarbeiter und setzte im vergangenen Jahr ein Bauvolumen von rund 430 Milliarden um. Der Sektor ist aus klimapolitischer Sicht relevant, da die Emissionen im Gebäudebereich bis 2030 von heute rund 120 Millionen Tonnen auf 70 Millionen Tonnen sinken müssen.
Förderungen verlässlich ausfinanzieren und engmaschig monitoren
Die im Januar 2020 im Rahmen des Klimaschutzprogramms stark verbesserten Förderprogramme bieten Unternehmen und privaten Immobilienbesitzern attraktive Anreize für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Auch die Beschlüsse zum Konjunkturpaket der Bundesregierung bauen darauf auf, indem das CO2-Sanierungsprogramm für die Jahre 2020 und 2021 jeweils um eine Milliarde auf 2,5 Milliarden aufgestockt wird. Die Nachfrage nach den Förderprogrammen ist im ersten Quartal 2020 deutlich gestiegen. Von zentraler Bedeutung ist nun ein monatliches engmaschiges Monitoring der Förderabrufe, um bei Bedarf frühzeitig nachsteuern zu können. Der kontinuierliche Mittelfluss ist wichtig für eine konstante Nachfrage, die auch Planungssicherheit schafft.
Bauinvestitionen in Kommunen und im privaten Sektor auslösen
Unternehmen benötigen vor allem verlässlich Aufträge. Vorliegende Bau- und Sanierungsanträge müssen daher seitens der Verwaltungen zügig bearbeitet werden. Wichtig ist auch, dass Kommunen die energetische Sanierung von Schulen, Verwaltungsgebäuden oder Krankenhäusern vorantreiben und zusätzlichen Wohnraum schaffen. Denn dies dient der Konjunkturbelebung und dem Klimaschutz gleichermaßen. Ergänzend sollten zur Unterstützung von Kommunen und Kreisen auf Landes- oder regionaler Ebene Kompetenzzentren geschaffen werden, die flächendeckend Unterstützungsdienstleistungen für die Bauverwaltungen anbieten. Um privaten Bauherren sinnvolle Investitionsmöglichkeiten aufzuzeigen, sollte eine kostenfreie, vom Bund getragene Beratungsoffensive mit individuellen Sanierungsfahrplänen (iSFP) ins Leben gerufen werden.
Auch langfristig wirkende Transformationspfade jetzt gestalten
Durch die Corona-Pandemie wird deutlich, in welchen Bereichen längerfristige Transformationsansätze notwendig sind und wie Wirtschaftswachstum und Klimaschutz gleichermaßen gestärkt werden können. Digitale Antrags- und Genehmigungsprozesse gehören ebenso dazu wie Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme, um den seit Jahren bestehenden Fachkräftemangel aufzulösen.
Quelle: dena


Schallschutzworkshops der BMO KS-Vertrieb GmbH & Co. KG im Westen

Unter Einhaltung der gültigen Hygiene und Abstandsregeln plant die BMO KS-Vertrieb GmbH & Co. KG im Westen einen Schallschutzworkshop.

Folgende Termine (jeweils 14:00-17:00 Uhr) sind in der Planung:
03.11.2020¬†¬† Landidyll Wilminks Parkhotel, Wettringer Str. 46, 48485 Neuenkirchen05.11.2020¬†¬†¬†Factory Hotel, an der Germania Brauerei 5, 48159 Münster10.11.2020¬†¬†¬†Welcome Hotels, Fürstenweg 13, 33102 Paderborn11.11.2020¬†¬†¬†Factory Hotel, an der Germania Brauerei 5, 48159 Münster12.11.2020¬†¬†¬†Hechelei, Ravensberger Park 6, 33607 Bielefeld
Die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie nach den Sommerferien.


Termine vormerken: Schallschutz-Workshop der BMO KS-Vertrieb GmbH & Co. KG im Norden

Unter Berücksichtigung der gültigen Hygiene und Abstandsregeln¬†halten wir an der Planung unserer Veranstaltungen für das zweite Halbjahr 2020 fest. Im Herbst werden wir im Namen unseres Mitgliedsunternehmens BMO KS-Vertrieb GmbH & Co. KG Schallschutz-Workshops anbieten.

Die Workshops werden folgende Inhalte behandeln:(Jeweils von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr)

Stand er Normung (Kurzüberblick)
Rechenverfahren DIN 4109-2016/2018
Detaillösungen zum Schallschutz
Praxisübungen mit dem Kalksandstein-Schallschutzrechner

Merken Sie sich die Termine bitte schon einmal vor:



Mittwoch, 04.11.2020
31787 Hameln, Hotel Stadt Hameln,Münsterwall 2


Donnerstag, 26.11.2020
49413 Dinklage, Rheinischer Hof Dinklage,Burgstraße 54


Montag, 14.12.2020
49090 Osnabrück, DBU Zentrum für Umweltkommunikation, An der Bornau 2



Die Teilnehmergebühr beträgt pro Person 45,- ‚ā¨ ink. MwSt.Alle Informationen zu Inhalten und Anmeldung finden Sie¬†Anfang September an dieser Stelle.


Bauverbände begrüßen √úbernahme coronabdingter Mehrkosten am Bau

Die Verbände der Bauwirtschaft (HDB, ZDB und BVMB) begrüßen die Bereitschaft der Bundesregierung, Teile der coronabedingten Mehrkosten am Bau zu übernehmen.

BMI und BMVI haben am 23.06.2020 in gleichlautenden Erlassen die Rahmenbedingungen für die √úbernahme der durch die Pandemie bedingten Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen veröffentlicht, die unmittelbaren Baustellenbezug haben. Diese beziehen sich auf bestehende Bauverträge, laufende Ausschreibungen sowie auf künftige Verträge und gelten für den Bundeshochbau, den Bundesfernstraßenbau, sowie den Bundeswasserstraßenbau. Die Verbände erwarten eine entsprechende Anwendung durch die Deutsche Bahn im Bereich Schienenbau. Bauunternehmen können gegen Nachweis ihre Mehrkosten z. B. für zusätzliche Wasch-, Dusch- und Wohncontainer, Hygienemittel und Schutzanzüge sowie für zusätzliche Fahrzeuge für den täglichen Personentransport geltend machen.
"Wir sind der Bundesregierung (BMI, BMVI) für diese pragmatische und unbürokratische Lösung der Mehrkostenthematik sehr dankbar. Die faire Kostenteilung ist ein gutes Signal für ein partnerschaftliches Miteinander der öffentlichen Auftraggeber und der Bauunternehmen", sagte Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB).
Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) ergänzte: "Insbesondere die Anerkennung von Mehrkosten in Bestandsverträgen ist ein wichtiges Signal an den Baumittelstand. Damit erhalten die Betriebe, deren Leistungsbereitschaft gerade während des Lockdowns unverändert hoch war, zielgerichtet und praxistauglich Unterstützung."
Die Verbände der Bauwirtschaft sehen in dieser Kostenregelung einen notwendigen Ausgleich dafür, dass die meisten Baustellen während der Coronapandemie unter Erfüllung der strengen behördlichen Hygienevorgaben weiterbetrieben wurden.
"Durch die Fortführung der Baumaßnahmen in der Krise wurde systemrelevante Infrastruktur von der Bauwirtschaft aufrechterhalten. Gleichzeitig konnte die Baukonjunktur gestützt sowie Kurzarbeitergeld und Steuerausfälle vermieden werden" stellt Michael Gilka, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB) fest.
Die Baubranche hat damit in einer herausfordernden Phase der Corona-Krise einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Konjunktur geleistet. Grundlage hierfür waren Erlasse der Bundesregierung von Ende März 2020, die Corona als einen Fall höherer Gewalt anerkannt haben und gleichzeitig sicherstellten, dass Planungen, Ausschreibungen und der Betrieb auf den Baustellen möglichst ungehindert fortgesetzt werden konnten.
Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung HDB, ZDB, BVMB


Tag der Architektur im Norden

Unter dem Motto "Ressource Architektur" findet am 27. und 28. Juni 2020 der diesjährige bundesweite "Tag der Architektur" statt.

"Wie wir mit unserem Gebäudebestand, unseren Städten und unseren Grünflächen in Zukunft umgehen, welche Materialen wir bauen und wie wir diese Räume und Orte gestalten, hat einen entscheidenden Einfluss auf unsere Lebenswelten. Gebautes ist dauerhaft ‚Äď und mit dessen Gestaltung geht eine große Verantwortung einher. Die Beziehung zwischen Umwelt, Mensch und Raum muss im Mittelpunkt stehen, damit für alle Lebensbereiche gute und nachhaltige Architektur geschaffen wird, die uns und zukünftigen Generationen als Ressource dient."So ist es auf den Internetseiten zum Tag der Architektur www.tag-der-architektur.de¬†zu lesen.Aufgrund der Corona-Situation bieten einige Architektenkammern der Länder alternative Formate für den Tag an. Die in diesem Jahr ausgewählten Objekte werden in erster Linie digital vorgestellt. Näheres entnehmen Sie bitte den einzelnen Länderprogrammen.Programme für den Norden:Programm Schleswig-HolsteinProgramm HamburgProgramm NiedersachsenProgramm Bremen


Fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2019: +2,0 % gegenüber Vorjahr

Im Jahr 2019 wurden in Deutschland 293.000 Wohnungen fertiggestellt. Eine höhere Zahl an fertiggestellten Wohnungen hatte es zuletzt im Jahr 2001 gegeben (326.600).

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war das im Jahr 2019 eine Steigerung von 2,0 % oder 5.700 fertiggestellten Wohnungen zum Vorjahr. Die positive Entwicklung seit 2011 setzte sich somit weiter fort.
Bauüberhang auf dem höchsten Stand seit 1998¬†
Die Zahl der Baugenehmigungen ist im Jahr 2019 mit 360.600 um 4,0¬†% gegenüber dem Vorjahr gestiegen und war damit weiterhin deutlich höher als die Zahl der Baufertigstellungen. Dies führte zu einem √úberhang von genehmigten, noch nicht fertiggestellten Wohnungen von insgesamt 740.400 Wohnungen. Der seit 2008 anhaltende Anstieg des Bauüberhangs setzte sich damit im Jahr 2019 fort und erreichte den höchsten Stand seit 1998 (771.400).
Von den im Jahr 2019 fertiggestellten Wohnungen waren 255.900 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+1,8¬†% gegenüber 2018). Dieser Anstieg resultierte aus der Fertigstellung von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+6,0¬†%) und in Einfamilienhäusern (+0,4¬†%). Die Zahl der Fertigstellungen von Wohnungen in Zweifamilienhäusern ging um 2,8¬†% zurück.
Leichter Rückgang beim Bau von Nichtwohngebäuden
Bei den im Jahr 2019 fertiggestellten neuen Nichtwohngebäuden verringerte sich der umbaute Raum (Rauminhalt) gegenüber dem Jahr 2018 um 0,1¬†% auf 187,8 Millionen Kubikmeter. Diese Abnahme ist auf einen Rückgang bei den nichtöffentlichen Bauherren (-1,8¬†%) zurückzuführen. Bei den öffentlichen Bauherren gab es einen Anstieg (+18,4¬†%).
Quelle: destatis
 


ifo Institut, Bauindustrie und Baugewerbe loben Corona-Konjunkturpaket

Der Koalitionsausschuss hat am 04.06.2020 ein 130 Mrd. Euro umfassendes Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket vorgelegt, welches umgehend vom ifo Institut und von der Bauindustrie sowie vom Baugewerbe erheblich mehr gelobt als kritisiert wurde.

ifo-Präsident Clemens Fuest kommentierte am Donnerstag morgen: "Das Konjunkturpaket ist breit angelegt und größtenteils gut durchdacht. Es kombiniert Anreize zur kurzfristigen Belebung des Konsums mit Impulsen für öffentliche und private Investitionen sowie Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen." ifo-Klima-Expertin Karen Pittel ergänzte: "Es ist begrüßenswert, dass klimafreundliche Zukunftstechniken und Infrastrukturen ausdrücklich berücksichtigt werden."
Größte √úberraschung: die zeitweise Umsatzsteuersenkung
Herr Fuest hob insbesondere die geplanten Investitionen in die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und den Ausbau der digitalen Infrastruktur positiv hervor. Beim Verlustrücktrag für Unternehmen wäre es allerdings wünschenswert gewesen, mehr zu tun. Die Begrenzung auf 5 Millionen Euro sei zu eng gesetzt. "Die größte √úberraschung ist die zeitweise Umsatzsteuersenkung. Erfahrungen aus anderen Ländern wie etwa Großbritannien während der Finanzkrise lassen erwarten, dass dadurch die Konsumausgaben ansteigen. Nach dem Auslaufen der Steuersenkung am Ende des Jahres 2020 werden die Ausgaben allerdings deutlich zurückgehen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Krise bis dahin vorbei ist."
Der ifo-Präsident begrüßte ferner, dass auf eine allgemeine Autokaufprämie verzichtet wurde: "Die zeitweise Mehrwertsteuersenkung wird auch Autokäufe anregen, die Hilfen für die Autoindustrie konzentrieren sich auf Investitionen für die Zukunft. ... Es ist ebenfalls richtig, die kommunalen Schulden im Konjunkturpaket nicht anzugehen." Das Problem hoch verschuldeter Kommunen sollte im Rahmen einer größeren Reform der Kommunalfinanzen angegangen werden, bei der die Gewerbesteuer abgeschafft werde. "Der aktuelle Einbruch bei den Kommunalfinanzen zeigt, dass die Gewerbesteuer als Kommunalsteuer ungeeignet ist und durch stetigere Einnahmen ersetzt werden sollte."
Frau Pittel begrüßte den Verzicht auf eine Abwrackprämie und die Deckelung der EEG-Umlage aus klimapolitischer Sicht. Allerdings sei verpasst worden, die Vereinbarkeit mit den deutschen und europäischen Klimazielen als Querschnittsthema des Konjunkturprogramms zu etablieren: "Klimaschutz wird weiterhin industrie- und sektorspezifisch gesehen. Obwohl der EU-Green-Deal auch von Deutschland stärkere Klimaschutz-An¬≠strengungen erfordert, nutzt das Konjunkturprogramm die Chance, den Aufschwung damit vereinbar zu machen, nur eingeschränkt."
Bauindustrie: "Koalition legt mit Konjunkturpaket guten Start hin"
"Das vom Koalitionsausschuss vorgelegte Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket ist ein gelungener Aufschlag, um alle Branchen bei der √úberwindung der Folgen der Co¬≠ro¬≠na-Krise zu unterstützen. Dass der Bund in allen Bereichen prüft, inwieweit geplante Aufträge und Investitionen jetzt vorgezogen werden können, begrüßen wir sehr", sagte Dieter Babiel. "Allerdings darf es nicht nur bei einer Prüfung bleiben", ermahnte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB). "Gerade jetzt muss die Bundesregierung für eine schnelle Umsetzung von Infrastrukturprojekten sorgen. Um Einbrüche zu vermeiden und Entlassungen zu verhindern, ist es essenziell, dass die öffentlichen Investitionen in unsere Infrastruktur auf Ebene von Bund, Ländern und Kommunen in voller Höhe erhalten bleiben und umgesetzt werden.".
Der HDB hatte bereits in seinem Papier "Die Bauindustrie nach Corona¬†- Eine stabile Baukonjunktur stärkt die deutsche Wirtschaft" gefordert, zügig¬†...

die kommunalen Haushalte zu stabilisieren,
die öffentliche Infrastruktur zu modernisieren,
die umfassende Digitalisierung und personelle Aufstockung der öffentlichen Verwaltung umzusetzen,
Wirtschaft und Verwaltung zu entbürokratisieren sowie
die energetische Gebäudesanierung als Beitrag gegen den Klimawandel zu beschleunigen.

All dies finde sich nun im Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket wieder. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Entbürokratisierung des Fördersystems und dessen Weiterentwicklung für den Glasfaser-Breitbandausbau. Ohne den deutschlandweiten Ausbau gehe es auch nur schleppend mit der Digitalisierung voran.
"Die Bauindustrie ist gewappnet, den erforderlichen konjunkturellen Aufschwung nach der Krise erfolgreich zu gestalten und ihren Teil zur wirtschaftlichen Erholung in Deutschland und Europa beizutragen. Nun muss das Konjunkturprogramm an Fahrt gewinnen", resümiert Dieter Babiel abschließend.
Baugewerbe: "Mittelstand steht bereit, um den Re-Start zu bauen"
Auch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa, kommentierte die Pläne des Koalitionsausschusses:¬† "Die Bundesregierung setzt mit ihrem Konjunkturpaket wichtige Impulse zur Wiederbelebung und Stärkung des wirtschaftlichen Lebens. Wir begrüßen, dass zahlreiche Maßnahmen die von uns gemachten Vorschläge aufgreifen und so die mittelständische Bauwirtschaft als wichtiges Zugpferd der Binnenkonjunktur gestärkt wird."
Insbesondere die finanzielle Entlastung der Kommunen als wichtigste öffentlichen Auftraggeber sei für die Bauwirtschaft von großer Bedeutung, hob Herr Pakleppa hervor und forderte ergänzend: "Nach der Zusage des Bundes zur hälftigen √úbernahme der Ausfälle der Gewerbesteuereinnahmen sind nun die Länder aufgefordert, auch ihrer Verantwortung nachzukommen. Nur so kann die Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand nachhaltig gesteigert werden. Für eine Beschleunigung und Entbürokratisierung der Vergaben sollte hierbei allein auf präqualifizierte Betriebe gesetzt werden." (zur Erinnerung siehe u.a. den Beitrag "Präqualifikation von Bauunternehmen wird verbindlich" vom 3.2.2008)
Außerdem konstatierte der ZDB-Hauptgeschäftsführer, dass auch die Erhöhung der Investitionen in die Deutsche Bahn sowie die zusätzliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung richtige Signale seien, die zur Belebung der Bautätigkeit beitragen würden. Darüber hinaus sende die Bundesregierung mit der Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge eine wichtige Botschaft an die mittelständischen Unternehmen im Land, um eine weitere Steigerung der Lohnnebenkosten zu vermeiden.
Kritik kam allerdings auch von Herr Pakleppa: "Eine zusätzliche bürokratische Belastung wird sich allerdings durch die Umstellung der Mehrwertsteuersätze ergeben, wenn diese kurzfristig und temporär in allen Geschäftsvorgängen und ‚Äďprozessen neu abgebildet werden muss. Ob dieser Mehraufwand durch erwartete konjunkturelle Wirkung gerechtfertigt ist, bleibt abzuwarten."
In jedem Fall mache sich jetzt aber bezahlt, dass die Bauwirtschaft über die letzten Jahre ihre Kapazitäten beständig aufgebaut und nachhaltig mehr Personal eingestellt habe. Die Unternehmen stünden jetzt bereit, am Re-Start mitzubauen und so ihren Beitrag zur Belebung der Konjunktur zu leisten.
by te way: Ergebnis des √Ėkonomenpanels von ifo und FAZ
Viele deutsche √Ėkonomen haben den bereits bekannten Umfang der Hilfen für die Wirtschaft in der Coronakrise gelobt: 60% halten es für angemessen, die Staatsausgaben um 353 Mrd. Euro zu erhöhen und zusätzlich Garantien von 820 Mrd. auszuspre¬≠chen¬†- so das Ergebnis des √Ėkonomenpanels, einer Befragung durch das ifo Institut und die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter rund 120 Professoren an deutschen Universitäten, die noch vor(!) Veröffentlichung des Konjunkturpakets abgeschlossen wurde. "Das Lob im Allgemeinen ging mit Kritik im Detail an diskutierten Maßnahmen wie der Abwrackprämie einher", so Niklas Potrafke vom ifo Zentrum für öffentliche Finanzen und politische √Ėkonomie.
Als zu hoch stuften die Hilfen nur rund 18% der Befragten ein, als zu niedrig 4% . Dazu passt, dass 62% die Risiken für die Tragfähigkeit der deutschen Staatsfinanzen als "gering" oder "sehr gering" erachten und nur 37% als "hoch" oder "sehr hoch". Finanziert werden sollten die Ausgaben durch eine Kombination aus höheren Steuereinnahmen und geringeren Staatsausgaben, sagten 35%. 29% sagten "gar nicht", und 20% wollten nur die Staatsausgaben verringern.
Anderen europäischen Ländern wollen die Volkswirte helfen mit einer Mischung aus Krediten und Zuschüssen¬†- das sagten 50%. Nur mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen, empfohlen 25%. Nur mit Krediten fanden 9% und "gar nicht" forderten 8%. Eine gemeinsame Schuldenaufnahme der EU, wie sie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron wollen, lehnten 38% ab, 35 Prozent waren dafür, 26% antworteten "teils-teils".
Kulturschaffende mit einem Einkommensausgleich zu unterstützen, halten 25% für eine sehr gute Maßnahme, genauso wie Investitionszuschüsse für Unternehmen, die ebenfalls von 25% stark befürwortet werden.
Quelle: baulinks


Wirtschaftskrise bewältigen, Wohnungsbau stärken, Klimaschutz fördern

Jetzt die richtigen Impulse setzen!

Die Aktion "Impulse für den Wohnungsbau", an der auch der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. beteiligt ist, weist in einem neuen Positionspapier auf die Notwendigkeit verbesserter Anreize für den Wohnungsbau im Nachgang der Corona-Krise hin. Denn für die deutsche Wirtschaftsentwicklung 2020 wird der größte Einbruch in der Nachkriegsgeschichte erwartet.

Zwar ist die Bau-, Immobilien- und Planungsbranche als überwiegend regional organisierte Wertschöpfungskette aktuell noch nicht in dem Umfang wie andere Branchen betroffen. Und sie leistet damit in der einsetzenden Rezession bereits einen stabilisierenden Beitrag zur Gesamtwirtschaft. Allerdings wird die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation absehbar auch zu deutlich spürbaren Nachfragerückgängen bei den Bauinvestitionen führen.
Die Aktion schlägt in dem Papier zum einen Sofortmaßnahmen wie die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren vor. Zum anderen spricht sie sich für wirksame Impulse für mehr Wohnungsbau aus, etwa durch eine Erhöhung der sozialen Wohnraumförderung und verbesserte steuerliche Rahmenbedingungen im Mehrfamilienhausbau.
Das Positionspapier steht nachfolgend zum Download bereit.


Kalksandstein Webinare "Brandschutz" im Mai 2020

Kostenfreies Webinar in drei Teilen mit Dipl.-Ing. Matthias Dietrich.


Die Entwurf-, Planungs- und Baustellenpraxis wird heute vielfach von brandschutztechnischen Fragestellungen geprägt. Dies gilt gleichermaßen für den Wohnungsbau als auch für gewöhnliche Sonderbauten. Ohne brandschutztechnisches Basiskenntnisse fällt diese Diskussion mit dem Bauherren, dem Brandschutzplaner, dem Sachverständigen und dem Behördenvertreter schwer.
Das Webinar richtete sich an Entwurfsverfasser, Bauleitende und andere am Bau Beteiligte. Ziel war es, das brandschutztechnische Basiswissen unter Bezugnahme auf das Anforderungsprofil der Bayerischen Bauordnung zu erlangen oder aufzufrischen.  
Der Inhalt gliedert sich hierbei in drei Themenbereiche, welche an drei aufeinander folgenden Tagen angeboten wurden:  
27. Mai von 10 bis 11 Uhr - Teil 1Grundlagen der Begriffe und Gebäudeklassen
28. Mai von 10 bis 11 Uhr - Teil 2Grundlagen baulicher Brandschutz
29. Mai von 10 bis 11 Uhr - Teil 3Grundlagen an die Rettungswege


Neue Kalksandstein-Zulassungen und Bauartgenehmigungen veröffentlicht

Die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) des Bundesverbands Kalksandsteinindustrie wurden verlängert und stehen ab sofort unter www.kalksandstein.de/downloads zur Verfügung.

Neben der Verlängerung wurden die Zulassungen auch an die aktuellen Regelungen des Bauordnungsrechts angepasst, unter anderem an die neuen Landesbauordnungen sowie die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB). Dabei wurden die abgelaufenen Lochsteinzulassungen auf allgemeine Bauartgenehmigungen (aBG) umgestellt.
Der Hintergrund: aBG ersetzen seit Juli 2017 die abZ für Bauarten. Mit diesen Bescheiden werden Planung, Bemessung und Ausführung von Mauerwerk (Bauart) aus Kalksandsteinen mit von DIN 20000-402 abweichender Lochung geregelt. Die Lochsteine selbst werden wie alle Kalksandsteine nach EU-Bauprodukteverordnung mit CE-Kennzeichen nach EN 771-2 in Verkehr gebracht und müssen in Form und Ausbildung (Lochung) den Anlagen der aBG entsprechen. Für Planung, Bemessung und Ausführung sind die in der aBG genannten Beson-derheiten zu beachten.
Konkret finden Sie im Downloadbereich nun folgende Zulassungen und Bauartgenehmigungen:
Zulassungen/Bauartgenehmigungen

Z-17.1-338: Vorgefertigte Mauertafeln aus Kalksandstein
Z-17.1-608: Vorgefertigte Mauertafeln aus Kalksand-Plansteinen

Bauartgenehmigungen

Z-17.1-878: Mauerwerk aus Kalksandsteinen mit besonderer Lochung im Dickbettverfahren
Z-17.1-893: Mauerwerk aus KS-Plansteinen mit besonderer Lochung im Dünnbettverfahren
Z-17.1-921: Mauerwerk aus Kalksand-Plansteinen mit besonderer Lochung


Schallschutzworkshop der CIRKEL GmbH & Co. KG im Herbst 2020

Im Namen unseres Mitgliedsunternehmens der CIRKEL GmbH & Co. KG laden wir ganz herzlich zu den Schallschutzworkshops im November 2020 an 3 Standorten ein.

Die Termine:
Donnerstag, 12.11.2020 DuisburgDienstag, 17.11.2020 EssenMittwoch, 18.11.2020 Dortmund
Weitere Informationen finden Sie hier:
Schallschutzworkshop 2020
 


KS-Schallschutzrechner in der Version 7.00 erschienen

Mit einigen wesentlichen √Ąnderungen ist die neue Version 7.00 des Kalksandstein-Schallschutzrechners online gegangen und nun unter www.kalksandstein.de/schallschutzrechner abrufbar. In der neuen Version wurden einige Bugs behoben, aber auch Neuerungen und Anpassungen gegenüber der Vorgängerversion 6.01 realisiert.

Unter anderem kann ab sofort der bewertete Norm-Trittschallpegel wahlweise sowohl nach DIN 4109 als auch nach DIN EN ISO 12354-2 berechnet werden. Damit wird das europäische Rechenmodell für den Trittschall bereits jetzt im KS-Schallschutzrechner implementiert. Mittelfristig soll dieses Modell auch in die deutsche Schallschutznorm (DIN 4109) integriert werden.
Zur Erläuterung: Beim europäischen Modell nach DIN EN ISO 12354-2 zur Berechnung des Norm-Trittschallpegels wird ‚Äď genau wie beim Modell für die Luftschalldämmung nach DIN EN ISO 12354-1 ‚Äď die Schallübertragung über das Trennbauteil und alle flankierenden √úbertragungswege berechnet und energetisch addiert. Alle Eingangsdaten für diese Berechnung werden im KS-Schallschutzrechner ohnehin bereits für die Berechnung der Luftschalldämmung erfasst. Daher kann in der neuen Version 7.00 ohne die Eingabe zusätzlicher Eingangsgrößen vom pauschalen Modell nach DIN 4109-2 auf das genauere Verfahren nach DIN EN ISO 12354-2 gewechselt werden.
Eine weitere neue Funktion: Der Report wird nun direkt als PDF-Datei erstellt und unter dem Verzeichnis c:\temp abgelegt. Der Name der Reportdatei lautet "KS_Project_" gefolgt von Datum und Uhrzeit (Bsp.: KS_Project_2020_02_18_10_48_29.pdf).


Die Auswirkungen des Shutdown werden Baufirmen, Mieter, Vermieter und Investoren gleichermaßen treffen

"Corona wird den Wohnungsmarkt tiefgreifend verändern!"

Berlin (PRG) - Corona bedroht nicht allein unsere Gesundheit. Mittlerweile hat sich das Virus auch auf die deutsche Wirtschaft übertragen. Vormals gesunde Unternehmen kämpfen heute ums √úberleben. Während die Automobil- und Luftfahrtbranche bereits seit Wochen stillstehen, spürt der Wohnungsbau erst seit kurzem die Auswirkungen der Corona-Krise. Im Interview erläutern Matthias Günther, Vorstand des Pestel Instituts Hannover, und Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau, welche Auswirkungen die Pandemie auf den deutschen Wohnungsmarkt hat und längerfristig haben könnte.

Herr Dr. Rast, auf deutschen Baustellen wird nach wie vor gearbeitet. Ist die Baubranche resistent gegen das Corona-Virus? Dr. Ronald Rast: Nein, auch am Bau machen sich die Auswirkungen langsam bemerkbar. Zwar profitiert der Bau noch von Auftragsüberhängen aus dem vergangenen Jahr. Die Schließung der innereuropäischen Grenzen verschärft jedoch den Fachkräftemangel, der ab dem zweiten Quartal 2020 zu einem spürbaren Rückgang der Bautätigkeit führen könnte, wenn hier politisch nicht kurzfristig gegengesteuert wird. Hinzu kommen Lieferengpässe, die bisher vor allem Baumaterialien aus europäischen Nachbarländern betreffen. Wer alles nur just in time ohne Reserven oder Ausweichmöglichkeiten geplant hat, steht dann schnell vor großen Problemen. Hier wird zukünftig sicher auch über die Lieferketten am Bau nachgedacht werden, obwohl zum Glück und aus Effizienzgründen noch viel mit regional verfügbaren Baumaterialen gemacht wird. Das ist mit Sicherheit ein Vorteil im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen. ¬†
Herr Günther, wird Corona auch die Wohnungsmärkte infizieren? ¬† Matthias Günther: Aus meiner Sicht wird die Krise im Wohnungsbau zeitverzögert kommen und zunächst das hochpreisige Segment betreffen. Wenn Konzerne wie die Lufthansa, die Autohersteller oder die TUI ins Schlingern kommen, sind auf einen Schlag mehrere 100.000 gutverdienende Mitarbeiter, die von einem dauerhaft gesicherten Job ausgegangen waren, auf Kurzarbeit. Auch wenn die Arbeitgeber in vielen Fällen das Kurzarbeitergeld aufstocken, ist doch das Vertrauen in die Sicherheit des Arbeitsplatzes nicht mehr gegeben. Wenn der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld nicht aufstockt, wird die Lage schnell problematisch. Hatte die Wohnungsmiete zuvor einen Anteil von 25 % am Nettoeinkommen, so sind es beim Single mit Kurzarbeitergeld plötzlich über 40 %. Noch schwieriger ist die Lage für Menschen, die sich eine Eigentumswohnung gekauft oder ein Haus gebaut haben. Wenn nur noch 60 oder 67 % des bisherigen Nettoeinkommens zur Verfügung stehen, steigen die Belastungen für Zins und Tilgung von vorher bei gutem Einkommen verkraftbaren 40 % auf nunmehr 60 %. Das kann dazu führen, dass die Zahl der Zwangsversteigerungen steigt. Um dies zu vermeiden, gibt es in den Niederlanden einen Sicherungsfonds, in den Bauherren weniger als 1 % der Bausumme einzahlen. Können sie Kredite nicht mehr bedienen, springt der Fonds ein und arbeitet mit dem Schuldner eine Umschuldung aus. ¬† ¬†
Wie erleben Sie die Arbeitsfähigkeit in den √Ąmtern und Behörden in der aktuellen Situation? Dr. Ronald Rast: Angesichts der Lage wurde der Publikumsverkehr in den Bauämtern von einem Tag auf den anderen eingestellt. Ein Teil der Mitarbeiter arbeitet im Homeoffice, kann aber offensichtlich nicht immer auf den Aktenbestand zugreifen oder hat zu Hause mit technischen Problemen zu kämpfen. Die Bearbeitung von Bauanträgen hat sich jedenfalls dadurch erheblich verlängert. Verzögerungen entstehen dabei nicht nur in der Planungs- und Genehmigungsphase, weil √Ąmter und Kommunen Entscheidungen zu Bauvorhaben, B-Planverfahren sowie zur Schaffung von Planungsrecht nicht mehr unter Wahrung der üblichen Fristen treffen. Auch die notwendige Begleitung laufender öffentlicher Baumaßnahmen leidet darunter. Dabei sollte die Arbeit in den √Ąmtern aus meiner Sicht genauso systemrelevant angesehen und aufrechterhalten werden wie die Tätigkeit vom √Ąrzten, Busfahrern oder Mitarbeitern von Supermarkt-Ketten. Auch die umfassende Nutzung einer funktionierenden digitalen Infrastruktur könnte in der jetzigen Lage von großem Nutzen sein. Insbesondere der Zeitverzug bei Planungs- und Genehmigungsarbeiten wird eine Langzeitwirkung auf die zukünftigen Bauprozesse haben.
Mieter werden durch Mietstundungen und Wohngeld vor dem Verlust ihrer Wohnung geschützt. Wie sollen Vermieter die Mietausfälle kompensieren? Matthias Günther: Es ist ja zunächst eine Mietstundung und kein Mietausfall. Große private, öffentliche und genossenschaftliche Vermieter können dies in ihrer Liquiditätsplanung sicher besser berücksichtigen als die vielen Privatpersonen, die ja 66 % aller Mietwohnungen bereitstellen. Wenn gerade bei jüngeren oder jüngst modernisierten Gebäuden die Mietzahlungen unmittelbar für Zins- und Tilgungsleistungen benötigt werden, ist der temporäre Ausfall nicht so leicht zu verschmerzen. Viele kleine Vermieter werden ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber Banken, Handwerkern und Energieversorgern nicht mehr erfüllen können, sollte die mögliche Mietstundung über einen längeren Zeitraum genutzt werden. Auch Seniorenhaushalte, deren Alterseinkommen vor allem auf Mieteinnahmen basiert, können schnell in finanzielle Probleme geraten. Um diese Kettenreaktion zu vermeiden, wäre es sinnvoll, einen Sicherungsfonds für Vermieter einzurichten, der die finanzielle Lücke, die durch Mietstundungen entsteht, zeitlich überbrückt. Dieser würde die ausbleibenden Mieten zinslos vorstrecken. Sobald die gestundeten Mietzahlungen auf dem Konto des Vermieters eingehen, würde dieser das √úberbrückungsgeld an dem Sicherungsfonds zurück überweisen. Eine einfache Maßnahme, die erheblich zur Stabilisierung des Wohnungsmarkts beitragen würde.
Viele Menschen werden in den nächsten Monat auf Kurzarbeit sein, einige sogar ihren Job verlieren. Werden im Nachgang der Krise mehr Sozialwohnungen benötigt? Dr. Ronald Rast: Von den rund 41 Millionen deutschen Haushalten haben nach aktueller Rechtslage etwa 40 % einen wohl eher theoretischen Anspruch auf eine Sozialwohnung. Natürlich wohnen viele Haushalte zu Bestandsmieten, die bisher für sie leistbar waren. Angesichts der Krise dürfte sich aber die Zahl der bedürftigen Haushalte deutlich erhöhen. Um den steigenden Bedarf zu decken, muss die Zahl der Sozialwohnungen, die aktuell nur noch bei 1,2 Millionen liegt, wieder deutlich ansteigen. Der Hauptweg dazu liegt im sozialen Wohnungsbau, der so schnell wie möglich ausgeweitet und gezielt weiter gefördert werden muss ‚Äď und das langfristig! Wir als Mauerwerksindustrie können und wollen die Politik mit passgenauen und kostengünstigen Lösungen bei der schnellen Schaffung bezahlbaren Wohnraums unterstützen. Wir wären sogar sicher in der Lage, die Taktzahl bei Bauen noch zu erhöhen, wenn die Politik auf allen Ebenen die schnellen und unbürokratischen Entscheidungsprozesse auf Basis entschlackter Vorschriften auch nach der Corona-Krise aufrecht erhalten würde und die Bauämter diesem neuen Tempo im digitalen Zeitalter auch folgen könnten. Dann könnte der soziale Wohnungsbau zu einer Lokomotive werden, die die Konjunktur aus der Krise zieht.¬†
Werden Investoren, Projektentwickler und Bauträger die Krise als einzige unbeschadet überstehen? Matthias Günther: Nein, auch Investoren und Projektentwickler werden die Auswirkungen der Krise spüren. Die aktuell im Bau befindlichen Projekte sind sicher schon weitgehend verkauft und somit nicht unmittelbar gefährdet. Aber die noch nicht verkauften Projekte für die kommenden Jahre sind gefährdet. Wenn die Nachfrage der privaten Haushalte wegen der Verunsicherung durch die Corona-Krise wegbricht, lassen sich die bislang kalkulierten Verkaufs- oder Mietpreise am Markt nicht mehr realisieren. Verantwortlich für die Preisentwicklung in den letzten Jahren waren die stetig gestiegenen Grundstücks- und Erstellungskosten. Dass Immobilien trotz hoher Preise gekauft wurden, lag am niedrigen Zinsniveau und dem Mangel an alternativen Anlagemöglichkeiten. Fällt ein Teil der Nachfrage weg, gerät das fragile Konstrukt ins Wanken. Denn bei Preisabschlägen von 20 oder gar 30 % wären geplante Neubauvorhaben wirtschaftlich nicht mehr darstellbar. Hier wird man versuchen, den Schaden durch Abbruch, Aufschieben oder Umplanen zu begrenzen.
Laut einer aktuellen Umfrage fürchten die Deutschen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus mehr als die gesundheitlichen Folgen. Ist die Sorge berechtigt?Dr. Ronald Rast: Zunächst möchte ich voranstellen, dass meines Erachtens sowohl die Furcht vor gesundheitlichen wie auch wirtschaftlichen Auswirkungen berechtigt ist und nicht gegeneinander ausgespielt, sondern verantwortlich miteinander abgeglichen werden sollte. Wenn inzwischen über 650.000 Unternehmern ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schicken und führende Wirtschaftsinstitute die schwerste Rezession seit 50 Jahren prognostizieren, löst das verständlicherweise auch wirtschaftliche, sogar existenzielle √Ąngste aus. Zumal es für die aktuelle Situation kein wirkliches historisches Vorbild und somit auch keine schablonenhaften Handlungsempfehlungen gibt, an denen man sich orientieren könnte. Der schnell und großflächig aufgespannte Rettungsschirm der Bundesregierung, signalisiert den Bürgern, dass niemand im Regen stehen gelassen wird. Trotzdem sind die Menschen skeptisch und werden, wie nach jeder Krise, ihr Geld zusammenhalten. Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass jetzt von vielen die nächste Urlaubsreise, das neue Auto oder der geplante Bau eines Einfamilienhauses überdacht, verschoben, im ungünstigsten Fall sogar komplett gestrichen werden. ¬†
Führende √Ėkonomen sind der Ansicht, dass der Shutdown maximal zwei Monate aufrechterhalten werden kann. Wann ist mit einer Lockerung der Maßnahmen zu rechnen? Matthias Günther: Angesichts rückläufiger Infektionszahlen wird der mediale und gesellschaftliche Druck auf die Regierung größer, den Shutdown zeitnah zu beenden. Zumal unser Nachbar √Ėsterreich bereits nach Ostern erste Lockerungsmaßnahmen umgesetzt hat. Möglicherweise zieht die Bundesregierung nach und verschärft die Beschränkungen wieder, wenn die Zahl der Corona-Fälle wieder ansteigt. Da es sich um eine Krise handelt, für die es kein historisches Vorbild gibt, muss man sich vorsichtig und verantwortungsvoll schrittweise wieder der Normalität annähern. Die Strategie kann auch bedeuten, dass man den einen oder anderen Schritt zurück machen muss, bevor es wieder aufwärts geht. Agiert man übervorsichtig, besteht die Gefahr, dass die wirtschaftlichen Einbußen auch gravierende gesundheitliche Konsequenzen haben, denn die Finanzierung des Gesundheits- und Sozialsystems basiert natürlich auf einer funktionierenden und effizient arbeitenden Wirtschaft.
Quelle: DGfM
 


KALKSANDSTEIN Merkblatt zum vereinfachten Berechnungsverfahren nach DIN EN 1996-3 aktualisiert

Mit der Veröffentlichung von DIN EN 1996-3/NA:2019-12 dürfen nun auch bei schlanken Wänden deutlich größere Wandhöhen vereinfacht bemessen werden. Aus diesem Grund haben wir unser Merkblatt "Vereinfachtes Berechnungsverfahren nach DIN EN 1996-3/NA:2019-12" angepasst und nun veröffentlicht.

Es zeigt in Abhängigkeit der Windzone bis zu welchen Wandhöhen eine Bemessung von Kalksandsteinmauerwerk nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren nach DIN EN 1996-3/NA erfolgen kann. Das Merkblatt können Sie sich in unserem¬†Downloadbereich herunterladen.


SAVE THE NEW DATE:
Wohnungsbau-Tag 2020 verschoben

Der 12. Wohnungsbau-Tag, Deutschlands Branchen-Gipfel der Bau- und Immobilienwirtschaft, wird aufgrund der aktuellen Situation in den Herbst verschoben. Der neue Termin ist der 25.11.2020. 

Es ist weiterhin die Veröffentlichung einer Studie sowie eine Paneldiskussion mit hochranigen politischen Gästen aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik geplant, beides unter dem Titel "Suchst Du noch oder pendelst Du schon?¬†Stadt ‚Äď Land ‚Äď Chance: Wohnkonzepte für das Umland von wachsenden Städten".
Weitere Informationen und Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter www.impulse-fuer-den-wohnungsbau.de


Stimmungsbild: Konjunkturelle Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Bauwirtschaft

Die weltweite Zunahme an Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, hat teils dramatische Auswirkungen auf verschiedene Teile der deutschen Wirtschaft. Bei einem Großteil der Bauunternehmen laufen die Baustellen wiederum noch weitgehend im Normalbetrieb - Baustellen wurden bislang nur vereinzelt stillgelegt.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) geht aktuell davon aus, dass die Hauptgefahr für die deutsche Baukonjunktur im laufenden Jahr vermutlich nicht(!) in einem deutlichen Nachfragerückgang besteht. Als Risiko wird eher angesehen, dass die Produktion gebremst werde durch

Probleme bei den Baustoff- und Baumaterialzulieferern,
Erkrankungen in den Belegschaften oder durch
behördliche Maßnahmen.

Eine konkrete Prognose sei derzeit laut HDB nicht möglich. Eine erste vorsichtige "Trendaussage" ist, dass der Verband mit einer Stagnation des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr rechnet, ein reales Wachstum also außer Reichweite liegt.
Belastbare Daten erst zur Jahresmitte verfügbar
Aus Sicht der Bauindustrie ist zum jetzigen Zeitpunkt eine realistische Umsatzprognose für 2020 nur sehr eingeschränkt möglich. Die Januarwerte zu Auftragseingang und Umsatz im Bauhauptgewerbe waren mit zweistelligen nominalen Zuwachsraten noch ausgesprochen positiv. Für den Februar wird eine ähnliche Entwicklung erwartet. Die März-Werte, bei denen sich die Epidemie eventuell schon bemerkbar macht, werden aber erst Ende Mai vorliegen. Bis dahin ist der HDB auf die Einschätzungen der Lage und Erwartungen aus Reihen der Baufirmen angewiesen. Wenn sich das dort aufgezeigte Stimmungsbild bestätigt, wird sich auch die Bauwirtschaft vom aktuellen Abwärtstrend in der Wirtschaft nicht gänzlich abkoppeln können. Zumindest temporär ist mit einem Produktionsrückgang zu rechnen.
 
Quelle: www.baulinks.de


Die Baubranche kann nach der Corona-Krise zum Konjunkturmotor werden!

Materialengpässe, Genehmigungsstau, fehlende Bauarbeiter ‚Äď erste Auswirkungen der Corona-Krise machen sich auch in der Baubranche bemerkbar.

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) ist die Interessenvertretung der Mauerstein erzeugenden Industrie. Schwerpunkt des Verbandes ist der Wohnungsneubau, der zu über 70 Prozent mit Mauerwerk errichtet wird. Der Vorsitzende Dr. Hannes Zapf und der Geschäftsführer Dr. Ronald Rast erläutern, warum man in Zukunft stärker auf die regionale Wirtschaft setzen sollte, warum der soziale Wohnungsbau noch wichtiger werden wird und welche ersten Schlussfolgerungen Politik und Wirtschaft aus der Krise ableiten können.
Herr Dr. Zapf, wie ist die aktuelle Lage in den Mitgliedsunternehmen der DGfM?
Dr. Hannes Zapf: Bislang sind bei den Herstellern noch keine Einbußen spürbar. Unsere Mitgliedsunternehmen verzeichnen derzeit sogar einen stärkeren Absatz als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Wie es scheint, kommt es auch bei Mauersteinen zu einer gewissen Vorratshaltung. Sowohl einige Baustoff-Fachhändler als auch einige Bauunternehmer füllen ihre Lagerbestände an Mauersteinen auf, um für das, was da noch kommen könnte, gewappnet zu sein. In der Krise zeigt sich, welche Vorteile es hat, nicht von internationalen Warenströmen abhängig zu sein. Ich hoffe, dass diese Erkenntnis über Corona hinaus Bestand haben wird. Probleme könnte es hingegen auf den Baustellen geben. Denn bis zu 100.000 der am Bau Beschäftigten sind Entsendearbeiter, überwiegend aus Osteuropa. Hier sollte die Politik sicherstellen, dass diese Fachkräfte mit erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen weiterarbeiten können.
Herr Dr. Rast, welche Maßnahmen wurden in den Betrieben zum Schutz der Mitarbeiter getroffen?
Dr. Ronald Rast: Der Automatisierungsgrad in der Mauersteinindustrie ist sehr hoch. Teilweise reichen drei bis fünf Mitarbeiter aus, um den gesamten Maschinenpark in einer Schicht zu steuern. Der Personaleinsatz in der Produktion ist also vergleichsweise gering, so dass sich auf relativ großen Flächen wenig Personal befindet und die Gefährdung per se in Grenzen hält. Anders sieht es im Vertrieb, in der Logistik und der Verwaltung aus. Hier wird streng auf Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen geachtet. Wo es möglich ist, wurden zudem abgegrenzte Zonen für die Mitarbeiter eingerichtet. Auch bei der Ausstellung der Lieferscheine wird mit größter Vorsicht vorgegangen. Angesichts voller Auftragsbücher sind bisher Betriebsschließungen oder Kurzarbeit in unseren rund 200 Mauersteinwerken noch kein Thema. Aber das kann sich ganz schnell ändern, wenn die Baustellen zum Erliegen kommen sollten oder der Baustoff-Fachhandel geschlossen wird. ¬†Die international tätigen Mauersteinhersteller sehen die Lage kritischer, da in einigen europäischen Ländern die Bautätigkeit bereits erheblich eingeschränkt ist
Reicht der von der Bundesregierung verabschiedete Rettungsschirm zur wirtschaftlichen Abfederung der Corona-Krise aus?
Dr. Hannes Zapf: Das wird sich zeigen. Aber da nahezu alle Bürger und Unternehmen betroffen sind, könnte ich mir vorstellen, dass das gerade verabschiedete Milliardenpaket der Bundesregierung nicht reichen könnte und insbesondere nach Corona um ein Konjunkturanschubpaket ergänzt werden muss. Mit 860.000 Beschäftigten ist die Baubranche eine der wichtigsten Branchen. Damit es hier nahtlos weitergeht, müssen insbesondere die vielen kleinen und mittelständischen Bauunternehmen, die mehr als zwei Drittel aller Wohnungsbauten in Deutschland errichten, liquide und handlungsfähig bleiben. Hier hat die Politik vorbildlich reagiert und in Rekordzeit Zuschüsse, √úberbrückungskredite und Steuererleichterungen auf den Weg gebracht. Zudem wurde sichergestellt, dass Menschen, die aufgrund von Einkommenseinbußen oder Einnahmeausfällen mit der Miete oder der Zahlung von Kreditraten in Rückstand geraten, nicht ihre Wohnung verlieren. Wünschenswert wäre darüber hinaus ein staatlicher Fonds, der Mietausfälle auf Vermieterseite abfedert und dafür sorgt, dass der Mietermarkt weiter funktioniert. Das gilt natürlich auch für die Wohneigentümer, denn insgesamt wohnen in Deutschland etwa gleich viele Haushalte zur Miete bzw. in Wohneigentum. Schon vor Corona hatten wir der Politik vorgeschlagen, für Wohneigentümer einen Sicherheitsfonds nach niederländischem Vorbild einzurichten. Auch private Bauherren werden sich angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung in nächster Zeit zurückhalten, wenn das mögliche Risiko für sie zu groß erscheint. Damit dies nicht zum Bremsklotz für die ganze Baubranche wird, sollten neben der Einrichtung von Sicherungsfonds durch die Politik ganz bewusst längerfristig stabile Rahmenbedingungen für Investitionen geschaffen werden. Dazu gehört auch, die Sonder-AfA und das Baukindergeld als konjunkturelle Stütze über die Legislaturperiode hinaus zu verlängern.
Vor Corona stand bezahlbarer Wohnraum ganz oben auf der politischen Agenda. Wird das Thema nach der Krise wieder in den Fokus rücken?
Dr. Ronald Rast: Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wird aus meiner Sicht sogar noch an Bedeutung gewinnen. Denn viele Menschen müssen aufgrund von Kurzarbeit Gehaltseinbußen hinnehmen, andere werden aufgrund von Insolvenzen vielleicht sogar ihren Arbeitsplatz ganz verlieren. Vor diesem Hintergrund wird die Förderung des sozialen Wohnungsbaus eine der wichtigsten politischen Aufgaben bleiben. Da bezahlbares Wohnen mit preisgünstigem Bauen beginnt und der Mauerwerksbau zur Errichtung neuer Wohnungen die wirtschaftlichste Bauweise ist, können und wollen wir gemeinsam mit allem am Bau Beteiligten einen aktiven Beitrag zur Lösung der Wohnungsbauproblematik leisten.
Was werden Politik und Wirtschaft aus der Corona-Krise lernen?
Dr. Hannes Zapf: Schon nach der Banken-Krise 2008 hatte sich gezeigt, dass die regionale Wirtschaft am schnellsten wieder anspringt. Bereits damals zählte der Bau zu den ersten Branchen, die Fahrt aufgenommen haben. Wenn die Politik die Weichen richtig stellt, kann die Baubranche wieder zum Konjunkturmotor für das ganze Land werden. In der aktuellen Situation hat die Politik bewiesen, dass sie schnell und unbürokratisch handeln kann. Ich würde mir wünschen, dass das Mehr an Tempo und das Weniger an Vorschriften auch nach der Krise beibehalten wird. Denn Corona hat schon jetzt deutlich gemacht, dass Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit Vertrauen, Verantwortung und Verständnis füreinander vieles ganz unbürokratisch auf den Weg bringen können.
Quelle: Pressemitteilung der DGFM


Bauwirtschaft begrüßt Aufrechterhaltung der Baumaßnahmen

"Den ergangenen Erlass des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) über die Fortführung der Baumaßnahmen im Hochbau, Straßenbau und Wasserbau begrüßen wir außerordentlich.

Die Weiterführung und Neuausschreibung von Infrastrukturbaustellen ist eine wesentliche Stütze der Binnenwirtschaft, die es aufrechtzuerhalten gilt", sagt Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.
Bundesminister Scheuer und die Verbände der Bauwirtschaft stimmen in der Meinung überein, dass eine Fortsetzung der Baustellen auch in Zeiten der Corona-Krise in Deutschland geboten ist, um die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur in Deutschland weiter zu erhöhen. Diese Leistungsfähigkeit ist für die Bevölkerung und die Wirtschaft notwendig, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise schnell überwinden zu können.
"Nur so ist es uns möglich, dass wir in solch schwierigen Zeiten dafür sorgen können, dass die systemrelevanten Bereiche, wie Telekommunikation, Mobilität oder Energiegewinnung sowie Ver- und Entsorgung weiter funktionieren", ergänzt Peter Hübner, Präsident Hauptverband der Deutschen Bauindustrie.
Bundesminister Scheuer sichert zu, dass kurzfristig zwischen dem BMVI und der Bauwirtschaft Gespräche über die faire Verteilung Corona-bedingter Baustellenmehrkosten aufgenommen werden. Das bezieht sich auch auf Mehrkosten für den erhöhten Gesundheitsschutz der Bauarbeiter beim Transport auf die Baustellen und bei ihren Tätigkeiten.
Scheuer und die Verbände sind sich einig, dass die dafür notwendigen finanziellen Mittel derzeitige und zukünftige Investitionshaushalte der Infrastruktur nicht belasten dürfen, sondern aus Fördermitteln des Bundes zur Bekämpfung der Corona-Krise bereitgestellt werden müssen. Zudem stehen diesen Mitteln erhebliche Einsparungen aus nicht in Anspruch genommenen Kurzarbeitergeld für die Arbeitnehmer auf den Baustellen gegenüber.
"Unsere Bauunternehmen leisten derzeit hohe Anstrengungen, um den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Bauwirtschaft hat die notwendigen Kapazitäten und kann trotz der momentanen Herausforderung die Bauvorhaben weiter vorantreiben", fügt Martin Steinbrecher, Präsident der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen, hinzu.
Quelle: Zentralverband Deutsche Baugewerbe


Baustellen dürfen trotz Coronavirus nicht geschlossen werden

"Zur Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts wie auch des wirtschaftlichen Lebens in Deutschland ist es existentiell wichtig, neben dem Gesundheitsschutz, die Wirtschaft, wo immer möglich, am Laufen zu halten. Gerade die Bauwirtschaft ist mit ihrer dezentralen Struktur sehr gut geeignet, zur Stabilisierung der Volkswirtschaft beizutragen. Daher dürfen Baustellen nicht geschlossen werden." Dies forderte heute Reinhard Quast.

Der Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass die Baubranche rund 10 Mrd. Euro monatlich erwirtschaftet: "Das stützt nicht nur den Binnenkonsum und die Volkswirtschaft, sondern vermittelt Zuversicht für unsere Beschäftigten und deren Familien. Denn wenn einzelne Betriebe oder Baustellen unter Quarantäne gestellt werden, kann in anderen Regionen trotzdem gebaut werden. Dabei hilft auch die relativ starke Regionalität der Baustoffhersteller zur Versorgung der Baustellen. Die Bauwirtschaft ist vergleichsweise weniger von globalen Lieferketten abhängig.
Die Bauwirtschaft unternimmt derzeit alles, um deutschlandweit den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten. Um dieses zu gewährleisten, muss die öffentliche Hand weitere Bauprojekte auf den Markt bringen. Gleichzeitig braucht es eine zügige Bezahlung erbrachter Bauleistungen, sowohl bei Abschlags- als auch Schlussrechnungen, so die Forderungen des ZDB. "Ohne entsprechende Liquidität können weder Materiallieferungen noch Löhne bezahlt werden. Daher ist es absolut notwendig, eine Störung des Bauablaufs durch den Corona-Virus als ,höhere Gewalt‚Äė einzustufen, um entsprechend Bauzeiten verlängern und Zahlungen nicht verweigern zu können," forderte Quast von der öffentlichen Hand.
siehe auch für zusätzliche Informationen: Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Quelle: www.baulinks.de (23.3.2020)


Baugewerbe sieht sich vom Corona-Virus massiv betroffen: ";Die Liste der Auswirkungen ist lang."

"Die heute (17.03.2020) vom Statistischen Bundesamt bekannt gegebenen Baugenehmigungszahlen sind trügerisch. Auch wenn die Zahlen aus statistischer Sicht richtig sind, sind sie leider kein Indiz für die weitere Entwicklung der Baukonjunktur." Dieses erklärte der ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa zu den heute (17.03.2020) veröffentlichten Baugenehmigungszahlen aus 2019.

Herr Pakleppa weiter: "Baugenehmigungen sind keine Aufträge. Das wissen wir alle. Die aktuelle Entwicklung beim Corona-Virus macht auch vor der Bauwirtschaft nicht halt. Noch können wir nur schwer abschätzen, in welchem Ausmaß die Pandemie die Bauwirtschaft treffen wird. Denn¬†...

wenn bei der gewerblichen Wirtschaft Aufträge in Größenordnungen wegbrechen, werden Investitionen zurückgestellt, mit entsprechenden Auswirkungen auf den Wirtschaftsbau;
wenn Bauämter wegen des Virus nur schwach oder überhaupt nicht besetzt sind, dann werden keine öffentlichen Aufträge vergeben;
wenn Menschen mit plötzlicher Arbeitslosigkeit bedroht sind, werden sie kein Haus bauen oder Sanierungsarbeiten in Auftrag geben;
wenn Bauarbeiter selbst infiziert sind, werden ganze Kolonnen unter Quarantäne gestellt, Bauunternehmen können nicht mehr arbeiten, und damit können Aufträge nicht fristgerecht ausgeführt werden ‚Äď mit entsprechenden Folgen.

Schon heute erreichen uns erste Meldungen über eine Unterbrechung der Lieferketten. Zudem können rund 100.000 Entsendearbeitnehmer, die wir dringend benötigen würden, nicht einreisen. Die Liste der Auswirkungen des Corona-Virus auf die Bauwirtschaft ist lang.
Was die Betriebe am dringendsten brauchen, ist Liquidität zur Absicherung der Produktionsprozesse und Lohnzahlungen. Umso wichtiger ist es, dass die öffentliche Hand ihre Budgets wie geplant an den Markt bringt und auch die Zahlungen für erbrachte Bauleistungen zügig leistet. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass die in 2019 genehmigten Bauten nach der überstandenen Pandemie realisiert werden."
Quelle: www.baulinks.de


4 Prozent mehr Baugenehmigungen im Jahr 2019 erteilt

Im Jahr 2019 wurde in Deutschland der Bau von 360.600 Wohnungen genehmigt. Laut dem Statistischen Bundesamt waren das 4 Prozent mehr Baugenehmigungen als im Jahr 2018.

In den Zahlen sind sowohl die Baugenehmigungen für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten. Im längeren Zeitvergleich befindet sich die Zahl genehmigter Wohnungen der Statistiker zufolge weiter auf einem hohen Niveau. Mehr genehmigte Wohnungen in einem Jahr gab es seit der Jahrtausendwende nur 2016 mit über 375.000.
In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im Jahr 2019 rund 311.200 Wohnungen genehmigt. Das waren 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies ist insbesondere auf die Entwicklung bei den Mehrfamilienhäusern (+4,6 Prozent) zurückzuführen. Aber auch die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser ist um 1,2 Prozent und die für Zweifamilienhäuser um 2,6 Prozent gestiegen.
Bei den neu zu errichtenden Nichtwohngebäuden, die im Jahr 2019 genehmigt wurden, verringerte sich der umbaute Raum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent auf 223,1 Millionen Kubikmeter.


DIN 4109-5: Erhöhte Anforderungen an den Schallschutz verabschiedet

Nach Abschluss der der Einspruchsphase und der anschließenden Einspruchverhandlungen ist am 26.02.2020 "DIN 4109-5: Schallschutz im Hochbau ‚Äď Erhöhte Anforderungen" verabschiedet worden.

¬†Die neue Norm wird DIN 4109:1989 Beiblatt 2 sowie DIN SPEC 91314 ersetzen, in denen bisher Empfehlungen für einen gegenüber dem Mindestschallschutz in DIN 4109-1 erhöhten Schallschutz angegeben waren. Die wesentlichen Anforderungen der neuen Norm sind für den Bereich des Wohnungsbaus in der untenstehenden Tabelle 1 Anforderungen bzw. Empfehlungen weiterer Normen und Richtlinien zum Schallschutz gegenübergestellt. Bei den Anforderungen für Mehrfamilienhäuser wurden die Werte für den Luftschall von R‚Äôw = 55 dB auf R‚Äôw = 56 dB für die horizontale und R‚Äôw = 57 dB für die vertikale √úbertragung dahingehend angepasst, dass mit einer Differenz von 3 dB ein wahrnehmbarer Unterschied zum Mindestschallschutz besteht. Diese Anforderungen entsprechen den bereits seit vielen Jahren von der Kalksandsteinindustrie ausgesprochenen Empfehlungen.
Bei den Reihen- und Doppelhäusern gab es im Gegensatz zu den Mehrfamilienhäusern noch einige deutliche √Ąnderungen im Zuge des Einspruchsverfahrens. Für die Anforderung an die Luftschallübertragung im untersten Geschoss war im Entwurf abweichend vom bisherigen Wert in Beiblatt 2 und der Empfehlung der Kalksandsteinindustrie (R‚Äôw = 67 dB) eine Anforderung von R‚Äôw = 64 dB festgelegt worden. Dieser Wert wurde in der Einspruchsverhandlung ‚Äď entgegen der Position der Kalksandsteinindustrie ‚Äď auf R‚Äôw = 62 dB abgesenkt. Weiterhin wurde die Anforderung an die Schalldämmung zwischen Räumen unter denen mindestens ein Geschoss vorhanden ist, für den Fall, dass es sich bei diesem um eine Weiße Wanne mit durchlaufenden flankierenden Außenwänden handelt, von R‚Äôw = 67 dB auf R‚Äôw = 64 dB abgesenkt (siehe Fußnote 6 in Tabelle 1). Diese √Ąnderungen sind vor dem Hintergrund, dass es sich bei dem beschriebenen Schallschutzniveau um erhöhte Anforderungen handelt, nicht nachvollziehbar. Mit Konstruktionen aus Kalksandstein kann ein deutlich besserer Schallschutz erreicht werden.
Eine weitere wesentliche √Ąnderung gegenüber DIN 4109:1989 Beiblatt 2 ist, dass in DIN 4109-5 keine Festlegungen zum Schallschutz innerhalb des eigenen Wohnbereichs mehr getroffen werden. Sollen hierzu dennoch vertragliche Vereinbarungen zwischen den Baubeteiligten getroffen werden (was in vielen Fällen dringend zu empfehlen ist), kann hierfür das DEGA Memorandum BR 0104 "Schallschutz im eigenen Wohnbereich" herangezogen werden. Der dort festgelegte Wert für den Schallschutz von Wänden in der Schallschutzklasse EW 3 (guter Schallschutz mit hoher Zufriedenheit der Nutzer) entspricht mit R‚Äôw = 47 dB der Empfehlung der Kalksandsteinindustrie. Die unten stehende Tabelle 1 sowie das DEGA Memorandum BR 0104 haben wir im Anlagenorder für Sie hinterlegt.


Inhouse-Schulung bei der Ingenieurgruppe Bauen

Unter dem Motto "Montagsrunde" findet bei der Ingenieurgruppe Bauen montags eine technische Weiterbildung statt.

Am 02. März 2020 wurde das Thema "Schallschutz im Hochbau" bei der Ingenieurgruppe in Mannheim durch den Verein Süddeutscher Kalksandsteinwerke e.V vertieft. Die rund 40 Ingenieure wurden durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) Oliver Keil, der einen Schallschutzvortrag und die Berechnungsmöglichkeiten mit dem KS-Nachweisprogramm aufzeigte, auf den aktuellen Stand gebracht. Die Bandbreite der Berech-nungsmöglichkeiten für horizontale und vertikale Bausituationen, zweischalige Haustrennwände und den Schallschutz gegen Außenlärm nachzuweisen, wurde an konkreten Beispielen aufgezeigt. Die einfache Bedienung, die vielfältigen Variantenbildungen und die reale Bausituation bei den Berechnungen abzubilden sind die massiven Vorteile des KS-Schallschutzrechners, die die Ingenieure überzeugten.
Der KS-S√úD bedankt sich für das positive Feedback bei der Ingenieurgruppe Bauen.


BAUINDUSTRIE zieht positive Jahresbilanz 2019

Umsätze steigen um 7 %, Aufträge um 8 % | Unternehmen schaffen 33.000 neue Arbeitsplätze | Aber: Unsicherheit für die Zukunft nimmt zu

"Die Bauunternehmen haben es 2019 geschafft, das ausgesprochen gute Vorjahreser¬≠gebnis noch zu übertreffen. Sie haben sowohl ihren Umsatz als auch die Zahl ihrer Beschäftigten weiter erhöht." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäfts¬≠führer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Demnach hätten die Betriebe des Bauhauptgewerbes 2019 einen baugewerblichen Umsatz von 135 Mrd. Euro erwirtschaftet, das seien 6,7 % mehr als 2018 gewesen. Trotz der 2019 stärker gestiegenen Preise, zu denen auch deutlich höhere Lohnkosten nicht unwesentlich beigetragen hätten, sei immer noch ein Zu¬≠wachs von real 1,7 % geblieben. "Um die zusätzliche Produktion zu stemmen, haben die Betriebe ihren Personalbestand um 33.000 auf 870.000 Beschäftigte im Jahres¬≠durchschnitt 2019 aufgestockt. Damit hat die Branche seit dem Tiefpunkt im Jahr 2009 mehr als 160.000 neue Stellen geschaffen", beschreibt Babiel die Arbeitsmarkt¬≠situation am Bau. "Die Bauunternehmen haben somit auf die gestiegene Nachfrage nach Bauleistung reagiert und ihre Kapazitäten deutlich erhöht."
Die BAUINDUSTRIE sei somit für 2020 gut aufgestellt. "Für dieses Jahr gehen wir nach wie vor von einem nominalen Umsatzwachstum von 5,5¬†% aus. Aufgrund der aktuell nachlassenden Preissteigerungen bleibt dann ein reales Wachstum von 1,4 %", führte Babiel weiter aus. Die positiven Aussichten für das laufende Jahr seien auf die nach wie vor gute Auslastung und auf die vergleichsweise hohen Auftragsbestände zurückzu¬≠führen. Immerhin hätte der Auftragseingang* 2019 um 8,2 % zugelegt (real: +¬†3,0¬†%). Allerdings hätte sich die Nachfrage im zweiten Halbjahr zunehmend weniger dyna¬≠misch entwickelt. Auch sei der Auftragseingang im Dezember im Vergleich zum Vor¬≠monat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt) um 4,8 % zurückgegangen.
Babiel: "Trotz der noch guten Lage mehren sich die Anzeichen für ein schwächeres Wachstum in der Zukunft. Die Meldungen der Baubetriebe über Stornierungen und Auftragsmangel haben zugenommen, insbesondere im Straßenbau. Die √Ėffentliche Hand hält sich hier ‚Äď trotz ausreichender Mittel ‚Äď mit Aufträgen sehr zurück. Der Order¬≠eingang ist im zweiten Halbjahr 2019 preisbereinigt um 4,3 % zurückgegangen. Wir gehen davon aus, dass nicht nur die schlechte Personalausstattung in den √Ąmtern für diese Entwicklung verantwortlich ist, sondern auch der Umstellungsprozess auf die Autobahn GmbH. Wir befürchten auch, dass insbesondere die Kommunen durch die Reduzierung der Ausschreibungen sinkende Preise am Markt erzielen wollen." Ent¬≠sprechend skeptischer würden die Tiefbauunternehmen auf die Entwicklung ihrer Geschäftslage im laufenden Jahr schauen. Nahezu jedes vierte der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) im Januar dieses Jahres befragte Unternehmen würde eine Verschlechterung seiner Geschäftslage, nur jedes zehnte eine Verbesserung erwarten. Damit hätte sich der Saldo binnen Jahresfrist von plus sieben auf minus 14 Punkte verschlechtert.
"Im Hochbau ist das Verhältnis der Pessimisten zu den Optimisten aber nahezu ausge¬≠glichen. Und der überwiegende Teil ‚Äď Dreiviertel der Befragten ‚Äď erwartet eine gleichbleibende und somit gute Geschäftslage", erläuterte Babiel die aktuelle Situation. Um die Aufträge auch in Zukunft zeitnah abarbeiten zu können, plane der weit überwiegende Teil der befragten Bauunternehmen, in den kommenden 12 Monaten zusätzliches Personal einzustellen oder ihren Personalbestand beizubehalten. "Wir erwarten daher für 2020 im Jahresdurchschnitt einen weiteren Personalaufbau von 15.000 auf 885.000 Beschäftigte."
Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.*) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten
Quelle: Bauindustrie
 


Startschuss für solid UNIT- Das Netzwerk für den innovativen
Massivbau

Zukunftstag Bauwirtschaft mit Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut

Neu-Ulm. "Das Bauen der Zukunft wird ein anderes Bauen sein als heute", eröffnete Markus Böll, Präsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg am 20.2.20 den Zukunftstag Bauwirtschaft im Rahmen der BetonTage. "Eine der zentralen Fragestellungen ist dabei: Wie können wir möglichst schonend mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen? Und wie können Baustoffe und Bauabläufe weiter optimiert werden, um CO2 Emissionen zu reduzieren?", so der Präsident.

Lösungsansätze gibt es laut Markus Böll viele: "Die Bauwirtschaft ist traditionell ein Wirtschaftszweig mit großer Innovationskraft." Passend dazu erteilte er in seiner Rede vor ca. 700 Messeteilnehmern den offiziellen Startschuss für solid UNIT, das neue Netzwerk für den innovativen Massivbau Baden- Württemberg.
solid UNIT ist ein Zusammenschluss von Vertretern der Bauwirtschaft und der Baustoffindustrie sowie von Hochschulen, Forschungsinstituten und Kammern. Das Ziel von solid UNIT ist, durch eine engere Vernetzung der Partner Innovationen in Forschung und Entwicklung weiter voranzutreiben und verstärkt auch auf den Baustellen zum Einsatz zu bringen. Im Zentrum des Netzwerkes stehen dabei so genannte Netzwerk-Teams, die jeweils in speziellen Themenbereichen, wie zum Beispiel CO2 Einsparung, Ressourcenmanagement oder Digitalisierung auf der Baustelle, zusammenarbeiten.
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut begrüßte in ihrer Eröffnungsrede des Zukunftstages Bauwirtschaft die Gründung des Netzwerkes solid UNIT: "Umweltschonende Produkte und Produktionsmethoden können die Wettbewerbsfähigkeit unserer Bauwirtschaft in Baden-Württemberg maßgeblich erhöhen. Effizienteres Bauen leistet außerdem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Dabei können Kooperationen und Netzwerke wie ‚Äėsolid UNIT BW‚Äė einen großen Mehrwert schaffen." 2
Der Zukunftstag Bauwirtschaft wurde 2020 erstmals als Kooperationsveranstaltung der FBF Betondienst GmbH und der Bauwirtschaft Baden-Württemberg im Rahmen der BetonTage Neu-Ulm veranstaltet. Die BetonTage sind Europas größter Fachkongress der Betonfertigteilindustrie.
Gründungsmitglieder von solid UNIT sind die Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V., der Bundesverband Leichtbeton e.V., die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V., der Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg, der Fachverband Ziegelindustrie Südwest e.V., der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V., das Informationszentrum Beton GmbH, der Verein Süddeutscher Kalksandsteinwerke e.V. und die Bildungsakademie der Bauwirtschaft Baden-Württemberg gGmbH.
Mitglieder des solid UNIT Fachbeirates sind unter anderem die Allianz Faserbasierter Werkstoffe BW e.V., die Architektenkammer Baden-Württemberg, die Hochschule Biberach und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) MPA Karlsruhe.
Weitere Informationen zu solid UNIT gibt es unter www.solid-unit.de.
Pressekontakt:
solid UNIT
Wiebke Zuschlag
Hohenzollernstr. 25, 70178 Stuttgart
Tel. 0621 / 423 01 42, Mail: zuschlag@solid-unit.de


Mehr Eigentümer in neuen Mehrfamilienhäusern

Je jünger Wohnhäuser in Deutschland sind, desto geringer ist der Anteil der vermieten Wohnungen und desto höher die Selbstnutzerquote

BERLIN ‚Äď Die Wohneigentumsquote in Deutschland ist eine der niedrigsten in Europa und sie verändert sich auch kaum. In einem bestimmten Segment ist allerdings ein gewisser Fortschritt zu erkennen: Nach Berechnungen von LBS Research auf Basis des Mikrozensus Wohnen leben in neu erbauten Mehrfamilienhäusern mehr Eigentümer als in den Vor- und Nachkriegsbauten.

Ein Haus mit Garten ‚Äď für viele Menschen ist dies ein Lebenstraum und deshalb hält es oft auch als Sinnbild für das Wohnen in Eigentum her. Doch die Verwirklichung des Traums von den eigenen vier Wänden mit dem Einfamilienhausbau auf der grünen Wiese gleichzusetzen, wäre verfehlt, wie ein genauerer Blick in die Ende 2019 veröffentlichte vierjährliche Zusatzerhebung des Mikrozensus zum Thema Wohnen zeigt. Zwar machen Einfamilienhäuser einschließlich Doppel- und Reihenhäusern mit einem Anteil von fast 72 Prozent immer noch das Gros des selbst genutzten Wohneigentums aus. Fast unbemerkt ‚Äď weil sich die allgemeine Wohneigentumsquote seit Jahren auf einem nahezu konstant niedrigen Niveau von deutlich unter 50 Prozent bewegt ‚Äď hat sich hierzulande allerdings doch etwas zu verändern begonnen: Je neuer Mehrfamilienhäuser nämlich sind, desto höher ist der Anteil an Wohnungen, die vom Eigentümer selbst bewohnt werden (s. Grafik).
In Mehrfamilienhäusern ab Baujahr 2011 beträgt die sogenannte Eigentümerquote immerhin 29 Prozent, während sie in Gebäuden, die zwischen 1991 und 2010 errichtet wurden, erst bei knapp 27 Prozent liegt.
In den Vor- und Nachkriegsbauten bis Baujahr 1978 sind sogar gut 80 Prozent aller bewohnten Wohnungen vermietet. Dass der Mieteranteil gerade in jenen Gebäuden besonders hoch ist, die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurden, ist leicht erklärlich:
Seinerzeit war der soziale (Miet-)Wohnungsbau die treibende Kraft, um den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Hinzu kommt, dass gerade die Häuser aus den 1950er und 1960er Jahren die Ansprüche heutiger Eigentümer an die Wohnqualität nur selten erfüllen können.
Bei den Einfamilienhäusern ist keine vergleichbare Dynamik des Selbstnutzeranteils zu beobachten, was allerdings auch nicht weiter erstaunlich ist: Denn es werden ohnehin fast 84 Prozent aller Einfamilienhäuser von ihren Eigentümern bewohnt. Im Vergleich nach Baujahren liegt die Quote bei den neueren Häusern mit gut 87 Prozent zwar etwas höher als bei den alten, aber viel Luft nach oben gibt es nun einmal nicht mehr.
Dass in neueren Mehrfamilienhäusern ein höherer Anteil von Wohnungen in die Kategorie selbst genutztes Eigentum fällt, ist indirekt eine Folge der Landflucht: Immer mehr junge Menschen zieht es zum Studium oder zur Ausbildung in die Städte, und sie bleiben dort, wenn jene Lebensphase ansteht, in der Berufseinstieg und Familiengründung mit dem Erwerb von Wohneigentum Hand in Hand gehen. Dies führt dazu, dass die Wohneigentumsquote in den Städten steigt und quasi spiegelbildlich auch jene in den Mehrfamilienhäusern, die neu auf den Markt kommen. Einfamilienhäuser sind schließlich in den meisten Metropolen, vor allem in deren begehrten Szenequartieren rar.
Generell gilt: Je städtischer ‚Äď sprich je verdichteter ‚Äď ein Wohnort ist, umso höher fällt der Anteil von Etagenwohnungen am selbst genutzten Eigentum aus. Laut Mikrozensus beträgt er in den Metropolen gut die Hälfte, in deren Speckgürteln ein Drittel und in den daran angrenzenden Kreisen nur noch etwas mehr als ein Viertel.
Nun wäre es wohl übertrieben, aus der höheren Selbstnutzerquote in neueren Mehrfamilienhäusern zu schlussfolgern, dass die selbstnutzenden Eigentümer die treibenden Kräfte des Wohnungsneubaus in den Städten sind. Dass es einen Trend zum Wohnen im Eigentum auch in den Städten gibt, steht allerdings außer Frage ‚Äď und vor dem Hintergrund, dass viele gekommen sind, um zu bleiben, ist das durchaus begrüßenswert.
Wie sich die Eigentümeranteile künftig entwickeln werden, hängt allerdings auch von den politischen Rahmenbedingungen ab, die gerade bei angespannten Wohnungsmärkten kaum vorhersehbar sind und in beide Richtungen wirken können. So machen zum Beispiel Regulierungen wie die Mietpreisbremse oder gar der Berliner Mietendeckel den Mietwohnungsbau aus Investorensicht riskanter und Wiedervermietungen unattraktiver ‚Äď was die Eigentümerquote eher begünstigt. Umwandlungsverbote in sogenannten Milieuschutzgebieten dagegen können verhindern, dass bestehende Mietwohnungen zu selbst genutzten Eigentumswohnungen werden.
Quelle: lbs


Kalksandstein Bauseminare 2020 im Norden erfolgreich beendet

Die traditionellen Kalksandstein Bauseminare im Norden sind auch in diesem Jahr wieder sehr erfolgreich verlaufen. Die Seminare boten ein umfassendes Programm mit aktuellen Themen. Rund 600 Teilnehmer besuchten die Veranstaltungen in Papenburg, Bremen, Norderstedt, Hannover und Osnabrück und folgten mit großem Interesse den Vorträgen der Referenten.

Den Einstieg in die Veranstaltungen gestaltete Herr Prof. Dr.-Ing. Andreas H. Holm vom Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. in München. Prof. Holm informierte unter dem Vortragstitel "Das neue Gebäudeenergiegesetz GEG - was hat sich geändert." über den Status quo des Gebäudeenergiegesetzes. Zudem ging er auf das Thema "Graue Energie" als einen wichtigen Kennwert für die ökologische Bewertung ein. Er verdeutlichte, dass die Gesamtenergiebilanz immer über den ganzen Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet werden muss.Herr Dr.-Ing. Wolfgang Eden¬†von der Forschungsvereingigung Kalk-Sand e.V. in Hannover gab in seinem Vortrag "Zukunft bauen mit Kalksandstein. Forschung - ein Blick hinter die Kulissen" einen Einblick in die Herstellung von Kalksandstein und ging dabei auf Qualitätsprüfung sowie Umwelt, Nachhaltigkeit und Recycling ein. Er begeisterte die Teilnehmer mit aktuellen Forschungsthemen und zukünftigen Entwicklungen, wie zum Beispiel der Mauerwerksrobotik.Mit dem Vortrag "Aus Fehlern lernen - wie der Schallschutz am Bau wirklich gelingt" veranschaulichte Herr Prof. Dr.-Ing. Alfred Schmitz von der TAC Technische Akustik in Grevenbroich typische Planungs- und Ausführungsfehler beim baulichen Schallschutz. Er zeigte die wichtigsten Grundlagen zum Schallschutz auf und verdeutlichte, was bei der Bemessung und Ausführung eines guten Schallschutzes im Wohnungsbau zu beachten ist.Das Tagungshandbuch zu der Veranstaltungsreihe steht Ihnen hier zum kostenfreien Downlaod zur Verfügung:


Digitalisierung als Schlüssel zum effizienten Bauen

Werden weiter Steine verkauft oder zukunftsfähige Lösungen angeboten?

Berlin, Januar 2020 (PRG) ‚Äď Das Baugewerbe gehört zu den Schlusslichtern des digitalen Wandels ‚Äď und das hat Auswirkungen:

Während die Produktivität der deutschen Wirtschaft in den letzten zehn Jahren um 11 Prozent stieg und im verarbeitenden und produzierenden Gewerbe sogar um 34 bzw. 27 Prozent zulegte, sind es in der Bauwirtschaft gerade mal 4 Prozent. Im Interview erläutert Prof. Christian Glock, warum die Digitalisierung zum Produktivitätsmotor für die Bauwirtschaft werden kann.
Herr Prof. Glock, während die Produktivität in den meisten Branchen kontinuierlich steigt, stagniert sie in der Bauindustrie seit 30 Jahren. Woran liegt das?
Prof. Glock: Wenn man ehrlich ist, stagniert die Bauindustrie sogar schon seit den 70er-Jahren. Denn die vielversprechenden Produkt- und Verfahrensinnovationen schlagen sich nicht in der Wertschöpfung nieder. Aus meiner Sicht liegt dies vor allem daran, dass an den Schnittstellen beim Planen und Bauen so viel Effizienz verloren geht, dass davon die Fortschritte aufgezehrt werden.¬† Allein im Betonbau hat sich in den letzten 100 Jahren viel getan. Es gibt neue Verfahren, neue Schalungstechniken und ganz andere Festigkeiten. Beim Stahlbau ist es ähnlich und auch im Mauerwerksbau ‚Äď wenn man sich vorstellt, wie und mit welchen Steinen früher gemauert wurde. Heute gibt es Kalksandsteine in Großformaten und Ziegelsteine mit verbesserten Wärmedämmeigenschaften.
Bei so viel Fortschritt müsste doch eigentlich ein Produktivitäts-schub durch die Braubranche gehen?
Prof. Glock: Das stimmt. In allen Bereichen finden wir unzählige Innovationen, allerdings führen sie in Summe nicht zu einer Steigerung der Gesamtproduktivität. Es scheint vielmehr so, als ob die Schnittstellenverluste immer größer werden und die Optimierung des Gesamtprozesses zunehmend aus dem Fokus gerät. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass sich im Bauwesen große Chancen aus der Digitalisierung ergeben könnten. Denn die Stärken der digitalen Lösungen setzen genau an den Schwächen der Bauwirtschaft an ‚Äď der Prozess- und Schnittstellenoptimierung. ¬†
Der Digitalisierungsgrad im Bauwesen nimmt zwar zu, scheint aber keine Auswirkungen auf die Produktivität zu haben. Was läuft falsch?¬†
Prof. Glock: Da zurzeit nur ein kleiner Prozentsatz an Bauprojekten mit modernen digitalen Prozessen umgesetzt wird, schlägt sich das statistisch kaum nieder. Im Vergleich zu anderen Branchen hat das Bauwesen bei der Digitalisierung immer noch erheblichen Nachholbedarf. Daraus resultiert aber auch großes Chancenpotenzial. Denn ein vernetztes und lösungsorientiertes Arbeiten im Team, wie es zum Beispiel die BIM-Methodik erfordert, optimiert die Prozesse und verhindert Redundanzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. ¬†
Liegt das eigentliche Problem nicht darin, dass immer noch so gebaut wird wie vor 100 Jahren?  
Prof. Glock: Ja, auf den meisten Baustellen werden auch heute noch in handwerklicher Weise Prototypen erstellt. Die Digitalisierung eröffnet uns die Möglichkeit, diese tradierte Produktionsweise zu überwinden. Indem sie alle Beteiligten am Bau dazu zwingt, die Planung zu optimieren und vor dem eigentlichen Bauprozess abzuschließen. Ein Gebäude kann heute als Digitaler Zwilling virtuell exakt geplant und optimiert werden ‚Äď bevor die Realisierung beginnt. Der Computer kann am Digital Twin über Nacht tausende Varianten prüfen, von denen dann nur die beste oder die wirtschaftlichste auf der Baustelle umgesetzt wird. Auch der Bauablauf lässt sich virtuell erproben und optimieren, bevor er real stattfindet. Damit können wir, wie in anderen industrialisierten Branchen üblich, ein schon in der Planung perfekt ausgereiftes Produkt herstellen, wenn auch in der Regel nur mit der Stückzahl eins. Vernünftige Planung hat Einfluss auf den Bauablauf und umgekehrt haben veränderte Bauabläufe und Bauweisen, wie zum Beispiel Vorfertigung, auch extremen Einfluss auf die Planung. Ich habe früher viele Private-Public-Partnership-Projekte betreut, wo man gezwungen war, ganzheitlich zu denken. Aus meiner Sicht müssen die getrennten Bereiche Planen, Bauen und Betreiben viel enger zusammenwachsen. ¬†
Ist angesichts der Kleinteiligkeit der deutschen Bauwirtschaft ein effizienter Gesamtprozess von der Planung bis zur Ausführung überhaupt möglich? ¬†
Prof. Glock: Derzeit ist die Kleinteiligkeit in der Tat ein Hindernis. Anders als die Automobilbranche oder beim Bau von Schiffen ‚Äď und ein Schiff ist letztlich eine schwimmende Immobilie ‚Äď ist die Bauwirtschaft nicht als Industrie, sondern als Handwerk und mit Kleinstunternehmen organisiert. Dieses sehr deutsche oder auch kontinentaleuropäische Phänomen ist ebenso ein Innovationshemmnis wie die in der HOAI detailliert regulierten Prozesse. Aktuell behindert die Kleinteiligkeit, dass Digitalisierung und Vernetzung auch im Bauwesen zu einer Industrialisierung der gesamten Branche führen.
Wie könnte die Kleinteiligkeit der deutschen Bauwirtschaft überwunden werden? ¬†
Prof. Glock:¬† Wenn sich der Bauprozess von der Vor-Ort-Fertigung durch viele Gewerke zu einer eher logistisch geprägten Montage quasi industriell vorgefertigter Elemente wandelt. Der Einsatz von Robotern sowie der 3D-Druck werden auch bei der Fertigung auf der Baustelle neue Perspektiven und Chancen eröffnen. Theoretisch könnte das Haus schon im digitalen Modell aus vorhandenen Produkten und Bauteilen zusammengesetzt werden. Architekten und Fachplaner könnten sich abgesehen von der Gestaltung dann vorrangig auf die Optimierung konzentrieren, denn sie werden bei zeitintensiven Routineaufgaben entlastet. Jeder am Bau Beteiligte vom Produkthersteller bis zum Bauhandwerker muss sich die Frage stellen, welche Rolle er in diesem Gefüge künftig einnehmen möchte? Denn auch die Berufsbilder werden sich gravierend verändern. ¬†
Wenn es in Zukunft mehr seriell vorgefertigte Häuser gibt, bleiben dann die Individualität und Ortsbezug auf der Strecke?¬† ¬†
Prof. Glock: Mit dem bestehenden kleinteiligen System ist es offensichtlich nicht möglich, ausreichend bezahlbaren Wohnraum in ansprechender Architektur herzustellen. Gerade im Geschosswohnungsbau wird man deshalb in Zukunft mit einem höheren Grad an Systematisierung planen und bauen müssen. Der Baustoff Mauerwerk ist meines Erachtens nach bestens geeignet, um den Spagat zwischen Individualisierung und Platte 2.0 zu schaffen. Denn im Grunde ist jeder Stein bereits ein vorgefertigtes Element, ein Fertigteil. Die automatisierte Verlegung von Mauerwerkssteinen auf der Baustelle mithilfe leistungsstarker Roboter würde die effiziente und individuelle Vor-Ort-Fertigung mit den Skaleneffekten einer Produktion in großen, profitablen Mengen verbinden und nebenbei auch noch die Problematik des Fachkräftemangels entschärfen. Technisch liegt die Lösung hier auf der Hand und wird nach meiner Ansicht wesentlich schneller zur Marktreife gelangen als der 3D-Druck für Beton. Mit den Prozessen auf der Baustelle werden sich auch die Vertriebsprozesse ändern. Die herstellende Industrie sollte deshalb stärker gewerkeübergreifend denken und ihren Kunden in Zukunft maßgeschneiderte Gesamtlösungen statt Steine mit bestimmten bauphysikalischen Eigenschaften anbieten. Neue kundenorientierte Lösungen könnten u.a. Haustypen mit Individualisierungspotential sein.
Aktuell bieten viele Hersteller unterschiedlichste Planungstools für Architekten und Planer an. Ist das die richtige Antwort auf den digitalen Wandel? ¬†
Prof. Glock: Das ist auch meine Wahrnehmung. Viele Produkthersteller versuchen, mit möglichst komfortablen Tools den Absatz ihrer Produkte anzukurbeln. Wenn sie die Arbeit von Architekten und Fachplanern erleichtern, steigt die Chance, dass das eigene Produkt eher in Ausschreibungen berücksichtigt wird. Doch wie sieht es aus, wenn in einigen Jahren nicht mehr Architekten und Fachplaner das Produkt aussuchen, sondern sich der Rechner die einzelnen Bauprodukte nach rein analytisch-objektiven Kriterien für sein Modell zusammensucht? ¬†
Was ist Ihr Rat an Bauunternehmen, die der Digitalisierung kritisch gegenüberstehen?
Prof. Glock: Auf dem Weg in die Digitalisierung gibt es keine simplen Handlungsempfehlungen. Deshalb ist es wichtig, keine Angst vor digitalen Themen zu haben, sondern in ihnen eine Chance zu sehen. Hilfreich ist es, sich digitale Teilziele zu setzen, die nicht zwingend gradlinig laufen müssen. Entscheidend ist der Austausch mit anderen Branchenteilnehmern aber insbesondere auch den Gebäudenutzern. Wichtig ist dabei die gemeinsame √úberlegung, wie sich aus den digitalen Möglichkeiten echter Zusatznutzen generieren lässt. Der kann zum Beispiel darin bestehen, dass der spätere Hausbewohner mithilfe einer VR-Brille sein geplantes Haus besichtigen kann. Etwaige √Ąnderungswünsche können dann direkt ins virtuelle Gebäudemodell eingearbeitet werden. Derartige Tools können ein erster Schritt auf dem Weg in die Digitalisierung sein. Die Schnittstellen sollten allerdings so kompatibel gestaltet sein, dass sie sich jederzeit in ein größeres System integrieren lassen.
Quelle: Pressemitteilung der DGFM


";Massivbau aktuell" - Dämmershoppen in Himmelkron und Volkach beendet

Wir haben Sie und Ihre Führungskräfte eingeladen, sich über technische Themen rund um das Bauen mit Kalksandstein, Wärmedämmelemente und Befestigung zu informieren und in geselliger Runde auszutauschen. Unter dem Thema
"Massivbau aktuell"

Sichere Ausführung von Mauerwerk
Schall- und Wärmeschutztechnische Anforderungen an tragende Bauteile
Befestigung in tragenden Bauteilen

durften wir Sie umfassend informieren. 
Herr Oliver Betz von der Kalksandstein-Bauberatung Bayern GmbH gab Informationen zur Ausführung von tragenden und nicht tragenden Wänden aus Mauerwerk und erforderliche Halterungen und Anschlüsse an angrenzende Bauteile.¬†
Herr Matthias Hippler von der Schöck Bauteile GmbH hatte Inhalte zumBauteil Balkon - Anforderungen an den Wärme-, Brand-, und Schallschutz sowie dem Bauteil Treppe - Effektiver Schallschutz für mehr Wohnqualität.¬†
Den Schlussteil gestaltete Herr Marco Rücker von der Adolf Würth GmbH Co. KG mit bauaufsichtlich relevanten Befestigungen, Grundregeln der Montage von Dübelsystemen und Befestigung bei gedämmten Fassaden und Fensterbefestigung mit Absturzsicherung.¬†
Am Ende der Veranstaltung war ein gemeinsamer Imbiss der Ausklang eines gelungenen Seminars.
Unterlagen können Sie sich hier gerne herunterladen. Bei Rückfragen dazu steht Ihnen Herr Oliver Betz (Mobil: 0160 90635675) jederzeit gerne zur Verfügung.¬†


KALKSANDSTEIN Bauseminare 2020 im Süden erfolgreich abgeschlossen ‚Ķ

Der KS Süd e.V. freut sich über die sehr erfolgreich durchgeführte Bauseminarreihe 2020. Die Teilnehmer der Bauseminare im Süden nahmen durch die aktuellen Themen wieder einen großen Wissensvorsprung mit.
Ein abwechslungsreiches und spannendes Programm gaben die 4 namhaften Referenten den über 450 Teilnehmern in den Städten Frankenthal, Neu-Isenburg, Freiburg, Karlsruhe und Filderstadt.


Die Veranstaltungsreihe begann mit dem Vortrag von Herr Dr.-Ing. Martin Schäfers vom Bundesverband der Kalksandsteinindustrie e.V. über die aktuellen Entwicklungen im Mauerwerksbau. Standardisiertes Bauen bildet die Basis für eine rationelle Verarbeitung, qualitativ hochwertige Gebäude lassen sich wirtschaftlich mit den KS-XL-Systemen erstellen und die technischen Hilfsmittel, wie z.B. der KS-Schallschutz-rechner oder der KS-Wärmebrückenkatalog online erleichtern die tägliche Arbeit so sein Fazit.
Danach wurde von Herrn Prof. Matthias Zöller das Thema "Anerkannte Regeln der Technik ‚Äď an Beispielen von Abdichtungsnormen" aufgezeigt. Fragen zur Anerkennung von Regeln, wer erkennt diese an, welche Fachkreise sind betroffen oder wie lange muss sich etwas bewährt haben, wurden intensiv und ausführlich erörtert. An zahlreichen Beispielen aus verschiedenen Bereichen des Hochbaus, wurden z.B. Algenbildung an Fassaden, Gefällegebung an Dächern und bewitterte Treppen sowie Abdichtungen erdberührter Bauteile ausführlich erläutert.
Mit hörbaren Beispielen zeigte Herr Prof. Dr.-Ing. Alfred Schmitz zum Thema "Schallschutz im Wohnungsbau ‚Äď Stand 2020" sehr ausführlich und zugleich sehr unterhaltsam die Möglichkeiten auf, die zur zielgenauen Planung des Schallschutzes im Massivbau im Wohnungsbau bestehen, welche Hilfsmittel zur Planung eingesetzt werden können und worin die regelmäßigen Tücken und Fallstricke bei der Planung und Umsetzung liegen.
Den Abschluss der Tagesveranstaltung übernahm Dr. Frederik Neyheusel, der zu 10 Themen des Baurechts referierte. Die Reise seines Vortrages ging vom Thema Schwarzgeldabrede über die Beratung des Herstellers auf der Baustelle, der Fachunternehmer als Planer, der Mangel ohne Schaden, Schallschutz und Mangel bis hin zu Bau und Insolvenz.
Um die Wartezeit bis zu den Bauseminaren 2021 zu verkürzen, veranstaltet der KS Süd e.V. im Herbst wieder seine praxisorientierte Workshop-Reihe. Nähere Informationen zu den Terminen und zum Programm finden Sie hier in Kürze ‚Ķ


√úber 1500 Teilnehmer bei den Bauseminaren im Westen!

¬†Mit weit über 1500 Besuchern konnte die Teilnehmerzahl des Vorjahres erneut übertroffen werden, die sich bei den traditionell zu Beginn des Jahres in verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalen durch den Kalksandsteinindustrie West e.V. veranstalteten Bauseminaren "ZUKUNFT BAUEN" praxisorientiert informieren ließen.
Die Reihe der Fachvorträge eröffnete Herr Dipl.-Ing. Andreas Schlundt, Abteilungsleiter Normung beim Bundesverband der Kalksandsteinindustrie e. V. in Hannover. In seinem Streifzug durch die Normung und der ständigen Aktualisierung im Hinblick auf die allgemein anerkannten Regeln der Technik gab er zahlreiche Praxistipps. Er sensibilisierte die Zuhörerschaft bis zu dem Punkt hin, dass alles, was am Markt zu kaufen und lieferbar ist, noch lange nicht eingebaut werden darf bzw. sollte. Stichworte wie DIN 20000-402 (Kalksandstein betreffend) und DIN 20000-412 (Mauermörtel betreffend) werden jedem lange in Erinnerung bleiben. Neben der Erläuterung zur Erweiterung der Anwendungsgrenzen im vereinfachten Verfahren nach DIN EN 1996-3/NA gab er einen aktuellen Stand zur künftigen Erdbebenbemessung nach DIN EN 1998-1/NA (Entwurf). Zum Teil erhöhen sich hier die maximalen Geschosszahlen bei Wohngebäuden mit üblichen Grundrissen aus Kalksandstein 20-2,0 im vereinfachten Nachweis. ¬†
Dr. Frederick Neyheusel ‚Äď Rechtsanwalt und Geschäftsführer der Kanzlei SGP Rechtsanwälte, Ulm ‚Äď referierte in seinem Vortrag über "Alles, was Recht ist: Baurecht für die Praxis." In einem sehr lebhaften Vortrag wurden Neuerungen und Gerichtsentscheidungen vorgestellt. Die Zuhörer wurden in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und Mängel in juristischer Hinsicht mit einfachen Mitteln zu vermeiden getreu dem Motto: "Tue Gutes und rede nicht nur darüber sondern kläre auf."
Den Abschluss des Seminars bildete der Vortrag von Dipl.-Ing (FH) Architekt Bernd Busemann, Abteilung Anlagen- und Produktsicherheit der DMT GmbH & Co. KG. Zum Dauerbrenner Brandschutz berichtete Herr Busemann im dritten Vortrag über die sichere Ausführung von Kalksandstein Mauerwerkskonstruktionen. Mit sehr praxisnahen Bildern sensibilisierte er die Teilnehmer über Abweichungen von Einbauvorschriften und Fehleinschätzungen beim z. B. Einbau von Brandschutztüren und Brandschutzklappen. Sehr gut angenommen wurde dann auch das Aufzeigen von Lösungen bis hin zur Ertüchtigung und Sanierung von Mauerwerksbauteilen im Bestand. Den Ausführungen der Referenten, stand ein bis zum Veranstaltungsende sehr interessiertes Publikum gegenüber. Das Tagungshandbuch steht zum kostenlosen Download für Sie bereit:


Personelle Veränderung bei der DGfM

Kompetente Neubesetzung des Referats Technik und Normung

Berlin, Januar 2020 (PRG) ‚Äď Seit dem 01.01.2020 leitet Swen Auerswald den Bereich Technik und Normung der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM).

Der 44-jährige Architekt war bis Ende 2019 in gleicher Funktion beim Bundesverband der Gipsindustrie e.V. tätig. Neben seinem Architekturstudium verfügt der gebürtige Dresdner über einen Abschluss als Maler- und Lackiermeister, und ist damit mit der Bauplanung ebenso vertraut wie mit der praktischen Ausführung auf der Baustelle. Swen Auerswald löst Eckehard Scheller ab, der bis zum Sommer dieses Jahres die Geschäftsstelle des Deutschen Ausschusses für Mauerwerk (DAfM) leiten wird. Nach dessen Ausscheiden wird Auerswald auch diese Position mitübernehmen. ¬†
"Mit Swen Auerswald haben wir einen Normungsspezialisten gewonnen, der nicht nur über langjährige Erfahrungen in der Verbandsarbeit verfügt, sondern auch die Baubranche aus unterschiedlichen Perspektiven kennt. Mit diesen Kompetenzen ist er eine sehr gute Besetzung für das Referat Technik und Normung, das an der Schnittstelle von Theorie und Praxis arbeitet", kommentiert Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der DGfM, die Neubesetzung. In seiner neuen Funktion ist Swen Auerswald Ansprechpartner für alle technischen Fragestellungen zum Mauerwerks- und Wohnungsbau. Er wird die nationalen und europäischen Normungsaktivitäten der DGfM koordinieren, an der Erarbeitung anwenderfreundlicher Richtlinien und praxisnaher Ausführungsregelungen mitwirken sowie Kontakte zu Normungsinstituten und Bauaufsichtsbehörden pflegen. "Ich freue mich sehr über meine neue Position bei der DGfM. Zum einen, weil ich meine beruflichen Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse als Leiter des Referats Technik und Normung optimal einbringen kann, zum anderen, weil sie mir die Möglichkeit bietet, die Zukunft des Mauerwerksbaus mitzugestalten", macht Swen Auerswald deutlich.
Quelle: DGfM


Schallschutz-Gastvorlesung + Schallschutztechnische Nachweise am Rechner

Auf Einladung von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Mock, M. Eng. der Hochschule Koblenz wurden die Studenten des Fachbereichs Bauingenieurwesen zum Thema Schallschutz mit Kalksandstein am 18.12.2019 geschult.

Zuerst wurden die Studenten durch einen 60 min. Vortrag durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) Oliver Keil (KS-S√úD) intensiv mit dem bauphysikalischen Thema Schallschutz auf den aktuellen Stand der heutigen Schallschutzbemessung gebracht. Beim Vortrag wurden die Themenschwerpunkte: Entwicklung des Schallschutzes, die heutigen Anforderungen, Rechtssicherheit, erhöhter Schallschutz und Ausführungsdetails intensiv erläutert und mit Beispielen aus der Praxis belegt.
 
Beim zweiten Teil der Veranstaltung wurde durch Herrn M.Eng. Sebastian Warken (KS-S√úD) die bauphysikalischen Berechnungen mit dem KS-Schallschutzrechner an mehreren Praxisbeispielen aufgezeigt. So wurden Berechnungen zur horizontalen und vertikalen Schallübertragung bei MFH, aber auch besondere Bausituationen wie z.B. im Dachbereich oder der Schallschutz von Außenwänden berechnet. Die vielen Möglichkeiten des KS-Schallschutzrechners und die einfache Handhabung, um eine exakte Berechnung der jeweiligen Bausituation abzubilden hat die Studenten begeistert. Die Einflüsse der Stoßstellen und Flankenübertragungen konnten die Studenten erkennen und bewerten lernen. Dass erhöhter Schallschutz mit dem massiven Kalksandstein problemlos zu bauen ist, davon sind die Studenten überzeugt.
 
Der Verein Süddeutscher Kalksandsteinwerke als regionale Bauberatung bedankt sich für das große Interesse und die guten Bewertungen der Studenten und freut sich auf die weitere intensive Zusammenarbeit.
 
 


Kalksandstein-Onlinetool zum Wärmebrückennachweis aktualisiert und ergänzt

Ab sofort steht der webbasierte KALKSANDSTEIN Wärmebrückenkatalog unter www.ks-waermebruecken.de in einer aktualisierten Version zur Verfügung. Er ist vollständig an das neue Beiblatt 2 zur Wärmeschutznom DIN 4108 angepasst. √úber das Onlinetool erhalten Planer eine Basis für die Detailplanung von Anschlussdetails im Wohnungsbau sowie eine detaillierte Berücksichtigung von Wärmebrücken im Rahmen des energetischen Nachweises von Gebäuden.


Neben der Anpassung an das neue Beiblatt 2 sind weitere Funktionen und Verbesserungen in den Online-Wärmebrückenkatalog eingeflossen. So wurde die umfangreiche Sammlung von Anschlussdetails erweitert, beispielsweise um Innenwandanschlüsse im Kellerbereich sowie Fensteranschlüsse in Mauerwerksebene bei einer zweischaligen Außenwand. Zusätzlich wird ab sofort bei jedem Detail die entsprechende Beiblatt-Nummer angezeigt und es erfolgt eine Kennzeichnung nach Kategorie A und B. √úber eine Freitextsuche kann nun nach konkreten Details gesucht werden und es ist der pauschale Nachweis mit Korrektur implementiert. ¬†
Die Standardfunktionen des Onlinetools bleiben von den Ergänzungen unberührt. Weiterhin ist die Auswahl der benötigten Anschlussdetails über Piktogramme möglich, mit denen anschließend ein detaillierter Wärmebrückennachweis (Berechnung von DUWB) geführt werden kann. Ebenso werden Dämmschichtdicken und/oder Wärmeleitfähigkeiten (bei Abweichungen vom Katalog) automatisch interpoliert und es können numerisch (selbst)berechnete Details oder Angaben aus anderen Wärmebrückenkatalogen intergierte werden. Nach den Berechnungen ist die Druckausgabe des detaillierten Wärmebrückennachweises mit Dokumentation möglich. Alle Details stehen in drei Dateiformaten zum Download bereit: PDF, CAD (dxf) und Nemetschek. ¬†
Das veröffentlichte Update, in Verbindung mit den bereits vorhandenen Standardfunktionen des KS-Wärmebrückenkatalogs Online, machen es zu einem sehr umfangreichen Arbeitswerkzeug für das Führen von Wärmebrückennachweisen und damit unerlässlich für die tägliche Arbeit im Bereich Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden.


Der 1. Preis im Kalksandstein Architektur-Nachwuchswettbewerb ";Conceptual Living 2018.19" geht nach Stuttgart

Bianca Jacobsen und Lara Weiler von der Universität Stuttgart gewinnen mit ihrem Entwurf "Fast Forward" den ersten studentischen Architekturwettbewerb "Conceptual Living 2018.19" der Kalksandsteinindustrie. Eine hochkarätige Jury um ihren Vorsitzenden Martin Murphy vom Hamburger Architekturbüro Störmer, Murphy and Partners, wählte aus insgesamt 35 internationalen Bewerbungen die besten Entwürfe aus. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Festveranstaltung zum 125-jährigen Jubiläum der industriellen Kalksandsteinproduktion im Rathaus von Nürnberg statt.

"Die Arbeit des 1. Preisträgers konnte uns mit einem innovativen Konzept, gut ausgearbeiteten, differenzierten Grundrissen und einer gestalterisch hohen Qualität und Funktionalität der Gebäude begeistern", startet Jury-Vorsitzender Martin Murphy die Gewinner-Laudatio. "Besonders hervorzuheben ist die überragend gute und einfache Darstellung der Piktogramme und Konzeptskizzen." Es brauche nicht nur eine gute Idee, man müsse sie auch schlüssig erklären können und eine Darstellungsart finden, die das Konzept leicht erkennbar und griffig präsentiere, so Murphy weiter. ¬†
Die beiden Gewinnerinnen waren nach der Bekanntgabe ihres Namens aus dem Häuschen: "Wir waren schon überaus glücklich, als wir die Nachricht für die Platzierung unter den TOP 5 erhalten haben", sagt Jacobsen nach der Scheck- und Urkundenübergabe. Weiler ergänzt: "Dass wir aber auch den 1. Platz gemacht haben, hat all unsere Vorstellungen bei Weitem übertroffen." ¬†
Jochen Bayer, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. und Jurymitglied, war von der Qualität der eingereichten Bewerbungen sehr überzeugt: "Insgesamt war das Niveau der 35 eingereichten Entwürfe sehr hoch. Im Nachhinein haben wir aber auch erkannt, dass die Qualität der Grundlagelehre für die Erstellung von Architekturentwürfen an den Universitäten und Hochschulen sehr unterschiedlich ist." ¬†
Der im August 2018 ausgelobte studentische Nachwuchswettbewerb "Conceptual Living 2018/19" suchte nach Lösungsvorschlägen für innovativen und experimentellen Wohnungsbau innerhalb eines Planungsgebiets in Köln-Stammheim am Rheinufer. Dabei ging es um Arbeiten, die innerhalb einer Lehrveranstaltung oder als Bachelor-/Masterarbeit eines Studiengangs der Architektur an einer deutschsprachigen Hochschule erarbeitet wurden und sich innovativ mit den gestalterischen, konstruktiven und ökologischen Möglichkeiten des Massivbaus, unter Verwendung von Kalksandstein, auseinandersetzten. ¬†
Das Procedere zur Feststellung der besten Einreichungen war intensiv. Zunächst wurden alle 35 Entwürfe in mehreren Durchgängen wiederholt diskutiert und nach Nummern, also vollständig anonym, nach ihrer Qualität bewertet. Erst nach der finalen Festlegung der TOP-5 Einreichungen, wurden die Nummern dann den konkreten Personen und Teams zugeordnet. ¬†
"Angesichts der hohen Qualität der Einreichungen haben wir mit der Jury einen ganzen Tag zusammengesessen und anhand der vorliegenden Unterlagen intensiv diskutiert, bewertet und uns letztendlich einstimmig auf die besten Entwürfe geeinigt", berichtet Jens-Uwe Seyfarth, der den Wettbewerb als Jurymitglied engagiert begleitet hat. "Wir haben tolle Entwürfe gesehen. Das ist wirklich nicht bei jedem Wettbewerb, an dem ich bisher als Jurymitglied teilnehmen durfte, der Fall. Die große Freude der Preisträger und der weiteren Nominierten macht auf jeden Fall schon jetzt Lust auf eine Wiederholung!", resümiert Seyfarth den Wettbewerb. ¬†
Die Preisträger:
¬†¬†¬†1. Bianca Jacobsen und Lara Weiler (Universität Stuttgart)¬†¬†¬†2. Lena Stelzner und Maximilian Maciejewski (Technische Universität Dortmund)¬†¬†¬†3. Jessica Vetter und Pepe Fritz (Universität Stuttgart)¬†¬†
Weitere Shortlist-Platzierungen:
¬†¬†¬†4. Sophia Schmidt (Hochschule Würzburg-Schweinfurt)¬†¬†¬†5. Nadine Adams und Amir Durmishaj (Technische Universität Dortmund)¬†¬†
Weiterhin vergab die Jury einen Sonderpreis an Wjatscheslaw Krening (Hochschule Würzburg-Schweinfurt) und honorierte damit seinen Mut für eine besonders visionäre Idee. ¬†
Die Jury:

Martin Murphy (Störmer, Murphy and Partners, Hamburg)
Eva-Maria Pape (Pape Architektur, Köln)
Jens Uwe Seyfarth (Seyfarth Stahlhut Architekten, Hannover)
Eckehard Wienstroer (WIENSTROER ARCHITEKTEN STADTPLANER, Düsseldorf)
Jochen Bayer (Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.)
Roland Meißner (Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.)


Massiv gebaut ‚Äď günstig versichert

Vergleichsstudie belegt: Versicherungsprämie fällt bei massiv errichteten Gebäuden deutlich geringer aus

Die Deutschen gelten als Versicherungsweltmeister. Rund 431 Millionen Verträge laufen derzeit hierzulande. Ob Sinn oder Unsinn: Für jede Eventualität im Leben gibt es eine entsprechende Police. Neben Rechtsschutz, Hausrat, Leben und Automobil werden sogar Smartphones und Lesebrillen versichert ‚Äď gerade letztere sind schlichtweg unnötig. Für Hausbesitzer ist eine Absicherung in Form einer Wohngebäudeversicherung aber unumgänglich. Handelt es sich um ein kreditfinanziertes Objekt, ist ein Versicherungsschein sogar obligatorisch. Welche unterschiedlichen Kosten auf den Bauherren zukommen, je nach dem in welcher Bauart er sein Eigenheim errichtet hat, zeigt jetzt eine neue Kurz-Studie des renommierten Pestel-Instituts aus Hannover.

Wenig Risiko mit massivem Mauerwerk
Hagel, Feuer, Blitzeinschlag oder Schäden durch Leitungswasser sind Risiken, die man durch eine gute Versicherung abdecken sollte. Dass die Bauweise des zu versichernden Gebäudes ausschlaggebend für die Höhe der jährlichen Kosten ist, konnte jetzt in einer Studie im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) durch eine Herausstellung von Preisunterschieden bei der Wohngebäudeversicherung belegt werden. Im Ergebnis hat das beauftrage Pestel-Institut 15 Angebote gefunden, die im Rahmen eines Tarifes zwei Gebäudearten mit identischer Risikoabdeckung versichern. Dabei handelt es sich um massive, mit Mauerwerk gebaute Häuser und solche in Holzbauweise. Im Vorfeld stellten die Experten fest, dass bei manchen Versicherern Fachwerk- und Holzhäuser grundsätzlich nicht versichert werden und wenn, dann mit separaten Tarifen und unterschiedlichen Leistungen.
Ein Vergleich, der sich lohnt
Bei den 15 untersuchten Anbietern unterschied man zur Einstufung des Risikos nur zwischen "massiv" und "nicht massiv". Zudem wurden mit Lübeck, Cottbus, Asperg und Münster zusätzlich vier Standorte unter die Lupe genommen, um auch regionale Besonderheiten zu berücksichtigen. Neben den ortsabhängigen Kosten zeigt der Vergleich auch die Preisunterschiede zwischen Massivbauten und Holzkonstruktionen. Beispielsweise liegt in Lübeck die Jahresprämie für massiv gebaute Eigenheime im Durchschnitt 44 Prozent unter dem Beitrag für nicht-massive Einfamilienhäuser. Wobei der Mittelwert für massive Bauten bei 284,90 Euro liegt und der für nicht-massive bei 409,50 Euro. Asperg in Baden-Württemberg verzeichnet mit 267,70 Euro den geringsten Mittelwert für Massivbauten, während die Beiträge in Münster mit 341,50 Euro in der Untersuchung am höchsten liegen.
Das Fazit der Kurz-Studie zeigt deutlich: Neben Vorteilen wie Nachhaltigkeit und Wertbeständigkeit liegen die vier Steinarten Ziegel, Kalksandstein, Poren- und Leichtbeton auch in Sachen Kosten für die Wohngebäudeversicherung weit vorne: Denn alle Versicherer, die für den Vergleich herangezogen wurden, verlangen einen um 40 bis 50 Prozent niedrigeren Jahresbeitrag für Massivbauten im Vergleich zu den Prämien bei Holzhäusern.
Weitere Informationen zum Bauen mit massivem Mauerwerk sowie die ausführliche Studie, in der übrigens auch Mehrfamilienhäuser berücksichtig wurden, gibt es unter www.massiv-mein-haus.de.


Auftragseingang im Bauhaupt­gewerbe im November 2016

- 1,0 % saison­bereinigt zum Vormonat

Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2016 um 1,0 % niedriger als im Oktober 2016. Dennoch erreichte das Volumen der Auftragseingänge nach dem Oktober 2016 den zweithöchsten Wert seit März 2002. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich nahm das Volumen der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigten Auftragseingänge von September bis November 2016 gegenüber Juni bis August 2016 um 4,3 % zu.

Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im November 2016 um 4,9¬†% höher. In den ersten¬†elf Monaten 2016 stieg er um 13,8¬†% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.¬†
Bezogen auf die nominalen Ergebnisse lag der Wert des Auftragseingangs im Bauhauptgewerbe im November 2016 um 7,6¬†% über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zu den ersten elf Monaten 2015 stiegen die Auftragseingänge in den ersten elf Monaten 2016 nominal um 15,3¬†%.¬†
Der Umsatz des Bauhauptgewerbes in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lag im November 2016 nominal mit rund 7,4 Milliarden Euro um 6,3¬†% höher als im November 2015. Ein höherer Umsatz in einem November war zuletzt im Jahr 1999 erreicht worden (7,8 Milliarden Euro). Für die ersten elf Monate des Jahres 2016 ergab sich ein Anstieg um 6,8¬†% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Quelle und weitere Informationen:destatis.de


Genehmigte Wohnungen von Januar bis September 2016

+ 24,0 % gegen¬≠über Vorjahres¬≠zeitraum

Von Januar bis September 2016 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 276.300 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 24,0 % oder rund 53.500 Baugenehmigungen für Wohnungen mehr als in den ersten neun Monaten 2015. Eine höhere Zahl an genehmigten Wohnungen hatte es in den ersten neun Monaten eines Jahres zuletzt im Jahr 1999 gegeben (331.600)

Von den in den ersten neun Monaten 2016 genehmigten Wohnungen waren 232.500 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+¬†21,5¬†% gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Dieser starke Zuwachs zeigte sich vor allem in Mehrfamilienhäusern (+¬†27,5¬†% beziehungsweise +¬†26.700 Wohnungen). Die Anzahl genehmigter Wohnungen in Zweifamilienhäusern stieg um 12,6¬†% beziehungsweise 1.900 Wohnungen und in Einfamilienhäusern um 3,0¬†% beziehungsweise 2.100¬†Wohnungen. Prozentual am stärksten stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen mit +¬†129,6¬†% beziehungsweise +¬†10.400 Wohnungen. Zu dieser Kategorie zählen unter anderem Flüchtlingsunterkünfte. Damit wurden von Januar bis September¬†2016 mehr Wohnungen in Wohnheimen (18.400 Wohnungen) genehmigt als in Zweifamilienhäusern (17.100 Wohnungen). Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stiegen die Baugenehmigungen in neuen Wohngebäuden um 16,8¬†%.
Die Zahl der Wohnungen, die durch genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen, erreichte in den ersten neun Monaten 2016 mit 39.000 Wohnungen den höchsten Wert seit 1998 (43.200).¬†
Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude erhöhte sich von Januar bis September 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,8 Millionen Kubikmeter auf 159,5 Millionen Kubikmeter (+¬†15,0¬†%). Diese Entwicklung ist sowohl auf einen Anstieg der Genehmigungen bei den öffentlichen Bauherren (+¬†34,1¬†%) als auch bei den nichtöffentlichen Bauherren (+¬†13,3¬†%) zurückzuführen.
Quelle:destatis.de


Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2016: Deutsche Wirtschaft gut ausgelastet

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem moderaten Aufschwung. Davon gehen die an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligten Wirtschaftsforschungsinstitute aus. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 1,9 Prozent und im kommenden Jahr um 1,4 Prozent zulegen. Im Jahr 2018 dürfte die Expansionsrate bei 1,6 Prozent liegen. Die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten sind damit im Prognosezeitraum etwas stärker ausgelastet als im langjährigen Mittel.

Dennoch sind es derzeit weniger die Unternehmensinvestitionen, die den Aufschwung tragen: Von der Weltkonjunktur gehen nur geringe stimulierende Effekte aus, so dass die Exporte nur moderat steigen; zudem dürften sich in den außerordentlich niedrigen Kapitalmarktzinsen nicht nur die derzeitige Geldpolitik, sondern auch niedrige Wachstumserwartungen widerspiegeln.
All dies hemmt die Ausrüstungsinvestitionen. So ist es weiterhin in erster Linie der Konsum, der den Aufschwung trägt. Der private Verbrauch profitiert dabei insbesondere vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau, beim öffentlichen Konsum machen sich weiterhin die hohen Aufwendungen zur Unterbringung und Integration von Flüchtlingen bemerkbar.
Der Wohnungsbau wird durch die niedrigen Zinsen angeregt. Insgesamt werden die Bauinvestitionen im Prognosezeitraum merklich ausgeweitet. Für das laufende Jahr ist ein Zuwachs um 3,2 Prozent, für die Jahre 2017 und 2018 sind Raten von 1,9 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent zu erwarten. Die Bauprognose der Wirtschaftsforschungsinstitute für 2016 deckt sich mit den Einschätzungen des Bundesverbands Baustoffe ‚Äď Steine und Erden e.V. (bbs) Insbesondere die gegenüber der vorherigen Prognose vorgenommene Korrektur der gewerblichen Bauinvestitionen (Frühjahr: +1,8%) erscheint realistisch. Auch die Einschätzungen für 2017 erscheinen aus heutiger Sicht nachvollziehbar.
Das vollständige Gutachten und weitergehende Informationen finden sie auf den Internetseiten der beteiligten Institute unter www.cesifo-group.de.


Wohnraum-Allianz für Baden-Württemberg gegründet

Das Land Baden-Württemberg hat zusammen mit der Wohnungswirtschaft, den kommunalen Spitzenverbänden, den Landtagsfraktionen, Banken sowie Natur- und Umweltschutzverbänden die Wohnraum-Allianz für Baden-Württemberg gegründet. Die neue Wohnraum-Allianz soll alle Akteure des Wohnungsmarktes an einen Tisch bekommen, um schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können.

Auf Einladung der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Nicole Hoffmeister-Kraut, ist die Wohnraum-Allianz für Baden-Württemberg gegründet worden. Zur Auftaktveranstaltung für eines der wichtigsten Projekte der Landesregierung in dieser Legislaturperiode begrüßte sie rund 50 Vertreterinnern und Vertreter der Wohnungswirtschaft, der kommunalen Spitzenverbände, der im Landtag vertretenen Fraktionen sowie von Banken oder auch des Natur- und Umweltschutzes.
Schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum schaffen
"Schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung, das sich als nötiger denn je erweist", erklärte Hoffmeister-Kraut. In den Ballungsräumen Baden-Württembergs, aber auch in vielen Regionen des ländlichen Raums seien Mieten und Immobilienpreise drastisch gestiegen. Es fehlten insbesondere günstige Wohnungen für Menschen mit geringerem Einkommen, so die Ministerin. Die Anstrengungen zur Schaffung von Wohnraum müssten daher mit Nachdruck intensiviert werden. Sie strebe daher an, dass das Land die für die Wohnraumförderung zur Verfügung stehenden Mittel auf 250 Millionen Euro in 2017 erhöhe.
Hoffmeister-Kraut: "Schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, dieses Ziel erreichen wir nur, wenn wir alle Akteure des Wohnungsmarktes an einen Tisch bekommen. Die neue ,Wohnraum-Allianz‚Äô ist dafür das beste Mittel, mit dem wir Leitlinien für die verstärkte Schaffung von Wohnraum gemeinsam zügig erarbeiten und uns über Schritte zur Umsetzung auf allen Ebenen verständigen wollen."
Der Bogen der Themen spanne sich dabei von den rechtlichen Grundlagen des Bauens und der Planung bis hin zu Förderinstrumenten und der Finanzierung. In den Blick zu nehmen seien bei der Schaffung von mehr Wohnraum zudem gleichermaßen die Interessen der Mieter als auch von Vermietern, betonte die Ministerin.
"Wohnraum-Allianz"
Die "Wohnraum-Allianz" hat konsultative und beratende Funktion und soll in vier Arbeitsgruppen in regelmäßigen Sitzungen drängende mit dem Wohnungsbau zusammenhängende Fragen diskutieren. Darüber hinaus werden in diesem Jahr weitere Spitzengesprächs-Runden zur Reflektion der Ergebnisse stattfinden, um noch in 2016 erste mögliche Vorschläge zu präsentieren, die schnell umgesetzt werden könnten.
Quelle:baden-wuerttemberg.de


Neue Website des Bundesverbandes Baustoffe ‚Äď Steine und Erden online

Mit neuem Look sowie einer klaren und benutzerfreundlichen Navigation präsentiert sich der überarbeitete Internetauftritt des Bundesverbandes Baustoffe ‚Äď Steine und Erden (bbs).

Unter www.baustoffindustrie.de sind Informationen zu branchenrelevanten Themen wie Konjunktur und Produktion, Bauwirtschaft, Energie, Klimaschutz, Rohstoffe, Technik/Normung oder Umwelt zusammengefasst. Die Vielfalt der Produkte und Anwendungen sowie der Gewinnungs- bzw. Produktionsstätten wird durch spannende Bilder deutlich.
"Wir freuen uns, den Besuchern im Netz ein frisches Layout und eine `aufgeräumte¬ī Seite präsentieren zu können, die das Aufgabenspektrum des bbs ebenso abbildet wie Daten und Fakten zur Branche," so bbs-Hauptgeschäftsführer Michael Basten.
Der Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V. vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen der deutschen Roh- und Baustoffindustrie. Die Branche erwirtschaftet mit 145.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von rund 31 Milliarden Euro.


Gesetzentwurf zur Sonder-AfA für Mietwohnungsbau gestoppt

Desaster für den Mietwohnungsbau

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsbaus ist zunächst gescheitert, da sich die Koalitionspartner diese Woche u.a. nicht auf Nachbesserungen bei der Höhe der Fördergrenze einigen konnten.

Der ursprüngliche Gesetzentwurf sah ‚Äď zusätzlich zur regulären AfA in Höhe von 2% jährlich ‚Äď eine steuerliche Sonderabschreibung in Höhe von insgesamt 29% der Anschaffungs- oder Herstellungskosten verteilt auf die ersten drei Jahre nach Baufertigstellung vor. Voraussetzungen sollten u.a. sein, dass das Gebäude zur Wohnungsvermietung bestimmt ist, in einer Region mit besonders angespannter Wohnraumsituation liegt und die maximalen Baukosten von 3.000 Euro je m¬≤ Wohnfläche nicht überschritten werden, wovon jedoch nur 2.000 Euro förderfähig sein sollten.
Nachdem im Rahmen der öffentlichen Anhörung im Bundestags-Finanzausschuss am 25.04.2016 von Seiten der bestellten Sachverständigen Kritik am Gesetzentwurf insbesondere in Bezug auf mögliche Mitnahmeeffekte und eine fehlende Mietendeckelung geäußert wurde, haben die Koalitionspartner über Nachbesserungen verhandelt. So wollte die SPD-Fraktion eine Absenkung der maximalen Förderhöhe und eine Begrenzung der durch den Vermieter maximal zu verlangenden Miete durchsetzen. Die Hausspitze des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) ging bis vor kurzem noch von einer Einigung bis zur Sommerpause aus, diese konnte jedoch letztlich nicht erzielt werden.
Alternativ werden sollen in den Bundeshaushalt nun 500 Mio. Euro zusätzlich eingestellt, die für ein gesondertes Investitionsförderprogramm zum bezahlbaren Wohnen vorgesehen sind. Das Programm soll vom BMUB umgehend erstellt und veröffentlicht werden.
Es besteht zwar noch immer die Chance, dass die steuerliche Mietwohnungsbauförderung doch noch nach der Sommerpause in einem modifizierten Gesetzentwurf verabschiedet wird. Es ist jedoch in jedem Fall ein negatives Signal, dass trotz des erheblichen Mangels an bezahlbarem Wohnraum in Ballungszentren, der aufgrund der zu geringen Fertigstellungszahlen weiterwächst, keine kurzfristige Einigung über eine wirksame Sonder-AfA im Mietwohnungsneubau möglich war.
Zusammenfassend ist es sicher besser, dass anstelle einer vollständigen Ablehnung einer Sonder-AfA nun zumindest zusätzliche 500 Mio. Euro für ein Investitionsförderprogramm sowohl für private wie auch kommunale Bauherren freigegeben wurden. Allerdings wird dies zur Ankurblung des sozialen Wohnungsbaus nicht ausreichen. Wir werden daher weiterhin im Rahmen des Verbändebündnisses "Impulse für den Wohnungsbau" aber auch über die DGfM für steuerliche Anreize im Wohnungsbau eintreten.


Impulse für Wohnungsbau ‚Äď Baden-Württemberg: Bezahlbarer Wohnraum (un)möglich?

Aktionsgemeinschaft fordert verbesserte Rahmenbedingungen für den
Wohnungsbau in Baden-Württemberg

"Bezahlbarer Wohnungsbau (un)möglich?" unter diesem Titel hatte die Aktionsgemeinschaft Impulse für den Wohnungsbau in Baden-Württemberg zu einem Symposium nach Stuttgart eingeladen.

Der Mangel an bezahlbaren Wohnraum, insbesondere in Ballungsräumen, ist derzeit in aller Munde und beschäftigt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen. Dies zeigte auch die große Resonanz auf die Veranstaltung. √úber 230 Vertreter aus der Architektenschaft, der Wohn- und Bauwirtschaft sowie den Kommunen nahmen teil, zahlreichen Interessenten musste man im Vorfeld aufgrund der begrenzten Raumkapazität sogar absagen. Wie kann man bezahlbaren Wohnraum schaffen? Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Ist bezahlbarer Wohnungsbau angesichts der steigenden technischen und gesetzlichen Anforderungen überhaupt möglich? All diese Fragen standen im Fokus des Symposiums.
Jens Kuderer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen, Stuttgart, skizzierte zunächst die Entwicklung des Wohnungsbedarfs. Die hohe Zuwanderung aus dem In- und Ausland, die wachsende Zahl der Singlehaushalte ‚Äď die Nachfrage in Baden-Württemberg steigt und steht einem angespannten Wohnungsmarkt gegenüber. Laut einer aktuellen Studie des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung e. V., Dresden, werden rund 62.000 neue Wohnungen pro Jahr benötigt, nur knapp über 30.000 werden jedoch gebaut. Besorgt zeigte er sich auch über die rückläufige Tendenz bei den Fertigstellungen im Jahr 2013. Zudem seien die Baugenehmigungen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Dies alles würde zu einer weiteren Verschärfung des Problems führen, so Kuderer. Er forderte daher die Schaffung eines ausreichenden Angebots als effektivstes Mittel für bezahlbaren Wohnraum.
Matthias Günther vom Eduard Pestel Institut für Systemforschung e.V., Hannover, unterstrich in seinem Vortrag die Aussagen seines Vorredners und zeigte anhand der Studie¬†"Mietwohnungsbau 2.0 ‚Äď Bezahlbarer Wohnraum durch Neubau" auf, was sich ändern muss, um einen mit niedrigeren Mieten attraktiven Wohnungsneubau zu erreichen. Eine Verbesserung der steuerlichen Abschreibungsbedingungen, eine Reduzierung der Baulandkosten und verbesserte Finanzierungskonditionen hätten einen enormen Preiseffekt auf dem Mietwohnungsmarkt, rechnete der Volkswirt vor.
Die Kosten im Blick, hatte auch Dietmar Walberg, Arbeitsgemeinschaft zeitgemäßes Bauen ¬†¬†e. V., Kiel. Er stellte das Ergebnis der ARGE-Untersuchung¬†"Optimierter Wohnungsbau" vor. Insbesondere die gestiegenen Energiesparauflagen und kommunalen Vorgaben ‚Äď beispielsweise für Stellplätze ‚Äď haben die Baukosten in den vergangenen Jahren deutlich nach oben getrieben. Hinzu kommen höhere logistische Kosten, die das Bauen in Innenstädten mit sich bringt. So schlage ein Mehrfamilienhaus, das in der Innenstadt mit den hohen gesetzlichen Energiesparauflagen (EnEV ab 2016) gebaut werde, mittlerweile mit Baukosten von 2.422 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zu Buche. Hierbei seien noch nicht einmal die Grundstückskosten berücksichtigt. Zudem präsentierte er einen detaillierten Kostenkatalog, der transparent macht, was beim Neubau von Mehrfamilienhäusern durchschnittlich pro Quadratmeter Wohnfläche wie viel kostet ‚Äď von der Tiefgarage (292¬† Euro/m¬≤) über das Kellergeschoss (122 Euro/m¬≤) und den Aufzug (68 Euro/m¬≤) bis zur Dachbegrünung (41 Euro/m¬≤). Um in den Wachstumsregionen kostengünstiger bauen zu können, seien verbesserte Rahmenbedingungen zwingend erforderlich, so auch sein Fazit.
Wo es derzeit hakt und welche Lösungsansätze es gibt, diskutierten in der anschließenden Podiumsrunde Jochen Bayer, Sprecher der Aktionsgemeinschaft in Baden-Württemberg, und Harald Luger vom Siedlungswerk Stuttgart mit den Vertretern der vier Landtagsfraktionen. Tobias Wald, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, kritisierte die neue Landesbauordnung. Durch überzogene Anforderungen wie die Schaffung von Fahrradstellplätzen oder von Fassadenbegrünung würde sich das Bauen unnötig verteuern. Die Erhöhung der Grunderwerbssteuer trage ebenfalls dazu bei. Das landeseigene Förderprogramm aufzustocken sei wichtig, helfe bei den derzeit niedrigen Zinsen allerdings nur wenig.¬†
Dr. Hans-Ulrich Rülke, Fraktionsvorsitzender der FDP, teilte seine Meinung. Er forderte mehr Deregulierung statt Regulierung. Maßnahmen, wie die Einführung der Mietpreisbremse bekämpfen nur die Symptome, nicht die Ursache. Der Wohnungsbau müsse für Investoren wieder attraktiv gemacht werden. Harald Luger konnte dies aus seiner Erfahrung in der Praxis nur bestätigen. Der Mietwohnungsbau sei nicht mehr rentabel. Grund seien die gestiegen Baukosten. Vor allem die Preise für die Grundstücke machen den Investoren zu schaffen. Günstiges Bauland sei auf dem freien Markt kaum zu bekommen, bezahlbare Wohnungen somit immer schwerer zu realisieren. Land und Kommunen müssten Grundstücke in ausreichender Anzahl und zu vernünftigen Preisen bereitstellen, so seine Forderung. Auch die Verknappung der Deponiekapazitäten und die damit einhergehenden Kostensteigerungen, stellen das Bauen vor neuen Herausforderungen.
Andrea Lindlohr, wirtschafts- und wohnungsbaupolitische Sprecherin der GR√úNEN-Landtagsfraktion, verteidigte die Wohnungspolitik der Landesregierung. Der soziale Wohnungsbau hätte in Baden-Württemberg seit vielen Jahren brachgelegen, das Thema nun voranzubringen mache zwar Mühe, räumte sie ein, man sei jedoch auf einem guten Weg. Durch die Neugestaltung der Förderkonditionen habe sich der Mittelabfluss deutlich besser, betonte auch ihr Kollege Johannes Stober von der SPD. Was die Mietpreisbremse angehe, so gelte diese nur bei Wiedervermietung in angespannten Wohnlagen. Eine neu errichtete Wohnung könne der Eigentümer auch in Zukunft ohne Beschränkung vermieten. Nachbesserungsbedarf sähe er lediglich bei der Erstellung der sog. "Gebietskulisse". Frau Lindlohr wies außerdem darauf hin, dass Kommunen Grundstücke nicht zu Höchstpreisen verkaufen müssen. Hierzu habe man im vergangenen Jahr eine Verwaltungsvorschrift verabschiedet, nach der der Kaufpreis für landeseigene Grundstücke, die für sozial orientierten Förderungen von Wohnraum abgegeben werden, ermäßigt werden kann. Auch der Bund sei gefordert, etwa bei der Konversion ehemaliger Militärflächen.
Jochen Bayer von der Aktionsgemeinschaft sieht noch mehr Stellschrauben an denen man drehen kann. Er forderte die Erhöhung der linearen Abschreibung von 2 auf mindestens 3 Prozent. Dies würde den Werteverzehr realistischer abbilden. Die Abnutzung, insbesondere der Gebäudetechnik, liege heutzutage weit unter den angenommen 50 Jahren. Auch müsse man den Ersatzneubau nicht wirtschaftlich sanierungsfähiger Wohnungen in der KfW-Förderung sowie bauordnungsrechtlich durch eine Anpassung des Baugesetzbuches einer Vollsanierung gleichstellen.


Gefällt mir! Kalksandsteinindustrie jetzt auch bei Facebook.

Auf geht es! Neues Jahr, neues Glück! Auch die Kalksandsteinindustrie ist nun auf Facebook unterwegs.

Ab sofort informieren wir Sie unter¬†www.facebook.com/kalksandstein über Aktuelles aus der Kalksandsteinindustrie, dem Mauerwerksbau, der Baustoffbranche und der Bauwirtschaft allgemein oder mal abseits von alledem, einfach über Dinge aus dem Alltag. Sehen Sie unsere Seite auch als Diskussionsplattform, auf der Sie sich gerne austauschen können.
Und da ja bekanntlich aller Anfang schwer ist, sind wir auf Ihre Rückmeldungen angewiesen. Was läuft gut? Was können wir noch optimieren? Posten Sie einfach einen Kommentar auf unsere Facebook-Seite, schicken Sie uns eine private Nachricht oder schreiben Sie uns an socialmedia@kalksandstein.de.
Ach so: Natürlich freuen wir uns über ein Like!




Google


Home | Impressum | Sitemap | Kontakt | AGB | Favoriten erweitern bauliste.de zu Ihren Favoriten hinzufügen

Stand: 2006-02-22 | © by bauliste.de & Klinger webDESIGN