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Gewerke

 

Gewerke

12. Mauerer


12.10. TOP TEN


12.20. BAUSTOFFINDUSTRIE

12.50. DIENSTLEISTUNGEN

12.21. - Mauerziegel, Ziegel (49)

12.51. - Baustoffhandel (163)

12.22. - Klinker, Backsteine (36)

12.52. - Bauunternehmen (77)

12.23. - Kalksandstein, KS (24)

12.53. - Sachverständige (31)

12.24. - Porenbeton (15)

12.54. - Verbände, Bauindustrie (191)

12.25. - Betonsteine (14)

12.55. - Verbände, Baustoffhandel (59)

12.26. - Bimssteine (14)

12.56. - Verbände, Mauerwerk (157)

12.27. - Isolierklinker (10)

12.57. - Initiativen (18)

12.28. - Lehmziegel, Lehm (15)

12.58. - Publikationen, Verlage (411)

12.29. - Glasbausteine (12)

12.59. - Institute, Lehre (77)


12.30. - Schornsteine, Kamine (23)

12.60. - Museen, Museum (23)

12.31. - Rolladenkästen (21)

12.61. - Messen, Veranstaltungen (380)

12.32. - Fertigteile, Elemente (83)

12.62. - Portale (72)

12.33. - Systemergänzungen (225)

12.34. - Mauermörtel (31)

12.35. - Grundmauerschutz (22)

12.36. - Einbauelemente (69)

12.37. - Dämmstoffe (56)

12.38. - Hilfsmittel (56)


12.40. MASCHINEN, TECHNIK

12.41. - Maschinen (25)

12.42. - Handmaschinen (20)

12.43. - Mauerwerkzeuge (18)

12.44. - Software (9)


Gewerkespezifische News

Quelle: http://www.kalksandstein.de

Kalksandstein Webinare "Brandschutz" im Mai 2020

Kostenfreies Webinar in drei Teilen mit Dipl.-Ing. Matthias Dietrich.


Die Entwurf-, Planungs- und Baustellenpraxis wird heute vielfach von brandschutztechnischen Fragestellungen geprägt. Dies gilt gleichermaßen für den Wohnungsbau als auch für gewöhnliche Sonderbauten. Ohne brandschutztechnisches Basiskenntnisse fällt diese Diskussion mit dem Bauherren, dem Brandschutzplaner, dem Sachverständigen und dem Behördenvertreter schwer.
Das Webinar richtete sich an Entwurfsverfasser, Bauleitende und andere am Bau Beteiligte. Ziel war es, das brandschutztechnische Basiswissen unter Bezugnahme auf das Anforderungsprofil der Bayerischen Bauordnung zu erlangen oder aufzufrischen.  
Der Inhalt gliedert sich hierbei in drei Themenbereiche, welche an drei aufeinander folgenden Tagen angeboten wurden:  
27. Mai von 10 bis 11 Uhr - Teil 1Grundlagen der Begriffe und Gebäudeklassen
28. Mai von 10 bis 11 Uhr - Teil 2Grundlagen baulicher Brandschutz
29. Mai von 10 bis 11 Uhr - Teil 3Grundlagen an die Rettungswege


Neue Kalksandstein-Zulassungen und Bauartgenehmigungen veröffentlicht

Die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) des Bundesverbands Kalksandsteinindustrie wurden verlängert und stehen ab sofort unter www.kalksandstein.de/downloads zur Verfügung.

Neben der Verlängerung wurden die Zulassungen auch an die aktuellen Regelungen des Bauordnungsrechts angepasst, unter anderem an die neuen Landesbauordnungen sowie die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB). Dabei wurden die abgelaufenen Lochsteinzulassungen auf allgemeine Bauartgenehmigungen (aBG) umgestellt.
Der Hintergrund: aBG ersetzen seit Juli 2017 die abZ für Bauarten. Mit diesen Bescheiden werden Planung, Bemessung und Ausführung von Mauerwerk (Bauart) aus Kalksandsteinen mit von DIN 20000-402 abweichender Lochung geregelt. Die Lochsteine selbst werden wie alle Kalksandsteine nach EU-Bauprodukteverordnung mit CE-Kennzeichen nach EN 771-2 in Verkehr gebracht und müssen in Form und Ausbildung (Lochung) den Anlagen der aBG entsprechen. Für Planung, Bemessung und Ausführung sind die in der aBG genannten Beson-derheiten zu beachten.
Konkret finden Sie im Downloadbereich nun folgende Zulassungen und Bauartgenehmigungen:
Zulassungen/Bauartgenehmigungen

Z-17.1-338: Vorgefertigte Mauertafeln aus Kalksandstein
Z-17.1-608: Vorgefertigte Mauertafeln aus Kalksand-Plansteinen

Bauartgenehmigungen

Z-17.1-878: Mauerwerk aus Kalksandsteinen mit besonderer Lochung im Dickbettverfahren
Z-17.1-893: Mauerwerk aus KS-Plansteinen mit besonderer Lochung im Dünnbettverfahren
Z-17.1-921: Mauerwerk aus Kalksand-Plansteinen mit besonderer Lochung


Schallschutzworkshop der CIRKEL GmbH & Co. KG im Herbst 2020

Im Namen unseres Mitgliedsunternehmens der CIRKEL GmbH & Co. KG laden wir ganz herzlich zu den Schallschutzworkshops im November 2020 an 3 Standorten ein.

Die Termine:
Donnerstag, 12.11.2020 DuisburgDienstag, 17.11.2020 EssenMittwoch, 18.11.2020 Dortmund
Weitere Informationen finden Sie hier:
Schallschutzworkshop 2020
 


KS-Schallschutzrechner in der Version 7.00 erschienen

Mit einigen wesentlichen Änderungen ist die neue Version 7.00 des Kalksandstein-Schallschutzrechners online gegangen und nun unter www.kalksandstein.de/schallschutzrechner abrufbar. In der neuen Version wurden einige Bugs behoben, aber auch Neuerungen und Anpassungen gegenüber der Vorgängerversion 6.01 realisiert.

Unter anderem kann ab sofort der bewertete Norm-Trittschallpegel wahlweise sowohl nach DIN 4109 als auch nach DIN EN ISO 12354-2 berechnet werden. Damit wird das europäische Rechenmodell für den Trittschall bereits jetzt im KS-Schallschutzrechner implementiert. Mittelfristig soll dieses Modell auch in die deutsche Schallschutznorm (DIN 4109) integriert werden.
Zur Erläuterung: Beim europäischen Modell nach DIN EN ISO 12354-2 zur Berechnung des Norm-Trittschallpegels wird – genau wie beim Modell für die Luftschalldämmung nach DIN EN ISO 12354-1 – die Schallübertragung über das Trennbauteil und alle flankierenden Ãœbertragungswege berechnet und energetisch addiert. Alle Eingangsdaten für diese Berechnung werden im KS-Schallschutzrechner ohnehin bereits für die Berechnung der Luftschalldämmung erfasst. Daher kann in der neuen Version 7.00 ohne die Eingabe zusätzlicher Eingangsgrößen vom pauschalen Modell nach DIN 4109-2 auf das genauere Verfahren nach DIN EN ISO 12354-2 gewechselt werden.
Eine weitere neue Funktion: Der Report wird nun direkt als PDF-Datei erstellt und unter dem Verzeichnis c:\temp abgelegt. Der Name der Reportdatei lautet "KS_Project_" gefolgt von Datum und Uhrzeit (Bsp.: KS_Project_2020_02_18_10_48_29.pdf).


Die Auswirkungen des Shutdown werden Baufirmen, Mieter, Vermieter und Investoren gleichermaßen treffen

"Corona wird den Wohnungsmarkt tiefgreifend verändern!"

Berlin (PRG) - Corona bedroht nicht allein unsere Gesundheit. Mittlerweile hat sich das Virus auch auf die deutsche Wirtschaft übertragen. Vormals gesunde Unternehmen kämpfen heute ums Ãœberleben. Während die Automobil- und Luftfahrtbranche bereits seit Wochen stillstehen, spürt der Wohnungsbau erst seit kurzem die Auswirkungen der Corona-Krise. Im Interview erläutern Matthias Günther, Vorstand des Pestel Instituts Hannover, und Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau, welche Auswirkungen die Pandemie auf den deutschen Wohnungsmarkt hat und längerfristig haben könnte.

Herr Dr. Rast, auf deutschen Baustellen wird nach wie vor gearbeitet. Ist die Baubranche resistent gegen das Corona-Virus? Dr. Ronald Rast: Nein, auch am Bau machen sich die Auswirkungen langsam bemerkbar. Zwar profitiert der Bau noch von Auftragsüberhängen aus dem vergangenen Jahr. Die Schließung der innereuropäischen Grenzen verschärft jedoch den Fachkräftemangel, der ab dem zweiten Quartal 2020 zu einem spürbaren Rückgang der Bautätigkeit führen könnte, wenn hier politisch nicht kurzfristig gegengesteuert wird. Hinzu kommen Lieferengpässe, die bisher vor allem Baumaterialien aus europäischen Nachbarländern betreffen. Wer alles nur just in time ohne Reserven oder Ausweichmöglichkeiten geplant hat, steht dann schnell vor großen Problemen. Hier wird zukünftig sicher auch über die Lieferketten am Bau nachgedacht werden, obwohl zum Glück und aus Effizienzgründen noch viel mit regional verfügbaren Baumaterialen gemacht wird. Das ist mit Sicherheit ein Vorteil im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen.  
Herr Günther, wird Corona auch die Wohnungsmärkte infizieren?   Matthias Günther: Aus meiner Sicht wird die Krise im Wohnungsbau zeitverzögert kommen und zunächst das hochpreisige Segment betreffen. Wenn Konzerne wie die Lufthansa, die Autohersteller oder die TUI ins Schlingern kommen, sind auf einen Schlag mehrere 100.000 gutverdienende Mitarbeiter, die von einem dauerhaft gesicherten Job ausgegangen waren, auf Kurzarbeit. Auch wenn die Arbeitgeber in vielen Fällen das Kurzarbeitergeld aufstocken, ist doch das Vertrauen in die Sicherheit des Arbeitsplatzes nicht mehr gegeben. Wenn der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld nicht aufstockt, wird die Lage schnell problematisch. Hatte die Wohnungsmiete zuvor einen Anteil von 25 % am Nettoeinkommen, so sind es beim Single mit Kurzarbeitergeld plötzlich über 40 %. Noch schwieriger ist die Lage für Menschen, die sich eine Eigentumswohnung gekauft oder ein Haus gebaut haben. Wenn nur noch 60 oder 67 % des bisherigen Nettoeinkommens zur Verfügung stehen, steigen die Belastungen für Zins und Tilgung von vorher bei gutem Einkommen verkraftbaren 40 % auf nunmehr 60 %. Das kann dazu führen, dass die Zahl der Zwangsversteigerungen steigt. Um dies zu vermeiden, gibt es in den Niederlanden einen Sicherungsfonds, in den Bauherren weniger als 1 % der Bausumme einzahlen. Können sie Kredite nicht mehr bedienen, springt der Fonds ein und arbeitet mit dem Schuldner eine Umschuldung aus.    
Wie erleben Sie die Arbeitsfähigkeit in den Ämtern und Behörden in der aktuellen Situation? Dr. Ronald Rast: Angesichts der Lage wurde der Publikumsverkehr in den Bauämtern von einem Tag auf den anderen eingestellt. Ein Teil der Mitarbeiter arbeitet im Homeoffice, kann aber offensichtlich nicht immer auf den Aktenbestand zugreifen oder hat zu Hause mit technischen Problemen zu kämpfen. Die Bearbeitung von Bauanträgen hat sich jedenfalls dadurch erheblich verlängert. Verzögerungen entstehen dabei nicht nur in der Planungs- und Genehmigungsphase, weil Ämter und Kommunen Entscheidungen zu Bauvorhaben, B-Planverfahren sowie zur Schaffung von Planungsrecht nicht mehr unter Wahrung der üblichen Fristen treffen. Auch die notwendige Begleitung laufender öffentlicher Baumaßnahmen leidet darunter. Dabei sollte die Arbeit in den Ämtern aus meiner Sicht genauso systemrelevant angesehen und aufrechterhalten werden wie die Tätigkeit vom Ärzten, Busfahrern oder Mitarbeitern von Supermarkt-Ketten. Auch die umfassende Nutzung einer funktionierenden digitalen Infrastruktur könnte in der jetzigen Lage von großem Nutzen sein. Insbesondere der Zeitverzug bei Planungs- und Genehmigungsarbeiten wird eine Langzeitwirkung auf die zukünftigen Bauprozesse haben.
Mieter werden durch Mietstundungen und Wohngeld vor dem Verlust ihrer Wohnung geschützt. Wie sollen Vermieter die Mietausfälle kompensieren? Matthias Günther: Es ist ja zunächst eine Mietstundung und kein Mietausfall. Große private, öffentliche und genossenschaftliche Vermieter können dies in ihrer Liquiditätsplanung sicher besser berücksichtigen als die vielen Privatpersonen, die ja 66 % aller Mietwohnungen bereitstellen. Wenn gerade bei jüngeren oder jüngst modernisierten Gebäuden die Mietzahlungen unmittelbar für Zins- und Tilgungsleistungen benötigt werden, ist der temporäre Ausfall nicht so leicht zu verschmerzen. Viele kleine Vermieter werden ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber Banken, Handwerkern und Energieversorgern nicht mehr erfüllen können, sollte die mögliche Mietstundung über einen längeren Zeitraum genutzt werden. Auch Seniorenhaushalte, deren Alterseinkommen vor allem auf Mieteinnahmen basiert, können schnell in finanzielle Probleme geraten. Um diese Kettenreaktion zu vermeiden, wäre es sinnvoll, einen Sicherungsfonds für Vermieter einzurichten, der die finanzielle Lücke, die durch Mietstundungen entsteht, zeitlich überbrückt. Dieser würde die ausbleibenden Mieten zinslos vorstrecken. Sobald die gestundeten Mietzahlungen auf dem Konto des Vermieters eingehen, würde dieser das Ãœberbrückungsgeld an dem Sicherungsfonds zurück überweisen. Eine einfache Maßnahme, die erheblich zur Stabilisierung des Wohnungsmarkts beitragen würde.
Viele Menschen werden in den nächsten Monat auf Kurzarbeit sein, einige sogar ihren Job verlieren. Werden im Nachgang der Krise mehr Sozialwohnungen benötigt? Dr. Ronald Rast: Von den rund 41 Millionen deutschen Haushalten haben nach aktueller Rechtslage etwa 40 % einen wohl eher theoretischen Anspruch auf eine Sozialwohnung. Natürlich wohnen viele Haushalte zu Bestandsmieten, die bisher für sie leistbar waren. Angesichts der Krise dürfte sich aber die Zahl der bedürftigen Haushalte deutlich erhöhen. Um den steigenden Bedarf zu decken, muss die Zahl der Sozialwohnungen, die aktuell nur noch bei 1,2 Millionen liegt, wieder deutlich ansteigen. Der Hauptweg dazu liegt im sozialen Wohnungsbau, der so schnell wie möglich ausgeweitet und gezielt weiter gefördert werden muss – und das langfristig! Wir als Mauerwerksindustrie können und wollen die Politik mit passgenauen und kostengünstigen Lösungen bei der schnellen Schaffung bezahlbaren Wohnraums unterstützen. Wir wären sogar sicher in der Lage, die Taktzahl bei Bauen noch zu erhöhen, wenn die Politik auf allen Ebenen die schnellen und unbürokratischen Entscheidungsprozesse auf Basis entschlackter Vorschriften auch nach der Corona-Krise aufrecht erhalten würde und die Bauämter diesem neuen Tempo im digitalen Zeitalter auch folgen könnten. Dann könnte der soziale Wohnungsbau zu einer Lokomotive werden, die die Konjunktur aus der Krise zieht. 
Werden Investoren, Projektentwickler und Bauträger die Krise als einzige unbeschadet überstehen? Matthias Günther: Nein, auch Investoren und Projektentwickler werden die Auswirkungen der Krise spüren. Die aktuell im Bau befindlichen Projekte sind sicher schon weitgehend verkauft und somit nicht unmittelbar gefährdet. Aber die noch nicht verkauften Projekte für die kommenden Jahre sind gefährdet. Wenn die Nachfrage der privaten Haushalte wegen der Verunsicherung durch die Corona-Krise wegbricht, lassen sich die bislang kalkulierten Verkaufs- oder Mietpreise am Markt nicht mehr realisieren. Verantwortlich für die Preisentwicklung in den letzten Jahren waren die stetig gestiegenen Grundstücks- und Erstellungskosten. Dass Immobilien trotz hoher Preise gekauft wurden, lag am niedrigen Zinsniveau und dem Mangel an alternativen Anlagemöglichkeiten. Fällt ein Teil der Nachfrage weg, gerät das fragile Konstrukt ins Wanken. Denn bei Preisabschlägen von 20 oder gar 30 % wären geplante Neubauvorhaben wirtschaftlich nicht mehr darstellbar. Hier wird man versuchen, den Schaden durch Abbruch, Aufschieben oder Umplanen zu begrenzen.
Laut einer aktuellen Umfrage fürchten die Deutschen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus mehr als die gesundheitlichen Folgen. Ist die Sorge berechtigt?Dr. Ronald Rast: Zunächst möchte ich voranstellen, dass meines Erachtens sowohl die Furcht vor gesundheitlichen wie auch wirtschaftlichen Auswirkungen berechtigt ist und nicht gegeneinander ausgespielt, sondern verantwortlich miteinander abgeglichen werden sollte. Wenn inzwischen über 650.000 Unternehmern ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schicken und führende Wirtschaftsinstitute die schwerste Rezession seit 50 Jahren prognostizieren, löst das verständlicherweise auch wirtschaftliche, sogar existenzielle Ängste aus. Zumal es für die aktuelle Situation kein wirkliches historisches Vorbild und somit auch keine schablonenhaften Handlungsempfehlungen gibt, an denen man sich orientieren könnte. Der schnell und großflächig aufgespannte Rettungsschirm der Bundesregierung, signalisiert den Bürgern, dass niemand im Regen stehen gelassen wird. Trotzdem sind die Menschen skeptisch und werden, wie nach jeder Krise, ihr Geld zusammenhalten. Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass jetzt von vielen die nächste Urlaubsreise, das neue Auto oder der geplante Bau eines Einfamilienhauses überdacht, verschoben, im ungünstigsten Fall sogar komplett gestrichen werden.  
Führende Ökonomen sind der Ansicht, dass der Shutdown maximal zwei Monate aufrechterhalten werden kann. Wann ist mit einer Lockerung der Maßnahmen zu rechnen? Matthias Günther: Angesichts rückläufiger Infektionszahlen wird der mediale und gesellschaftliche Druck auf die Regierung größer, den Shutdown zeitnah zu beenden. Zumal unser Nachbar Österreich bereits nach Ostern erste Lockerungsmaßnahmen umgesetzt hat. Möglicherweise zieht die Bundesregierung nach und verschärft die Beschränkungen wieder, wenn die Zahl der Corona-Fälle wieder ansteigt. Da es sich um eine Krise handelt, für die es kein historisches Vorbild gibt, muss man sich vorsichtig und verantwortungsvoll schrittweise wieder der Normalität annähern. Die Strategie kann auch bedeuten, dass man den einen oder anderen Schritt zurück machen muss, bevor es wieder aufwärts geht. Agiert man übervorsichtig, besteht die Gefahr, dass die wirtschaftlichen Einbußen auch gravierende gesundheitliche Konsequenzen haben, denn die Finanzierung des Gesundheits- und Sozialsystems basiert natürlich auf einer funktionierenden und effizient arbeitenden Wirtschaft.
Quelle: DGfM
 


Bauingenieur/Architekt (m/w/d) in Hannover gesucht

Zur Unterstützung unserer erfolgreichen Arbeit im Fachbereich Bauanwendung suchen wir, der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V., zum nächstmöglichen Termin eine engagierte, innovative und gestaltungsstarke Persönlichkeit als Bauingenieur/Architekt (m/w/d), technikbegeistert und kommunikationsstark.

Als Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. mit Sitz in Hannover vertreten wir die wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen von 78 Kalksandsteinwerken in Deutschland. Mit einem Organisationsgrad von über 95 % sind wir das Sprachrohr der zweitgrößten Mauersteinindustrie in Deutschland. Das wirtschaftspolitische Aufgabenspektrum reicht von wirtschaftlichen, technischen bis hin zu rechtlichen Themen. Seit der Gründung vor 120 Jahren ist es das Ziel unseres Verbandes, die Interessen unserer Mitgliedsunternehmen zu bündeln, Unterstützung zu geben und neue Perspektiven zu eröffnen. Die 16 hauptamtlichen Mitarbeiter prägen durch ihr Handeln das Bild des Verbandes nach innen und außen.
Ihre Aufgaben:

Sie verantworten die wissenschaftliche Bearbeitung von Aufgabenstellungen aus den Bereichen Konstruktiver Ingenieurbau, Bauphysik und Bauanwendung
Sie beraten in baufachlichen und bautechnischen Fragestellungen
Sie betreuen das bestehende Softwareangebot (u. a. Schallschutzrechner, Wärmebrückenkatalog etc.) und treiben den Ausbau digitaler Dienstleistungen voran
Sie arbeiten in relevanten Normungs- und Fachausschüssen mit und vertreten dort die Interessen unserer Mitglieder
Sie verantworten den Ausbau und die fortlaufende Pflege eines Dokumentations- und Archivierungssystems für Fachliteratur und Normen
Sie arbeiten an der Planung und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit
Sie unterstützen die Öffentlichkeits- und Medienarbeit des Bundesverbandes bei allen für die Bauanwendung relevanten Themen
Sie bereiten Informationsveranstaltungen und Workshops des Verbandes und der Industrie inhaltlich vor und unterstützen bei der Organisation
Sie begleiten Fachseminare für Planer als Referent

Unsere Anforderungen:

Sie haben ein abgeschlossenes Studium der Fachrichtung Bauingenieurwesen bzw. Bauphysik oder sind Architekt mit einer Affinität zum Mauerwerksbau
Idealerweise verfügen Sie über mehrjährige Erfahrungen in den genannten Aufgabenfeldern in einem Verband, einem Ingenieur-, Architekten- oder Planungsbüro
Auch wenn Sie bisher über keine Berufserfahrung verfügen, freuen wir uns auf eine Bewerbung, wenn Sie ihr Studium mit einer Vertiefung in den Bereichen Konstruktiver Ingenieurbau bzw. Hochbau, Bauphysik oder Mauerwerksbau mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossen haben,
Sie arbeiten selbstständig und zeigen ausgeprägte Eigeninitiative
Ihre persönlichen Stärken sind analytisches Denkvermögen, Fähigkeit zur konzeptionellen Arbeit, Teamfähigkeit, Kreativität, Engagement und Belastbarkeit
Sie zeichnen sich durch eine ausgeprägte Kommunikationsstärke und ein exzellentes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen sowie Kontaktfreude aus
Sie sind erfahren und sicher im Umgang mit Microsoft Office Produkten und digitalen Medien
Sie verfügen über die Bereitschaft, regelmäßig Dienstreisen durchzuführen

Unser Angebot:

Es erwartet Sie eine interessante, verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Schlüsselposition in einem erfolgreichen Verband der Baustoffindustrie
Sie arbeiten unmittelbar mit dem Leiter der Abteilung Bauanwendung und weiteren Fachbereichen des Verbandes zusammen
Wir bieten Ihnen eine Aufgabe mit Gestaltungsfreiräumen, in der Sie Ihre Vorstellungen maßgeblich einbringen können
Auf Sie wartet ein attraktives Arbeitsumfeld in einer Branche, deren Produkte für Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Umweltfreundlichkeit und Sicherheit stehen
Ihr Engagement honorieren wir mit einer der Verantwortung entsprechenden, überzeugenden Vergütung und attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten

Können wir Sie für diese Herausforderung begeistern?Dann freuen wir uns darauf, Sie kennenzulernen!
Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (inkl. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) senden Sie bitte unter Nennung Ihrer frühestmöglichen Verfügbarkeit sowie Ihrer Gehaltsvorstellung unter dem Stichwort "NOP-2020" per Mail an: schaefers@kalksandstein.de 
Für erste Fragen steht Ihnen Dr. Martin Schäfers, Leiter der Abteilung Bauanwendung, unter 05 11/279 54-40 gerne zur Verfügung. Diskretion ist selbstverständlich.


Kalksandstein Sachverständigen Tagung 2020

Der Sachverständige vor Gericht - Technisches Beweismaterial mit juristischen Folgen.

"Sachverständige werden regelmäßig von Gerichten herangezogen, evtl. Mangelhaftigkeiten zu klären. Mängel sind aber alle Abweichungen von vertraglichen Sollbeschaffenheiten und damit im Kern juristische Fragestellungen, die zunächst nicht dem Sachverständigenbeweis zugänglich sind. Vielen Kollegen ist nicht bewusst, dass die Schnittstelle zwischen Technik und Recht vergleichsweise eng gefasst ist. Technische Aufklärung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Frage, worauf Schäden kausal zurückzuführen sind und ob ein Werk unter konkreten Bedingungen verwendungsgeeignet ist. Schon aber die Frage, ob Abweichungen von perspektivisch angelegten Regelwerken - in retrospektivischer Betrachtung - Mängel sind, unterliegt einer Rechtsbetrachtung.Welche Bausteine aber können Sachverständige in Gutachten liefern, ohne sich in die Gefahr zu begeben, wegen rechtlicher Fehler unbrauchbare Gutachten zu erstatten und damit möglicherweise sogar ihren Honoraranspruch zu verlieren? Welche Inhalte der Fragen sind noch Technik, wo beginnt die Rechtsaufklärung?" (Prof. Dipl.-Ing. Architekt Matthias Zöller). Mit diesen Gedanken laden wir Sie ganz herzlich zu unserer 8. Kalksandstein Sachverständigen Tagung am 22. September 2020 auf das Museumsschiff Cap San Diego im Hamburger Hafen ein.Alle Informationen zum Programmablauf, den Inhalten und der Anmeldung finden Sie in Kürze an dieser Stelle.


KALKSANDSTEIN Merkblatt zum vereinfachten Berechnungsverfahren nach DIN EN 1996-3 aktualisiert

Mit der Veröffentlichung von DIN EN 1996-3/NA:2019-12 dürfen nun auch bei schlanken Wänden deutlich größere Wandhöhen vereinfacht bemessen werden. Aus diesem Grund haben wir unser Merkblatt "Vereinfachtes Berechnungsverfahren nach DIN EN 1996-3/NA:2019-12" angepasst und nun veröffentlicht.

Es zeigt in Abhängigkeit der Windzone bis zu welchen Wandhöhen eine Bemessung von Kalksandsteinmauerwerk nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren nach DIN EN 1996-3/NA erfolgen kann. Das Merkblatt können Sie sich in unserem Downloadbereich herunterladen.


SAVE THE NEW DATE:
Wohnungsbau-Tag 2020 verschoben

Der 12. Wohnungsbau-Tag, Deutschlands Branchen-Gipfel der Bau- und Immobilienwirtschaft, wird aufgrund der aktuellen Situation in den Herbst verschoben. Der neue Termin ist der 25.11.2020. 

Es ist weiterhin die Veröffentlichung einer Studie sowie eine Paneldiskussion mit hochranigen politischen Gästen aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik geplant, beides unter dem Titel "Suchst Du noch oder pendelst Du schon? Stadt – Land – Chance: Wohnkonzepte für das Umland von wachsenden Städten".
Weitere Informationen und Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter www.impulse-fuer-den-wohnungsbau.de


KALKSANDSTEIN Ausschreibungstexte überarbeitet

Die KALKSANDSTEIN Ausschreibungstexte wurden inhaltlich und redaktionell überarbeitet. Die verschiedenen Textbausteine wurden dabei unter anderem an neue Normen und Regelwerke angepasst. So ist beispielsweise die Mörtelklasse nach DIN EN 998-2 in Verbindung mit DIN 20000-412 aufgenommen, sodass ab sofort eine Ausschreibung nach den aktuellen Normen möglich ist.

Die Texte sind in zehn Themenbereiche gegliedert:

Allgemeine Vorbemerkungen
Ergänzende Ausschreibungstexte
Kleinformatige Kalksandsteine
KS-Bauplatten
KS-Fasensteine
KS-Plansteine
KS XL-Planelemente
KS XL-Rasterelemente
KS-Innensichtmauerwerk
KS-Verblendmauerwerk

Die angepassten KALKSANDSTEIN Ausschreibungstexte finden Sie im Downloadbereich oder unter www.kalksandstein.de/ausschreibungstexte  


Stimmungsbild: Konjunkturelle Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Bauwirtschaft

Die weltweite Zunahme an Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, hat teils dramatische Auswirkungen auf verschiedene Teile der deutschen Wirtschaft. Bei einem Großteil der Bauunternehmen laufen die Baustellen wiederum noch weitgehend im Normalbetrieb - Baustellen wurden bislang nur vereinzelt stillgelegt.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) geht aktuell davon aus, dass die Hauptgefahr für die deutsche Baukonjunktur im laufenden Jahr vermutlich nicht(!) in einem deutlichen Nachfragerückgang besteht. Als Risiko wird eher angesehen, dass die Produktion gebremst werde durch

Probleme bei den Baustoff- und Baumaterialzulieferern,
Erkrankungen in den Belegschaften oder durch
behördliche Maßnahmen.

Eine konkrete Prognose sei derzeit laut HDB nicht möglich. Eine erste vorsichtige "Trendaussage" ist, dass der Verband mit einer Stagnation des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr rechnet, ein reales Wachstum also außer Reichweite liegt.
Belastbare Daten erst zur Jahresmitte verfügbar
Aus Sicht der Bauindustrie ist zum jetzigen Zeitpunkt eine realistische Umsatzprognose für 2020 nur sehr eingeschränkt möglich. Die Januarwerte zu Auftragseingang und Umsatz im Bauhauptgewerbe waren mit zweistelligen nominalen Zuwachsraten noch ausgesprochen positiv. Für den Februar wird eine ähnliche Entwicklung erwartet. Die März-Werte, bei denen sich die Epidemie eventuell schon bemerkbar macht, werden aber erst Ende Mai vorliegen. Bis dahin ist der HDB auf die Einschätzungen der Lage und Erwartungen aus Reihen der Baufirmen angewiesen. Wenn sich das dort aufgezeigte Stimmungsbild bestätigt, wird sich auch die Bauwirtschaft vom aktuellen Abwärtstrend in der Wirtschaft nicht gänzlich abkoppeln können. Zumindest temporär ist mit einem Produktionsrückgang zu rechnen.
 
Quelle: www.baulinks.de


Die Baubranche kann nach der Corona-Krise zum Konjunkturmotor werden!

Materialengpässe, Genehmigungsstau, fehlende Bauarbeiter – erste Auswirkungen der Corona-Krise machen sich auch in der Baubranche bemerkbar.

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) ist die Interessenvertretung der Mauerstein erzeugenden Industrie. Schwerpunkt des Verbandes ist der Wohnungsneubau, der zu über 70 Prozent mit Mauerwerk errichtet wird. Der Vorsitzende Dr. Hannes Zapf und der Geschäftsführer Dr. Ronald Rast erläutern, warum man in Zukunft stärker auf die regionale Wirtschaft setzen sollte, warum der soziale Wohnungsbau noch wichtiger werden wird und welche ersten Schlussfolgerungen Politik und Wirtschaft aus der Krise ableiten können.
Herr Dr. Zapf, wie ist die aktuelle Lage in den Mitgliedsunternehmen der DGfM?
Dr. Hannes Zapf: Bislang sind bei den Herstellern noch keine Einbußen spürbar. Unsere Mitgliedsunternehmen verzeichnen derzeit sogar einen stärkeren Absatz als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Wie es scheint, kommt es auch bei Mauersteinen zu einer gewissen Vorratshaltung. Sowohl einige Baustoff-Fachhändler als auch einige Bauunternehmer füllen ihre Lagerbestände an Mauersteinen auf, um für das, was da noch kommen könnte, gewappnet zu sein. In der Krise zeigt sich, welche Vorteile es hat, nicht von internationalen Warenströmen abhängig zu sein. Ich hoffe, dass diese Erkenntnis über Corona hinaus Bestand haben wird. Probleme könnte es hingegen auf den Baustellen geben. Denn bis zu 100.000 der am Bau Beschäftigten sind Entsendearbeiter, überwiegend aus Osteuropa. Hier sollte die Politik sicherstellen, dass diese Fachkräfte mit erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen weiterarbeiten können.
Herr Dr. Rast, welche Maßnahmen wurden in den Betrieben zum Schutz der Mitarbeiter getroffen?
Dr. Ronald Rast: Der Automatisierungsgrad in der Mauersteinindustrie ist sehr hoch. Teilweise reichen drei bis fünf Mitarbeiter aus, um den gesamten Maschinenpark in einer Schicht zu steuern. Der Personaleinsatz in der Produktion ist also vergleichsweise gering, so dass sich auf relativ großen Flächen wenig Personal befindet und die Gefährdung per se in Grenzen hält. Anders sieht es im Vertrieb, in der Logistik und der Verwaltung aus. Hier wird streng auf Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen geachtet. Wo es möglich ist, wurden zudem abgegrenzte Zonen für die Mitarbeiter eingerichtet. Auch bei der Ausstellung der Lieferscheine wird mit größter Vorsicht vorgegangen. Angesichts voller Auftragsbücher sind bisher Betriebsschließungen oder Kurzarbeit in unseren rund 200 Mauersteinwerken noch kein Thema. Aber das kann sich ganz schnell ändern, wenn die Baustellen zum Erliegen kommen sollten oder der Baustoff-Fachhandel geschlossen wird.  Die international tätigen Mauersteinhersteller sehen die Lage kritischer, da in einigen europäischen Ländern die Bautätigkeit bereits erheblich eingeschränkt ist
Reicht der von der Bundesregierung verabschiedete Rettungsschirm zur wirtschaftlichen Abfederung der Corona-Krise aus?
Dr. Hannes Zapf: Das wird sich zeigen. Aber da nahezu alle Bürger und Unternehmen betroffen sind, könnte ich mir vorstellen, dass das gerade verabschiedete Milliardenpaket der Bundesregierung nicht reichen könnte und insbesondere nach Corona um ein Konjunkturanschubpaket ergänzt werden muss. Mit 860.000 Beschäftigten ist die Baubranche eine der wichtigsten Branchen. Damit es hier nahtlos weitergeht, müssen insbesondere die vielen kleinen und mittelständischen Bauunternehmen, die mehr als zwei Drittel aller Wohnungsbauten in Deutschland errichten, liquide und handlungsfähig bleiben. Hier hat die Politik vorbildlich reagiert und in Rekordzeit Zuschüsse, Ãœberbrückungskredite und Steuererleichterungen auf den Weg gebracht. Zudem wurde sichergestellt, dass Menschen, die aufgrund von Einkommenseinbußen oder Einnahmeausfällen mit der Miete oder der Zahlung von Kreditraten in Rückstand geraten, nicht ihre Wohnung verlieren. Wünschenswert wäre darüber hinaus ein staatlicher Fonds, der Mietausfälle auf Vermieterseite abfedert und dafür sorgt, dass der Mietermarkt weiter funktioniert. Das gilt natürlich auch für die Wohneigentümer, denn insgesamt wohnen in Deutschland etwa gleich viele Haushalte zur Miete bzw. in Wohneigentum. Schon vor Corona hatten wir der Politik vorgeschlagen, für Wohneigentümer einen Sicherheitsfonds nach niederländischem Vorbild einzurichten. Auch private Bauherren werden sich angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung in nächster Zeit zurückhalten, wenn das mögliche Risiko für sie zu groß erscheint. Damit dies nicht zum Bremsklotz für die ganze Baubranche wird, sollten neben der Einrichtung von Sicherungsfonds durch die Politik ganz bewusst längerfristig stabile Rahmenbedingungen für Investitionen geschaffen werden. Dazu gehört auch, die Sonder-AfA und das Baukindergeld als konjunkturelle Stütze über die Legislaturperiode hinaus zu verlängern.
Vor Corona stand bezahlbarer Wohnraum ganz oben auf der politischen Agenda. Wird das Thema nach der Krise wieder in den Fokus rücken?
Dr. Ronald Rast: Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wird aus meiner Sicht sogar noch an Bedeutung gewinnen. Denn viele Menschen müssen aufgrund von Kurzarbeit Gehaltseinbußen hinnehmen, andere werden aufgrund von Insolvenzen vielleicht sogar ihren Arbeitsplatz ganz verlieren. Vor diesem Hintergrund wird die Förderung des sozialen Wohnungsbaus eine der wichtigsten politischen Aufgaben bleiben. Da bezahlbares Wohnen mit preisgünstigem Bauen beginnt und der Mauerwerksbau zur Errichtung neuer Wohnungen die wirtschaftlichste Bauweise ist, können und wollen wir gemeinsam mit allem am Bau Beteiligten einen aktiven Beitrag zur Lösung der Wohnungsbauproblematik leisten.
Was werden Politik und Wirtschaft aus der Corona-Krise lernen?
Dr. Hannes Zapf: Schon nach der Banken-Krise 2008 hatte sich gezeigt, dass die regionale Wirtschaft am schnellsten wieder anspringt. Bereits damals zählte der Bau zu den ersten Branchen, die Fahrt aufgenommen haben. Wenn die Politik die Weichen richtig stellt, kann die Baubranche wieder zum Konjunkturmotor für das ganze Land werden. In der aktuellen Situation hat die Politik bewiesen, dass sie schnell und unbürokratisch handeln kann. Ich würde mir wünschen, dass das Mehr an Tempo und das Weniger an Vorschriften auch nach der Krise beibehalten wird. Denn Corona hat schon jetzt deutlich gemacht, dass Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit Vertrauen, Verantwortung und Verständnis füreinander vieles ganz unbürokratisch auf den Weg bringen können.
Quelle: Pressemitteilung der DGFM


Bauwirtschaft begrüßt Aufrechterhaltung der Baumaßnahmen

"Den ergangenen Erlass des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) über die Fortführung der Baumaßnahmen im Hochbau, Straßenbau und Wasserbau begrüßen wir außerordentlich.

Die Weiterführung und Neuausschreibung von Infrastrukturbaustellen ist eine wesentliche Stütze der Binnenwirtschaft, die es aufrechtzuerhalten gilt", sagt Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.
Bundesminister Scheuer und die Verbände der Bauwirtschaft stimmen in der Meinung überein, dass eine Fortsetzung der Baustellen auch in Zeiten der Corona-Krise in Deutschland geboten ist, um die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur in Deutschland weiter zu erhöhen. Diese Leistungsfähigkeit ist für die Bevölkerung und die Wirtschaft notwendig, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise schnell überwinden zu können.
"Nur so ist es uns möglich, dass wir in solch schwierigen Zeiten dafür sorgen können, dass die systemrelevanten Bereiche, wie Telekommunikation, Mobilität oder Energiegewinnung sowie Ver- und Entsorgung weiter funktionieren", ergänzt Peter Hübner, Präsident Hauptverband der Deutschen Bauindustrie.
Bundesminister Scheuer sichert zu, dass kurzfristig zwischen dem BMVI und der Bauwirtschaft Gespräche über die faire Verteilung Corona-bedingter Baustellenmehrkosten aufgenommen werden. Das bezieht sich auch auf Mehrkosten für den erhöhten Gesundheitsschutz der Bauarbeiter beim Transport auf die Baustellen und bei ihren Tätigkeiten.
Scheuer und die Verbände sind sich einig, dass die dafür notwendigen finanziellen Mittel derzeitige und zukünftige Investitionshaushalte der Infrastruktur nicht belasten dürfen, sondern aus Fördermitteln des Bundes zur Bekämpfung der Corona-Krise bereitgestellt werden müssen. Zudem stehen diesen Mitteln erhebliche Einsparungen aus nicht in Anspruch genommenen Kurzarbeitergeld für die Arbeitnehmer auf den Baustellen gegenüber.
"Unsere Bauunternehmen leisten derzeit hohe Anstrengungen, um den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Bauwirtschaft hat die notwendigen Kapazitäten und kann trotz der momentanen Herausforderung die Bauvorhaben weiter vorantreiben", fügt Martin Steinbrecher, Präsident der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen, hinzu.
Quelle: Zentralverband Deutsche Baugewerbe


Baustellen dürfen trotz Coronavirus nicht geschlossen werden

"Zur Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts wie auch des wirtschaftlichen Lebens in Deutschland ist es existentiell wichtig, neben dem Gesundheitsschutz, die Wirtschaft, wo immer möglich, am Laufen zu halten. Gerade die Bauwirtschaft ist mit ihrer dezentralen Struktur sehr gut geeignet, zur Stabilisierung der Volkswirtschaft beizutragen. Daher dürfen Baustellen nicht geschlossen werden." Dies forderte heute Reinhard Quast.

Der Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass die Baubranche rund 10 Mrd. Euro monatlich erwirtschaftet: "Das stützt nicht nur den Binnenkonsum und die Volkswirtschaft, sondern vermittelt Zuversicht für unsere Beschäftigten und deren Familien. Denn wenn einzelne Betriebe oder Baustellen unter Quarantäne gestellt werden, kann in anderen Regionen trotzdem gebaut werden. Dabei hilft auch die relativ starke Regionalität der Baustoffhersteller zur Versorgung der Baustellen. Die Bauwirtschaft ist vergleichsweise weniger von globalen Lieferketten abhängig.
Die Bauwirtschaft unternimmt derzeit alles, um deutschlandweit den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten. Um dieses zu gewährleisten, muss die öffentliche Hand weitere Bauprojekte auf den Markt bringen. Gleichzeitig braucht es eine zügige Bezahlung erbrachter Bauleistungen, sowohl bei Abschlags- als auch Schlussrechnungen, so die Forderungen des ZDB. "Ohne entsprechende Liquidität können weder Materiallieferungen noch Löhne bezahlt werden. Daher ist es absolut notwendig, eine Störung des Bauablaufs durch den Corona-Virus als ,höhere Gewalt‘ einzustufen, um entsprechend Bauzeiten verlängern und Zahlungen nicht verweigern zu können," forderte Quast von der öffentlichen Hand.
siehe auch für zusätzliche Informationen: Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Quelle: www.baulinks.de (23.3.2020)


Baugewerbe sieht sich vom Corona-Virus massiv betroffen: ";Die Liste der Auswirkungen ist lang."

"Die heute (17.03.2020) vom Statistischen Bundesamt bekannt gegebenen Baugenehmigungszahlen sind trügerisch. Auch wenn die Zahlen aus statistischer Sicht richtig sind, sind sie leider kein Indiz für die weitere Entwicklung der Baukonjunktur." Dieses erklärte der ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa zu den heute (17.03.2020) veröffentlichten Baugenehmigungszahlen aus 2019.

Herr Pakleppa weiter: "Baugenehmigungen sind keine Aufträge. Das wissen wir alle. Die aktuelle Entwicklung beim Corona-Virus macht auch vor der Bauwirtschaft nicht halt. Noch können wir nur schwer abschätzen, in welchem Ausmaß die Pandemie die Bauwirtschaft treffen wird. Denn ...

wenn bei der gewerblichen Wirtschaft Aufträge in Größenordnungen wegbrechen, werden Investitionen zurückgestellt, mit entsprechenden Auswirkungen auf den Wirtschaftsbau;
wenn Bauämter wegen des Virus nur schwach oder überhaupt nicht besetzt sind, dann werden keine öffentlichen Aufträge vergeben;
wenn Menschen mit plötzlicher Arbeitslosigkeit bedroht sind, werden sie kein Haus bauen oder Sanierungsarbeiten in Auftrag geben;
wenn Bauarbeiter selbst infiziert sind, werden ganze Kolonnen unter Quarantäne gestellt, Bauunternehmen können nicht mehr arbeiten, und damit können Aufträge nicht fristgerecht ausgeführt werden – mit entsprechenden Folgen.

Schon heute erreichen uns erste Meldungen über eine Unterbrechung der Lieferketten. Zudem können rund 100.000 Entsendearbeitnehmer, die wir dringend benötigen würden, nicht einreisen. Die Liste der Auswirkungen des Corona-Virus auf die Bauwirtschaft ist lang.
Was die Betriebe am dringendsten brauchen, ist Liquidität zur Absicherung der Produktionsprozesse und Lohnzahlungen. Umso wichtiger ist es, dass die öffentliche Hand ihre Budgets wie geplant an den Markt bringt und auch die Zahlungen für erbrachte Bauleistungen zügig leistet. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass die in 2019 genehmigten Bauten nach der überstandenen Pandemie realisiert werden."
Quelle: www.baulinks.de


4 Prozent mehr Baugenehmigungen im Jahr 2019 erteilt

Im Jahr 2019 wurde in Deutschland der Bau von 360.600 Wohnungen genehmigt. Laut dem Statistischen Bundesamt waren das 4 Prozent mehr Baugenehmigungen als im Jahr 2018.

In den Zahlen sind sowohl die Baugenehmigungen für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten. Im längeren Zeitvergleich befindet sich die Zahl genehmigter Wohnungen der Statistiker zufolge weiter auf einem hohen Niveau. Mehr genehmigte Wohnungen in einem Jahr gab es seit der Jahrtausendwende nur 2016 mit über 375.000.
In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im Jahr 2019 rund 311.200 Wohnungen genehmigt. Das waren 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies ist insbesondere auf die Entwicklung bei den Mehrfamilienhäusern (+4,6 Prozent) zurückzuführen. Aber auch die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser ist um 1,2 Prozent und die für Zweifamilienhäuser um 2,6 Prozent gestiegen.
Bei den neu zu errichtenden Nichtwohngebäuden, die im Jahr 2019 genehmigt wurden, verringerte sich der umbaute Raum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent auf 223,1 Millionen Kubikmeter.


DIN 4109-5: Erhöhte Anforderungen an den Schallschutz verabschiedet

Nach Abschluss der der Einspruchsphase und der anschließenden Einspruchverhandlungen ist am 26.02.2020 "DIN 4109-5: Schallschutz im Hochbau – Erhöhte Anforderungen" verabschiedet worden.

 Die neue Norm wird DIN 4109:1989 Beiblatt 2 sowie DIN SPEC 91314 ersetzen, in denen bisher Empfehlungen für einen gegenüber dem Mindestschallschutz in DIN 4109-1 erhöhten Schallschutz angegeben waren. Die wesentlichen Anforderungen der neuen Norm sind für den Bereich des Wohnungsbaus in der untenstehenden Tabelle 1 Anforderungen bzw. Empfehlungen weiterer Normen und Richtlinien zum Schallschutz gegenübergestellt. Bei den Anforderungen für Mehrfamilienhäuser wurden die Werte für den Luftschall von R’w = 55 dB auf R’w = 56 dB für die horizontale und R’w = 57 dB für die vertikale Ãœbertragung dahingehend angepasst, dass mit einer Differenz von 3 dB ein wahrnehmbarer Unterschied zum Mindestschallschutz besteht. Diese Anforderungen entsprechen den bereits seit vielen Jahren von der Kalksandsteinindustrie ausgesprochenen Empfehlungen.
Bei den Reihen- und Doppelhäusern gab es im Gegensatz zu den Mehrfamilienhäusern noch einige deutliche Änderungen im Zuge des Einspruchsverfahrens. Für die Anforderung an die Luftschallübertragung im untersten Geschoss war im Entwurf abweichend vom bisherigen Wert in Beiblatt 2 und der Empfehlung der Kalksandsteinindustrie (R’w = 67 dB) eine Anforderung von R’w = 64 dB festgelegt worden. Dieser Wert wurde in der Einspruchsverhandlung – entgegen der Position der Kalksandsteinindustrie – auf R’w = 62 dB abgesenkt. Weiterhin wurde die Anforderung an die Schalldämmung zwischen Räumen unter denen mindestens ein Geschoss vorhanden ist, für den Fall, dass es sich bei diesem um eine Weiße Wanne mit durchlaufenden flankierenden Außenwänden handelt, von R’w = 67 dB auf R’w = 64 dB abgesenkt (siehe Fußnote 6 in Tabelle 1). Diese Änderungen sind vor dem Hintergrund, dass es sich bei dem beschriebenen Schallschutzniveau um erhöhte Anforderungen handelt, nicht nachvollziehbar. Mit Konstruktionen aus Kalksandstein kann ein deutlich besserer Schallschutz erreicht werden.
Eine weitere wesentliche Änderung gegenüber DIN 4109:1989 Beiblatt 2 ist, dass in DIN 4109-5 keine Festlegungen zum Schallschutz innerhalb des eigenen Wohnbereichs mehr getroffen werden. Sollen hierzu dennoch vertragliche Vereinbarungen zwischen den Baubeteiligten getroffen werden (was in vielen Fällen dringend zu empfehlen ist), kann hierfür das DEGA Memorandum BR 0104 "Schallschutz im eigenen Wohnbereich" herangezogen werden. Der dort festgelegte Wert für den Schallschutz von Wänden in der Schallschutzklasse EW 3 (guter Schallschutz mit hoher Zufriedenheit der Nutzer) entspricht mit R’w = 47 dB der Empfehlung der Kalksandsteinindustrie. Die unten stehende Tabelle 1 sowie das DEGA Memorandum BR 0104 haben wir im Anlagenorder für Sie hinterlegt.


Inhouse-Schulung bei der Ingenieurgruppe Bauen

Unter dem Motto "Montagsrunde" findet bei der Ingenieurgruppe Bauen montags eine technische Weiterbildung statt.

Am 02. März 2020 wurde das Thema "Schallschutz im Hochbau" bei der Ingenieurgruppe in Mannheim durch den Verein Süddeutscher Kalksandsteinwerke e.V vertieft. Die rund 40 Ingenieure wurden durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) Oliver Keil, der einen Schallschutzvortrag und die Berechnungsmöglichkeiten mit dem KS-Nachweisprogramm aufzeigte, auf den aktuellen Stand gebracht. Die Bandbreite der Berech-nungsmöglichkeiten für horizontale und vertikale Bausituationen, zweischalige Haustrennwände und den Schallschutz gegen Außenlärm nachzuweisen, wurde an konkreten Beispielen aufgezeigt. Die einfache Bedienung, die vielfältigen Variantenbildungen und die reale Bausituation bei den Berechnungen abzubilden sind die massiven Vorteile des KS-Schallschutzrechners, die die Ingenieure überzeugten.
Der KS-SÃœD bedankt sich für das positive Feedback bei der Ingenieurgruppe Bauen.


BAUINDUSTRIE zieht positive Jahresbilanz 2019

Umsätze steigen um 7 %, Aufträge um 8 % | Unternehmen schaffen 33.000 neue Arbeitsplätze | Aber: Unsicherheit für die Zukunft nimmt zu

"Die Bauunternehmen haben es 2019 geschafft, das ausgesprochen gute Vorjahreser­gebnis noch zu übertreffen. Sie haben sowohl ihren Umsatz als auch die Zahl ihrer Beschäftigten weiter erhöht." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäfts­führer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Demnach hätten die Betriebe des Bauhauptgewerbes 2019 einen baugewerblichen Umsatz von 135 Mrd. Euro erwirtschaftet, das seien 6,7 % mehr als 2018 gewesen. Trotz der 2019 stärker gestiegenen Preise, zu denen auch deutlich höhere Lohnkosten nicht unwesentlich beigetragen hätten, sei immer noch ein Zu­wachs von real 1,7 % geblieben. "Um die zusätzliche Produktion zu stemmen, haben die Betriebe ihren Personalbestand um 33.000 auf 870.000 Beschäftigte im Jahres­durchschnitt 2019 aufgestockt. Damit hat die Branche seit dem Tiefpunkt im Jahr 2009 mehr als 160.000 neue Stellen geschaffen", beschreibt Babiel die Arbeitsmarkt­situation am Bau. "Die Bauunternehmen haben somit auf die gestiegene Nachfrage nach Bauleistung reagiert und ihre Kapazitäten deutlich erhöht."
Die BAUINDUSTRIE sei somit für 2020 gut aufgestellt. "Für dieses Jahr gehen wir nach wie vor von einem nominalen Umsatzwachstum von 5,5 % aus. Aufgrund der aktuell nachlassenden Preissteigerungen bleibt dann ein reales Wachstum von 1,4 %", führte Babiel weiter aus. Die positiven Aussichten für das laufende Jahr seien auf die nach wie vor gute Auslastung und auf die vergleichsweise hohen Auftragsbestände zurückzu­führen. Immerhin hätte der Auftragseingang* 2019 um 8,2 % zugelegt (real: + 3,0 %). Allerdings hätte sich die Nachfrage im zweiten Halbjahr zunehmend weniger dyna­misch entwickelt. Auch sei der Auftragseingang im Dezember im Vergleich zum Vor­monat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt) um 4,8 % zurückgegangen.
Babiel: "Trotz der noch guten Lage mehren sich die Anzeichen für ein schwächeres Wachstum in der Zukunft. Die Meldungen der Baubetriebe über Stornierungen und Auftragsmangel haben zugenommen, insbesondere im Straßenbau. Die Öffentliche Hand hält sich hier – trotz ausreichender Mittel – mit Aufträgen sehr zurück. Der Order­eingang ist im zweiten Halbjahr 2019 preisbereinigt um 4,3 % zurückgegangen. Wir gehen davon aus, dass nicht nur die schlechte Personalausstattung in den Ämtern für diese Entwicklung verantwortlich ist, sondern auch der Umstellungsprozess auf die Autobahn GmbH. Wir befürchten auch, dass insbesondere die Kommunen durch die Reduzierung der Ausschreibungen sinkende Preise am Markt erzielen wollen." Ent­sprechend skeptischer würden die Tiefbauunternehmen auf die Entwicklung ihrer Geschäftslage im laufenden Jahr schauen. Nahezu jedes vierte der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) im Januar dieses Jahres befragte Unternehmen würde eine Verschlechterung seiner Geschäftslage, nur jedes zehnte eine Verbesserung erwarten. Damit hätte sich der Saldo binnen Jahresfrist von plus sieben auf minus 14 Punkte verschlechtert.
"Im Hochbau ist das Verhältnis der Pessimisten zu den Optimisten aber nahezu ausge­glichen. Und der überwiegende Teil – Dreiviertel der Befragten – erwartet eine gleichbleibende und somit gute Geschäftslage", erläuterte Babiel die aktuelle Situation. Um die Aufträge auch in Zukunft zeitnah abarbeiten zu können, plane der weit überwiegende Teil der befragten Bauunternehmen, in den kommenden 12 Monaten zusätzliches Personal einzustellen oder ihren Personalbestand beizubehalten. "Wir erwarten daher für 2020 im Jahresdurchschnitt einen weiteren Personalaufbau von 15.000 auf 885.000 Beschäftigte."
Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.*) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten
Quelle: Bauindustrie
 


Startschuss für solid UNIT- Das Netzwerk für den innovativen
Massivbau

Zukunftstag Bauwirtschaft mit Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut

Neu-Ulm. "Das Bauen der Zukunft wird ein anderes Bauen sein als heute", eröffnete Markus Böll, Präsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg am 20.2.20 den Zukunftstag Bauwirtschaft im Rahmen der BetonTage. "Eine der zentralen Fragestellungen ist dabei: Wie können wir möglichst schonend mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen? Und wie können Baustoffe und Bauabläufe weiter optimiert werden, um CO2 Emissionen zu reduzieren?", so der Präsident.

Lösungsansätze gibt es laut Markus Böll viele: "Die Bauwirtschaft ist traditionell ein Wirtschaftszweig mit großer Innovationskraft." Passend dazu erteilte er in seiner Rede vor ca. 700 Messeteilnehmern den offiziellen Startschuss für solid UNIT, das neue Netzwerk für den innovativen Massivbau Baden- Württemberg.
solid UNIT ist ein Zusammenschluss von Vertretern der Bauwirtschaft und der Baustoffindustrie sowie von Hochschulen, Forschungsinstituten und Kammern. Das Ziel von solid UNIT ist, durch eine engere Vernetzung der Partner Innovationen in Forschung und Entwicklung weiter voranzutreiben und verstärkt auch auf den Baustellen zum Einsatz zu bringen. Im Zentrum des Netzwerkes stehen dabei so genannte Netzwerk-Teams, die jeweils in speziellen Themenbereichen, wie zum Beispiel CO2 Einsparung, Ressourcenmanagement oder Digitalisierung auf der Baustelle, zusammenarbeiten.
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut begrüßte in ihrer Eröffnungsrede des Zukunftstages Bauwirtschaft die Gründung des Netzwerkes solid UNIT: "Umweltschonende Produkte und Produktionsmethoden können die Wettbewerbsfähigkeit unserer Bauwirtschaft in Baden-Württemberg maßgeblich erhöhen. Effizienteres Bauen leistet außerdem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Dabei können Kooperationen und Netzwerke wie ‘solid UNIT BW‘ einen großen Mehrwert schaffen." 2
Der Zukunftstag Bauwirtschaft wurde 2020 erstmals als Kooperationsveranstaltung der FBF Betondienst GmbH und der Bauwirtschaft Baden-Württemberg im Rahmen der BetonTage Neu-Ulm veranstaltet. Die BetonTage sind Europas größter Fachkongress der Betonfertigteilindustrie.
Gründungsmitglieder von solid UNIT sind die Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V., der Bundesverband Leichtbeton e.V., die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V., der Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg, der Fachverband Ziegelindustrie Südwest e.V., der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V., das Informationszentrum Beton GmbH, der Verein Süddeutscher Kalksandsteinwerke e.V. und die Bildungsakademie der Bauwirtschaft Baden-Württemberg gGmbH.
Mitglieder des solid UNIT Fachbeirates sind unter anderem die Allianz Faserbasierter Werkstoffe BW e.V., die Architektenkammer Baden-Württemberg, die Hochschule Biberach und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) MPA Karlsruhe.
Weitere Informationen zu solid UNIT gibt es unter www.solid-unit.de.
Pressekontakt:
solid UNIT
Wiebke Zuschlag
Hohenzollernstr. 25, 70178 Stuttgart
Tel. 0621 / 423 01 42, Mail: zuschlag@solid-unit.de


Mehr Eigentümer in neuen Mehrfamilienhäusern

Je jünger Wohnhäuser in Deutschland sind, desto geringer ist der Anteil der vermieten Wohnungen und desto höher die Selbstnutzerquote

BERLIN – Die Wohneigentumsquote in Deutschland ist eine der niedrigsten in Europa und sie verändert sich auch kaum. In einem bestimmten Segment ist allerdings ein gewisser Fortschritt zu erkennen: Nach Berechnungen von LBS Research auf Basis des Mikrozensus Wohnen leben in neu erbauten Mehrfamilienhäusern mehr Eigentümer als in den Vor- und Nachkriegsbauten.

Ein Haus mit Garten – für viele Menschen ist dies ein Lebenstraum und deshalb hält es oft auch als Sinnbild für das Wohnen in Eigentum her. Doch die Verwirklichung des Traums von den eigenen vier Wänden mit dem Einfamilienhausbau auf der grünen Wiese gleichzusetzen, wäre verfehlt, wie ein genauerer Blick in die Ende 2019 veröffentlichte vierjährliche Zusatzerhebung des Mikrozensus zum Thema Wohnen zeigt. Zwar machen Einfamilienhäuser einschließlich Doppel- und Reihenhäusern mit einem Anteil von fast 72 Prozent immer noch das Gros des selbst genutzten Wohneigentums aus. Fast unbemerkt – weil sich die allgemeine Wohneigentumsquote seit Jahren auf einem nahezu konstant niedrigen Niveau von deutlich unter 50 Prozent bewegt – hat sich hierzulande allerdings doch etwas zu verändern begonnen: Je neuer Mehrfamilienhäuser nämlich sind, desto höher ist der Anteil an Wohnungen, die vom Eigentümer selbst bewohnt werden (s. Grafik).
In Mehrfamilienhäusern ab Baujahr 2011 beträgt die sogenannte Eigentümerquote immerhin 29 Prozent, während sie in Gebäuden, die zwischen 1991 und 2010 errichtet wurden, erst bei knapp 27 Prozent liegt.
In den Vor- und Nachkriegsbauten bis Baujahr 1978 sind sogar gut 80 Prozent aller bewohnten Wohnungen vermietet. Dass der Mieteranteil gerade in jenen Gebäuden besonders hoch ist, die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurden, ist leicht erklärlich:
Seinerzeit war der soziale (Miet-)Wohnungsbau die treibende Kraft, um den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Hinzu kommt, dass gerade die Häuser aus den 1950er und 1960er Jahren die Ansprüche heutiger Eigentümer an die Wohnqualität nur selten erfüllen können.
Bei den Einfamilienhäusern ist keine vergleichbare Dynamik des Selbstnutzeranteils zu beobachten, was allerdings auch nicht weiter erstaunlich ist: Denn es werden ohnehin fast 84 Prozent aller Einfamilienhäuser von ihren Eigentümern bewohnt. Im Vergleich nach Baujahren liegt die Quote bei den neueren Häusern mit gut 87 Prozent zwar etwas höher als bei den alten, aber viel Luft nach oben gibt es nun einmal nicht mehr.
Dass in neueren Mehrfamilienhäusern ein höherer Anteil von Wohnungen in die Kategorie selbst genutztes Eigentum fällt, ist indirekt eine Folge der Landflucht: Immer mehr junge Menschen zieht es zum Studium oder zur Ausbildung in die Städte, und sie bleiben dort, wenn jene Lebensphase ansteht, in der Berufseinstieg und Familiengründung mit dem Erwerb von Wohneigentum Hand in Hand gehen. Dies führt dazu, dass die Wohneigentumsquote in den Städten steigt und quasi spiegelbildlich auch jene in den Mehrfamilienhäusern, die neu auf den Markt kommen. Einfamilienhäuser sind schließlich in den meisten Metropolen, vor allem in deren begehrten Szenequartieren rar.
Generell gilt: Je städtischer – sprich je verdichteter – ein Wohnort ist, umso höher fällt der Anteil von Etagenwohnungen am selbst genutzten Eigentum aus. Laut Mikrozensus beträgt er in den Metropolen gut die Hälfte, in deren Speckgürteln ein Drittel und in den daran angrenzenden Kreisen nur noch etwas mehr als ein Viertel.
Nun wäre es wohl übertrieben, aus der höheren Selbstnutzerquote in neueren Mehrfamilienhäusern zu schlussfolgern, dass die selbstnutzenden Eigentümer die treibenden Kräfte des Wohnungsneubaus in den Städten sind. Dass es einen Trend zum Wohnen im Eigentum auch in den Städten gibt, steht allerdings außer Frage – und vor dem Hintergrund, dass viele gekommen sind, um zu bleiben, ist das durchaus begrüßenswert.
Wie sich die Eigentümeranteile künftig entwickeln werden, hängt allerdings auch von den politischen Rahmenbedingungen ab, die gerade bei angespannten Wohnungsmärkten kaum vorhersehbar sind und in beide Richtungen wirken können. So machen zum Beispiel Regulierungen wie die Mietpreisbremse oder gar der Berliner Mietendeckel den Mietwohnungsbau aus Investorensicht riskanter und Wiedervermietungen unattraktiver – was die Eigentümerquote eher begünstigt. Umwandlungsverbote in sogenannten Milieuschutzgebieten dagegen können verhindern, dass bestehende Mietwohnungen zu selbst genutzten Eigentumswohnungen werden.
Quelle: lbs


Kalksandstein Bauseminare 2020 im Norden erfolgreich beendet

Die traditionellen Kalksandstein Bauseminare im Norden sind auch in diesem Jahr wieder sehr erfolgreich verlaufen. Die Seminare boten ein umfassendes Programm mit aktuellen Themen. Rund 600 Teilnehmer besuchten die Veranstaltungen in Papenburg, Bremen, Norderstedt, Hannover und Osnabrück und folgten mit großem Interesse den Vorträgen der Referenten.

Den Einstieg in die Veranstaltungen gestaltete Herr Prof. Dr.-Ing. Andreas H. Holm vom Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. in München. Prof. Holm informierte unter dem Vortragstitel "Das neue Gebäudeenergiegesetz GEG - was hat sich geändert." über den Status quo des Gebäudeenergiegesetzes. Zudem ging er auf das Thema "Graue Energie" als einen wichtigen Kennwert für die ökologische Bewertung ein. Er verdeutlichte, dass die Gesamtenergiebilanz immer über den ganzen Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet werden muss.Herr Dr.-Ing. Wolfgang Eden von der Forschungsvereingigung Kalk-Sand e.V. in Hannover gab in seinem Vortrag "Zukunft bauen mit Kalksandstein. Forschung - ein Blick hinter die Kulissen" einen Einblick in die Herstellung von Kalksandstein und ging dabei auf Qualitätsprüfung sowie Umwelt, Nachhaltigkeit und Recycling ein. Er begeisterte die Teilnehmer mit aktuellen Forschungsthemen und zukünftigen Entwicklungen, wie zum Beispiel der Mauerwerksrobotik.Mit dem Vortrag "Aus Fehlern lernen - wie der Schallschutz am Bau wirklich gelingt" veranschaulichte Herr Prof. Dr.-Ing. Alfred Schmitz von der TAC Technische Akustik in Grevenbroich typische Planungs- und Ausführungsfehler beim baulichen Schallschutz. Er zeigte die wichtigsten Grundlagen zum Schallschutz auf und verdeutlichte, was bei der Bemessung und Ausführung eines guten Schallschutzes im Wohnungsbau zu beachten ist.Das Tagungshandbuch zu der Veranstaltungsreihe steht Ihnen hier zum kostenfreien Downlaod zur Verfügung:


Digitalisierung als Schlüssel zum effizienten Bauen

Werden weiter Steine verkauft oder zukunftsfähige Lösungen angeboten?

Berlin, Januar 2020 (PRG) – Das Baugewerbe gehört zu den Schlusslichtern des digitalen Wandels – und das hat Auswirkungen:

Während die Produktivität der deutschen Wirtschaft in den letzten zehn Jahren um 11 Prozent stieg und im verarbeitenden und produzierenden Gewerbe sogar um 34 bzw. 27 Prozent zulegte, sind es in der Bauwirtschaft gerade mal 4 Prozent. Im Interview erläutert Prof. Christian Glock, warum die Digitalisierung zum Produktivitätsmotor für die Bauwirtschaft werden kann.
Herr Prof. Glock, während die Produktivität in den meisten Branchen kontinuierlich steigt, stagniert sie in der Bauindustrie seit 30 Jahren. Woran liegt das?
Prof. Glock: Wenn man ehrlich ist, stagniert die Bauindustrie sogar schon seit den 70er-Jahren. Denn die vielversprechenden Produkt- und Verfahrensinnovationen schlagen sich nicht in der Wertschöpfung nieder. Aus meiner Sicht liegt dies vor allem daran, dass an den Schnittstellen beim Planen und Bauen so viel Effizienz verloren geht, dass davon die Fortschritte aufgezehrt werden.  Allein im Betonbau hat sich in den letzten 100 Jahren viel getan. Es gibt neue Verfahren, neue Schalungstechniken und ganz andere Festigkeiten. Beim Stahlbau ist es ähnlich und auch im Mauerwerksbau – wenn man sich vorstellt, wie und mit welchen Steinen früher gemauert wurde. Heute gibt es Kalksandsteine in Großformaten und Ziegelsteine mit verbesserten Wärmedämmeigenschaften.
Bei so viel Fortschritt müsste doch eigentlich ein Produktivitäts-schub durch die Braubranche gehen?
Prof. Glock: Das stimmt. In allen Bereichen finden wir unzählige Innovationen, allerdings führen sie in Summe nicht zu einer Steigerung der Gesamtproduktivität. Es scheint vielmehr so, als ob die Schnittstellenverluste immer größer werden und die Optimierung des Gesamtprozesses zunehmend aus dem Fokus gerät. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass sich im Bauwesen große Chancen aus der Digitalisierung ergeben könnten. Denn die Stärken der digitalen Lösungen setzen genau an den Schwächen der Bauwirtschaft an – der Prozess- und Schnittstellenoptimierung.  
Der Digitalisierungsgrad im Bauwesen nimmt zwar zu, scheint aber keine Auswirkungen auf die Produktivität zu haben. Was läuft falsch? 
Prof. Glock: Da zurzeit nur ein kleiner Prozentsatz an Bauprojekten mit modernen digitalen Prozessen umgesetzt wird, schlägt sich das statistisch kaum nieder. Im Vergleich zu anderen Branchen hat das Bauwesen bei der Digitalisierung immer noch erheblichen Nachholbedarf. Daraus resultiert aber auch großes Chancenpotenzial. Denn ein vernetztes und lösungsorientiertes Arbeiten im Team, wie es zum Beispiel die BIM-Methodik erfordert, optimiert die Prozesse und verhindert Redundanzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.  
Liegt das eigentliche Problem nicht darin, dass immer noch so gebaut wird wie vor 100 Jahren?  
Prof. Glock: Ja, auf den meisten Baustellen werden auch heute noch in handwerklicher Weise Prototypen erstellt. Die Digitalisierung eröffnet uns die Möglichkeit, diese tradierte Produktionsweise zu überwinden. Indem sie alle Beteiligten am Bau dazu zwingt, die Planung zu optimieren und vor dem eigentlichen Bauprozess abzuschließen. Ein Gebäude kann heute als Digitaler Zwilling virtuell exakt geplant und optimiert werden – bevor die Realisierung beginnt. Der Computer kann am Digital Twin über Nacht tausende Varianten prüfen, von denen dann nur die beste oder die wirtschaftlichste auf der Baustelle umgesetzt wird. Auch der Bauablauf lässt sich virtuell erproben und optimieren, bevor er real stattfindet. Damit können wir, wie in anderen industrialisierten Branchen üblich, ein schon in der Planung perfekt ausgereiftes Produkt herstellen, wenn auch in der Regel nur mit der Stückzahl eins. Vernünftige Planung hat Einfluss auf den Bauablauf und umgekehrt haben veränderte Bauabläufe und Bauweisen, wie zum Beispiel Vorfertigung, auch extremen Einfluss auf die Planung. Ich habe früher viele Private-Public-Partnership-Projekte betreut, wo man gezwungen war, ganzheitlich zu denken. Aus meiner Sicht müssen die getrennten Bereiche Planen, Bauen und Betreiben viel enger zusammenwachsen.  
Ist angesichts der Kleinteiligkeit der deutschen Bauwirtschaft ein effizienter Gesamtprozess von der Planung bis zur Ausführung überhaupt möglich?  
Prof. Glock: Derzeit ist die Kleinteiligkeit in der Tat ein Hindernis. Anders als die Automobilbranche oder beim Bau von Schiffen – und ein Schiff ist letztlich eine schwimmende Immobilie – ist die Bauwirtschaft nicht als Industrie, sondern als Handwerk und mit Kleinstunternehmen organisiert. Dieses sehr deutsche oder auch kontinentaleuropäische Phänomen ist ebenso ein Innovationshemmnis wie die in der HOAI detailliert regulierten Prozesse. Aktuell behindert die Kleinteiligkeit, dass Digitalisierung und Vernetzung auch im Bauwesen zu einer Industrialisierung der gesamten Branche führen.
Wie könnte die Kleinteiligkeit der deutschen Bauwirtschaft überwunden werden?  
Prof. Glock:  Wenn sich der Bauprozess von der Vor-Ort-Fertigung durch viele Gewerke zu einer eher logistisch geprägten Montage quasi industriell vorgefertigter Elemente wandelt. Der Einsatz von Robotern sowie der 3D-Druck werden auch bei der Fertigung auf der Baustelle neue Perspektiven und Chancen eröffnen. Theoretisch könnte das Haus schon im digitalen Modell aus vorhandenen Produkten und Bauteilen zusammengesetzt werden. Architekten und Fachplaner könnten sich abgesehen von der Gestaltung dann vorrangig auf die Optimierung konzentrieren, denn sie werden bei zeitintensiven Routineaufgaben entlastet. Jeder am Bau Beteiligte vom Produkthersteller bis zum Bauhandwerker muss sich die Frage stellen, welche Rolle er in diesem Gefüge künftig einnehmen möchte? Denn auch die Berufsbilder werden sich gravierend verändern.  
Wenn es in Zukunft mehr seriell vorgefertigte Häuser gibt, bleiben dann die Individualität und Ortsbezug auf der Strecke?   
Prof. Glock: Mit dem bestehenden kleinteiligen System ist es offensichtlich nicht möglich, ausreichend bezahlbaren Wohnraum in ansprechender Architektur herzustellen. Gerade im Geschosswohnungsbau wird man deshalb in Zukunft mit einem höheren Grad an Systematisierung planen und bauen müssen. Der Baustoff Mauerwerk ist meines Erachtens nach bestens geeignet, um den Spagat zwischen Individualisierung und Platte 2.0 zu schaffen. Denn im Grunde ist jeder Stein bereits ein vorgefertigtes Element, ein Fertigteil. Die automatisierte Verlegung von Mauerwerkssteinen auf der Baustelle mithilfe leistungsstarker Roboter würde die effiziente und individuelle Vor-Ort-Fertigung mit den Skaleneffekten einer Produktion in großen, profitablen Mengen verbinden und nebenbei auch noch die Problematik des Fachkräftemangels entschärfen. Technisch liegt die Lösung hier auf der Hand und wird nach meiner Ansicht wesentlich schneller zur Marktreife gelangen als der 3D-Druck für Beton. Mit den Prozessen auf der Baustelle werden sich auch die Vertriebsprozesse ändern. Die herstellende Industrie sollte deshalb stärker gewerkeübergreifend denken und ihren Kunden in Zukunft maßgeschneiderte Gesamtlösungen statt Steine mit bestimmten bauphysikalischen Eigenschaften anbieten. Neue kundenorientierte Lösungen könnten u.a. Haustypen mit Individualisierungspotential sein.
Aktuell bieten viele Hersteller unterschiedlichste Planungstools für Architekten und Planer an. Ist das die richtige Antwort auf den digitalen Wandel?  
Prof. Glock: Das ist auch meine Wahrnehmung. Viele Produkthersteller versuchen, mit möglichst komfortablen Tools den Absatz ihrer Produkte anzukurbeln. Wenn sie die Arbeit von Architekten und Fachplanern erleichtern, steigt die Chance, dass das eigene Produkt eher in Ausschreibungen berücksichtigt wird. Doch wie sieht es aus, wenn in einigen Jahren nicht mehr Architekten und Fachplaner das Produkt aussuchen, sondern sich der Rechner die einzelnen Bauprodukte nach rein analytisch-objektiven Kriterien für sein Modell zusammensucht?  
Was ist Ihr Rat an Bauunternehmen, die der Digitalisierung kritisch gegenüberstehen?
Prof. Glock: Auf dem Weg in die Digitalisierung gibt es keine simplen Handlungsempfehlungen. Deshalb ist es wichtig, keine Angst vor digitalen Themen zu haben, sondern in ihnen eine Chance zu sehen. Hilfreich ist es, sich digitale Teilziele zu setzen, die nicht zwingend gradlinig laufen müssen. Entscheidend ist der Austausch mit anderen Branchenteilnehmern aber insbesondere auch den Gebäudenutzern. Wichtig ist dabei die gemeinsame Ãœberlegung, wie sich aus den digitalen Möglichkeiten echter Zusatznutzen generieren lässt. Der kann zum Beispiel darin bestehen, dass der spätere Hausbewohner mithilfe einer VR-Brille sein geplantes Haus besichtigen kann. Etwaige Änderungswünsche können dann direkt ins virtuelle Gebäudemodell eingearbeitet werden. Derartige Tools können ein erster Schritt auf dem Weg in die Digitalisierung sein. Die Schnittstellen sollten allerdings so kompatibel gestaltet sein, dass sie sich jederzeit in ein größeres System integrieren lassen.
Quelle: Pressemitteilung der DGFM


";Massivbau aktuell" - Dämmershoppen in Himmelkron und Volkach beendet

Wir haben Sie und Ihre Führungskräfte eingeladen, sich über technische Themen rund um das Bauen mit Kalksandstein, Wärmedämmelemente und Befestigung zu informieren und in geselliger Runde auszutauschen. Unter dem Thema
"Massivbau aktuell"

Sichere Ausführung von Mauerwerk
Schall- und Wärmeschutztechnische Anforderungen an tragende Bauteile
Befestigung in tragenden Bauteilen

durften wir Sie umfassend informieren. 
Herr Oliver Betz von der Kalksandstein-Bauberatung Bayern GmbH gab Informationen zur Ausführung von tragenden und nicht tragenden Wänden aus Mauerwerk und erforderliche Halterungen und Anschlüsse an angrenzende Bauteile. 
Herr Matthias Hippler von der Schöck Bauteile GmbH hatte Inhalte zumBauteil Balkon - Anforderungen an den Wärme-, Brand-, und Schallschutz sowie dem Bauteil Treppe - Effektiver Schallschutz für mehr Wohnqualität. 
Den Schlussteil gestaltete Herr Marco Rücker von der Adolf Würth GmbH Co. KG mit bauaufsichtlich relevanten Befestigungen, Grundregeln der Montage von Dübelsystemen und Befestigung bei gedämmten Fassaden und Fensterbefestigung mit Absturzsicherung. 
Am Ende der Veranstaltung war ein gemeinsamer Imbiss der Ausklang eines gelungenen Seminars.
Unterlagen können Sie sich hier gerne herunterladen. Bei Rückfragen dazu steht Ihnen Herr Oliver Betz (Mobil: 0160 90635675) jederzeit gerne zur Verfügung. 


KALKSANDSTEIN Bauseminare 2020 im Süden erfolgreich abgeschlossen …

Der KS Süd e.V. freut sich über die sehr erfolgreich durchgeführte Bauseminarreihe 2020. Die Teilnehmer der Bauseminare im Süden nahmen durch die aktuellen Themen wieder einen großen Wissensvorsprung mit.
Ein abwechslungsreiches und spannendes Programm gaben die 4 namhaften Referenten den über 450 Teilnehmern in den Städten Frankenthal, Neu-Isenburg, Freiburg, Karlsruhe und Filderstadt.


Die Veranstaltungsreihe begann mit dem Vortrag von Herr Dr.-Ing. Martin Schäfers vom Bundesverband der Kalksandsteinindustrie e.V. über die aktuellen Entwicklungen im Mauerwerksbau. Standardisiertes Bauen bildet die Basis für eine rationelle Verarbeitung, qualitativ hochwertige Gebäude lassen sich wirtschaftlich mit den KS-XL-Systemen erstellen und die technischen Hilfsmittel, wie z.B. der KS-Schallschutz-rechner oder der KS-Wärmebrückenkatalog online erleichtern die tägliche Arbeit so sein Fazit.
Danach wurde von Herrn Prof. Matthias Zöller das Thema "Anerkannte Regeln der Technik – an Beispielen von Abdichtungsnormen" aufgezeigt. Fragen zur Anerkennung von Regeln, wer erkennt diese an, welche Fachkreise sind betroffen oder wie lange muss sich etwas bewährt haben, wurden intensiv und ausführlich erörtert. An zahlreichen Beispielen aus verschiedenen Bereichen des Hochbaus, wurden z.B. Algenbildung an Fassaden, Gefällegebung an Dächern und bewitterte Treppen sowie Abdichtungen erdberührter Bauteile ausführlich erläutert.
Mit hörbaren Beispielen zeigte Herr Prof. Dr.-Ing. Alfred Schmitz zum Thema "Schallschutz im Wohnungsbau – Stand 2020" sehr ausführlich und zugleich sehr unterhaltsam die Möglichkeiten auf, die zur zielgenauen Planung des Schallschutzes im Massivbau im Wohnungsbau bestehen, welche Hilfsmittel zur Planung eingesetzt werden können und worin die regelmäßigen Tücken und Fallstricke bei der Planung und Umsetzung liegen.
Den Abschluss der Tagesveranstaltung übernahm Dr. Frederik Neyheusel, der zu 10 Themen des Baurechts referierte. Die Reise seines Vortrages ging vom Thema Schwarzgeldabrede über die Beratung des Herstellers auf der Baustelle, der Fachunternehmer als Planer, der Mangel ohne Schaden, Schallschutz und Mangel bis hin zu Bau und Insolvenz.
Um die Wartezeit bis zu den Bauseminaren 2021 zu verkürzen, veranstaltet der KS Süd e.V. im Herbst wieder seine praxisorientierte Workshop-Reihe. Nähere Informationen zu den Terminen und zum Programm finden Sie hier in Kürze …


Ãœber 1500 Teilnehmer bei den Bauseminaren im Westen!

 Mit weit über 1500 Besuchern konnte die Teilnehmerzahl des Vorjahres erneut übertroffen werden, die sich bei den traditionell zu Beginn des Jahres in verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalen durch den Kalksandsteinindustrie West e.V. veranstalteten Bauseminaren "ZUKUNFT BAUEN" praxisorientiert informieren ließen.
Die Reihe der Fachvorträge eröffnete Herr Dipl.-Ing. Andreas Schlundt, Abteilungsleiter Normung beim Bundesverband der Kalksandsteinindustrie e. V. in Hannover. In seinem Streifzug durch die Normung und der ständigen Aktualisierung im Hinblick auf die allgemein anerkannten Regeln der Technik gab er zahlreiche Praxistipps. Er sensibilisierte die Zuhörerschaft bis zu dem Punkt hin, dass alles, was am Markt zu kaufen und lieferbar ist, noch lange nicht eingebaut werden darf bzw. sollte. Stichworte wie DIN 20000-402 (Kalksandstein betreffend) und DIN 20000-412 (Mauermörtel betreffend) werden jedem lange in Erinnerung bleiben. Neben der Erläuterung zur Erweiterung der Anwendungsgrenzen im vereinfachten Verfahren nach DIN EN 1996-3/NA gab er einen aktuellen Stand zur künftigen Erdbebenbemessung nach DIN EN 1998-1/NA (Entwurf). Zum Teil erhöhen sich hier die maximalen Geschosszahlen bei Wohngebäuden mit üblichen Grundrissen aus Kalksandstein 20-2,0 im vereinfachten Nachweis.  
Dr. Frederick Neyheusel – Rechtsanwalt und Geschäftsführer der Kanzlei SGP Rechtsanwälte, Ulm – referierte in seinem Vortrag über "Alles, was Recht ist: Baurecht für die Praxis." In einem sehr lebhaften Vortrag wurden Neuerungen und Gerichtsentscheidungen vorgestellt. Die Zuhörer wurden in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und Mängel in juristischer Hinsicht mit einfachen Mitteln zu vermeiden getreu dem Motto: "Tue Gutes und rede nicht nur darüber sondern kläre auf."
Den Abschluss des Seminars bildete der Vortrag von Dipl.-Ing (FH) Architekt Bernd Busemann, Abteilung Anlagen- und Produktsicherheit der DMT GmbH & Co. KG. Zum Dauerbrenner Brandschutz berichtete Herr Busemann im dritten Vortrag über die sichere Ausführung von Kalksandstein Mauerwerkskonstruktionen. Mit sehr praxisnahen Bildern sensibilisierte er die Teilnehmer über Abweichungen von Einbauvorschriften und Fehleinschätzungen beim z. B. Einbau von Brandschutztüren und Brandschutzklappen. Sehr gut angenommen wurde dann auch das Aufzeigen von Lösungen bis hin zur Ertüchtigung und Sanierung von Mauerwerksbauteilen im Bestand. Den Ausführungen der Referenten, stand ein bis zum Veranstaltungsende sehr interessiertes Publikum gegenüber. Das Tagungshandbuch steht zum kostenlosen Download für Sie bereit:


Personelle Veränderung bei der DGfM

Kompetente Neubesetzung des Referats Technik und Normung

Berlin, Januar 2020 (PRG) – Seit dem 01.01.2020 leitet Swen Auerswald den Bereich Technik und Normung der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM).

Der 44-jährige Architekt war bis Ende 2019 in gleicher Funktion beim Bundesverband der Gipsindustrie e.V. tätig. Neben seinem Architekturstudium verfügt der gebürtige Dresdner über einen Abschluss als Maler- und Lackiermeister, und ist damit mit der Bauplanung ebenso vertraut wie mit der praktischen Ausführung auf der Baustelle. Swen Auerswald löst Eckehard Scheller ab, der bis zum Sommer dieses Jahres die Geschäftsstelle des Deutschen Ausschusses für Mauerwerk (DAfM) leiten wird. Nach dessen Ausscheiden wird Auerswald auch diese Position mitübernehmen.  
"Mit Swen Auerswald haben wir einen Normungsspezialisten gewonnen, der nicht nur über langjährige Erfahrungen in der Verbandsarbeit verfügt, sondern auch die Baubranche aus unterschiedlichen Perspektiven kennt. Mit diesen Kompetenzen ist er eine sehr gute Besetzung für das Referat Technik und Normung, das an der Schnittstelle von Theorie und Praxis arbeitet", kommentiert Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der DGfM, die Neubesetzung. In seiner neuen Funktion ist Swen Auerswald Ansprechpartner für alle technischen Fragestellungen zum Mauerwerks- und Wohnungsbau. Er wird die nationalen und europäischen Normungsaktivitäten der DGfM koordinieren, an der Erarbeitung anwenderfreundlicher Richtlinien und praxisnaher Ausführungsregelungen mitwirken sowie Kontakte zu Normungsinstituten und Bauaufsichtsbehörden pflegen. "Ich freue mich sehr über meine neue Position bei der DGfM. Zum einen, weil ich meine beruflichen Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse als Leiter des Referats Technik und Normung optimal einbringen kann, zum anderen, weil sie mir die Möglichkeit bietet, die Zukunft des Mauerwerksbaus mitzugestalten", macht Swen Auerswald deutlich.
Quelle: DGfM


Schallschutz-Gastvorlesung + Schallschutztechnische Nachweise am Rechner

Auf Einladung von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Mock, M. Eng. der Hochschule Koblenz wurden die Studenten des Fachbereichs Bauingenieurwesen zum Thema Schallschutz mit Kalksandstein am 18.12.2019 geschult.

Zuerst wurden die Studenten durch einen 60 min. Vortrag durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) Oliver Keil (KS-SÃœD) intensiv mit dem bauphysikalischen Thema Schallschutz auf den aktuellen Stand der heutigen Schallschutzbemessung gebracht. Beim Vortrag wurden die Themenschwerpunkte: Entwicklung des Schallschutzes, die heutigen Anforderungen, Rechtssicherheit, erhöhter Schallschutz und Ausführungsdetails intensiv erläutert und mit Beispielen aus der Praxis belegt.
 
Beim zweiten Teil der Veranstaltung wurde durch Herrn M.Eng. Sebastian Warken (KS-SÃœD) die bauphysikalischen Berechnungen mit dem KS-Schallschutzrechner an mehreren Praxisbeispielen aufgezeigt. So wurden Berechnungen zur horizontalen und vertikalen Schallübertragung bei MFH, aber auch besondere Bausituationen wie z.B. im Dachbereich oder der Schallschutz von Außenwänden berechnet. Die vielen Möglichkeiten des KS-Schallschutzrechners und die einfache Handhabung, um eine exakte Berechnung der jeweiligen Bausituation abzubilden hat die Studenten begeistert. Die Einflüsse der Stoßstellen und Flankenübertragungen konnten die Studenten erkennen und bewerten lernen. Dass erhöhter Schallschutz mit dem massiven Kalksandstein problemlos zu bauen ist, davon sind die Studenten überzeugt.
 
Der Verein Süddeutscher Kalksandsteinwerke als regionale Bauberatung bedankt sich für das große Interesse und die guten Bewertungen der Studenten und freut sich auf die weitere intensive Zusammenarbeit.
 
 


Kalksandstein-Onlinetool zum Wärmebrückennachweis aktualisiert und ergänzt

Ab sofort steht der webbasierte KALKSANDSTEIN Wärmebrückenkatalog unter www.ks-waermebruecken.de in einer aktualisierten Version zur Verfügung. Er ist vollständig an das neue Beiblatt 2 zur Wärmeschutznom DIN 4108 angepasst. Ãœber das Onlinetool erhalten Planer eine Basis für die Detailplanung von Anschlussdetails im Wohnungsbau sowie eine detaillierte Berücksichtigung von Wärmebrücken im Rahmen des energetischen Nachweises von Gebäuden.


Neben der Anpassung an das neue Beiblatt 2 sind weitere Funktionen und Verbesserungen in den Online-Wärmebrückenkatalog eingeflossen. So wurde die umfangreiche Sammlung von Anschlussdetails erweitert, beispielsweise um Innenwandanschlüsse im Kellerbereich sowie Fensteranschlüsse in Mauerwerksebene bei einer zweischaligen Außenwand. Zusätzlich wird ab sofort bei jedem Detail die entsprechende Beiblatt-Nummer angezeigt und es erfolgt eine Kennzeichnung nach Kategorie A und B. Ãœber eine Freitextsuche kann nun nach konkreten Details gesucht werden und es ist der pauschale Nachweis mit Korrektur implementiert.  
Die Standardfunktionen des Onlinetools bleiben von den Ergänzungen unberührt. Weiterhin ist die Auswahl der benötigten Anschlussdetails über Piktogramme möglich, mit denen anschließend ein detaillierter Wärmebrückennachweis (Berechnung von DUWB) geführt werden kann. Ebenso werden Dämmschichtdicken und/oder Wärmeleitfähigkeiten (bei Abweichungen vom Katalog) automatisch interpoliert und es können numerisch (selbst)berechnete Details oder Angaben aus anderen Wärmebrückenkatalogen intergierte werden. Nach den Berechnungen ist die Druckausgabe des detaillierten Wärmebrückennachweises mit Dokumentation möglich. Alle Details stehen in drei Dateiformaten zum Download bereit: PDF, CAD (dxf) und Nemetschek.  
Das veröffentlichte Update, in Verbindung mit den bereits vorhandenen Standardfunktionen des KS-Wärmebrückenkatalogs Online, machen es zu einem sehr umfangreichen Arbeitswerkzeug für das Führen von Wärmebrückennachweisen und damit unerlässlich für die tägliche Arbeit im Bereich Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden.


Nationales Zentrum für die Digitalisierung des Bauwesens "BIM Deutschland"
nimmt Arbeit auf

Mehr Effizienz durch Digitalisierung beim Bau

Das nationale Zentrum für die Digitalisierung des Bauwesens "BIM Deutschland" zielt auf ein einheitliches und abgestimmtes Vorgehen im Infrastruktur- und Hochbau ab.

Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) und Staatssekretärin Anne Katrin Bohle (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat) haben heute die Geschäftsstelle des Zentrums eröffnet. Beide Bundesministerien betreiben das Zentrum gemeinsam. Mit der digitalen Planungsmethode BIM - Building Information Modeling - soll zukünftig über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes eine solide Datengrundlage zur Verfügung stehen. Bereits bei der Errichtung des Bauwerks führt dies zu mehr Kosten-, Qualitäts- und Termintreue.
Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur:
"Unser Ziel ist es, die Digitalisierung des Bauwesens in Deutschland voranzutreiben. Großprojekte können damit schneller, effizienter und günstiger umgesetzt werden. Darum setzen wir ganz im Sinn von Open BIM auf den Austausch von Daten auf Basis offener Standards. Von der verbesserten Kostenkontrolle und Planbarkeit profitieren wir als Bund und die Baubranche gleichermaßen."
Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat:
"Mit BIM Deutschland schaffen wir die Grundlagen, die Potenziale der Digitalisierung auszuschöpfen und Synergieeffekte zu nutzen. Die Anwendung digitaler Methoden ermöglicht es uns, Prozesse effizienter zu gestalten. Wir wollen im Bundesbau hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Unter dem Dach von BIM Deutschland werden Experten aus allen Bereichen des Bauwesens zusammenarbeiten. BIM Deutschland wird die erarbeiteten Informationen, Standards und Produkte offen zur Verfügung stellen. Davon profitieren letztlich alle."
Dr. Jan Tulke, Geschäftsstelle BIM Deutschland:
"BIM Deutschland unterstützt den Bund insbesondere mit Beratung, Koordination und Qualitätssicherung seiner nationalen und internationalen BIM-Aktivitäten. Ãœber die Planung- und Ausführungsphase hinaus werden auch Strategien für die BIM-Nutzung in der Betriebsphase und die nächsten Schritte nach 2020 entwickelt. Ein wichtiges Angebot wird das BIM-Portal sein, über das allen Anwendern im Bau breit gefächerte Informationen, Muster, Vorgaben und Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden."
BIM Deutschland betrachtet bei seiner Arbeit den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken - also das Planen, Bauen, Betreiben und gegebenenfalls Rückbauen von Bauwerken im Hoch- und Infrastrukturbereich. Es führt Aktivitäten, Erkenntnisse und Erfahrungen zum Einsatz von BIM auf nationaler und internationaler Ebene zusammen und stellt dieses Wissen der gesamten Wertschöpfungskette Bau zur Verfügung. Dazu entwickelt BIM Deutschland Handlungsempfehlungen, einheitliche Vorgaben für öffentliche Auftraggeber des Bundes, eine Normungsstrategie sowie Konzepte für BIM-spezifische Aus- und Fortbildung. Kernstück ist die Einrichtung eines BIM-Portals, das die gewonnene Expertise vermittelt, und das Vorlagen für die vereinfachte Nutzung der BIM-Methode enthält.
Weitere Termine: BIM Deutschland wird auf den Fachmessen digitalBau (11. bis 13. Februar 2020 in Köln, Halle 7, Stand 345) und bautec (18. bis 21. Februar 2020 in Berlin, Halle 4.2, Stand 4303) vertreten sein.
Quelle: bmvi


ifo Geschäftsklima Deutschland
Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im Januar 2020

ifo Geschäftsklima sinkt

München, 27. Januar 2020 – Die Stimmung in den deutschen Chefetagen ist zum Jahresstart leicht gesunken.
Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar auf 95,9 Punkte gefallen, nach 96,3 Punkten im Dezember.
Dies war auf pessimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Der Indikator zur aktuellen Lage ist hingegen leicht gestiegen. Die deutsche Wirtschaft startet verhalten ins neue Jahr.

Das Verarbeitende Gewerbe zeigt Zeichen der Erholung. Das Geschäftsklima hat sich merklich verbessert. Insbesondere der Index zur aktuellen Lage legte deutlich zu. Ein stärkerer Anstieg war zuletzt im Februar 2017 zu beobachten. Zudem nahm der Pessimismus der Unternehmer mit Blick auf die kommenden Monate erneut ab.Die Kapazitätsauslastung stieg von 82,6 auf 83,1 Prozent.
Im Dienstleistungssektor ist der Indikator spürbar gefallen. Dies war auf merklich zurückhaltendere Erwartungender Unternehmen zurückzuführen. Mit ihrer aktuellen Lage waren sie hingegen etwas zufriedener.
Im Handel hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Indikatoren zur aktuellen Lage und zu den Erwartungenlagen sind höher als im Vormonat. Dies war aber nur auf den Großhandel zurückzuführen. Die Einzelhändler äußerten sich zurückhaltender.
Im Bauhauptgewerbe hat der Index nachgegeben. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage fielen auf den niedrigsten Stand seit Juni 2018. Zudem nahm die Skepsis mit Blick auf die kommenden Monate erneut zu.
Quelle: ifo institut


Save the Date: 12. Wohnungsbau-Tag in Berlin am 23. April 2020

12. Wohnungsbau-Tag

Der 12. Wohnungsbau-Tag des Verbändebündnisses "Impule für den Wohnungsbau" findet am Donnerstag, den 23.04.2020 von 13:00 bis ca.17:00 Uhr in der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin statt (In den Ministergärten 10, 10117 Berlin).

Ihre Teilnahme zugesagt haben: 

Horst SEEHOFER, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat (CSU)
Olaf SCHOLZ, Bundesfinanzminister und Vize-Kanzler (SPD)
Annegret KRAMP-KARRENBAUER, CDU-Parteivorsitzende
Dr. Robert HABECK, Parteivorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen
Katja KIPPING, Vorsitzende der Partei DIE LINKE
Christian LINDNER, FDP-Parteivorsitzender
Dr. Peter TSCHENTSCHER, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
Burkhard JUNG, Präsident Deutscher Städte- und Gemeindetag und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
Jürgen ODSZUCK,Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg, Dezernat für Bauen und Verkehr

Im Rahmen der Veranstaltung wird auch die neue Wohnungsbaustudie "Das Umland der Städte – Chancen zur Entlastung überforderter Wohnungsmärkte" präsentiert. Details zur Veranstaltung und zu Ihrer Anmeldemöglichkeit finden Sie hier: Wohnungsbautag 2020
 


DGfM-Bauaussichten 2020: Das Wohnraumproblem bleibt ungelöst

Berlin, Dezember 2019 (PRG) – "Die Bauwirtschaft brummt wie schon lange nicht mehr", jubelte Bundesbauminister Horst Seehofer jüngst in der Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestages.

Es gebe mehr Beschäftigte und auch mehr Wohnungen. Also alles gut am Bau? Aus unserer Sicht weit gefehlt! Es wird immer noch zu wenig, zu teuer und viel zu häufig am falschen Ort gebaut.
Das gesamtgesellschaftliche Problem von viel zu wenig bezahlbarem Wohnraum, vor allem in Metropolen und Universitätsstädten, ist keineswegs vom Tisch. Im Gegenteil: Alle Indikatoren deuten auf weitere Verschärfung hin. Die aktuelle Deutschland-Studie von Prognos konstatiert beispielsweise, dass Familien in München im Schnitt 43 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben müssen. Im badischen Freiburg sind es 42 Prozent, in Frankfurt am Main immerhin 39 Prozent. Als Faustregel galt über Jahrzehnte, dass Wohnkosten maximal ein Drittel des Haushaltseinkommens nicht übersteigen dürfen. Davon sind wir in zunehmenden Teilen der Republik aber weit entfernt.
Sehendes Auges verlieren wir jedes Jahr zehntausende Sozialwohnungen. Gab es 2007 noch gut zwei Millionen, steuern wir aktuell auf eine Halbierung des Bestands zu. Wohnungen, auf die vor allem die Schwächeren in unserer Gesellschaft dringend angewiesen sind – Alleinerziehende, Ältere mit kleiner Rente, Behinderte.  
Effiziente Abhilfe gegen hohe Mieten schafft nur der Neubau.1,5 Millionen Wohnungen sollten es in der laufenden Legislaturperiode sein, so zumindest lautete das Versprechen der Bundesregierung. Doch dieses Ziel ist unerreichbar, wie auch politisch Verantwortliche inzwischen einräumen. Schlimmer noch: Die schon seit vier Quartalen sinkenden Genehmigungszahlen lassen befürchten, dass die beginnende Talfahrt an Tempo gewinnt.  
Minister Seehofer hat recht: Die Bauwirtschaft arbeitet an der Kapazitätsgrenze. Und die Baustoffindustrie, zu der die Mauerwerksbranche gehört, kann überwiegend auf ein gutes Jahr 2019 auf nahezu Vorjahresniveau zurückblicken. Aber aktuell leben wir vom Ãœberhang bereits genehmigter, aber noch nicht realisierter Wohnungen. Die Personalknappheit in den Bauämtern wird die Negativbilanz nur verschärfen.  
Wie oft haben wir die Frage gestellt: Was muss jetzt geschehen? Es folgte politisches Klein-Klein, aber keine Strategie. Schnellschüsse wie die begrenzte Sonder-AfA oder das befristete Baukindergeld verpuffen. Wo bleiben langfristige, berechenbare Rahmenbedingungen? Wo bleiben die personell ausreichend ausgestatteten Behörden, um Genehmigungen endlich zu beschleunigen? Länder und Kommunen sind gefordert, Genehmigungsbehörden wieder in einen arbeitsfähigen Zustand zu versetzen.  
Schlüsselparameter für mehr bezahlbaren Wohnraum sind Baulandpreise und optimale Bauweisen. Die Kommunen müssen viel stärker als bisher innerstädtisch nachverdichten, die wenigen noch vorhandenen Baulücken schließen und aufstocken. Dafür braucht man flexible Bauweisen. Keine Bauweisen, die erst bei Wiederholung von mindestens 25 Wohnungseinheiten pro Baustandort rentabel werden.  
Eine Vergabe, die dem besten Konzept und nicht dem teuersten Bieter einen Zuschlag erteilt, hilft, Kommunen dauerhaft sozial zu durchmischen. Dafür gibt es bundesweit sehr gute Beispiele. Es gilt aber auch, überall dort, wo die Nachverdichtungspotenziale bereits ausgereizt sind,  die Ausweisung von neuem Bauland voranzutreiben und kostenoptimiert zu bauen. Ein Schlüsselweg ist hier das typisierte Bauen. Einerseits können dadurch erwähnenswert Planungskosten eingespart werden – insbesondere dann, wenn man über Ländergrenzen hinweg Typengenehmigungen mehrfach nutzen kann. Andererseits sichert typisiertes Bauen die Ausnutzung von Skaleneffekten bei der Herstellung wiederkehrender Grundriss- und Bauteillösungen.  
Der Mauerwerksbau hält dazu sehr gute Lösungen bereit. Die Massivbauweise steht für langlebige Konstruktionen, wohngesunde Innenraumluft und hohe Flexibilität bei den Grundrissen, wie etwa für Baulücken. Im Vergleich zu anderen Bauweisen sind Kostenvorteile von bis zu 17 Prozent möglich, so die unabhängigen Untersuchungen der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (Arge Kiel).  
Zudem machen spezifische bauphysikalische Vorteile Mauerwerk zum optimalen Baustoff in der Stadt: Die Temperaturentwicklung in den Ballungszentren hat gezeigt, dass die thermische Speicherfähigkeit immer mehr an Stellenwert für gesundes Wohnen gewinnt. Mauerwerk puffert Sommerhitze. Da Lärm deutlich stärker als Stressfaktor empfunden wird – ob von außen oder von innen – wird guter Schallschutz immer wichtiger. Vor allem bei der Nachverdichtung macht er den Unterschied zwischen Akzeptanz und Ablehnung der neuen Nachbarn.  
Fehlender Wohnraum wird zum sozialen Sprengstoff, dessen müssen wir uns alle bewusst sein: Politik, Gesellschaft und Bauschaffende. Politische Pokerrunden um kommunale, regionale oder bundespolitische Mehrheiten laufen wohnungswirtschaftlich ins Leere. Wir als Mauerwerksindustrie bringen unser Knowhow auch weiterhin gern ein, wenn es darum geht, Lösungen zu erarbeiten, die nachhaltige Impulse für den Wohnungsbau liefern.  
Quelle: mauerwerk-online


KfW erhöht Kreditbetrag und Tilgungszuschüsse für energieeffizientes Bauen

Das Klimakabinett der Bundesregierung hat im September 2019 gesetzlich verbindliche Klimaziele auf den Weg gebracht. Daher treten im Januar 2020 zahlreiche Konditionen- und Produktänderungen bei den Förderprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Bereich "Energieeffizient Bauen und Sanieren" in Kraft.

So wird beispielsweise ab dem 24.01.2020 der maximale Kreditbetrag pro Wohneinheit im Förderprogramm "Energieeffizient Bauen (153)" um 20 Prozent auf 120.000 Euro erhöht. Darüber hinaus werden die Tilgungszuschüsse je Wohneinheit deutlich angehoben. Für den Bau eines Effizienzhaus 55 wird demzufolge künftig ein Zuschuss von 18.000 Euro (bisher 5.000 Euro) und für den Bau eines Effizienzhaus 40 bzw. Effizienzhaus 40 Plus ein Zuschuss von 24.000 bzw. 30.000 Euro gewährt.
Mit dieser Anpassung der Förderbedingungen, dürfte die Attraktivität des Förderprogramms und somit die Nachfrage nach Fördermitteln in Zukunft deutlich steigen. Der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. begrüßt diesen Schritt in Richtung "mehr Klimaschutz". Die Kalksandsteinindustrie kann in diesem Zusammenhang zu einer weiteren Verbesserung der Energieeffizienz im Neubau beitragen, da mit funktionsgetrennten KS-Außenwandkonstruktionen, der zur Erfüllung der KfW-Effizienzhaus-Standards erforderliche hohe bauliche Wärmeschutz, (im Vergleich zu anderen Außenwandkonstruktionen) besonders wirtschaftlich realisiert werden kann.
Das an die aktuellen Förderbedingungen angepasste "KALKSANDSTEIN KfW-Merkblatt" steht Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung. Weitere Details zu den aktuellen Änderungen der verschiedenen Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren finden Sie auf der Homepage der KfW unter www.kfw.de/inlandsfoerderung/EBS-2020. 


Bau-Mindestlöhne: Arbeitgeber stimmen Schiedsspruch mehrheitlich zu

Nach der Gremienabstimmung in den Landesverbänden des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes fand der Schiedsspruch zu den Bau-Mindestlöhnen auch auf Arbeitgeberseite die erforderliche Mehrheit. Die IG BAU erklärte bereits am 07.01.2020 die Annahme.

Der Mindestlohn 1 und 2 bleibt in den ersten drei Monaten des Jahres auf dem bisherigen Niveau. Der Lohn der Lohngruppe 1 steigt erst zum 01.04.2020 um 2,9 % auf 12,55 Euro. Für die Lohngruppe 2, dessen Mindestlohn-Charakter mangels Zoll-Kontrolldrucks der große Streitpunkt in den Mindestlohnverhandlungen und der Schlichtung blieb, gibt es auch erst zum gleichen Zeitpunkt lediglich einen ungefähren Inflationsausgleich von 1,3 % (West: 15,40 Euro, Berlin: 15,25 Euro). Diese Struktur wird mit dem Schiedsspruch nur bis zum 31.12.2020 fortgeschrieben. Möglicherweise wird sich die Diskussion um die "richtige" Bau-Mindestlohnstruktur somit bereits in der 2. Jahreshälfte fortsetzen. 
Nun werden die Sozialpartner umgehend die Erstreckung der Regelungen auf alle im Bauhauptgewerbe in Deutschland tätigen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales beantragen.


Nichttragende innere Trennwände – eine bewährte Lösung im Massivbau

Berlin, Dezember 2019 (PRG) – Nichttragende innere Trennwände in Mauerwerksbauweise sind durch ihre hohe Flexibilität sowohl im Neubau als auch in der Sanierung vielfältig einsetzbar.

Sofern sie fachgerecht ausgeführt werden, erfüllen sie höchste Ansprüche an Brand-, Schall- sowie Wärmeschutz und Langlebigkeit. Zur korrekten Bemessung und Ausbildung informiert die neue Richtlinie "Nichttragende innere Trennwände in Mauerwerksbauweise", die der Deutsche Ausschuss für Mauerwerk e.V. (DAfM) jetzt vorlegt. "Die kompakte Broschüre ist eine wertvolle Dienstleistung für alle Bauschaffenden", betont der DAfM-Vorsitzende Dr. Ronald Rast. "Die Beachtung der anwenderfreundlichen Richtlinie sorgt für Sicherheit und begrenzt damit das Haftungsrisiko der ausführenden Betriebe." Die erste Richtlinie der DAfM gibt nützliche Hinweise und praktische Tipps zur effizienten und wirtschaftlichen Konstruktion. So sollten nichttragende innere Trennwände generell möglichst spät, am besten erst nach Fertigstellung des Rohbaus, aufgemauert werden. Durchbiegungen der Decke lassen sich durch Ausbildung als selbsttragende Trennwand vermeiden. Bei größeren Deckenstützweiten empfiehlt sich die Einlage einer konstruktiven Bewehrung zur Risssicherheit. Schwerpunkte der Richtlinie sind Einbaubereiche nichttragender Innenwände, Hinweise zu Deckenbemessung, zulässiger Wandlängen und -höhen, die Befestigung an angrenzende Bauteile sowie der Brandschutz.   Die Richtlinie "Nichtragende innere Trennwände aus Mauerwerk" kann ab sofort zum Preis von 24,90 € inklusive Mehrwertsteuer beim Fachverlag Ernst & Sohn bestellt werden.
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Quelle: mauerwerk-online


DIW Berlin erwartet dynamisches Wachstum der Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft ist und bleibt laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) eine Stütze der Konjunktur in Deutschland.

Berechnungen des DIW Berlin zufolge ist das Bauvolumen im vergangenen Jahr nominal um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. In diesem und im kommenden Jahre dürften die Umsätze des Baugewerbes und seiner angrenzenden Bereiche nominal um rund 6,5 Prozent beziehungsweise knapp sechs Prozent zulegen, heißt es in einer Mitteilung des Instituts.
Das Wachstum der Bauwirtschaft werde sich wie schon in den vergangenen Jahren in steigenden Preisen niederschlagen, die in diesem und im nächsten Jahr laut den Wirtschaftsforschern voraussichtlich um jeweils mehr als drei Prozent zulegen dürften. "Dennoch wird auch das reale Bauvolumen mit 3,3 Prozent in diesem Jahr und 2,7 Prozent im kommenden deutlich dynamischer zulegen als das gesamtwirtschaftliche Wachstum", sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen.
Eckpfeiler des Aufwärtstrends bleibe der Wohnungsbau. "Sowohl der Neubau als auch die Sanierung und Modernisierung des Gebäudebestands profitieren von den günstigen Rahmenbedingungen wie den niedrigen Zinsen, dem robusten Arbeitsmarkt, aber auch politischen Maßnahmen wie dem Baukindergeld und den Abschreibungsmöglichkeiten", so Studienautorin Laura Pagenhardt. Das Wohnungsbauvolumen werde nach einem Plus von 8,8 Prozent im Jahr 2019 um rund acht Prozent in diesem Jahr und gut sechs Prozent im Jahr 2021 steigen, prognostizieren die Studienautoren.
Quelle: baustoffmarkt-online


Umsatz im Bauhauptgewerbe im Oktober 2019: +1,3 % zum Oktober 2018

WIESBADEN – Im Oktober 2019 waren die Umsätze im Bauhauptgewerbe 1,3 % höher als im Oktober 2018.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten ebenfalls um 1,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten zehn Monaten 2019 stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,9 %. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 2,0 %.
Im Hochbau stiegen die Umsätze im Oktober 2019 gegenüber Oktober 2018 um 1,6 % und im Tiefbau um 1,0 %. Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen innerhalb des gesamten Bauhauptgewerbes stiegen die Umsätze im Leitungstiefbau und Kläranlagenbau mit +6,9 % sowie beim Bau von Straßen mit +6,3 % am stärksten. Im Wirtschaftszweig "Dachdeckerei und Bauspenglerei" gab es mit -2,8 % einen Umsatzrückgang gegenüber Oktober 2018.
Quelle: destatis
 


Gastvortrag und Maurerseminar an der Hochschule Trier

Am 10. Dezember 2019 fand bereits zum zweiten Mal ein Gastvortrag der KS-Industrie mit anschließendem Maurerseminar an der Hochschule Trier statt.

Im Vortrag wurde speziell auf die Herstellung von Kalksandstein und die einzelnen Produkte und deren Eigenschaften eingegangen. Nach einer generellen Einweisung und Sicherheitsbelehrung startete der praktische Teil des Tages. An zwei Situationen wurden den Studierenden die Unterschiede bei der Verarbeitung von Dickbettmörtel mit Kleinformaten und Dünnbettmörtel mit Großformaten gezeigt. Im Anschluss durfte jeder Studierende selber Hand anlegen und mit einem 2DF Vollstein und einem 6DF mauern. Schnell stellten die Studierenden aus dem 3. Semester Bauingenieurwesen fest, welchen Zeitvorteil die großformatigen Steine mit sich bringen. Neben dem Mauern gingen die Studierenden immer auf die Vertreter der KS-Industrie zu und stellten Fragen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Tag ein voller Erfolg war, wir kommen gerne im nächsten Jahr wieder.


";Tag des Mauerwerks" an der Universität Duisburg-Essen am Campus Essen

Zum Abschluss des Jahres fand der "Tag des Mauerwerks" am 4. Dezember 2019 an der Universität Duisburg-Essen am Campus Essen statt.

Nach der Begrüßung durch Leiterin des Lehrstuhls Massivbau an der Fakultät Bauingenieurwesen, Frau. Prof. Dr. Schnellenbach-Held, erhielten die 60 teilnehmenden Studierenden einen Fachvortrag zur Herstellung und Verarbeitung von Kalksandsteinen durch Olaf Roschkowski vom KS-West e.V. und Frau Lennig.
Im Anschluss gab es eine Einweisung in die Theorie und Praxis des Mauerns durch Maurermeister Dieter Fröhlich, bevor es in acht Gruppen an die vorbereiten Arbeitsplätze ging.Die angehenden Bauingenieure hatten drei Stunden Zeit eine Eckwandkonstruktion mit den Maßen 111,5 x 62,5 x 100 cm zu mauern. Unterstützt wurden sie dabei mit fachkundigen Tipps durch die Herren Fröhlich und Roschkowski vom KS-West e.V. Anfängliche Unsicherheiten im Umgang mit Maurerkelle und Mörtel war in der letzten Stunde schon nicht mehr zu sehen.
Am Ende lag es an der Jury die "Meisterstücke" zu bewerten. Kriterien waren dabei die Genauigkeit der Ausführung und die Teamarbeit. Am Ende macht das Team "Maurermeister" seinem Namen alle Ehre und ging als Sieger des Wettmauerns hervor. Hierfür gab es jeweils eine Mini-8DF und einen Warengutschein fürs Team. Für uns waren natürlich alle Teilnehmer Sieger und so bekam jeder als Andenken an die Veranstaltung eine Teilnahmebescheinigung, einen Collegeblock mit passendem Kuli sowie einen Zollstock. Alle Teilnehmer und die Lehrenden waren sich am Ende der Veranstaltung einig: Nächstes Jahr gerne wieder. Der "Tag des Mauerwerks" war nicht nur lehrreich und informativ, sondern hat zu dem auch noch eine Menge Spaß gemacht.


DGNB und BAK starten Initiative ";Phase Nachhaltigkeit" mit einer ";Deklaration Nachhaltigkeit"

(8.12.2019) Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und die Bundesarchitektenkammer (BAK) haben mit "Phase Nachhaltigkeit" eine neue Initiative ins Leben gerufen.

Die beiden Organisationen verfolgen damit das Ziel, ...

über einen Schulterschluss der Architektenschaft
die Transformation der Planungspraxis hin zur Nachhaltigkeit
als neuen Standard zu etablieren.

Anstatt nur ein weiteres Klimamanifest zu unterzeichnen, verpflichten sich die teilnehmenden Büros dazu, in ihren Bauherrengesprächen die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen zu forcieren. Im Fokus steht zudem der Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern der Initiative. Der offizielle Start fand im Oktober statt, erste namhafte Architekturbüros engagieren sich bereits.
Dr. Christine Lemaitre, geschäftsführender Vorstand der DGNB, erinnert daran, dass schon vor zehn oder mehr Jahren aus der Architektenschaft heraus inhaltsstarke Manifeste für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz formuliert wurden, ohne dass sie die Gesellschaft entscheidend weitergebracht haben. Frau Lemaitre ergänzt: "Mit der Initiative ‚Phase Nachhaltigkeit‘ wollen wir wegkommen vom reinen Postulieren, hin zum aktiven Handeln. Weg von Einzelfallentscheidungen, hin zu einer gemeinsamen Haltung, um auf gleicher Basis Gespräche mit Bauherren zu führen und eine Verbindlichkeit in der Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten herzustellen."
Nachhaltigkeitsaspekte in Bauherrengesprächen herausarbeiten
Die inhaltliche Position der Initiative ist in der "Deklaration Nachhaltigkeit" formuliert, einem Dokument, das Architekten in ihren Bauherrengesprächen einsetzen sollen.
Darin benannt sind 18 konkrete Handlungsoptionen in den Themenfeldern Suffizienz, Klimaschutz, Umwelt, zirkuläre Wertschöpfung, positive Räume und Baukultur. In Abstimmung mit ihren Architekten sollen Bauherren für ihr Projekt konkret definieren, welche Nachhaltigkeitsaspekte besonders im Fokus stehen - als Grundlage für eine zielgenaue, möglichst verbindliche Gebäudeplanung, die die wichtigsten Klimaschutz- und Nachhaltigkeitspunkte von Anfang an berücksichtigt.
Ergänzend hierzu erhalten die teilnehmenden Büros Zugang zu Informationsmaterial, das dabei hilft, die Relevanz der benannten Themen im Dialog mit den Bauherren zu unterstreichen. "Aktuell fließt in den Planungsbüros viel zu viel Zeit in die Erarbeitung von immer wieder gleichen Definitionen und Argumentationen pro Nachhaltigkeit", so Lemaitre. "Dieses Wissen zentral zugänglich zu machen, um auf einer fundierten Grundlage aufzubauen und damit Planung und Beratung optimal auf die Projektanforderungen auszurichten, ist etwas, was wir mit unserer Initiative ebenfalls unterstützen wollen."
Jährliches Event zum Erfahrungsaustausch unter den Unterstützern
Ein weiteres Element der Initiative ist der Wissensaustausch unter den Teilnehmern. So ist für den 30. April 2020 der erste Jahreskongress in Stuttgart geplant, bei dem die beteiligten Büros die Erfahrungen aus ihrer Arbeit teilen und gemeinsam die Deklaration Nachhaltigkeit weiterentwickeln. Ab Januar wird es zudem gemeinsame Informationsveranstaltungen von der DGNB und Länderarchitektenkammern geben, um die Initiative deutschlandweit vorzustellen. Den Auftakt gestalten die DGNB und die Architektenkammer Baden-Württemberg am

17. Januar 2020 in Karlsruhe,
18. Februar 2020 in Karlsruhe,
5. März 2020 in Friedrichshafen und
17. oder 26. März 2020 in  Stuttgart.

"Architekten und Planer stehen an der Nahtstelle zum Bauherrn – das ist eine exponierte Position, die sie nutzen müssen", sagt Dr. Tillman Prinz, Bundesgeschäftsführer der Bundesarchitektenkammer. "Sie sind in der Pflicht, aufzuklären, zu überzeugen und ihren Beitrag zu leisten, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz sehr viel mehr Eingang in die Planungs- und Baupraxis finden."
30 Unterzeichner bereits Teil der Initiative
Folgende Architektur- und Planungsbüros haben sich der Initiative "Phase Nachhaltigkeit" bereits angeschlossen:

4a Architekten
aconsea
Allmann Sattler Wappner Architekten
ANP Architektur- und Planungsgesellschaft
Architekten | K2
Architekturbüro Pongratz
atelier4d Architekten
Auer Weber Assoziierte
Behnisch Architekten
BUILD.ING Consultants + Innovators
Cityförster architecture+urbanism
dieBauingenieure − Generalplaner
Dietz Joppien Planungsgesellschaft
Freie Architekten Müller, Arndt, Partner
haascookzemmrich STUDIO2050
HENN
KOKON Büro für Architekturlösungen und nachhaltiges Bauen
KSP Jürgen Engel Architekten
LAVA Laboratory for Visionary Architecture
m.ing.a
Planstatt Senner
RBSGROUP Part of Drees & Sommer
slapa oberholz pszczulny I architekten
SoftGrid – Architecture, UrbanDesign & Sustainability
sol∙id∙ar planungswerkstatt
TRANSSOLAR Energietechnik
teamrannow
TEUFFEL ENGINEERING CONSULTANTS
Walter Huber Architekten
werkbund s.a.r.lQuelle: baulinks


Baurechtliche und -technische Themensammlung Heft 9: Schallschutzmängel

(5.12.2019) Das Thema "Schallschutz" ist sowohl in der Rechtsprechung als auch in den technischen Regelwerken ständig in Bewegung.

BGH-Entscheidungen, die bei geschuldetem üblichem Komfort ein über die Anforderungen der DIN 4109:1989 hinausgehendes Schallschutzniveau forderten, ohne aber das "Mehr" konkret festzulegen, haben zur Verunsicherung bei Bauschaffenden und Juristen geführt. In jüngster Zeit wurden zudem die DIN 4109 sowie etliche Schallschutz-Regelwerke überarbeitet. Es gibt wenige Themen, bei denen Technik und Recht so eng und so anspruchsvoll miteinander verzahnt sind. Deshalb stellt das Sachgebiet Schallschutz hohe Anforderungen sowohl an den Juristen als auch an den gerichtlich oder außergerichtlich tätigen Sachverständigen.
Das Heft 9 "Schallschutzmängel" will Sachverständige mit der Denkweise und Herangehensweise der Juristen vertrauter machen; bei diesen wiederum möchte das Werk Verständnis für technische Problemstellungen wecken. Nach juristischen Gesichtspunkten gegliedert, werden Fälle mit typischen und auch untypischen Schallschutzmängeln beschrieben, die Sachverhalte analysiert, Empfehlungen daraus hergeleitet und anschließend juristisch kommentiert.
Die bibliographischen Angaben zum Buch:

Baurechtliche und -technische Themensammlung Heft 9: Schallschutzmängel
von Rainer Pohlenz, Susanne Locher-Weiss
2020, 214 Seiten, zahlreich farbige Abbildungen, Tabellen und Grafiken
Softcover
ISBN 978-3-7388-0268-9Quelle: baulinks


KS-Schallschutz-Workshops 2019 im Norden erfolgreich gelaufen

Die Kalksandsteinindustrie im Norden hat im November an 16 Orten KS-Schallschutz-Workshops durchgeführt. Knapp 300 Teilnehmer folgten in den Veranstaltungen den Ausführungen der Referenten.

In den Workshops informierten die Referenten die Teilnehmer über den Stand der Normung und die theoretischen Grundlagen zum Nachweisverfahren gemäß DIN 4109. Die neue Schallschutznorm stellt insbesondere für den Geschosswohnungsbau ein Rechenverfahren zur Verfügung, mit dem der Einfluss aller wesentlichen Parameter auf die Schalldämmung von Bauteilen erfasst wird. Planungsfehler, die infolge einer nicht angemessenen rechnerischen Betrachtung z.B. der flankierenden Schallübertragung in der Vergangenheit auftraten, können mit dem neuen Verfahren zuverlässig vermieden werden. Das neue Verfahren bietet die Möglichkeit der gezielten Dimensionierung aller an der Schallübertragung beteiligten Bauteile und ist die Grundlage für eine wirtschaftliche Schallschutzplanung.Im Anschluss an die theoretische Einführung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit mit Hilfe des KS-Schallschutzrechners 6.01, der alle Einflussparameter für die Berechnung nach DIN 4109-2:2016-07 berücksichtigt, Beispielaufgaben zu berechnen und damit die Handhabung des KS-Schallschutzrechners kennen zu lernen. Der Schallschutzrechner erleichtert die Prognose des Schallschutzes und stellt, gerade im Hinblick auf evtl. spätere Mängelstreitigkeiten, eine wesenlich höhere Praxisrelevanz und somit Rechtssicherheit dar.


";Städte-Boom und Baustau: Entwicklungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt 2008 – 2018"

- Großstädte wachsen überproportional durch Zuzug
vor allem junger Menschen
- Weniger Wohnfläche pro Person in den Metropolen
- Baustau: 2018 mehr als doppelt so viele genehmigte,
aber nicht fertiggestellte Wohnungen wie zehn Jahre zuvor
- Wohnungsbau Motor für Baukonjunktur, deutlicher
Preisanstieg im Bau und für die Instandhaltung von Wohngebäuden

WIESBADEN – Die wachsende Bevölkerung vor allem in den Großstädten hat in den vergangenen Jahren den Druck auf den deutschen Wohnungsmarkt erhöht.

2018 lebten in Deutschland 2,5 Millionen Menschen mehr als noch 2012 (+3,1 %). Die Großstädte verzeichneten besonders hohe Zuwächse, allen voran Leipzig (+12,9 %), Frankfurt am Main (+9,5 %) und Berlin (+8 %). Neben dem Geburtenüberschuss ist vor allem der Zuzug aus dem Ausland für die Bevölkerungszunahme in den Städten ab 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern verantwortlich. Das ist ein zentrales Ergebnis der Pressekonferenz "Städte-Boom und Baustau: Entwicklungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt 2008 – 2018" der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder am 4. Dezember 2019 in Berlin.
Junge Menschen ziehen in die Stadt, ältere hinaus
"Junge Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren zieht es in die Metropolen. In den Jahren 2013 bis 2018 zogen im Saldo 1,2 Millionen Menschen in die kreisfreien Großstädte. Bei den Menschen ab 40 Jahren sieht die Entwicklung anders aus: Unter dem Strich zogen im Saldo 120 000 Menschen dieser Altersgruppe aus den Großstädten weg", sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz. "Insgesamt betrachtet hat sich damit der Bedarf an Wohnraum besonders in den Städten deutlich erhöht", so Thiel weiter.
In den Städten wird es enger
Der Mangel an Wohnraum führt dazu, dass Menschen in den sieben größten Städten Deutschlands – das sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf – näher zusammenrücken. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person nahm hier nach Ergebnissen des Mikrozensus zwischen 2010 und 2018 um 1,7 auf 39,2 Quadratmeter ab. Der knapper werdende Wohnraum wird zunehmend geteilt: Lebte 2010 in diesen Metropolen noch in mehr als jeder zweiten Wohnung (51 %) eine Person, war dies acht Jahre später nur noch bei 45 % der Wohnungen der Fall. Der Anteil der von zwei Personen bewohnten Wohnungen stieg in dieser Zeit von 30 % auf 32 % und der von drei und mehr Personen bewohnten Wohnungen von 19 % auf 22 %.
Als mögliche Folge daraus gewinnen in den sieben größten Städten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit zehn und mehr Wohnungen an Bedeutung: Ihr Anteil bei den Eigentümerwohnungen im "Neubau" ab 2011 stieg um 15 Prozentpunkte auf 39 %, bei Mieterwohnungen auf 72 % (+14 Prozentpunkte).
Diese Verknappung des Wohnraums bleibt ein Phänomen der Städte. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in Deutschland blieb zwischen 2010 und 2018 bundesweit konstant bei etwas mehr als 45 Quadratmetern.
Steigende Nachfrage führt zum Baustau
Immobilienunternehmen, Politik und Bauverwaltungen versuchen der gestiegenen Nachfrage nach Wohnraum Rechnung zu tragen. Das lässt sich an den jährlich erteilten Baugenehmigungen ablesen. Diese haben sich seit 2009 von etwa 178 000 auf fast 347 000 im Jahr 2018 nahezu verdoppelt. Der Höchstwert von mehr als 375 000 erteilten Baugenehmigungen wurde bereits im Jahr 2015 erreicht. Seitdem ist diese Zahl leicht rückläufig.
Für den bestehenden Wohnungsmangel entscheidender ist jedoch die Situation des Bauüberhangs – also der Wohnungen, deren Bau zwar genehmigt ist, deren Fertigstellung aber noch auf sich warten lässt. Zwischen 2008 und 2018 hat sich der Bauüberhang bundesweit von rund 320 000 auf 693 000 genehmigte und noch nicht fertiggestellte Wohnungen mehr als verdoppelt.
Die beschriebenen Tendenzen beim Bauüberhang spiegeln sich auch in der Entwicklung des Auftragsbestands der Betriebe im Bauhauptgewerbe wider. Der Auftragsbestand umfasst die eingegangenen, aber noch nicht vollständig ausgeführten Aufträge. Der Auftragsbestand im Wohnungsbau stieg seit 2015 kontinuierlich und erreichte 2018 den höchsten Stand seit 1997: So warten aktuell Aufträge im Wert von rund 9,1 Milliarden Euro auf ihre Ausführung.
Baustelle Personal
Den Bauunternehmen fehlt das Personal zur zügigen Realisierung der Bauaufträge. Während die Anzahl der Beschäftigten im Wohnungsbau von 2008 bis 2018 um lediglich 25 % stieg, haben sich die Auftragsbestände in diesem Zeitraum nahezu verdreifacht. Ende 2018 waren in den Betrieben des Bauhauptgewerbes 467 000 Menschen (Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen) beschäftigt. Das waren deutlich weniger als noch in den späten 1990er Jahren, als die Beschäftigtenzahlen mit mehr als 700 000 tätigen Menschen Rekordstände erreichten.
Wohnungsbau Motor für die Baukonjunktur, deutlicher Preisanstieg im Bau und für die Instandhaltung von Wohngebäuden
Der Wohnungsbau war in den vergangenen Jahren somit Motor und Stütze der Baukonjunktur. Seit 2008 haben sich die nicht preisbereinigten Umsätze von Baubetrieben mit 20 und mehr Beschäftigten von 8,6 Milliarden Euro auf 20,3 Milliarden Euro im Jahr 2018 mehr als verdoppelt. Im gleichen Zeitraum haben sich auch die Preise für Leistungen von Bauunternehmen für den Neubau von Wohngebäuden um 24,3 % erhöht. Dabei stiegen die Preise für den Rohbau von Wohngebäuden mit 22,8 % etwas moderater als die Preise für die Ausbauarbeiten (+25,7 %). Beim Ausbau erhöhten sich die Preise im Sanitärbereich (+36,6 %), im Heizungsbau (+33,6 %) und für die Elektroinstallation in Wohngebäuden (+34,4 %) besonders kräftig.
Aus Sicht der Privathaushalte verteuerte sich von allen Ausgabebereichen rund um das Wohnen die Instandhaltung und Reparatur der Wohnung oder des Wohnhauses besonders stark. Für Erzeugnisse und Dienstleistungen zur Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen und Wohngebäuden zahlten sie im Jahr 2018 rund 26 % mehr als im Jahr 2008. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex insgesamt stieg von 2008 bis 2018 nur um knapp 13 %.
Quelle: destatis


Mehr Geld für Eigenheim-Sparer

Der Bundesrat hat am heutigen Freitag einer Verbesserung der Wohnungsbauprämie zugestimmt. Damit gibt es bald deutlich mehr Geld vom Staat für viele, die für den Bau, Kauf oder die Renovierung eines Eigenheims sparen. Von der Förderung können künftig mehr Menschen in Deutschland profitieren. Die LBS beantwortet die wichtigsten Fragen zur verbesserten Wohnungsbauprämie und erklärt, was sie bringt und wer davon profitieren kann.

Wer bekommt die Wohnungsbauprämie?
Die Wohnungsbauprämie (WoP) fördert diejenigen, die Geld sparen, um eine Wohnimmobiliezu kaufen, zu bauen oder zu renovieren. Dafür gelten Einkommensgrenzen, die mit der Verbesserungder Förderung ab 2021 deutlich angehoben werden, wodurch deutlich mehr Menschenin den Genuss der Prämie kommen können.
Wie viel Wohnungsbauprämie gibt es?
Wer mindestens 16 Jahre alt ist und pro Jahr bis zu 700 Euro (1400 Euro für Verheiratete) aufeinen Bausparvertrag einzahlt, erhält ab 2021 eine Wohnungsbauprämie von 10 Prozent auf dieseEinzahlungen – also bis zu 70 Euro (Singles) bzw. 140 Euro (Verheiratete) pro Jahr. Das sind über50 Prozent mehr als bisher. Im derzeitigen Zinstief ist das eine besonders wertvolle Förderung.
Wofür kann die Wohnungsbauprämie verwendet werden?
Die angesammelten Prämien gibt es für Vertragsabschlüsse ab 2009 nur, wenn das angesparteGeld später für wohnwirtschaftliche Zwecke, also für den Bau, Kauf oder die Modernisierungvon Wohneigentum verwendet wird. Bei jungen Leuten unter 25 Jahren macht der Staateine Ausnahme: Sie können nach sieben Jahren frei über das gesamte Guthaben inklusive derWohnungsbauprämien verfügen. Diese Sonderregelung kann jeder Sparer aber nur einmal in Anspruch nehmen. Auch wer unmittelbar eine Immobilie finanzieren möchte, kann von derWohnungsbauprämie profitieren. Dies funktioniert mit einem Bauspar-Kombikredit. Dabeiwird eine Vorfinanzierung abgeschlossen, die zunächst nicht getilgt wird. Stattdessen fließenentsprechende Zahlungen als Sparleistungen auf einen Bausparvertrag, der dann mit derZuteilung die Vorfinanzierung ablöst. Die Einzahlungen auf den Bausparvertrag sind bis zurZuteilung förderfähig.
Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?
Neben der Zweckbindung sind die Einkommensgrenzen wichtige Bedingungen für den Erhaltder Wohnungsbauprämie. Diese liegen derzeit bei einem zu versteuernden Einkommen von25.600 Euro (Singles) bzw. 51.200 Euro (Verheiratete). Ab 2021 steigen die Grenzen auf 35.000Euro (Singles) bzw. 70.000 Euro (Verheiratete). Wichtig: Auch viele Haushalte mit einem höherenBruttoeinkommen können noch dazu gehören. Denn vom Bruttoeinkommen werdenmehrere Posten abgezogen, um das zu versteuernde Einkommen zu ermitteln. Dazu zählenetwa bestimmte Versicherungsbeiträge, Vorsorgeaufwendungen oder auch Kinderfreibeträge.Aufschluss über die Höhe des zu versteuernden Einkommens gibt der letzte Steuerbescheid.
Wie wird die Wohnungsbauprämie beantragt? Zu Beginn jedes Jahres erhalten Kunden der LBS automatisch einen WoP-Antrag für das Vorjahr.Dieser Prämienantrag ist ausgefüllt und unterschrieben bei der Bausparkasse einzureichen. DieWohnungsbauprämie kann bis zu zwei Jahre rückwirkend beantragt werden. Das heißt: Bis31. Dezember 2019 kann die Wohnungsbauprämie für das Jahr 2017 gesichert werden, wenn in diesem die entsprechenden Sparbeträge eingezahlt wurden.
Quelle: LBS


Der 1. Preis im Kalksandstein Architektur-Nachwuchswettbewerb ";Conceptual Living 2018.19" geht nach Stuttgart

Bianca Jacobsen und Lara Weiler von der Universität Stuttgart gewinnen mit ihrem Entwurf "Fast Forward" den ersten studentischen Architekturwettbewerb "Conceptual Living 2018.19" der Kalksandsteinindustrie. Eine hochkarätige Jury um ihren Vorsitzenden Martin Murphy vom Hamburger Architekturbüro Störmer, Murphy and Partners, wählte aus insgesamt 35 internationalen Bewerbungen die besten Entwürfe aus. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Festveranstaltung zum 125-jährigen Jubiläum der industriellen Kalksandsteinproduktion im Rathaus von Nürnberg statt.

"Die Arbeit des 1. Preisträgers konnte uns mit einem innovativen Konzept, gut ausgearbeiteten, differenzierten Grundrissen und einer gestalterisch hohen Qualität und Funktionalität der Gebäude begeistern", startet Jury-Vorsitzender Martin Murphy die Gewinner-Laudatio. "Besonders hervorzuheben ist die überragend gute und einfache Darstellung der Piktogramme und Konzeptskizzen." Es brauche nicht nur eine gute Idee, man müsse sie auch schlüssig erklären können und eine Darstellungsart finden, die das Konzept leicht erkennbar und griffig präsentiere, so Murphy weiter.  
Die beiden Gewinnerinnen waren nach der Bekanntgabe ihres Namens aus dem Häuschen: "Wir waren schon überaus glücklich, als wir die Nachricht für die Platzierung unter den TOP 5 erhalten haben", sagt Jacobsen nach der Scheck- und Urkundenübergabe. Weiler ergänzt: "Dass wir aber auch den 1. Platz gemacht haben, hat all unsere Vorstellungen bei Weitem übertroffen."  
Jochen Bayer, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. und Jurymitglied, war von der Qualität der eingereichten Bewerbungen sehr überzeugt: "Insgesamt war das Niveau der 35 eingereichten Entwürfe sehr hoch. Im Nachhinein haben wir aber auch erkannt, dass die Qualität der Grundlagelehre für die Erstellung von Architekturentwürfen an den Universitäten und Hochschulen sehr unterschiedlich ist."  
Der im August 2018 ausgelobte studentische Nachwuchswettbewerb "Conceptual Living 2018/19" suchte nach Lösungsvorschlägen für innovativen und experimentellen Wohnungsbau innerhalb eines Planungsgebiets in Köln-Stammheim am Rheinufer. Dabei ging es um Arbeiten, die innerhalb einer Lehrveranstaltung oder als Bachelor-/Masterarbeit eines Studiengangs der Architektur an einer deutschsprachigen Hochschule erarbeitet wurden und sich innovativ mit den gestalterischen, konstruktiven und ökologischen Möglichkeiten des Massivbaus, unter Verwendung von Kalksandstein, auseinandersetzten.  
Das Procedere zur Feststellung der besten Einreichungen war intensiv. Zunächst wurden alle 35 Entwürfe in mehreren Durchgängen wiederholt diskutiert und nach Nummern, also vollständig anonym, nach ihrer Qualität bewertet. Erst nach der finalen Festlegung der TOP-5 Einreichungen, wurden die Nummern dann den konkreten Personen und Teams zugeordnet.  
"Angesichts der hohen Qualität der Einreichungen haben wir mit der Jury einen ganzen Tag zusammengesessen und anhand der vorliegenden Unterlagen intensiv diskutiert, bewertet und uns letztendlich einstimmig auf die besten Entwürfe geeinigt", berichtet Jens-Uwe Seyfarth, der den Wettbewerb als Jurymitglied engagiert begleitet hat. "Wir haben tolle Entwürfe gesehen. Das ist wirklich nicht bei jedem Wettbewerb, an dem ich bisher als Jurymitglied teilnehmen durfte, der Fall. Die große Freude der Preisträger und der weiteren Nominierten macht auf jeden Fall schon jetzt Lust auf eine Wiederholung!", resümiert Seyfarth den Wettbewerb.  
Die Preisträger:
   1. Bianca Jacobsen und Lara Weiler (Universität Stuttgart)   2. Lena Stelzner und Maximilian Maciejewski (Technische Universität Dortmund)   3. Jessica Vetter und Pepe Fritz (Universität Stuttgart)  
Weitere Shortlist-Platzierungen:
   4. Sophia Schmidt (Hochschule Würzburg-Schweinfurt)   5. Nadine Adams und Amir Durmishaj (Technische Universität Dortmund)  
Weiterhin vergab die Jury einen Sonderpreis an Wjatscheslaw Krening (Hochschule Würzburg-Schweinfurt) und honorierte damit seinen Mut für eine besonders visionäre Idee.  
Die Jury:

Martin Murphy (Störmer, Murphy and Partners, Hamburg)
Eva-Maria Pape (Pape Architektur, Köln)
Jens Uwe Seyfarth (Seyfarth Stahlhut Architekten, Hannover)
Eckehard Wienstroer (WIENSTROER ARCHITEKTEN STADTPLANER, Düsseldorf)
Jochen Bayer (Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.)
Roland Meißner (Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.)


Massiv gebaut – günstig versichert

Vergleichsstudie belegt: Versicherungsprämie fällt bei massiv errichteten Gebäuden deutlich geringer aus

Die Deutschen gelten als Versicherungsweltmeister. Rund 431 Millionen Verträge laufen derzeit hierzulande. Ob Sinn oder Unsinn: Für jede Eventualität im Leben gibt es eine entsprechende Police. Neben Rechtsschutz, Hausrat, Leben und Automobil werden sogar Smartphones und Lesebrillen versichert – gerade letztere sind schlichtweg unnötig. Für Hausbesitzer ist eine Absicherung in Form einer Wohngebäudeversicherung aber unumgänglich. Handelt es sich um ein kreditfinanziertes Objekt, ist ein Versicherungsschein sogar obligatorisch. Welche unterschiedlichen Kosten auf den Bauherren zukommen, je nach dem in welcher Bauart er sein Eigenheim errichtet hat, zeigt jetzt eine neue Kurz-Studie des renommierten Pestel-Instituts aus Hannover.

Wenig Risiko mit massivem Mauerwerk
Hagel, Feuer, Blitzeinschlag oder Schäden durch Leitungswasser sind Risiken, die man durch eine gute Versicherung abdecken sollte. Dass die Bauweise des zu versichernden Gebäudes ausschlaggebend für die Höhe der jährlichen Kosten ist, konnte jetzt in einer Studie im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) durch eine Herausstellung von Preisunterschieden bei der Wohngebäudeversicherung belegt werden. Im Ergebnis hat das beauftrage Pestel-Institut 15 Angebote gefunden, die im Rahmen eines Tarifes zwei Gebäudearten mit identischer Risikoabdeckung versichern. Dabei handelt es sich um massive, mit Mauerwerk gebaute Häuser und solche in Holzbauweise. Im Vorfeld stellten die Experten fest, dass bei manchen Versicherern Fachwerk- und Holzhäuser grundsätzlich nicht versichert werden und wenn, dann mit separaten Tarifen und unterschiedlichen Leistungen.
Ein Vergleich, der sich lohnt
Bei den 15 untersuchten Anbietern unterschied man zur Einstufung des Risikos nur zwischen "massiv" und "nicht massiv". Zudem wurden mit Lübeck, Cottbus, Asperg und Münster zusätzlich vier Standorte unter die Lupe genommen, um auch regionale Besonderheiten zu berücksichtigen. Neben den ortsabhängigen Kosten zeigt der Vergleich auch die Preisunterschiede zwischen Massivbauten und Holzkonstruktionen. Beispielsweise liegt in Lübeck die Jahresprämie für massiv gebaute Eigenheime im Durchschnitt 44 Prozent unter dem Beitrag für nicht-massive Einfamilienhäuser. Wobei der Mittelwert für massive Bauten bei 284,90 Euro liegt und der für nicht-massive bei 409,50 Euro. Asperg in Baden-Württemberg verzeichnet mit 267,70 Euro den geringsten Mittelwert für Massivbauten, während die Beiträge in Münster mit 341,50 Euro in der Untersuchung am höchsten liegen.
Das Fazit der Kurz-Studie zeigt deutlich: Neben Vorteilen wie Nachhaltigkeit und Wertbeständigkeit liegen die vier Steinarten Ziegel, Kalksandstein, Poren- und Leichtbeton auch in Sachen Kosten für die Wohngebäudeversicherung weit vorne: Denn alle Versicherer, die für den Vergleich herangezogen wurden, verlangen einen um 40 bis 50 Prozent niedrigeren Jahresbeitrag für Massivbauten im Vergleich zu den Prämien bei Holzhäusern.
Weitere Informationen zum Bauen mit massivem Mauerwerk sowie die ausführliche Studie, in der übrigens auch Mehrfamilienhäuser berücksichtig wurden, gibt es unter www.massiv-mein-haus.de.


Auftragseingang im Bauhaupt­gewerbe im November 2016

- 1,0 % saison­bereinigt zum Vormonat

Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2016 um 1,0 % niedriger als im Oktober 2016. Dennoch erreichte das Volumen der Auftragseingänge nach dem Oktober 2016 den zweithöchsten Wert seit März 2002. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich nahm das Volumen der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigten Auftragseingänge von September bis November 2016 gegenüber Juni bis August 2016 um 4,3 % zu.

Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im November 2016 um 4,9 % höher. In den ersten elf Monaten 2016 stieg er um 13,8 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. 
Bezogen auf die nominalen Ergebnisse lag der Wert des Auftragseingangs im Bauhauptgewerbe im November 2016 um 7,6 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zu den ersten elf Monaten 2015 stiegen die Auftragseingänge in den ersten elf Monaten 2016 nominal um 15,3 %. 
Der Umsatz des Bauhauptgewerbes in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lag im November 2016 nominal mit rund 7,4 Milliarden Euro um 6,3 % höher als im November 2015. Ein höherer Umsatz in einem November war zuletzt im Jahr 1999 erreicht worden (7,8 Milliarden Euro). Für die ersten elf Monate des Jahres 2016 ergab sich ein Anstieg um 6,8 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Quelle und weitere Informationen:destatis.de


Genehmigte Wohnungen von Januar bis September 2016

+ 24,0 % gegen­über Vorjahres­zeitraum

Von Januar bis September 2016 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 276.300 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 24,0 % oder rund 53.500 Baugenehmigungen für Wohnungen mehr als in den ersten neun Monaten 2015. Eine höhere Zahl an genehmigten Wohnungen hatte es in den ersten neun Monaten eines Jahres zuletzt im Jahr 1999 gegeben (331.600)

Von den in den ersten neun Monaten 2016 genehmigten Wohnungen waren 232.500 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+ 21,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Dieser starke Zuwachs zeigte sich vor allem in Mehrfamilienhäusern (+ 27,5 % beziehungsweise + 26.700 Wohnungen). Die Anzahl genehmigter Wohnungen in Zweifamilienhäusern stieg um 12,6 % beziehungsweise 1.900 Wohnungen und in Einfamilienhäusern um 3,0 % beziehungsweise 2.100 Wohnungen. Prozentual am stärksten stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen mit + 129,6 % beziehungsweise + 10.400 Wohnungen. Zu dieser Kategorie zählen unter anderem Flüchtlingsunterkünfte. Damit wurden von Januar bis September 2016 mehr Wohnungen in Wohnheimen (18.400 Wohnungen) genehmigt als in Zweifamilienhäusern (17.100 Wohnungen). Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stiegen die Baugenehmigungen in neuen Wohngebäuden um 16,8 %.
Die Zahl der Wohnungen, die durch genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen, erreichte in den ersten neun Monaten 2016 mit 39.000 Wohnungen den höchsten Wert seit 1998 (43.200). 
Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude erhöhte sich von Januar bis September 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,8 Millionen Kubikmeter auf 159,5 Millionen Kubikmeter (+ 15,0 %). Diese Entwicklung ist sowohl auf einen Anstieg der Genehmigungen bei den öffentlichen Bauherren (+ 34,1 %) als auch bei den nichtöffentlichen Bauherren (+ 13,3 %) zurückzuführen.
Quelle:destatis.de


Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2016: Deutsche Wirtschaft gut ausgelastet

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem moderaten Aufschwung. Davon gehen die an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligten Wirtschaftsforschungsinstitute aus. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 1,9 Prozent und im kommenden Jahr um 1,4 Prozent zulegen. Im Jahr 2018 dürfte die Expansionsrate bei 1,6 Prozent liegen. Die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten sind damit im Prognosezeitraum etwas stärker ausgelastet als im langjährigen Mittel.

Dennoch sind es derzeit weniger die Unternehmensinvestitionen, die den Aufschwung tragen: Von der Weltkonjunktur gehen nur geringe stimulierende Effekte aus, so dass die Exporte nur moderat steigen; zudem dürften sich in den außerordentlich niedrigen Kapitalmarktzinsen nicht nur die derzeitige Geldpolitik, sondern auch niedrige Wachstumserwartungen widerspiegeln.
All dies hemmt die Ausrüstungsinvestitionen. So ist es weiterhin in erster Linie der Konsum, der den Aufschwung trägt. Der private Verbrauch profitiert dabei insbesondere vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau, beim öffentlichen Konsum machen sich weiterhin die hohen Aufwendungen zur Unterbringung und Integration von Flüchtlingen bemerkbar.
Der Wohnungsbau wird durch die niedrigen Zinsen angeregt. Insgesamt werden die Bauinvestitionen im Prognosezeitraum merklich ausgeweitet. Für das laufende Jahr ist ein Zuwachs um 3,2 Prozent, für die Jahre 2017 und 2018 sind Raten von 1,9 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent zu erwarten. Die Bauprognose der Wirtschaftsforschungsinstitute für 2016 deckt sich mit den Einschätzungen des Bundesverbands Baustoffe – Steine und Erden e.V. (bbs) Insbesondere die gegenüber der vorherigen Prognose vorgenommene Korrektur der gewerblichen Bauinvestitionen (Frühjahr: +1,8%) erscheint realistisch. Auch die Einschätzungen für 2017 erscheinen aus heutiger Sicht nachvollziehbar.
Das vollständige Gutachten und weitergehende Informationen finden sie auf den Internetseiten der beteiligten Institute unter www.cesifo-group.de.


Wohnraum-Allianz für Baden-Württemberg gegründet

Das Land Baden-Württemberg hat zusammen mit der Wohnungswirtschaft, den kommunalen Spitzenverbänden, den Landtagsfraktionen, Banken sowie Natur- und Umweltschutzverbänden die Wohnraum-Allianz für Baden-Württemberg gegründet. Die neue Wohnraum-Allianz soll alle Akteure des Wohnungsmarktes an einen Tisch bekommen, um schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können.

Auf Einladung der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Nicole Hoffmeister-Kraut, ist die Wohnraum-Allianz für Baden-Württemberg gegründet worden. Zur Auftaktveranstaltung für eines der wichtigsten Projekte der Landesregierung in dieser Legislaturperiode begrüßte sie rund 50 Vertreterinnern und Vertreter der Wohnungswirtschaft, der kommunalen Spitzenverbände, der im Landtag vertretenen Fraktionen sowie von Banken oder auch des Natur- und Umweltschutzes.
Schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum schaffen
"Schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung, das sich als nötiger denn je erweist", erklärte Hoffmeister-Kraut. In den Ballungsräumen Baden-Württembergs, aber auch in vielen Regionen des ländlichen Raums seien Mieten und Immobilienpreise drastisch gestiegen. Es fehlten insbesondere günstige Wohnungen für Menschen mit geringerem Einkommen, so die Ministerin. Die Anstrengungen zur Schaffung von Wohnraum müssten daher mit Nachdruck intensiviert werden. Sie strebe daher an, dass das Land die für die Wohnraumförderung zur Verfügung stehenden Mittel auf 250 Millionen Euro in 2017 erhöhe.
Hoffmeister-Kraut: "Schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, dieses Ziel erreichen wir nur, wenn wir alle Akteure des Wohnungsmarktes an einen Tisch bekommen. Die neue ,Wohnraum-Allianz’ ist dafür das beste Mittel, mit dem wir Leitlinien für die verstärkte Schaffung von Wohnraum gemeinsam zügig erarbeiten und uns über Schritte zur Umsetzung auf allen Ebenen verständigen wollen."
Der Bogen der Themen spanne sich dabei von den rechtlichen Grundlagen des Bauens und der Planung bis hin zu Förderinstrumenten und der Finanzierung. In den Blick zu nehmen seien bei der Schaffung von mehr Wohnraum zudem gleichermaßen die Interessen der Mieter als auch von Vermietern, betonte die Ministerin.
"Wohnraum-Allianz"
Die "Wohnraum-Allianz" hat konsultative und beratende Funktion und soll in vier Arbeitsgruppen in regelmäßigen Sitzungen drängende mit dem Wohnungsbau zusammenhängende Fragen diskutieren. Darüber hinaus werden in diesem Jahr weitere Spitzengesprächs-Runden zur Reflektion der Ergebnisse stattfinden, um noch in 2016 erste mögliche Vorschläge zu präsentieren, die schnell umgesetzt werden könnten.
Quelle:baden-wuerttemberg.de


Neue Website des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden online

Mit neuem Look sowie einer klaren und benutzerfreundlichen Navigation präsentiert sich der überarbeitete Internetauftritt des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden (bbs).

Unter www.baustoffindustrie.de sind Informationen zu branchenrelevanten Themen wie Konjunktur und Produktion, Bauwirtschaft, Energie, Klimaschutz, Rohstoffe, Technik/Normung oder Umwelt zusammengefasst. Die Vielfalt der Produkte und Anwendungen sowie der Gewinnungs- bzw. Produktionsstätten wird durch spannende Bilder deutlich.
"Wir freuen uns, den Besuchern im Netz ein frisches Layout und eine `aufgeräumte´ Seite präsentieren zu können, die das Aufgabenspektrum des bbs ebenso abbildet wie Daten und Fakten zur Branche," so bbs-Hauptgeschäftsführer Michael Basten.
Der Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V. vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen der deutschen Roh- und Baustoffindustrie. Die Branche erwirtschaftet mit 145.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von rund 31 Milliarden Euro.


Gesetzentwurf zur Sonder-AfA für Mietwohnungsbau gestoppt

Desaster für den Mietwohnungsbau

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsbaus ist zunächst gescheitert, da sich die Koalitionspartner diese Woche u.a. nicht auf Nachbesserungen bei der Höhe der Fördergrenze einigen konnten.

Der ursprüngliche Gesetzentwurf sah – zusätzlich zur regulären AfA in Höhe von 2% jährlich – eine steuerliche Sonderabschreibung in Höhe von insgesamt 29% der Anschaffungs- oder Herstellungskosten verteilt auf die ersten drei Jahre nach Baufertigstellung vor. Voraussetzungen sollten u.a. sein, dass das Gebäude zur Wohnungsvermietung bestimmt ist, in einer Region mit besonders angespannter Wohnraumsituation liegt und die maximalen Baukosten von 3.000 Euro je m² Wohnfläche nicht überschritten werden, wovon jedoch nur 2.000 Euro förderfähig sein sollten.
Nachdem im Rahmen der öffentlichen Anhörung im Bundestags-Finanzausschuss am 25.04.2016 von Seiten der bestellten Sachverständigen Kritik am Gesetzentwurf insbesondere in Bezug auf mögliche Mitnahmeeffekte und eine fehlende Mietendeckelung geäußert wurde, haben die Koalitionspartner über Nachbesserungen verhandelt. So wollte die SPD-Fraktion eine Absenkung der maximalen Förderhöhe und eine Begrenzung der durch den Vermieter maximal zu verlangenden Miete durchsetzen. Die Hausspitze des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) ging bis vor kurzem noch von einer Einigung bis zur Sommerpause aus, diese konnte jedoch letztlich nicht erzielt werden.
Alternativ werden sollen in den Bundeshaushalt nun 500 Mio. Euro zusätzlich eingestellt, die für ein gesondertes Investitionsförderprogramm zum bezahlbaren Wohnen vorgesehen sind. Das Programm soll vom BMUB umgehend erstellt und veröffentlicht werden.
Es besteht zwar noch immer die Chance, dass die steuerliche Mietwohnungsbauförderung doch noch nach der Sommerpause in einem modifizierten Gesetzentwurf verabschiedet wird. Es ist jedoch in jedem Fall ein negatives Signal, dass trotz des erheblichen Mangels an bezahlbarem Wohnraum in Ballungszentren, der aufgrund der zu geringen Fertigstellungszahlen weiterwächst, keine kurzfristige Einigung über eine wirksame Sonder-AfA im Mietwohnungsneubau möglich war.
Zusammenfassend ist es sicher besser, dass anstelle einer vollständigen Ablehnung einer Sonder-AfA nun zumindest zusätzliche 500 Mio. Euro für ein Investitionsförderprogramm sowohl für private wie auch kommunale Bauherren freigegeben wurden. Allerdings wird dies zur Ankurblung des sozialen Wohnungsbaus nicht ausreichen. Wir werden daher weiterhin im Rahmen des Verbändebündnisses "Impulse für den Wohnungsbau" aber auch über die DGfM für steuerliche Anreize im Wohnungsbau eintreten.


Impulse für Wohnungsbau – Baden-Württemberg: Bezahlbarer Wohnraum (un)möglich?

Aktionsgemeinschaft fordert verbesserte Rahmenbedingungen für den
Wohnungsbau in Baden-Württemberg

"Bezahlbarer Wohnungsbau (un)möglich?" unter diesem Titel hatte die Aktionsgemeinschaft Impulse für den Wohnungsbau in Baden-Württemberg zu einem Symposium nach Stuttgart eingeladen.

Der Mangel an bezahlbaren Wohnraum, insbesondere in Ballungsräumen, ist derzeit in aller Munde und beschäftigt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen. Dies zeigte auch die große Resonanz auf die Veranstaltung. Ãœber 230 Vertreter aus der Architektenschaft, der Wohn- und Bauwirtschaft sowie den Kommunen nahmen teil, zahlreichen Interessenten musste man im Vorfeld aufgrund der begrenzten Raumkapazität sogar absagen. Wie kann man bezahlbaren Wohnraum schaffen? Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Ist bezahlbarer Wohnungsbau angesichts der steigenden technischen und gesetzlichen Anforderungen überhaupt möglich? All diese Fragen standen im Fokus des Symposiums.
Jens Kuderer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen, Stuttgart, skizzierte zunächst die Entwicklung des Wohnungsbedarfs. Die hohe Zuwanderung aus dem In- und Ausland, die wachsende Zahl der Singlehaushalte – die Nachfrage in Baden-Württemberg steigt und steht einem angespannten Wohnungsmarkt gegenüber. Laut einer aktuellen Studie des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung e. V., Dresden, werden rund 62.000 neue Wohnungen pro Jahr benötigt, nur knapp über 30.000 werden jedoch gebaut. Besorgt zeigte er sich auch über die rückläufige Tendenz bei den Fertigstellungen im Jahr 2013. Zudem seien die Baugenehmigungen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Dies alles würde zu einer weiteren Verschärfung des Problems führen, so Kuderer. Er forderte daher die Schaffung eines ausreichenden Angebots als effektivstes Mittel für bezahlbaren Wohnraum.
Matthias Günther vom Eduard Pestel Institut für Systemforschung e.V., Hannover, unterstrich in seinem Vortrag die Aussagen seines Vorredners und zeigte anhand der Studie "Mietwohnungsbau 2.0 – Bezahlbarer Wohnraum durch Neubau" auf, was sich ändern muss, um einen mit niedrigeren Mieten attraktiven Wohnungsneubau zu erreichen. Eine Verbesserung der steuerlichen Abschreibungsbedingungen, eine Reduzierung der Baulandkosten und verbesserte Finanzierungskonditionen hätten einen enormen Preiseffekt auf dem Mietwohnungsmarkt, rechnete der Volkswirt vor.
Die Kosten im Blick, hatte auch Dietmar Walberg, Arbeitsgemeinschaft zeitgemäßes Bauen   e. V., Kiel. Er stellte das Ergebnis der ARGE-Untersuchung "Optimierter Wohnungsbau" vor. Insbesondere die gestiegenen Energiesparauflagen und kommunalen Vorgaben – beispielsweise für Stellplätze – haben die Baukosten in den vergangenen Jahren deutlich nach oben getrieben. Hinzu kommen höhere logistische Kosten, die das Bauen in Innenstädten mit sich bringt. So schlage ein Mehrfamilienhaus, das in der Innenstadt mit den hohen gesetzlichen Energiesparauflagen (EnEV ab 2016) gebaut werde, mittlerweile mit Baukosten von 2.422 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zu Buche. Hierbei seien noch nicht einmal die Grundstückskosten berücksichtigt. Zudem präsentierte er einen detaillierten Kostenkatalog, der transparent macht, was beim Neubau von Mehrfamilienhäusern durchschnittlich pro Quadratmeter Wohnfläche wie viel kostet – von der Tiefgarage (292  Euro/m²) über das Kellergeschoss (122 Euro/m²) und den Aufzug (68 Euro/m²) bis zur Dachbegrünung (41 Euro/m²). Um in den Wachstumsregionen kostengünstiger bauen zu können, seien verbesserte Rahmenbedingungen zwingend erforderlich, so auch sein Fazit.
Wo es derzeit hakt und welche Lösungsansätze es gibt, diskutierten in der anschließenden Podiumsrunde Jochen Bayer, Sprecher der Aktionsgemeinschaft in Baden-Württemberg, und Harald Luger vom Siedlungswerk Stuttgart mit den Vertretern der vier Landtagsfraktionen. Tobias Wald, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, kritisierte die neue Landesbauordnung. Durch überzogene Anforderungen wie die Schaffung von Fahrradstellplätzen oder von Fassadenbegrünung würde sich das Bauen unnötig verteuern. Die Erhöhung der Grunderwerbssteuer trage ebenfalls dazu bei. Das landeseigene Förderprogramm aufzustocken sei wichtig, helfe bei den derzeit niedrigen Zinsen allerdings nur wenig. 
Dr. Hans-Ulrich Rülke, Fraktionsvorsitzender der FDP, teilte seine Meinung. Er forderte mehr Deregulierung statt Regulierung. Maßnahmen, wie die Einführung der Mietpreisbremse bekämpfen nur die Symptome, nicht die Ursache. Der Wohnungsbau müsse für Investoren wieder attraktiv gemacht werden. Harald Luger konnte dies aus seiner Erfahrung in der Praxis nur bestätigen. Der Mietwohnungsbau sei nicht mehr rentabel. Grund seien die gestiegen Baukosten. Vor allem die Preise für die Grundstücke machen den Investoren zu schaffen. Günstiges Bauland sei auf dem freien Markt kaum zu bekommen, bezahlbare Wohnungen somit immer schwerer zu realisieren. Land und Kommunen müssten Grundstücke in ausreichender Anzahl und zu vernünftigen Preisen bereitstellen, so seine Forderung. Auch die Verknappung der Deponiekapazitäten und die damit einhergehenden Kostensteigerungen, stellen das Bauen vor neuen Herausforderungen.
Andrea Lindlohr, wirtschafts- und wohnungsbaupolitische Sprecherin der GRÃœNEN-Landtagsfraktion, verteidigte die Wohnungspolitik der Landesregierung. Der soziale Wohnungsbau hätte in Baden-Württemberg seit vielen Jahren brachgelegen, das Thema nun voranzubringen mache zwar Mühe, räumte sie ein, man sei jedoch auf einem guten Weg. Durch die Neugestaltung der Förderkonditionen habe sich der Mittelabfluss deutlich besser, betonte auch ihr Kollege Johannes Stober von der SPD. Was die Mietpreisbremse angehe, so gelte diese nur bei Wiedervermietung in angespannten Wohnlagen. Eine neu errichtete Wohnung könne der Eigentümer auch in Zukunft ohne Beschränkung vermieten. Nachbesserungsbedarf sähe er lediglich bei der Erstellung der sog. "Gebietskulisse". Frau Lindlohr wies außerdem darauf hin, dass Kommunen Grundstücke nicht zu Höchstpreisen verkaufen müssen. Hierzu habe man im vergangenen Jahr eine Verwaltungsvorschrift verabschiedet, nach der der Kaufpreis für landeseigene Grundstücke, die für sozial orientierten Förderungen von Wohnraum abgegeben werden, ermäßigt werden kann. Auch der Bund sei gefordert, etwa bei der Konversion ehemaliger Militärflächen.
Jochen Bayer von der Aktionsgemeinschaft sieht noch mehr Stellschrauben an denen man drehen kann. Er forderte die Erhöhung der linearen Abschreibung von 2 auf mindestens 3 Prozent. Dies würde den Werteverzehr realistischer abbilden. Die Abnutzung, insbesondere der Gebäudetechnik, liege heutzutage weit unter den angenommen 50 Jahren. Auch müsse man den Ersatzneubau nicht wirtschaftlich sanierungsfähiger Wohnungen in der KfW-Förderung sowie bauordnungsrechtlich durch eine Anpassung des Baugesetzbuches einer Vollsanierung gleichstellen.


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