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Gewerke

 

Gewerke

12. Mauerer


12.10. TOP TEN


12.20. BAUSTOFFINDUSTRIE

12.50. DIENSTLEISTUNGEN

12.21. - Mauerziegel, Ziegel (49)

12.51. - Baustoffhandel (163)

12.22. - Klinker, Backsteine (36)

12.52. - Bauunternehmen (77)

12.23. - Kalksandstein, KS (24)

12.53. - Sachverständige (31)

12.24. - Porenbeton (15)

12.54. - Verbände, Bauindustrie (191)

12.25. - Betonsteine (14)

12.55. - Verbände, Baustoffhandel (59)

12.26. - Bimssteine (14)

12.56. - Verbände, Mauerwerk (157)

12.27. - Isolierklinker (10)

12.57. - Initiativen (18)

12.28. - Lehmziegel, Lehm (15)

12.58. - Publikationen, Verlage (411)

12.29. - Glasbausteine (12)

12.59. - Institute, Lehre (77)


12.30. - Schornsteine, Kamine (23)

12.60. - Museen, Museum (23)

12.31. - Rolladenkästen (21)

12.61. - Messen, Veranstaltungen (380)

12.32. - Fertigteile, Elemente (83)

12.62. - Portale (72)

12.33. - Systemergänzungen (225)

12.34. - Mauermörtel (31)

12.35. - Grundmauerschutz (22)

12.36. - Einbauelemente (69)

12.37. - Dämmstoffe (56)

12.38. - Hilfsmittel (56)


12.40. MASCHINEN, TECHNIK

12.41. - Maschinen (25)

12.42. - Handmaschinen (20)

12.43. - Mauerwerkzeuge (18)

12.44. - Software (9)


Gewerkespezifische News

Quelle: http://www.kalksandstein.de

KS-Schallschutz-Workshops 2019 im Norden erfolgreich gelaufen

Die Kalksandsteinindustrie im Norden hat im November an 16 Orten KS-Schallschutz-Workshops durchgeführt. Knapp 300 Teilnehmer folgten in den Veranstaltungen den Ausführungen der Referenten.

In den Workshops informierten die Referenten die Teilnehmer über den Stand der Normung und die theoretischen Grundlagen zum Nachweisverfahren gemäß DIN 4109. Die neue Schallschutznorm stellt insbesondere für den Geschosswohnungsbau ein Rechenverfahren zur Verfügung, mit dem der Einfluss aller wesentlichen Parameter auf die Schalldämmung von Bauteilen erfasst wird. Planungsfehler, die infolge einer nicht angemessenen rechnerischen Betrachtung z.B. der flankierenden Schallübertragung in der Vergangenheit auftraten, können mit dem neuen Verfahren zuverlässig vermieden werden. Das neue Verfahren bietet die Möglichkeit der gezielten Dimensionierung aller an der Schallübertragung beteiligten Bauteile und ist die Grundlage für eine wirtschaftliche Schallschutzplanung.Im Anschluss an die theoretische Einführung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit¬†mit Hilfe des KS-Schallschutzrechners 6.01, der alle Einflussparameter für die Berechnung nach DIN 4109-2:2016-07 berücksichtigt, Beispielaufgaben zu berechnen und damit die Handhabung des KS-Schallschutzrechners kennen zu lernen. Der Schallschutzrechner erleichtert die Prognose des Schallschutzes und stellt, gerade im Hinblick auf evtl. spätere Mängelstreitigkeiten, eine wesenlich höhere Praxisrelevanz und somit Rechtssicherheit dar.


Kalksandstein BAUSEMINARE 2020 im Süden!

ANMELDUNG

Wir möchten Sie recht herzlich zu unseren Kalksandstein BAUSEMINAREN 2020 einladen.

Auch in diesem Jahr haben wir für Sie wieder ein interessantes Programm zusammengestellt, welches von namhaften Referenten gestaltet wird.

Melden Sie sich rechtzeitig an!


Hier geht es zur Anmeldung!


";Städte-Boom und Baustau: Entwicklungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt 2008 ‚Äď 2018"

- Großstädte wachsen überproportional durch Zuzug
vor allem junger Menschen
- Weniger Wohnfläche pro Person in den Metropolen
- Baustau: 2018 mehr als doppelt so viele genehmigte,
aber nicht fertiggestellte Wohnungen wie zehn Jahre zuvor
- Wohnungsbau Motor für Baukonjunktur, deutlicher
Preisanstieg im Bau und für die Instandhaltung von Wohngebäuden

WIESBADEN ‚Äď Die wachsende Bevölkerung vor allem in den Großstädten hat in den vergangenen Jahren den Druck auf den deutschen Wohnungsmarkt erhöht.

2018 lebten in Deutschland 2,5 Millionen Menschen mehr als noch 2012 (+3,1 %). Die Großstädte verzeichneten besonders hohe Zuwächse, allen voran Leipzig (+12,9 %), Frankfurt am Main (+9,5 %) und Berlin (+8 %). Neben dem Geburtenüberschuss ist vor allem der Zuzug aus dem Ausland für die Bevölkerungszunahme in den Städten ab 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern verantwortlich. Das ist ein zentrales Ergebnis der Pressekonferenz "Städte-Boom und Baustau: Entwicklungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt 2008 ‚Äď 2018" der Statistischen √Ąmter des Bundes und der Länder am 4. Dezember 2019 in Berlin.
Junge Menschen ziehen in die Stadt, ältere hinaus
"Junge Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren zieht es in die Metropolen. In den Jahren 2013 bis 2018 zogen im Saldo 1,2 Millionen Menschen in die kreisfreien Großstädte. Bei den Menschen ab 40 Jahren sieht die Entwicklung anders aus: Unter dem Strich zogen im Saldo 120 000 Menschen dieser Altersgruppe aus den Großstädten weg", sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz. "Insgesamt betrachtet hat sich damit der Bedarf an Wohnraum besonders in den Städten deutlich erhöht", so Thiel weiter.
In den Städten wird es enger
Der Mangel an Wohnraum führt dazu, dass Menschen in den sieben größten Städten Deutschlands ‚Äď das sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf ‚Äď näher zusammenrücken. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person nahm hier nach Ergebnissen des Mikrozensus zwischen 2010 und 2018 um 1,7 auf 39,2 Quadratmeter ab. Der knapper werdende Wohnraum wird zunehmend geteilt: Lebte 2010 in diesen Metropolen noch in mehr als jeder zweiten Wohnung (51 %) eine Person, war dies acht Jahre später nur noch bei 45 % der Wohnungen der Fall. Der Anteil der von zwei Personen bewohnten Wohnungen stieg in dieser Zeit von 30 % auf 32 % und der von drei und mehr Personen bewohnten Wohnungen von 19 % auf 22 %.
Als mögliche Folge daraus gewinnen in den sieben größten Städten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit zehn und mehr Wohnungen an Bedeutung: Ihr Anteil bei den Eigentümerwohnungen im "Neubau" ab 2011 stieg um 15 Prozentpunkte auf 39 %, bei Mieterwohnungen auf 72 % (+14 Prozentpunkte).
Diese Verknappung des Wohnraums bleibt ein Phänomen der Städte. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in Deutschland blieb zwischen 2010 und 2018 bundesweit konstant bei etwas mehr als 45 Quadratmetern.
Steigende Nachfrage führt zum Baustau
Immobilienunternehmen, Politik und Bauverwaltungen versuchen der gestiegenen Nachfrage nach Wohnraum Rechnung zu tragen. Das lässt sich an den jährlich erteilten Baugenehmigungen ablesen. Diese haben sich seit 2009 von etwa 178 000 auf fast 347 000 im Jahr 2018 nahezu verdoppelt. Der Höchstwert von mehr als 375 000 erteilten Baugenehmigungen wurde bereits im Jahr 2015 erreicht. Seitdem ist diese Zahl leicht rückläufig.
Für den bestehenden Wohnungsmangel entscheidender ist jedoch die Situation des Bauüberhangs ‚Äď also der Wohnungen, deren Bau zwar genehmigt ist, deren Fertigstellung aber noch auf sich warten lässt. Zwischen 2008 und 2018 hat sich der Bauüberhang bundesweit von rund 320 000 auf 693 000 genehmigte und noch nicht fertiggestellte Wohnungen mehr als verdoppelt.
Die beschriebenen Tendenzen beim Bauüberhang spiegeln sich auch in der Entwicklung des Auftragsbestands der Betriebe im Bauhauptgewerbe wider. Der Auftragsbestand umfasst die eingegangenen, aber noch nicht vollständig ausgeführten Aufträge. Der Auftragsbestand im Wohnungsbau stieg seit 2015 kontinuierlich und erreichte 2018 den höchsten Stand seit 1997: So warten aktuell Aufträge im Wert von rund 9,1 Milliarden Euro auf ihre Ausführung.
Baustelle Personal
Den Bauunternehmen fehlt das Personal zur zügigen Realisierung der Bauaufträge. Während die Anzahl der Beschäftigten im Wohnungsbau von 2008 bis 2018 um lediglich 25 % stieg, haben sich die Auftragsbestände in diesem Zeitraum nahezu verdreifacht. Ende 2018 waren in den Betrieben des Bauhauptgewerbes 467 000 Menschen (Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen) beschäftigt. Das waren deutlich weniger als noch in den späten 1990er Jahren, als die Beschäftigtenzahlen mit mehr als 700 000 tätigen Menschen Rekordstände erreichten.
Wohnungsbau Motor für die Baukonjunktur, deutlicher Preisanstieg im Bau und für die Instandhaltung von Wohngebäuden
Der Wohnungsbau war in den vergangenen Jahren somit Motor und Stütze der Baukonjunktur. Seit 2008 haben sich die nicht preisbereinigten Umsätze von Baubetrieben mit 20 und mehr Beschäftigten von 8,6 Milliarden Euro auf 20,3 Milliarden Euro im Jahr 2018 mehr als verdoppelt. Im gleichen Zeitraum haben sich auch die Preise für Leistungen von Bauunternehmen für den Neubau von Wohngebäuden um 24,3 % erhöht. Dabei stiegen die Preise für den Rohbau von Wohngebäuden mit 22,8 % etwas moderater als die Preise für die Ausbauarbeiten (+25,7 %). Beim Ausbau erhöhten sich die Preise im Sanitärbereich (+36,6 %), im Heizungsbau (+33,6 %) und für die Elektroinstallation in Wohngebäuden (+34,4 %) besonders kräftig.
Aus Sicht der Privathaushalte verteuerte sich von allen Ausgabebereichen rund um das Wohnen die Instandhaltung und Reparatur der Wohnung oder des Wohnhauses besonders stark. Für Erzeugnisse und Dienstleistungen zur Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen und Wohngebäuden zahlten sie im Jahr 2018 rund 26 % mehr als im Jahr 2008. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex insgesamt stieg von 2008 bis 2018 nur um knapp 13 %.
Quelle: destatis


Mehr Geld für Eigenheim-Sparer

Der Bundesrat hat am heutigen Freitag einer Verbesserung der Wohnungsbauprämie zugestimmt. Damit gibt es bald deutlich mehr Geld vom Staat für viele, die für den Bau, Kauf oder die Renovierung eines Eigenheims sparen. Von der Förderung können künftig mehr Menschen in Deutschland profitieren. Die LBS beantwortet die wichtigsten Fragen zur verbesserten Wohnungsbauprämie und erklärt, was sie bringt und wer davon profitieren kann.

Wer bekommt die Wohnungsbauprämie?
Die Wohnungsbauprämie (WoP) fördert diejenigen, die Geld sparen, um eine Wohnimmobiliezu kaufen, zu bauen oder zu renovieren. Dafür gelten Einkommensgrenzen, die mit der Verbesserungder Förderung ab 2021 deutlich angehoben werden, wodurch deutlich mehr Menschenin den Genuss der Prämie kommen können.
Wie viel Wohnungsbauprämie gibt es?
Wer mindestens 16 Jahre alt ist und pro Jahr bis zu 700 Euro (1400 Euro für Verheiratete) aufeinen Bausparvertrag einzahlt, erhält ab 2021 eine Wohnungsbauprämie von 10 Prozent auf dieseEinzahlungen ‚Äď also bis zu 70 Euro (Singles) bzw. 140 Euro (Verheiratete) pro Jahr. Das sind über50 Prozent mehr als bisher. Im derzeitigen Zinstief ist das eine besonders wertvolle Förderung.
Wofür kann die Wohnungsbauprämie verwendet werden?
Die angesammelten Prämien gibt es für Vertragsabschlüsse ab 2009 nur, wenn das angesparteGeld später für wohnwirtschaftliche Zwecke, also für den Bau, Kauf oder die Modernisierungvon Wohneigentum verwendet wird. Bei jungen Leuten unter 25 Jahren macht der Staateine Ausnahme: Sie können nach sieben Jahren frei über das gesamte Guthaben inklusive derWohnungsbauprämien verfügen. Diese Sonderregelung kann jeder Sparer aber nur einmal in Anspruch nehmen. Auch wer unmittelbar eine Immobilie finanzieren möchte, kann von derWohnungsbauprämie profitieren. Dies funktioniert mit einem Bauspar-Kombikredit. Dabeiwird eine Vorfinanzierung abgeschlossen, die zunächst nicht getilgt wird. Stattdessen fließenentsprechende Zahlungen als Sparleistungen auf einen Bausparvertrag, der dann mit derZuteilung die Vorfinanzierung ablöst. Die Einzahlungen auf den Bausparvertrag sind bis zurZuteilung förderfähig.
Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?
Neben der Zweckbindung sind die Einkommensgrenzen wichtige Bedingungen für den Erhaltder Wohnungsbauprämie. Diese liegen derzeit bei einem zu versteuernden Einkommen von25.600 Euro (Singles) bzw. 51.200 Euro (Verheiratete). Ab 2021 steigen die Grenzen auf 35.000Euro (Singles) bzw. 70.000 Euro (Verheiratete). Wichtig: Auch viele Haushalte mit einem höherenBruttoeinkommen können noch dazu gehören. Denn vom Bruttoeinkommen werdenmehrere Posten abgezogen, um das zu versteuernde Einkommen zu ermitteln. Dazu zählenetwa bestimmte Versicherungsbeiträge, Vorsorgeaufwendungen oder auch Kinderfreibeträge.Aufschluss über die Höhe des zu versteuernden Einkommens gibt der letzte Steuerbescheid.
Wie wird die Wohnungsbauprämie beantragt? Zu Beginn jedes Jahres erhalten Kunden der LBS automatisch einen WoP-Antrag für das Vorjahr.Dieser Prämienantrag ist ausgefüllt und unterschrieben bei der Bausparkasse einzureichen. DieWohnungsbauprämie kann bis zu zwei Jahre rückwirkend beantragt werden. Das heißt: Bis31. Dezember 2019 kann die Wohnungsbauprämie für das Jahr 2017 gesichert werden, wenn in diesem die entsprechenden Sparbeträge eingezahlt wurden.
Quelle: LBS


Kalksandstein Schallschutz Workshop 2019 im Osten

Der Kalksandsteinindustrie Ost e.V. hat im November wieder seine Kalksandstein Workshop-Reihe durchgeführt. An 6 Veranstaltungsorten informierten sich die Teilnehmer über den aktuellen Stand im Schallschutz und lernten mit Beispielaufgaben die Handhabung des kostenlosen KS-Schallschutzrechners kennen.

Im persönlichen Gespräch wurden individuelle Fragestellungen aus der Baupraxis besprochen und Detailfragen geklärt.
Die Workshops erfreuten sich auch dieses Jahr einer regen Nachfrage.
Wir würden uns freuen, Sie bei einer unserer nächsten Veranstaltungen wieder begrüßen zu dürfen.


Ein ";Weiter so!" darf es nicht geben

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) vertritt die Interessen der Mauersteinindustrie gegenüber Politik und Gesellschaft. Geschäftsführer Dr. Ronald Rast zeigt auf, welche Konsequenzen das Klimapaket für den Bausektor haben wird und vor welchen Aufgaben die Mauerwerksbranche steht.

Das Klimapaket ist in aller Munde…
Ja, spätestens seit der Pariser Klimakonferenz und dem Ratifizierungsprozess war klar, den Warnungen der Wissenschaftler müssen konkrete gesetzliche Maßnahmen folgen. Eindeutiges Ziel: ein klimafreundlicheres Verhalten der Gesellschaft fördern, aber auch immer stärker einfordern. Ein "Weiter so!" mit unendlichem Wachstum und uneingeschränktem Ressourcenverbrauch kann und wird es nicht mehr geben.
Wie bewerten Sie den aktuellen Stand?
Das Klimakabinett hat ein Klimaschutzprogramm, einen Gesetzesentwurf und seine finanzielle Untersetzung entwickelt. Im Klimapaket werden sinnvollerweise Maßnahmen und Förderungen in Sektoren aufgeteilt. So für Industrie, Gebäude und Verkehr, aber auch einen Bereich für Landnutzung und Forstwirtschaft.
Auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse wurde dem jeweiligen Sektor ein Stand an CO2-Emissionen zugeordnet ‚Äď in Tonnagen an CO2-√Ąquivalenten, rückwirkend ab 1990. Dem Ist-Stand im jeweiligen Sektor folgen Klimaschutzziele für die Entwicklung bis 2030 und 2050. Wird der Gesetzentwurf ohne wesentliche Veränderungen verabschiedet, erfolgt die jährliche Berichterstattung. Ist erkennbar, dass Klimaschutzziele in einzelnen Sektoren nicht erreicht werden, wird umgehend nachgeregelt. Dabei unterstützt ein unabhängiger Expertenrat. Dieses Vorgehen begrüßen wir.
Welche Auswirkungen hat das Paket für die Mauerwerksindustrie?
Unsere Branche betrifft das vor allem in den Sektoren Industrie, Gebäude und Verkehr. Bei der Herstellung geht es um die energieeffizientere Gestaltung von Produktionsprozessen, bei weiterer Optimierung des CO2-Ausstosses.
Im Gebäudesektor werden Produkte und Bausysteme unserer Branche direkt und indirekt bewertet. Zur direkten Betrachtung gehört, welchen Beitrag die Baumaterialien bei der √Ėkobilanzierung von Gebäuden über die gesamte Nutzungsdauer zu Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen leisten. Indirekt geht es darum, welchen Anteil massive Konstruktionen für eine energie- und emissionseffiziente Gebäudenutzung haben.
Und im Verkehr…?
‚Ķ als Massenbaustoff müssen Mauerwerksprodukte auch in Zukunft zur Baustelle transportiert werden. Obwohl wir im Vergleich bereits auf kurze Wege verweisen können, wird es auch künftig ohne Transport nicht gehen. Wie bei vielen anderen Branchen auch.
Welchen Aspekten gilt noch Ihre Aufmerksamkeit?
Sehr interessant für uns sind Einschätzungen und Ziele im Bereich Landnutzung und Forstwirtschaft. Hintergrund ist die weitere Entwicklung der Holzbauweise ‚Äď als Wettbewerb zum Massivbau.
Bitte erläutern Sie das.
Der Entwurf verweist für diesen Sektor auf neueste Untersuchungen des Thünen-Instituts. Das kommt zu der erschreckenden Einschätzung, dass der gesamte Bereich Landnutzung und Forstwirtschaft seine jetzige Senkenwirkung für CO2-Emissionen ohne ein umfassendes Maßnahmenpaket bereits bis 2025 verlieren könnte. Im Klartext, der Wald ist durch die Klimaeinflüsse der Jahre 2018 und 2019 so geschädigt, dass er deutlich weniger CO2 speichern kann und damit der gesamte Bereich Land- und Forstwirtschaft schon in den nächsten Jahren zur CO2-Quelle werden könnte!
Die Bundesregierung strebt die Wiederaufforstung der geschädigten Waldflächen sowie den umfassende Waldumbau von heute überwiegend Nadelholz zu Laub- und Mischwäldern an. Letztere sind wesentlich klimaresistenter. Das alles spricht dafür, einen deutlich höheren Anteil des Waldes naturbelassen zu nutzen, umfassend aufzuforsten und deutlich mehr Laubbäume zu pflanzen. Zugleich wird auf die verstärkte Verwendung von Bauholz orientiert. Das ist widersprüchlich!
Was ist daran widersprüchlich?
Deutlich mehr als 90 Prozent des Bauholzes sind Nadelhölzer. Unser Land ist durch die Schäden aus 2018 und 2019 mit einem riesigen Berg an Schadholz konfrontiert. Das kann aber nicht uneingeschränkt als Bauholz genutzt werden. Und in den nächsten Jahrzehnten stehen diese Bäume nicht mehr zur Verfügung. Zudem wird der Waldumbau einen deutlichen Rückgang der Nadelholzbestände zur Folge haben. Also woher sollen die angestrebten Mengen kommen, wenn man auf zertifiziert nachhaltig bewirtschaftetes Holz aus deutschen Wäldern setzt?
Es wundert daher nicht, dass die Holzwirtschaft laut über die Legalität künftig steigender Importe nachdenkt. Kann es aber nachhaltig sein, einen Rohstoff über hunderte Kilometer zu transportieren? Immer mehr Umweltexperten, allen voran Peter Wohlleben und die Deutsche Umweltstiftung, mahnen, den Wald in Ruhe wachsen und wieder zu einem stabilen √Ėkosystem werden zu lassen.
Und welche Hausaufgaben schreiben Sie Ihrer Industrie ins Stammbuch?
Die effizientere und emissionsärmere Produktion habe ich angesprochen. Besonderes Augenmerk gilt der Rezyklierbarkeit. Ich denke, wenn Häuser aus mineralischen Baustoffen zugleich Materialressourcen für künftige Gebäude sind, haben wir unsere Hausaufgaben richtig gemacht. Dazu sind noch diverse innovative Entwicklungen zur Rückbaubarkeit und sortenreinen Wiederverwendung von Baustoffen voranzutreiben. Aber das macht gesellschaftlich jede Menge Sinn. Daran arbeitet die Branche mit Nachdruck.
Eine weitere Aufgabe wird die Entwicklung geeigneter Systeme für das serielle Sanieren bestehender Gebäude sein. Denn rund 80 Prozent aller Ein- und Zweifamilienhäuser und über 90 Prozent aller Mehrgeschosser wurden in Deutschland massiv errichtet. Die energetische "Ertüchtigung" der Wohnungsbestände sollte eine Aufgabe sein, bei der Produkte und Systeme der Mauerwerksindustrie ihren Beitrag leisten.


Bauseminare 2020 im Westen

Anmeldungen jetzt möglich

Hier finden Sie alle Informationen und können sich direkt anmelden.
https://www.kalksandstein.de/ks_west/bauseminare-2020-im-westen.php?page_id=87320


KALKSANDSTEIN Bauseminare in Bayern erfolgreich abgeschlossen

Wir luden Sie herzlich zu unserem KALKSANDSTEIN Bauseminar in Regensburg und Schweinfurt ein

Anerkannte Regeln der Technik ‚Äď Inhalt eines technisch unbestimmten Rechtsbegriffs, erläutert an Beispielen neuer Abdichtungsnormen für erdberührte Bauteile, Dränanlagen und Flachdachabdichtungen

Gibt es Regeln, die anerkannt sind? Wer erkennt an? Welche Fachkreise sind betroffen? Wie lange muss sich etwas bewährt haben?
√úber diese Fragen referierte Herr Prof. Zöller an zahlreichen Beispielen aus verschiedenen Bereichen des Hochbaus, etwa Algenbildung an Fassaden, Gefällegebung an Dächern und bewitterten Treppen sowie Abdichtungen erdberührter Bauteile.
Das Skritp können Sie sich hier als Unterlage herunterladen:


Zusammenfassung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) veröffentlicht

Ende Oktober verabschiedete das Bundeskabinett den Entwurf des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat eine Zusammenfassung des Gesetzes veröffentlicht, die einen guten √úberblick zum GEG und zur Verzahnung mit dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung gibt.

Abgesehen von der Einbindung einiger Aspekte des Klimaschutzpakets (Verbot von √Ėlheizungen ab 2026, Förderung von Sanierungsmaßnahmen) wurden gegenüber dem Referentenentwurf zum GEG aus dem Mai 2019 keine gravierenden √Ąnderungen vorgenommen.
Die GEG-Zusammenfassung des BMWi finden Sie hier. Ebenso können Sie sich den Gesetzesentwurf im Wortlaut¬†hier herunterladen. Weitere Informationen zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung stehen Ihnen¬†hier zur Verfügung.


Umsatz im Bauhauptgewerbe im August 2019: + 0,1 % zum August 2018

WIESBADEN ‚Äď Im August 2019 waren die Umsätze im Bauhauptgewerbe 0,1 % höher als im August 2018. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten um 1,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten acht Monaten 2019 stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,5 %. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 2,1 %.

Im Tiefbau sanken die Umsätze im August 2019 gegenüber August 2018 um 0,7¬†% und im Hochbau um 0,2¬†%. Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen innerhalb des gesamten Bauhauptgewerbes stiegen die Umsätze beim Bau von Straßen mit 4,5¬†% sowie im Wirtschaftszweig "Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten a.n.g." (zum Beispiel Gerüstbau) mit 2,6¬†% am stärksten. Rückläufig entwickelte sich der Umsatz insbesondere im Gewerk "Rohrleitungsbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau" mit -1,7¬†% gegenüber August 2018.
Quelle: destatis


Zapf Daigfuss Bauforum 2019/20:
Wo aus Erfahrung Wissen wird

Kostenfreie Seminare der Zapf Daigfuss Vertriebs-GmbH

Besuchen Sie kostenfreie Seminare zu den Themen

"Klimagerechtes Bauen und Wohnen"
"Fachgerechtes Mauerwerk"
"Wege zum kostengünstigen Wohnungsbau"

Informieren Sie sich über diesen Link, über Termine und Inhalte:
https://www.zapf-daigfuss.de/bauforum
Bei Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.


Effiziente CO2-Bepreisung: Experten empfehlen engen Dialog mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft bei Einführung und Ausgestaltung

Klimaziele 2030 nicht durch CO2-Bepreisung allein erreichbar / Grundlegende Veränderung des ökonomischen Rahmens sowie verstärkende Maßnahmen und detaillierter Blick auf Wechselwirkungen mit bestehenden Regulierungen notwendig

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat heute den Abschlussbericht zum Stakeholderprozess "Ideenschmiede Effiziente CO2-Bepreisung" präsentiert. Das Ergebnis ist ein vielfältiges Meinungsbild der Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur Einführung und Ausgestaltung von wirksamem Klimaschutz und Preissignalen. Einigkeit besteht darüber, dass eine CO2-Bepreisung zwar eine grundlegende Maßnahme ist, diese aber nicht allein zur Klimazielerreichung führen kann. Verstärkende Maßnahmen sind notwendig, um die Zielerreichung abzusichern und Wechseloptionen für die Verbraucher zu schaffen. Dies gilt insbesondere für die Sektoren Wärme und Verkehr, die einen erheblichen Anteil der deutschen Treibhausgasemissionen verantworten (Gebäude ca. 14 %, Verkehr ca. 19 %), jedoch in der Vergangenheit keine bzw. nicht ausreichende Emissionsminderungen realisieren konnten. Nach Ansicht der Diskussionsteilnehmer gibt es wegen der umfangreichen, bestehenden Regulierungen in diesen beiden Sektoren das Risiko, dass ungeplante Wechselwirkungen auftreten oder die Wirkung einer CO2-Bepreisung allein begrenzt bleiben würde. Insgesamt sind im Klimaschutzprogramm 2030 63 sektorspezifische Maßnahmen festgehalten worden, die spätestens bis zur Einführung der CO2-Bepreisung im Jahr 2021 in Form eines nationalen Emissionshandels (ETS) konkretisiert werden und in Gesetzesänderungen münden müssen.
Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, sagt zum Abschluss der Ideenschmiede: "Damit die im Klimaschutzprogramm enthaltenen Maßnahmen ihre geplante Wirkung entfalten können, müssen diese bis spätestens Ende 2020 weiterentwickelt und implementiert werden. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der vereinbarte Monitoringprozess zu weiteren Maßnahmen führen wird, wenn die Klimaschutzziele für das Jahr 2030 erreicht werden sollen. Für die Ausgestaltung der aktuell geplanten und in Zukunft zu identifizierenden Maßnahmen empfiehlt die dena einen begleitenden Stakeholderprozess, in dem die Perspektiven aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft einbezogen werden. Durch die Einbeziehung des sektorspezifischen Sachverstandes derjenigen, die die Maßnahmen am Ende realisieren, können ungeplante Wechselwirkungen vermieden und eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für das Generationenprojekt Klimaschutz gewährleistet werden. Die bestehenden und geplanten Beteiligungsformate des Klimaprogramms 2030 sollten so ausgebaut und miteinander verknüpft werden, dass alle wichtigen gesellschaftlichen Gruppen repräsentiert werden. Das schließt insbesondere auch die parlamentarische Ebene ein, die durch die Einrichtung eines themenübergreifenden Ausschusses in diesen Prozess einbezogen werden sollte. Es kommt jetzt darauf an, die Weichen für die Klimazielerreichung gemeinsam mit den betroffenen Interessengruppen zu stellen."
Die "Ideenschmiede Effiziente CO2-Bepreisung"
Mit der "Ideenschmiede Effiziente CO2-Bepreisung" hat die dena einen Stakeholderprozess initiiert, in dem die wesentlichen Elemente der verschiedenen CO2-Bepreisungsmodelle mit Fokus auf wirksame Emissionsminderung, Kosteneffizienz, regulatorische Zielkonflikte, gesellschaftliche Akzeptanz und politische Machbarkeit diskutiert wurden. Ziel dieser Initiative war es, Vorschläge zur Konkretisierung der CO2-Bepreisung und zur Weiterentwicklung der energie- und klimapolitischen Regelungen im weiteren Gesetzgebungsprozess zu erarbeiten.
Das Meinungsbild der über 20 Stakeholder aus Unternehmen, Verbänden und NGOs wurde im Rahmen von vier ganztägigen Veranstaltungen zwischen Juli und September 2019 erhoben.
Teilnehmer der dena-Ideenschmiede Effiziente CO2-Bepreisung waren: BASF SE, Erdgas Südwest GmbH, BP Europa SE, CO2-Abgabe e.V., erdgas schwaben gmbh, Forum √Ėkologisch-Soziale Marktwirtschaft (F√ĖS) e.V., GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., Germanwatch e.V., Getec Wärme & Effizienz Gmbh, Greencycle Umweltmanagement, IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e.V., Mineralölwirtschaftsverband e.V., Open Grid Europe GmbH, Thüga AG, Uniti Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e.V., Viessmann Werke GmbH & Co. KG, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Wintershall Dea GmbH, Zukunft ERDGAS e.V.


Große Resonanz auf neues digitalBAU: 140 Anmeldungen, 17.000 m¬≤ Fläche

(16.10.2019) Die digitalBAU stößt bereits im Vorfeld ihrer ersten Ausgabe auf gute Resonanz: Rund vier Monate vor ihrem Start am 11. Februar 2020 haben sich über 140 Unternehmen angemeldet. Damit bestätigt sich, dass die Veranstalter, die Messe München und der Bundesverband Bausoftware (BVBS), mit ihrer neuen Plattform den digitalen Nerv der Baubranche getroffen haben.

Die Halle 7 auf dem Kölner Messegelände wird für drei Tage zum Dreh- und Angelpunkt für digitale Produkte und Konzepte in der Baubranche. Vom 11. bis zum 13. Februar 2020 treffen hier Aussteller digitaler Technologien und Services für das Bauwesen auf Architekten, Fachplaner und Fachhandwerker. Die Veranstalter rechnen für die Premiere mit bis zu 15.000 Besuchern.
Ausstellerliste zeigt Relevanz für die Bauindustrie
Das neue Messeformat digitalBAU, das künftig immer im Zwischenjahr der Münchner BAU stattfinden wird, will die Brücke zwischen IT und Bauindustrie schlagen. So präsentieren sich auf der insgesamt 17.000 m¬≤ großen Ausstellungsfläche auch Unternehmen wie dormakaba, fischerwerke, lamilux, Liebherr, Peri, Schöck oder Xella, die nicht direkt der Bau-IT-Branche zugerechnet werden können.
Fachforen zu den Fragen der Digitalisierung des Bauwesens
Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm begleitet: Drei Fachforen bieten Vorträge, Podiumsdiskussionen und Lösungsansätze für die Herausforderungen des digitalen Planens, Bauens und Betreibens in der Zukunft. Die Foren werden von Heinze, der Bauwelt sowie von den Netzwerkinitiativen planen-bauen 4.0 und Mittelstand 4.0 organisiert. Die Schwerpunkte sind vielfältig und sollen den Besuchern wichtige Fragen im Umgang mit der Digitalisierung beantworten.
Start-Up Award für innovative Konzepte
Start-ups sind das Salz in der Digitalsierungs-Branche und wichtige Innovationsmotoren des Fortschritts im Bauwesen. Die digitalBAU wird deshalb Start-ups die Möglichkeit geben, ihre Konzepte und kreativen Ideen auf der Messe vorzustellen. Die überzeugendsten Konzepte und die beste Umsetzung werden von einer kompetenten und unabhängigen Jury im Rahmen der digitalBAU prämiert.


Bauseminar "Kostengünstig Bauen" in Nürnberg

Am 15.10.2019 fand in Nürnberg das Bauseminar "Kostengünstig Bauen" statt.
Zu den Themen
"Kostenentwicklung und Wirtschaftliche Bauweisen im Wohnungsbau", Referent Herr Dietmar Walberg
sowie
"Das Bauteam - Erfahrungen aus der Mitwirkung bei Modellvorhaben zum kostengünstigen Bauen",¬†Referent Herr Peter Schmid¬†¬†
bieten wir Ihnen hier die Möglichkeit, sich die Seminarunterlagen herunterzuladen.
Bei Rückfragen steht Ihnen Herr Peter Schmid unter der 0911 5407311 oder Mobil unter der 01704543718 jederzeit gerne zur Verfügung.
Wir freuen uns auf einen weiteren Besuch zu einem unserer Seminare.


Der 1. Preis im Kalksandstein Architektur-Nachwuchswettbewerb ";Conceptual Living 2018.19" geht nach Stuttgart

Bianca Jacobsen und Lara Weiler von der Universität Stuttgart gewinnen mit ihrem Entwurf "Fast Forward" den ersten studentischen Architekturwettbewerb "Conceptual Living 2018.19" der Kalksandsteinindustrie. Eine hochkarätige Jury um ihren Vorsitzenden Martin Murphy vom Hamburger Architekturbüro Störmer, Murphy and Partners, wählte aus insgesamt 35 internationalen Bewerbungen die besten Entwürfe aus. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Festveranstaltung zum 125-jährigen Jubiläum der industriellen Kalksandsteinproduktion im Rathaus von Nürnberg statt.

"Die Arbeit des 1. Preisträgers konnte uns mit einem innovativen Konzept, gut ausgearbeiteten, differenzierten Grundrissen und einer gestalterisch hohen Qualität und Funktionalität der Gebäude begeistern", startet Jury-Vorsitzender Martin Murphy die Gewinner-Laudatio. "Besonders hervorzuheben ist die überragend gute und einfache Darstellung der Piktogramme und Konzeptskizzen." Es brauche nicht nur eine gute Idee, man müsse sie auch schlüssig erklären können und eine Darstellungsart finden, die das Konzept leicht erkennbar und griffig präsentiere, so Murphy weiter. ¬†
Die beiden Gewinnerinnen waren nach der Bekanntgabe ihres Namens aus dem Häuschen: "Wir waren schon überaus glücklich, als wir die Nachricht für die Platzierung unter den TOP 5 erhalten haben", sagt Jacobsen nach der Scheck- und Urkundenübergabe. Weiler ergänzt: "Dass wir aber auch den 1. Platz gemacht haben, hat all unsere Vorstellungen bei Weitem übertroffen." ¬†
Jochen Bayer, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. und Jurymitglied, war von der Qualität der eingereichten Bewerbungen sehr überzeugt: "Insgesamt war das Niveau der 35 eingereichten Entwürfe sehr hoch. Im Nachhinein haben wir aber auch erkannt, dass die Qualität der Grundlagelehre für die Erstellung von Architekturentwürfen an den Universitäten und Hochschulen sehr unterschiedlich ist." ¬†
Der im August 2018 ausgelobte studentische Nachwuchswettbewerb "Conceptual Living 2018/19" suchte nach Lösungsvorschlägen für innovativen und experimentellen Wohnungsbau innerhalb eines Planungsgebiets in Köln-Stammheim am Rheinufer. Dabei ging es um Arbeiten, die innerhalb einer Lehrveranstaltung oder als Bachelor-/Masterarbeit eines Studiengangs der Architektur an einer deutschsprachigen Hochschule erarbeitet wurden und sich innovativ mit den gestalterischen, konstruktiven und ökologischen Möglichkeiten des Massivbaus, unter Verwendung von Kalksandstein, auseinandersetzten. ¬†
Das Procedere zur Feststellung der besten Einreichungen war intensiv. Zunächst wurden alle 35 Entwürfe in mehreren Durchgängen wiederholt diskutiert und nach Nummern, also vollständig anonym, nach ihrer Qualität bewertet. Erst nach der finalen Festlegung der TOP-5 Einreichungen, wurden die Nummern dann den konkreten Personen und Teams zugeordnet. ¬†
"Angesichts der hohen Qualität der Einreichungen haben wir mit der Jury einen ganzen Tag zusammengesessen und anhand der vorliegenden Unterlagen intensiv diskutiert, bewertet und uns letztendlich einstimmig auf die besten Entwürfe geeinigt", berichtet Jens-Uwe Seyfarth, der den Wettbewerb als Jurymitglied engagiert begleitet hat. "Wir haben tolle Entwürfe gesehen. Das ist wirklich nicht bei jedem Wettbewerb, an dem ich bisher als Jurymitglied teilnehmen durfte, der Fall. Die große Freude der Preisträger und der weiteren Nominierten macht auf jeden Fall schon jetzt Lust auf eine Wiederholung!", resümiert Seyfarth den Wettbewerb. ¬†
Die Preisträger:
¬†¬†¬†1. Bianca Jacobsen und Lara Weiler (Universität Stuttgart)¬†¬†¬†2. Lena Stelzner und Maximilian Maciejewski (Technische Universität Dortmund)¬†¬†¬†3. Jessica Vetter und Pepe Fritz (Universität Stuttgart)¬†¬†
Weitere Shortlist-Platzierungen:
¬†¬†¬†4. Sophia Schmidt (Hochschule Würzburg-Schweinfurt)¬†¬†¬†5. Nadine Adams und Amir Durmishaj (Technische Universität Dortmund)¬†¬†
Weiterhin vergab die Jury einen Sonderpreis an Wjatscheslaw Krening (Hochschule Würzburg-Schweinfurt) und honorierte damit seinen Mut für eine besonders visionäre Idee. ¬†
Die Jury:

Martin Murphy (Störmer, Murphy and Partners, Hamburg)
Eva-Maria Pape (Pape Architektur, Köln)
Jens Uwe Seyfarth (Seyfarth Stahlhut Architekten, Hannover)
Eckehard Wienstroer (WIENSTROER ARCHITEKTEN STADTPLANER, Düsseldorf)
Jochen Bayer (Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.)
Roland Meißner (Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.)


125 Jahre industrielle Kalksandsteinfertigung - seit 1894 unter Dampf!

Die beeindruckende Geschichte der Kalksandsteinindustrie beginnt 1894 in Schleswig-Holstein mit der Aufstellung der ersten maschinellen Presse in Neumünster. 125 Jahre später ist der natürliche Systembaustoff Kalksandstein aus dem Wohnungsbau nicht mehr wegzudenken. Im mehrgeschossigen Wohnungsbau ist er sogar Marktführer. Der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. (BV KSI) feierte diese 125-jährige Erfolgsgeschichte und das Jubiläum der industriellen Kalksandsteinproduktion am 20. September 2019 mit einem großen Festakt. √úber 200 Gäste sind der Einladung in den Historischen Rathaussaal nach Nürnberg gefolgt und waren Teil einer Reise durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kalksandsteinindustrie.

"Heute Abend¬†sehen und hören¬†wir¬†einiges¬†über unseren weißen Stein. Wir haben Zeitzeugen von damals,¬†Macher von¬†heute und¬†Akteure¬†von¬†morgen hier.¬†Und ich freue mich besonders, dass wir¬†zudem¬†die Gewinner unseres ersten¬†Architektur-Nachwuchswettbewerbs ‚ÄöConceptional¬†Living 2018.19‚Äė¬†verkünden werden",¬†sagte¬†der Vorstandsvorsitzende des BV¬†KSI¬†Jochen Bayer¬†bei der Begrüßung¬†der¬†Jubiläumsgäste. "Der Aufwand im Vorfeld war groß und der eine oder andere mag denken: Und¬†das alles nur für einen weißen Stein? Ja, genau! Denn der¬†hat¬†vieles¬†zu¬†bieten",¬†wie Bayer in seiner Rede weiter erläuterte. Aber nicht nur das:¬†"Hinter all diesen technischen Innovationen und Fortschritten bei Material, Produktion und Verarbeitung stehen seit 125 Jahren Menschen,¬†die das eigentliche Fundament für den Erfolg des Kalksandsteins¬†bilden und ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist.¬†Ein Stein, der¬†aus Kalk, Wasser und Sand ein¬†Zuhause, einen Platz zum Leben¬†macht. Unser Stein tut das auf eine zurückhaltende¬†und unaufgeregte Art: natürlich, aus heimischen Rohstoffen,¬†klimaschonend und nachhaltig, einfach zu transportieren, vielfältig einsetzbar¬†und recyclingfähig."
Sichtlich stolz war auch der 2. Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Christian Vogel, in seinem Grußwort: "Es freut mich außerordentlich, dass die Stadt Nürnberg Teil der Kalksandsteingeschichte sein darf! Denn hier feiern Sie nicht nur Ihr 125-jähriges Industriejubiläum. In unmittelbarer Nähe zur Stadt Nürnberg, in Schwaig-Behringersdorf, steht auch Süddeutschlands erstes Kalksandsteinwerk, das seit 1899 in Betrieb ist und damit zu den drei ältesten Werken in ganz Deutschland gehört. " ¬†
Ehrenredner an unserem Jubiläumsabend war der Bayerische Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker. "Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Jubiläum! Industriell hergestellter Kalksandstein hat in Deutschland und in Bayern zurecht eine lange Tradition. Mit einem Marktanteil von über 34 Prozent ist er der am häufigsten eingesetzte Baustoff im Geschosswohnungsbau und damit ein wichtiger Baustein, um bezahlbaren Wohnraum in Stadt und Land zu schaffen", betonte Füracker. "Zugleich wird Kalksandstein mit geringem Energieeinsatz aus natürlichen Rohstoffen nachhaltig und ökologisch produziert. Das sind beste Voraussetzungen für klimaschonendes Bauen und Wohnen auch in der Zukunft!" ¬†
Kurzweiliger Abend mit vielen Höhepunkten ¬†
Nach den Grußworten startete das Programm des festlichen Abends mit starken und emotionalen Bewegtbildern. Zukunft braucht Herkunft! Wer weiß dies besser zu berichten als Kalksandsteiner, die viele Jahrzehnte in unserer Industrie verbracht und diese durch ihre Tätigkeit nachhaltig geprägt haben. Im Film "ZEITZEUGEN" (siehe unten) berichten die teils weit über 90 Jahre alten Männer in bewegenden Worten, durch welche Höhen, aber auch durch welche Tiefen sie im Laufe ihres Arbeitslebens gehen mussten. Wie Kriege, Wirtschaftswunder und Wiedervereinigung starken Einfluss sowohl auf ihr privates wie auch ihr berufliches Leben hatten und welche Wünsche und Hoffnungen sie auch mit einem solchen Industriejubiläum verbinden. Einer der Protagonisten, Wolfgang Burtscher, seit 56 Jahren Geschäftsführer des Kalksandsteinwerks Wemding in Bayern, stand anschließend auf der Bühne noch einmal Rede und Antwort. ¬†¬†

Ein besonderes Highlight des Abends war die¬†Bekanntgabe¬†der Gewinner des ersten Architektur-Nachwuchswettbewerbs¬†der Kalksandsteinindustrie "Conceptional¬†Living 2018.19". Bianca Jacobsen und Lara Weiler von der Universität Stuttgart setzten sich mit ihrem Entwurf "Fast Forward" gegen eine starke Konkurrenz durch und konnten sich¬†unter anderem¬†über eine Urkunde und eine finanzielle Würdigung freuen.¬†¬†
Spaß und Freude hatten aber auch alle anderen Gäste, denn für eine besondere √úberraschung sorgten die Auszubildenden aus den Kalksandstein-Mitgliedsunternehmen mit einer Videobotschaft. Stellvertretend für alle überreichte Florian Todt, Auszubildender im Kalksandsteinwerk in Behringersdorf bei Nürnberg, die Glückwünsche an den Verbandsvorsitzenden Jochen Bayer und seinen Stellvertreter Rudolf Dombrink in Form einer großen Torte. Durch die einzelnen Programmpunkte des kurzweiligen Abends leitete der gut gelaunte ntv-Moderator, Thomas Gerres. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von Susanne Czech, Teilnehmerin der 8. Staffel der TV-Sendung "The Voice of Germany" und dem Pianisten Peter Schnur. Begleitet wurden sie bei ihren Aufritten von Sarah Kiesecker und Dominik Höß von der Jazzaret Dance-Company Karlsruhe, die mit ihren sinnlichen Bewegungen eine ideale Ergänzung zur Musik waren. Nach dem offiziellen Teil des Abends feierten die Gäste ausgelassen bis in die Morgenstunden. ¬†
Rückblick auf 125 Jahre Kalksandsteinindustrie: Den Beginn machte eine importierte Presse ¬†
Den Grundstein für 125 Jahre industrielle Kalksandsteinproduktion legte Friedrich August Anton Bernhardi. "Er hat das Verfahren zur Herstellung von Kalksandstein erfunden", so Rudolf Dombrink, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BV KSI, am Rande der Jubiläumsveranstaltung. Bernhardi war eigentlich Arzt, aber auch Erfinder. Er verfasste bereits 1856 die Anleitung zur Herstellung von Kalksandstein. Das Patent dazu wurde dann 1880 in Berlin an den Baustoffchemiker Dr. Wilhelm Michaelis erteilt. Nachdem zu Beginn die Steine noch einzeln mit einer Handpresse hergestellt wurden, war 1894 das Geburtsjahr der industriellen Produktion. Die erste automatische Presse mit einer Produktionskapazität von 3.000 Steinen pro Stunde wurde aus England importiert und durch die Firma Amandus Kahl im Werk des Maurermeisters Mechlenburg in Neumünster, Schleswig-Holstein aufgebaut. Dombrink fügte hinzu: "Das war der Beginn unserer Erfolgsgeschichte. Die Presse erledigte drei Arbeitsgänge selbsttätig: Füllen, Pressen und Ausstoßen. Plötzlich konnte in kurzer Zeit das Vielfache an Kalksandsteinen hergestellt werden. Von diesem Zeitpunkt an begann ein beispielloser Siegeszug des neuen Baustoffs." ¬†
1972 war das bisher erfolgreichste Kalksandsteinjahr  
Anfang des 19. Jahrhunderts¬† wurden nahezu wöchentlich neue Kalksandsteinwerke gebaut, sodass es 1910 bereits 310 Produktionsstätten in Deutschland gab. Einschneidend für die gesamte Industrie war der Zweite Weltkrieg. Die Werke standen still und wurden nur teilweise wieder in Betrieb genommen. Am folgenden Wiederaufbau Deutschlands war dann auch die Kalksandsteinindustrie stark beteiligt. Die bisher höchsten Produktions- und Absatzahlen in 125 Jahren KS-Geschichte wurden schließlich im Jahr 1972 erreicht. 7 Milliarden Volumen-NF (Normalformat Kalksandstein) wurden abgesetzt. In dieser Zeit entwickelt sich Kalksandstein auch zum Marktführer unter den Wandbaustoffen im mehrgeschossigen Wohnungsbau. So entstanden im Jahr 1972 allein aus Kalksandstein umgerechnet 280.000 Wohneinheiten. Eine unglaubliche Zahl, im Vergleich zu den 286.000 fertiggestellten Wohnungen, die in 2018 insgesamt nur fertiggestellt worden sind. In den 80er-Jahren gingen die Absatzzahlen dann zurück. Mit der Wiedervereinigung kam es in den 90er-Jahren, wie in der gesamten Mauersteinindustrie, zu einem erneuten Aufschwung. Aktuell sind in Deutschland 78 Kalksandsteinwerke über den Bundesverband organisiert, die im Jahr 2018 mit rund 2.000 Mitarbeitern insgesamt knapp 2 Milliarden Volumen-NF Kalksandsteine produziert haben. ¬†
Die Zukunft kann kommen  
"Doch auf diesen Zahlen ruhen wir uns nicht aus!", sagte Roland Meißner, Geschäftsführer des BV KSI. "Wir sind auf die Anforderungen von morgen vorbereitet. Das gemeinsame, zukunftsgerichtete Engagement unserer Unternehmer, Mitglieder, Mitarbeiter und aller in den Verbandsgremien ehrenamtlich Tätigen schafft eine ideale Ausgangsbasis, um Innovationen rund um unser tolles Produkt und modernes Bauen mit vereinter Kraft weiter voranzubringen." Dabei gelte es heute und zukünftig aus den Herausforderungen des digitalen Zeitalters reale Zukunftschancen zu machen. Die Umsetzung und Weiterentwicklung moderner Technologien sichere langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Verbandsmitglieder und verbessere auch die Marktchancen für die Partner. Mehr denn je müsse dabei der Klimaschutz bei allen Entwicklungen einbezogen werden. "Schon deshalb, weil wir überzeugt davon sind, dass es für die beste Sache ist: Unser Blauer Planet, der einzige seiner Art in dem uns bekannten Universum, hat es verdient, dass wir sorgsamer mit ihm umgehen. An dessen Zukunft müssen wir denken, wenn wir auch unseren Platz erhalten wollen", führte Meißner weiter aus. ¬†
Bayer ergänzte abschließend: "Einen kleinen Beitrag dazu leisten wir mit unserem weißen Baustoff, der aus dem gemacht ist, was wir lieben: aus Kalk, Sand und Wasser ‚Äď aus Natur eben. Sonst nichts!"


Vertriebsspezialist (w/m/d) im Innen- oder Außendienst in Ludwigsburg-Oggersheim gesucht

Unser Mitgliedsunternehmen "Hessisches Bausteinwerk Dr. Blasberg GmbH & Co. KG" sucht ab sofort einen¬†Vertriebsspezialisten (w/m/d) im Innen- oder Außendienst in Ludwigsburg-Oggersheim.¬†

Details zu der ausgeschriebenen Stelle entnehmen Sie bitte dem nachstehenden Dokument.


";Fehlender Wohnraum ist Sprengstoff für unsere Gesellschaft!"

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) vertritt die Interessen der Mauersteinindustrie gegenüber Politik und Gesellschaft. Der Vorsitzende Dr. Hannes Zapf (gleichzeitig auch Vorstandsmitglied im Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.) und der Geschäftsführer Dr. Ronald Rast erläutern, warum die Bundesregierung pro Jahr mindestens 80.000 Sozialwohnungen bauen muss, warum Technologieoffenheit bei der Erreichung der CO2-Ziele im Wohnungsbau wichtig ist und welche Hausaufgaben die Mauerwerksbranche selbst lösen muss.

Die DGfM gehört zu den Unterstützern des Bündnisses "Soziales Wohnen". Die Forderung nach einer massiven Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus hat für Aufsehen gesorgt. Was war der Auslöser für Ihren Appell?
Dr. Hannes Zapf:¬†Das immer größer werdende Defizit an bezahlbarem Wohnraum, vorrangig in Groß- und Universitätsstädten. Ein Mangel, der sich quasi täglich beschleunigt, weil viel zu wenig gebaut wird. Parallel dazu verlieren wir jährlich zehntausende Wohnungen, die aus der Sozialbindung fallen. Gab es vor 1990 noch über 4 Millionen Sozialwohnungen allein in der alten Bundesrepublik, werden es nach Prognose des Pestel Instituts Ende 2019 nur noch weniger 1,18 Millionen in ganz Deutschland sein. Hier müssen wir schnell eine Trendumkehr schaffen. Denn das Thema hat genügend Sprengkraft, um unsere Gesellschaft sozial zu spalten!
Mit der Caritas, dem Mieterschutzbund, der IG BAU und Ihnen haben sich im Bündnis "Soziales Wohnen" Partner zusammengeschlossen, die nicht gerade als natürliche Verbündete gelten?
Dr. Hannes Zapf:¬†Uns eint die Sorge, dass die Politik, und damit meine ich explizit die Bundes- und Landesregierungen, die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben. Von den 1,5 Millionen Neubauten, die die Bundesregierung als Ziel für diese Legislaturperiode ausgegeben hat, ist schon lange keine Rede mehr. Und auf Landesebene haben im letzten Jahr lediglich Bayern, Hamburg und Schleswig-Holstein die wohnungsbaupolitischen Ziele erreicht.
Dr. Ronald Rast:¬†√Ąrgerlich ist, dass wir es offensichtlich nicht mit einem Erkenntnisproblem zu tun haben. Die Wichtigkeit ist politisch längst erkannt, aber in der Umsetzung gibt es große Defizite. Mittel des Bundes versickern in den Landeshaushalten, statt sie zweckgebunden zum Bau neuer Wohnungen einzusetzen. Bei unserem Branchengipfel, dem jährlichen Wohnungsbautag des Verbändebündnisses Wohnungsbau, dem wir als DGfM seit 2009 angehören, betonen Minister, Staatssekretäre und Fachpolitiker aller Parteien immer wieder die Bedeutung des bezahlbaren Wohnens. Auf dem letzten Wohnungsbautag im Mai 2019 mussten wir im Ergebnis vorliegender Studienergebnisse aber feststellen, dass in Deutschland nach wie vor zu wenig, zu teuer und zu weit entfernt von den Wachstumsregionen gebaut wird. Das Verbändebündnis Sozialer Wohnungsbau hat jetzt quantitativ und qualitativ ganz konkret festgestellt, wieviel Wohnungen zu wenig und zu teuer gebaut werden. Außerdem müssen wir konstatieren, dass von den Empfehlungen des "Bündnisses für bezahlbares Wohnen", das die damalige Bundesbauministerin Barbara Hendricks im Sommer 2014 ins Leben gerufen hatte, bis heute kein einziger Punkt bedarfsgerecht umgesetzt wurde. Das ist schon enttäuschend. Aber unsere Bündnispartner und wir als DGfM werden nicht nachlassen, zu mahnen und zu fordern.
Was muss politisch aus Ihrer Sicht jetzt geschehen?
Dr. Hannes Zapf:¬†Neben der massiven Investition in den Sozialwohnungsbau, die erfolgen muss, ist für die gesamte Bauwirtschaft vor allem Verlässlichkeit wichtig. Egal ob Baustoffindustrie, verarbeitendes Gewerbe, Architekten und Planer oder Investoren ‚Äď was wollen Sie mit einer Sonderabschreibung, die bis zum Ende der Legislatur befristet ist, wenn Sie sich nicht einmal darauf verlassen können, dass Ihr Bauantrag bis dahin genehmigt ist und Sie in den Genuss der Förderung kommen? Was nutzt der immer wieder vom Bundesbauminister gegebene Hinweis auf die 5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau im Bundesetat, wenn dieses Geld über 4 Jahre aufgeteilt in der zweiten Hälfte der Legislatur schon wieder von 1,5 auf 1 Milliarde pro Jahr gekürzt wird und in Verbindung mit der mangelhaften Kofinanzierung und Zweckbindung der Länder einfach nicht ausreicht. Und mit Diskussionen über Enteignungen, wie sie im Land Berlin derzeit geführt werden, gewinnen Sie keine Investoren. Wir brauchen Planungssicherheit.
Dr. Ronald Rast:¬†Mittel- und langfristig geht es um einen Dreiklang, den wir als Gesellschaft gemeinsam schaffen müssen. Die schnelle Schaffung bezahlbaren Wohnraums, die deutliche Erweiterung der energetischen und altersgerechten Gebäudesanierung inklusive des erforderlichen Ersatzneubaus sowie die bessere Vernetzung von Stadt und Umland. Unsere Schwerpunktthemen zur weiteren Entwicklung eines bedarfsgerechten Wohnungsbaus sind: angemessene staatliche Förderung, Bereitstellung von kostengünstigem Bauland sowie Ausbau von Infrastruktur und √ĖPNV.
Im Frühjahr hat Ihre Ankündigung, die geplante Holzbau-Offensive des Landes Baden-Württemberg notfalls gerichtlich bewerten zu lassen, die baupolitische Debatte geprägt. Welchen Sachstand gibt es?
Dr. Hannes Zapf:¬†Zunächst ist eines wichtig ‚Äď unsere Aktivitäten richten sich nicht gegen den Baustoff Holz. Die Holzbauweise soll sich ebenso wie alle anderen Bauweisen im Wettstreit der besten Konzepte beweisen. Wir sind allerdings der Meinung, dass die einseitige politische Förderung eines Baustoffs bzw. einer Bauweise nicht mit dem Haushalts- und Wettbewerbsrecht vereinbar ist. Politik hat die Aufgabe, faire Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer zu schaffen, das verlangt nach Technologie- und Materialoffenheit. Die Auswahl des richtigen Baumaterials sollte Sache von Architekten, Planern und natürlich den Bauherren bleiben.
Dr. Ronald Rast:¬†Natürlich wäre es uns lieber, den Sachverhalt außergerichtlich zu klären. Die letzten Gespräche mit der Landesregierung Baden-Württemberg stimmen mich hier vorsichtig optimistisch.
Die Studie der ETH Zürich vor einigen Wochen hat der Debatte einen ganz wichtigen Aspekt hinzugefügt. Unsere Wälder können Klimaschützer sein, aber nur wenn wir aufforsten statt abholzen. Dass der deutsche Wald angesichts von Trockenschäden, Käferbefall und Sturmfolgen in seiner Funktion als CO2-Speicher gefährdet ist, hat selbst die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser eingeräumt, übrigens bei der Gründungsversammlung von ProHolz NRW. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat Forderungen nach einem Wiederaufforstungsprogramm gestellt ‚Äď und ein offener Brief von Wald- und Forstspezialisten an die Bundesministerin zeigt ganz deutlich auf, dass mehr Holzeinschlag jetzt der falsche Weg wäre.
Wenn Sie den Blick auf die eigenen Mitglieder werfen, was sind die wichtigsten Themen und wie wird sich die Branche entwickeln?
Dr. Hannes Zapf:¬†Wir alle konnten einen sehr guten Jahresstart verzeichnen, daran hatte auch der milde Bauwinter seinen Anteil. Wir sind guter Dinge, dass das Gesamtjahr 2019 am Ende auch mit dem prognostizierten Wachstum von 2 bis 3 Prozent bei der Absatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr bilanziert werden kann. Sorgen bereiten uns die zuletzt sinkenden Zahlen bei den Baugenehmigungen. Wenn sich dieser Trend im mehrgeschossigen Wohnungsbau verfestigt, ist der Wohnraummangel nicht zu lösen.
Sehr erfreut nehmen wir zur Kenntnis, dass mehr und mehr Kommunen angesichts der heißer werdenden Sommer den Wert der thermischen Speichermasse wiederentdecken. So setzt etwa meine Heimatregion Nürnberg bei der Planung von Wohnungen, Kitas und Schulen explizit auf die bewährte Massivbauweise, um die Wärmespeichereffekte optimal zur Vermeidung von extremen Spitzentemperaturen im Sommer zu nutzen und statt teurer Klimaanlagen in Verbindung mit nächtlicher Lüftung ganzjährig für ein ausgeglichenes Raumklima zu sorgen. Insofern tun wir gut daran, von den Südeuropäern zu lernen.
Unsere wichtigsten Branchenaufgaben lauten Nachwuchsgewinnung, Rohstoffsicherung und Digitalisierung. Vor allem bei letzterer steht uns in der kleinteiligen Bauwirtschaft eine Riesenaufgabe bevor, die wir in kurzer Zeit lösen müssen. Neue Netzwerke müssen geknüpft werden, um Software-Anbieter und die traditionelle, meist regional verwurzelte Bauwirtschaft zusammenzuführen. In Bayern sind wir mit dem "Netzwerk innovativer Massivbau" auf einem guten Weg.


Probleme am Bau


Wie Gerichte in Zweifelsfragen entschieden haben

Die Zeit der Bauausführung ist für Immobilieneigentümer eine heikle Phase, denn gerade dann kann es zu Fehlern und Pannen kommen, die später nur noch schwer wiedergutzumachen sind. Genau deswegen treffen sich Bauherren, Architekten und Handwerker immer wieder vor Gericht. Der Infodienst Recht und Steuern der LBS hat für seine Extra-Ausgabe acht Urteile deutscher Gerichte gesammelt, in denen es vom gestohlenen Material bis zur falschen Verglasung um verschiedenste Baurechtsfälle geht.

Wenn bei der Errichtung eines Einfamilienhauses ein Festpreis vereinbart wurde, dann gehört auch die Abdichtung des Putzes gegen Feuchtigkeit zum notwendigen Leistungsumfang. Dem Bauherrn kann später nicht vorgehalten werden, dass er dies eigens in Auftrag hätte geben müssen. Eine Ausnahme läge lediglich vor, wenn in der Baubeschreibung ausdrücklich darauf hingewiesen worden wäre, dass der Feuchtigkeitsschutz nicht inbegriffen ist. Das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein (Aktenzeichen 1 U 48/16) sprach dem Bauherrn, der den Fehler erst nach der Abnahme des Objekts bemerkt hatte, Schadenersatz zu.
Grundstücksbesitzer müssen sich an den Bebauungsplan der Gemeinde halten und können nicht verlangen, dass ihnen eine in diesem Plan nicht vorgesehene Stützmauer genehmigt wird. Zur besseren Ausnutzung ihres Grundstücks hatten die Eigentümer an der Seite ihres Wohngebäudes eine Erdaufschüttung vorgenommen und wollten diese mit einer Steinmauer stützen. Das Verwaltungsgericht Mainz (Aktenzeichen 3 K 615/18) sah dafür keine Notwendigkeit, denn die Aufschüttung sei nicht unbedingt nötig gewesen und die Mauer widerspreche dem Bebauungsplan.
Wer ein neues Gebäude errichtet, der muss auch dessen Auswirkungen auf die Nachbarschaft berücksichtigen. Sorgt zum Beispiel ein geplanter Bau wahrscheinlich dafür, dass der Lärm von einer nahegelegenen Eisenbahntrasse stark reflektiert wird und andere Anwohner massiv belastet, dann kann das Vorhaben gerichtlich gestoppt werden. Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (Aktenzeichen 1 ME 135/18) wies in seiner Entscheidung darauf hin, dass der Bauherr im Vorfeld lärmmindernde Maßnahmen wie einen offenporigen Putz nicht ausreichend geprüft habe.
Ein Bauherr, der Dachfenster mit einer Dreifachverglasung bestellt, muss es nicht hinnehmen, dass ihm die damit beauftragte Firma lediglich Fenster mit Zweifachverglasung einbaut. Das Oberlandesgericht Karlsruhe (Aktenzeichen 9 U 52/17) entschied einen entsprechenden Streit klar zu Gunsten des Bauherrn, der einen aufwändigen Austausch gefordert hatte. Die Firma hatte ihm entgegnet, die Maßnahme koste 6.700 Euro und bringe nur 8,10 Euro pro Jahr an Heizkostenersparnis. Trotzdem, so die Richter, müsse ein Austausch stattfinden. Er sei nicht unverhältnismäßig, denn es gehe um viel mehr als die Heizkosten, so etwa den Wiederverkaufswert des Hauses.
Baufirmen, die eine mangelhafte Leistung erbracht haben, besitzen im Regelfall ein Recht auf Nachbesserung. Das heißt, der Auftraggeber muss ihnen die Möglichkeit einräumen, den Fehler "wiedergutzumachen". Was aber, wenn das Unternehmen grundsätzlich bestreitet, dass ein Mangel vorliegt? Muss der Bauherr dann trotzdem zur Mangelbeseitigung auffordern? Das Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen 7 U 49/13) entschied: Nein. Wer einen Mangel leugne, der schließe damit auch ein Interesse an einer Mangelbeseitigung aus.
Ein Handlauf an Treppen gilt in vielen Fällen als unverzichtbar, weil damit den Benutzern mehr Sicherheit geboten wird. Doch nicht immer ist solch ein Handlauf zwingend notwendig, wie das Oberlandesgericht Koblenz (Aktenzeichen 1 U 1069/17) am Beispiel eines öffentlichen Weges feststellte. Es gehe bei der Beurteilung vor allem darum, ob der durchschnittlich sorgsame Benutzer auch ohne Handlauf zurechtkomme bzw. ob Gefahren für ihn rechtzeitig zu erkennen sind.
Leider kommt es immer wieder vor, dass auf einer Baustelle gelagertes Material gestohlen wird. In einem Fall im Saarland besorgte der Bauherr daraufhin auf eigene Kosten Ersatz und forderte anschließend eine Erstattung von der Firma. Das Oberlandesgericht Saarbrücken (Aktenzeichen 1 U 49/14) gestand dem Bauherrn den Kostenersatz von gut 18.000 Euro zu, denn auf der Baustelle treffe das beauftragte Unternehmen die Diebstahlssicherung. Sie müsse entscheiden, wie sie den Materialklau verhindere ‚Äď sei es durch Maßnahmen vor Ort oder durch abendlichen Abtransport der Ware.
Immer wieder geschieht es: Das Wetter verschlechtert sich während der Bauarbeiten an einer Immobilie und die beteiligten Firmen müssen ihre Mitarbeiter entgegen aller Planungen für einige Zeit abziehen. Wie der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VII ZR 194/13) in einem Urteil feststellte, können die Unternehmen in solch einem Fall nicht Entschädigungszahlungen vom Auftraggeber verlangen. Das Auftreten von Frost, Eis und Schnee sei von niemandem zu beeinflussen, auch nicht vom Bauherrn.
Quelle: lbs presse


Neue VOB/C 2019 jetzt online

Die ATV der VOB/C sind als DIN-Normen in neuer Ausgabe 2019 erschienen. 14 ATV wurden fachtechnisch überarbeitet. Die Inhalte sowie √úbersichten der √Ąnderungen im Vergleich stehen bei baunormenlexikon.de bereits online zur Verfügung.



Mit Datum September wurde die neue VOB/C 2019 vom DIN veröffentlicht. 14 der 54 ATV (Allgemeine Technische Vertragsbedingungen) sind fachtechnisch überarbeitet. Die gedruckte Gesamtausgabe der VOB 2019 mit den Teilen VOB/A, VOB/B und VOB/C wird im Oktober erscheinen. Bereits jetzt stehen die die aktuellen Inhalte online bei baunormenlexikon.de zur Verfügung, einer Kooperation von DIN Deutsches Institut für Normung e.V. und f:data GmbH.
Fachtechnisch überarbeitete ATV der VOB/C 2019 ¬†
DIN 18299 Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art DIN 18305 Wasserhaltungsarbeiten DIN 18318 Pflasterdecken und Plattenbeläge, Einfassungen DIN 18322 Kabelleitungstiefbauarbeiten DIN 18325 Gleisbauarbeiten DIN 18332 Naturwerksteinarbeiten DIN 18336 Abdichtungsarbeiten DIN 18338 Dachdeckungsarbeiten DIN 18352 Fliesen und Plattenarbeiten DIN 18354 Gussasphaltarbeiten DIN 18358 Rollladenarbeiten DIN 18360 Metallbauarbeiten DIN 18382 Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen DIN 18384 Blitzschutz-, √úberspannungsschutz- und Erdungsanlagen ¬† ¬†
Welche Neuerungen es im Detail gibt, was geändert wurde und was entfallen ist, hat die Baunormenlexikon-Redaktion jeweils im Abschnitt "√Ąnderungen im Detail" übersichtlich als Vergleich zur bisherigen Ausgabe aufbereitet.
¬† Einige wichtige √Ąnderungen in der neuen VOB/C 2019¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†

ATV DIN 18229 Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art enthält nun Vorgaben gemäß SiGe-Plan sowie Leistungen zur Unfallverhütung und zum Gesundheitsschutz.¬†
ATV DIN 18836 Abdichtungsarbeiten wurde neu strukturiert und an die neuen Abdichtungsnormenreihe DIN 18531 bis DIN 18535 angeglichen. Abdichtungen aus den Bereichen Flachdach (früher DIN 18338) und Gussasphaltarbeiten (früher DIN 18354) wurden integriert.¬†
ATV DIN 18318 wurde umbenannt in "Pflasterdecken und Plattenbeläge, Einfassungen". Die gebundene Bauweise bei Bettungen mit Anforderungen an die Wasserdurchlässigkeit, Druckfestigkeit und Haftzugfestigkeit wurde eingeführt. Außerdem Ebenheitsanforderungen an Pflasterdecken und Plattenbeläge.¬†
In ATV DIN 18352 Fliesen und Plattenarbeiten wurde die Reinigung von Belägen eingeführt. Außerdem ist die neue Abdichtungsnormenreihe berücksichtigt.¬†¬†¬†¬†¬†
Umbenannt wurden ATV DIN 18338 in "Dachdeckungsarbeiten" und ATV DIN 18384 in "Blitzschutz-, Überspannungsschutz- und Erdungsanlagen". 

Die Inhalte der neuen VOB/C sind kostenpflichtig. Es wird aber ein preisgünstiges Paket speziell zur VOB angeboten. Kostenlos ist eine Testanmeldung zum Onlinedienst unter www.baunormenlexikon.de möglich. Dort empfiehlt sich auch ein regelmäßiger Blick auf die monatlich aktualisierte Tabelle aktueller √Ąnderungen in DIN-Normen.
(Quelle: bauprofessor.de)
 
 


Marketing-Spezialist (m/w/d) mit Schwerpunkt Online-Kommunikation in Hannover gesucht

Der Kalksandstein-Markenverbund "KS-Original" sucht ab sofort einen Marketing-Spezialist (m/w/d) mit Schwerpunkt Online-Kommunikation in Hannover.

Details zu der ausgeschriebenen Stelle finden Sie auf der Webseite von KS-Original.


ifo-Geschäftsklimaindex im August weiter gefallen - nun selbst im Bauhauptgewerbe

(26.8.2019) Die Sorgenfalten bei den deutschen Unternehmen werden immer tiefer. Und so ist konsequenterweise der ifo-Geschäftsklimaindex im August von 95,8 auf 94,3 Punkte gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit November 2012.

Selbst im Bauhauptgewerbe hat der Geschäftsklimaindikator nachgegeben¬†- wenn auch nur leicht: Die Baufirmen waren etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage. Gleichwohl erwarten sie für die kommenden Monate keine größere √Ąnderung der nach wie vor sehr guten Geschäftslage.
Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Rückgang des Geschäftsklimaindikators offenbar nicht aufzuhalten: Die Zufriedenheit mit der aktuellen Lage hat erneut abgenommen, und die Erwartungen rutschten tiefer in den negativen Bereich. Ein ähnlicher Pessimismus unter den Industriefirmen war zuletzt im Krisenjahr 2009 zu beobachten. Bei keiner der deutschen Schlüsselindustrien zeigten sich Lichtblicke.
Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima merklich verschlechtert. Dies war auf eine deutlich weniger gute Einschätzung der Geschäftslage zurückzuführen. Zudem nahm die Skepsis für die nahe Zukunft zu.
Im Handel ist der Indikator in den negativen Bereich gerutscht. Die Indizes zur aktuellen Lage und den Erwartungen gaben nach. Treiber des Rückgangs war vor allem der Großhandel.


Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni 2019: +3,0 % saisonbereinigt zum Vormonat



WIESBADEN ‚Äď Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2019 saison- und kalenderbereinigt 3,0 % höher als im Mai 2019.

Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich sank das reale Volumen der saison- und kalenderbereinigten Auftragseingänge von April bis Juni 2019 gegenüber Januar bis März 2019 um 9,6 %. Dieser Rückgang ist auf das mittlerweile sehr hohe Auftragseingangsniveau, bedingt durch die besonders gute Entwicklung der vorausgegangenen Berichtsmonate, zurückzuführen.
Im Vorjahresvergleich war der kalenderbereinigte reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni 2019 um 4,4¬†% höher als im Juni 2018. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 stieg der Auftragseingang real um 5,3¬†% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.¬†
Höchster Auftragseingang in einem Juni seit 25 Jahren¬†
Im Juni 2019 lagen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen nominal mit rund 7,6¬†Milliarden Euro 2,9¬†% höher als im Juni 2018. Einen höheren Auftragseingang in einem Juni hatte es zuletzt vor 25 Jahren gegeben (1994:¬†7,9¬†Milliarden Euro). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten 2019 nominal um 10,8¬†%.¬†
Weiterführende Informationen
Methodische Hinweise befinden sich in den Erläuterungen zur Statistik und der Erläuterung zur Saisonbereinigung, sowie in den Qualitätsberichten zum Baugewerbe.
Basisdaten und lange Zeitreihen zum Bauhauptgewerbe können über die Tabelle 44111-0008 (Auftragseingangsindizes, Jahre) und die Tabelle 44111-0009 (Auftragseingangsindizes, Monate, bereinigte Daten) in der Datenbank GENESIS-Online, sowie unter der Rubrik Konjunkturindikatoren abgerufen werden.¬†


Kalksandstein Bauseminare 2020 im Norden

Termin vormerken!

Im Februar 2020 lädt die Kalksandsteinindustrie im Norden wieder zu den Kalksandstein Bauseminaren ein. Für die Veranstaltungsreihe 2020 wurde für Sie wieder ein interessantes Programm mit aktuellen Themen zusammengestellt.Themen und Referenten:Prof. Dr.-Ing. Andreas H. HolmForschungsinstitut für Wärmeschutz e.V., MünchenZusammenführung von EnEG, EnEV, EEWärmeG zum GEGProf. Dr.-Ing. Alfred SchmitzTAC Technische Akustik, GrevenbroichSchallschutz / BauakustikDr.-Ing. Wolfgang EdenBundesverband Kalksandsteinindustrie e.V., HannoverZukunft Bauen mit Kalksandstein. Forschung - ein Blick hinter die KulissenBeratungsingenieur des Kalksandsteinindustrie Nord e.V.Kalksandsteinindustrie Nord e.V., BuxtehudeAktuelles aus Normung und BauanwendungVeranstaltungsorte und Termine:11.02.2020 Papenburg, Hotel Alte Werft12.02.2020 Bremen, Strandlust Vegesack18.02.2020 Norderstedt, Tribühne Norderstedt19.02.2020 Hannover, Hotel u. Congress Centrum Wienecke20.02.2020 Osnabrück, DBU Zentrum für UmweltkommunikationGenauer Informationen zu Inhalten und Anmeldung finden Sie hier.


Genehmigte Wohnungen im 1. Halbjahr 2019: -2,3 % gegenüber Vorjahreszeitraum

Lediglich Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser auf Vorjahresniveau

WIESBADEN ‚Äď Im 1. Halbjahr 2019 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 164 600 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 2,3 % weniger Baugenehmigungen als im 1. Halbjahr 2018. Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis Juni 2019 rund 142 400 Wohnungen genehmigt. Dies waren 3,1 % oder 4 500 Wohnungen weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser ist annähernd gleich geblieben (- 0,1 %). Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sank dagegen um 4,7 % und die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 3,2 %.
Bei den neu zu errichtenden Nichtwohngebäuden, die von Januar bis Juni 2019 genehmigt wurden, verringerte sich der umbaute Raum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,1 Millionen Kubikmeter auf 101,3 Millionen Kubikmeter (-6,6 %).
Detaillierte Daten und lange Zeitreihen zu den Baugenehmigungen (31111) können über die Tabellen in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.


PwC-Studie: Jedes zweite Bauunternehmen hat inzwischen Erfahrung mit BIM und digitalem Bauen

Die Digitalisierung hat die Bauindustrie erreicht: So soll inzwischen mehr als die Hälfte der deutschen Bauunternehmen (52%) BIM-Erfahrungen gesammelt haben. Und in den nächsten Jahren wollen fast 80% der Unternehmen mit BIM arbeiten - wenngleich auch bislang weniger als jede fünfte Firma über eine ausgereifte Strategie für das digitale Bauen verfügt.

Doch 39% sind wohl dabei, eine solche Strategie zu erarbeiten - zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie "Digitalisierung der deutschen Bauindustrie", für die PwC 100 Unternehmen aus den Bereichen Planung & Design, Bau und Anlagenbau befragt hat.
Digitales Bauen gilt als technisch anspruchsvoll
63% der Befragten gaben an, dass das digitale Bauen insbesondere aus technischer Sicht anspruchsvoll sei. Gut die Hälfte (52%) hält BIM für aufwändig in der Umsetzung. Die größten Hürden für das digitale Bauen sind nach Einschätzung der Unternehmen fehlende Fachkräfte (52%) und hohe Investitionen (48%). Allerdings können mehr als drei Viertel der Befragten die Kosten der technischen Implementierung von BIM nicht einschätzen.
Der Aufwand scheint sich jedoch zu lohnen: Fast jeder Zweite bezeichnet BIM als positive Erfahrung (46%) und sieht darin eine Arbeitserleichterung (44%). Das digitale Bauen führe auf jeden Fall zu effizienteren Arbeitsabläufen, finden 39% der Befragten. Je 36% nennen die kürzeren Planungs- und Bauzeiten sowie eine bessere Zusammenarbeit mit allen Akteuren als zentrale Vorteile.
Immer mehr Ausschreibungen setzen auf digitales Bauen
"Fest steht: In Zukunft werden Unternehmen aus der Baubranche am digitalen Bauen kaum mehr vorbeikommen. Ab 2020 wird BIM bei allen neuen öffentlichen Infrastrukturprojekten in Deutschland verbindlich. Schon heute fordern viele Ausschreibungen den Einsatz von BIM", erinnert Christian Elsholz, Director bei PwC im Bereich Capital Projects & Infrastructure.
Das deckt sich mit den Erfahrungen der Umfrageteilnehmer: Rund 60% geben an, dass BIM in den vergangenen zwölf Monaten in Ausschreibungen gefordert war und zwar im Durchschnitt bei 10% der Projekte. In acht von zehn Ausschreibungen waren weitere Technologien gefragt, vor allem 3D-Druck (40%), Cloud-Technologie und 3D-Laserscanning (jeweils 34%).
Forderung nach Ausbau der digitalen Infrastruktur
Um die Einsatzmöglichkeiten von BIM in Deutschland zu verbessern, fordern die Befragten den schnelleren Ausbau der digitalen Infrastruktur (61%). Aber auch die finanzielle Förderung durch den Bund und mehr Anreize seitens der Auftraggeber für eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit sehen mehr als die Hälfte der Befragten als sehr wichtig an. Knapp jeder Zweite hält mehr Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für unersetzlich, um den Einsatz von BIM in Deutschland zu verbessern.
"Um das digitale Bauen professionell abzuwickeln, braucht es vor allem gut ausgebildete Experten. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen, die bereits digital bauen, beschäftigen hierfür eigene BIM-Modellierer und BIM-Koordinatoren¬†- genau die sind aber Mangelware. Umso wichtiger ist es, die Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich zu stärken", fordert Christian Elsholz.
BIM wird die Branche stark verändern
Einig sind sich die Befragten, dass das digitale Bauen die Branche künftig prägen wird: Sechs von zehn Entscheidern gehen davon aus, dass sich die Baubranche durch den Einsatz von BIM in den kommenden fünf Jahren grundlegend verändern wird. Jeder Zweite rechnet damit, dass sich das Geschäftsmodell seines Unternehmens durch BIM stark wandeln wird.
"Das digitale Bauen bedeutet einen Paradigmenwechsel für die Baubranche", ist auch PwC-Expertin Rebekka Berbner überzeugt. Für sie überwiegt jedoch das Positive: "Im Fokus der Zusammenarbeit für ein Bauprojekt steht künftig Win-Win, nicht mehr Win-Lose".


430.000 Wohnungen jährlich notwendig - Kurzstudie veröffentlicht

Das Pestel Institut in Hannover hat im Auftrag deutscher Spitzenverbände aus dem Bau- und Immobiliensektor die Kurzstudie "Wohnungsbedarf, Wohnungsbauziel der Bundesregierung, Wohnungsneubaunachfrage und Wirtschaftlichkeit des Wohnungsneubaus" erstellt und die Ergebnisse dazu nun veröffentlicht.

Laut der Studie werden bis zum Jahr 2025 insgesamt 430.000 neue Wohnungen benötigt, um den Bedarf nach Wohnraum abdecken zu können. Das beinhaltet sowohl die aktuelle Nachfrage als auch das aufgelaufene Defizit. Die Studienergebnisse bilden eine Basis für weitere, nachfolgende Betrachtungen und Forderungen speziell zur Förderung des sozialen und bezahlbaren Wohnens, die nach der Sommerpause 2019 an die Politik herangetragen werden. Die Kurzstudie mit allen Ergebnissen steht Ihnen nachfolgend zum Download bereit.


Werksbesuch der Berufsschule Nürnberg

Am 24. Juli 2019 besuchten uns 30 angehende Bauzeichner/Innen mit ihren Berufsschullehrern der B11 in Nürnberg, Frau Vogt und Herrn Barthelmes, im KS-Werk Behringersdorf.


Nach einer kurzen Begrüßung referierten Sascha Matznick, CAD-Wandabwicklung, und Thomas Schneele, bautechnischer Berater, über das Produkt Kalksandstein und die richtige Planung und Ausführung von KS-Mauerwerk.Im Anschluss führte Michael Gruber die Gruppe durch die laufende Produktion und erklärte dabei anschaulich den Herstellungsprozess der weißen Steine aus den Rohstoffen Kalk, Sand und Wasser.
Abschließend informierte Thomas Schneele die Auszubildenden an der Musterbaustelle über die vielseitige Verwendbarkeit des Kalksandsteins im Hochbau und die verschiedenen Konstruktionsmöglichkeiten mit ihren jeweiligen Vorteilen gegenüber anderen Wandkonstruktionen.
Ein informativer Vormittag mit sehr interessierten jungen Menschen, den wir so gerne wieder durchführen können.


Kalksandsteinindustrie zeigt Zahlen, Fakten und Projekte

Der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. (BV KSI) hat seine aktuellen KALKSANDSTEIN Geschäftsberichte 2018/2019 veröffentlicht. Sie stehen ab sofort unter www.kalksandstein.de/gb-2018-2019 zum Download bereit. Darin informiert der BV KSI über seine Aktivitäten der vergangenen zwölf Monate.

Dazu gehören die Ergebnisse der BV KSI-Gesellschaften sowie die Entwicklung der gesamten Kalksandsteinindustrie im Rahmen der Bauwirtschaft. "Aber auch Themen aus der politischen und technischen Lobbyarbeit des BV KSI haben wir in unseren Geschäftsberichten veröffentlicht, genauso wie beispielsweise die verschiedenen Maßnahmen im Rahmen der Nachwuchsförderung oder der Presse- und √Ėffentlichkeitsarbeit", erläutert Roland Meißner, Geschäftsführer BV KSI. ¬†
Nicht zu vergessen die Aktivitäten im Bereich der industriellen Grundlagenforschung der Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. Hier wird die Basis für die technische Weiterentwicklung der deutschen Kalksandsteinindustrie geschaffen, beispielsweise beim Thema Recycling oder dem Internet der Dinge (Industrie 4.0) und die damit verbundene zunehmende Digitalisierung und Automatisierung. "Zudem bieten die Geschäftsberichte unserer einzelnen Gesellschaften einen Einblick in die Leistungsfähigkeit unserer Industrie und informieren über die Ziele und Leitlinien unseres Handelns", so Meißner. ¬†
Der BV KSI bleibt also ebenso in Bewegung wie die (Bau-)Wirtschaft in Deutschland. Denn nur wer sich weiterentwickelt, kann auch an der Gestaltung zukunftsfähiger Rahmenbedingungen teilhaben. "Dabei hilft uns der engagierte Einsatz aller Beteiligten ‚Äď den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesverbandes Kalksandsteinindustrie e. V., der Forschungsvereinigung Kalk-Sand e. V., der Qualitätsgemeinschaft Mauerwerksprodukte e. V. und der Kalksandstein-Dienstleistung GmbH, als auch alle in den Ausschüssen, Arbeitskreisen und im Vorstand ehrenamtlich Tätigen", schließt Meißner ab. "Die Kalksandsteinindustrie, mit ihren innovativen Produkten, ist für die Anforderungen der kommenden Jahre bestens aufgestellt."


Bundesrat stimmt Sonderabschreibungen beim Mietwohnungsneubau zu

Der Bundesrat hat am 28.06.2019 das Gesetz zur steuerlichen Förderung für den Mietwohnungsneubau (Sonder-AfA) beschlossen.

Danach ist es nun möglich, für die Anschaffung oder die Herstellung neuer Wohnungen im Jahr der Anschaffung/Herstellung und in den 3 folgenden Jahren Sonderabschreibungen von bis zu 5 Prozent p.a. der Bemessungsgrundlage ‚Äď neben der regulären linearen Afa von 2 Prozent p.a. ‚Äď in Anspruch zu nehmen. Bemessungsgrundlage für die Sonder-Afa sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Wohnung, jedoch max. 2.000 Euro je Quadratmeter Wohnungsfläche.
Für die Inanspruchnahme der Sonder-Afa gelten folgende Voraussetzungen:

Mit dem Bauantrag, der zwischen dem 31.8.2018 und dem 31.12.2021 gestellt werden muss, müssen neue, bisher nicht vorhandene Wohnungen geschaffen werden.
Die Anschaffungs-/Herstellungskosten dürfen 3.000 Euro je Quadratmeter nicht übersteigen. Hierdurch soll der Bau bezahlbarer Mietwohnungen angeregt werden.
Die Wohnung muss im Jahr der Anschaffung/Herstellung und in den folgenden 9 Jahren der entgeltlichen Überlassung zu Wohnzwecken dienen. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die Wohnungen nicht als Ferienwohnungen (unter-)vermietet werden.  

Das Gesetz wird nun über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet. Es tritt einen Tag nach der Verkündung in Kraft. Den Wortlaut des Gesetzes finden Sie unter¬†https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2018/0601-0700/607-18.pdf?__blob=publicationFile&v=2


Werksbesichtigung und Gastvortrag an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

Ende Juni schauten sich 25 Studierende des zweiten Semesters Bauingenieurwesen der HTW Saar das Kalksandsteinwerk in Differten an. Anfang Juli gab ergänzend dazu einen Gastvortrag in Saarbrücken.

Bei heißen Temperaturen erklärten die Herren Helmle, Schadewald, Schindel und Christian Schencking im Kalksandsteinwerk Schencking in Differten den Studierenden in anschaulicher Weise wie der Kalksandstein hergestellt und verarbeitet wird.
Um die Entwicklung der Kalksandsteinverarbeitung aufzuzeigen, wurden drei verschiedene Maurerstücke mit 3DF, 6DF und KS-XL PE vorbereitet. Somit sahen die Studierenden das Mauern im direkten Vergleich zwischen Klein- und Großformaten. Selbstverständlich durfte auch selber Hand angelegt werden. Am 11.Juli 2019, gab es dann von der Koordinatorin für akademische Nachwuchsförderund Frau Lennig und Herrn Helmle einen Gastvortrag an der HTW Saar in Saarbrücken. Neben dem Mauerwerksbau mit verschiedenen Materialien, gingen die Referenten intensiv auf die Herstellung und Eigenschaften des Kalksandstein ein. Zur besseren Darstellung kam der Kalksandstein-Musterkoffer mit Mini-Kalksandsteinen zum Einsatz. Für die 25 Studierenden gab es am Ende neben Collegeblock und Kugelschreiben noch das aktuelle Planungshandbuch und verschiedene Prospekte.


Inhouse-Schulung bei der Ingenieurgruppe Bauen

Unter dem Motto "Montagsrunde" findet bei der Ingenieurgruppe Bauen, regelmäßig montags eine technische Weiterbildung statt.
Am 08. Juli 2019 wurde das Thema Mauerwerksbemessung bei der Ingenieurgruppe in Mannheim durch den Verein Süddeutscher Kalksandsteinwerke vorgestellt. Die 40 Ingenieure wurden zunächst durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) Oliver Keil auf die statischen Vorteile des KS-Systembauweise auch unter Nachhaltigkeitsaspekten informiert.
Für den Bereich der Mauerwerksbemessung unterstütze Herr Benjamin Purkert von der TU Darmstadt als Experte für die Bemessung (Institut von Prof. Graubner) durch seinen sehr fachspezifischen Vortrag, der die Bemessung vom einfachen bis genaueren Verfahren, die Bemessung im Brandfall und konstruktive Details erläuterte.
Der KS-S√úD sagt danke für die Unterstützung durch die TU Darmstadt und an das Team von der Ingenieurgruppe Bauen für den technischen Austausch.


Baulandkommission legt Ergebnisse vor

Die Expertenkommission "Nachhaltige Baulandmobilisierung und Bodenpolitik - Baulandkommission" hat Anfang Juli 2019 nach neun Monaten intensiver Arbeit Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen Baulandmobilisierung und Bodenpolitik vorgelegt.

Marco Wanderwitz, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und Vorsitzender der Baulandkommission: "Die zügige Bereitstellung von Bauland für bezahlbaren Wohnungsbau wird maßgeblich von praxisfreundlichen Rahmenbedingungen auf allen föderalen Ebenen bestimmt. Wir brauchen eine gute Bodenbevorratung und kompakte, rechtssichere Planungs- und Bauprozesse, angefangen von kommunalen Planungsentscheidungen bis hin zum Bau von Wohnungen."
Dr. Dorothee Stapelfeldt, Hamburger Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen und stellvertretende Vorsitzende der Baulandkommission: "Grund und Boden sind keine beliebig vermehrbare Ware, sondern eine wertvolle Ressource. Der zunehmende Wachstumsdruck, der große Mangel an bezahlbarem Wohnraum und bezahlbarem Bauland insbesondere in den Städten und Ballungszentren fordern von allen beteiligten Akteuren mehr denn je eine nachhaltige und sozial orientierte Stadtentwicklungs- und Bodenpolitik. Ich freue mich, dass es gelungen ist, gemeinsame Positionen zur Verbesserung der Instrumente des Baugesetzbuchs zu erarbeiten. Die Expertenkommission hat eine Vielzahl von Reformvorschlägen erarbeitet, die einer nachhaltigen Bereitstellung und Mobilisierung von Bauland ‚Äď insbesondere für bezahlbaren Wohnraum ‚Äď dienen. Jetzt kommt es darauf an, dass wir in diesem Sinne eine Novelle des Baugesetzbuchs in Gang setzen."
Die Empfehlungen der Baulandkommission decken ein breites Spektrum an Maßnahmen ab, die zur Stärkung der Kommunen für eine nachhaltige Liegenschaftspolitik notwendig sind:

Haushaltsrechtliche Anpassungen: insbesondere Anpassung der Haushaltsordnungen auf allen öffentlichen Ebenen, damit die verbilligte Abgabe von Grundstücken für den Bau von preisgedämpften Wohnungen nicht an haushaltsrechtlichen Vorgaben scheitert
Eine aktive Liegenschaftspolitik in den Kommunen Umsetzungsunterstützung durch die Länder, um öffentliche Grundstücke von Ländern und Kommunen vergünstigt zur Verfügung stellen zu können
Ausschöpfung baurechtlicher Instrumente: sowohl bei der Anwendung bestehender Rechtsinstrumente als auch bei der Verbesserung der Wirksamkeit von Instrumenten zur Baulandmobilisierung. Schlüsselthemen sind hier die Stärkung des Wohnens als Allgemeinwohl, erleichterte Erteilung von Befreiungen, einfache Wohnungsbaupläne für innerörtliche Lagen, Fortentwicklung des gemeindlichen Vorkaufsrechts, Flexibilisierung der Baunutzungsverordnung für den erleichterten Ausbau von Dachgeschossen, Einführung einer Experimentierklausel zum Lärmschutz und Anpassung des Geruchsemissionsschutzes, weiterhin Einbeziehung von Randlagen in das beschleunigte Verfahren gemäß ¬ß 13b Baugesetzbuch und die Erleichterung der Genehmigung begünstigter Vorhaben im Außenbereich bei Umnutzung von landwirtschaftlichen Gebäuden in Wohnungen
Finanzielle Unterstützungen: verstärktes finanzielles Engagement des Bundes und der Länder bei der Reaktivierung von Brachen, Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer Erschließung weiterer Potenziale, z. B. bei der Optimierung und Digitalisierung von Planungs-, Beteiligungs- und Genehmigungsprozessen, Ausbau kooperativer Planungen mit Dritten (z. B. mit Kirchen), Konzeptvergaben, Erbbaurechte, Transparenz in Grundstücksvergaben, Berücksichtigung preisgedämpfter Grundstücksverkäufe in der Wertermittlung, Verbesserung der Personalausstattung und Start einer Ausbildungsoffensive

Staatsekretär Wanderwitz betonte: "Die Umsetzung der Handlungsempfehlungen bedarf des weiteren Engagements der Akteure der Planungs-, Bau- und Bodenpolitik. Wir müssen umgehend die notwendigen Personalkapazitäten in Planungsämtern und weiteren relevanten Einrichtungen auf allen föderalen Ebenen schaffen. Für die anstehenden Aufgaben brauchen wir dauerhaft fachlich gut ausgebildeten Nachwuchs. Die Baulandkommission hat sich für eine Ausbildungs- und Einstellungsoffensive für technische Berufe ausgesprochen. Das ist ein deutliches Signal. Mir ist wichtig, dem fachlichen Nachwuchs verlässliche Perspektiven zu geben und gemeinsam mit den künftigen Nutzern unserer Städte die Zukunft zu gestalten."
Mit der Umsetzung breit getragener und konkret wirksamer Maßnahmen sollen die Empfehlungen der Baulandkommission eine nachhaltige Baulandbereitstellung und -mobilisierung durch Bund, Länder, Kommunen und Immobilienwirtschaft voranbringen. Die Ergebnisse der Baulandkommission stehen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der begrenzten Ressource Boden. Sie unterstützen die Wohnraumoffensive.
Die Handlungsempfehlungen der Baulandkommission erhalten Sie zusammengefasst als PDF auf den Internetseiten des BMI.


Kalksandstein-Bauseminare erneut gut besucht

Auch in diesem Jahr bekamen Architekten, Bauingenieure und Planer bei den Kalksandstein-Bauseminaren geballtes Wissen und präzise Fachinformationen auf den Punkt präsentiert. Zu den Seminaren, die an 23 Orten im gesamten Bundesgebiet durchgeführt wurden, kamen mehr als 2.800 Teilnehmer.

Das Themenspektrum war auch in diesem Jahr breit gefächert. 19 renommierte Experten und Fachreferenten aus Lehre und Praxis sprachen in ihren Vorträgen unter anderem über Themen des aktuellen Normungsgeschehens, dem Einsatz von BIM in der Praxis aber auch über den Bereich Bauwerksabdichtung und den Schallschutz im Wohnungsbau. ¬†
Wie wichtig Lärmvermeidung und Lärmschutz gerade im eigenen Wohn- und Arbeitsbereich sind, betonte Prof. Dr.-Ing. Alfred Schmitz vom Akustikbüro TAC Technische Akustik aus Grevenbroich in seinem Vortrag "Schallschutz im Wohnungsbau". Dabei zeigte Schmitz zum einen auf, in welchem Maße wir von Lärm beansprucht werden und wie wichtig die eigene Wohnung als Rückzugsort ist. Darüber hinaus erläuterte er, wie baulicher Schallschutz in Bezug auf die neue Schallschutznorm DIN 4109 wirklich gelingt, welche Materialien und Konstruktionen geeignet sind und wie sich typische Baufehler einfach vermeiden lassen. ¬†
Im Vortrag "Design sells. Urbanität durch gute Gestaltung - von außen, innen und drum herum" nahm Prof. Dr. habil. Volker Eichener von der Hochschule Düsseldorf die Teilnehmer mit auf eine anregende visuelle Reise durch eine Vielfalt von Designstilen. Dabei ging es nicht nur um den Wandel der √Ąsthetik im Laufe der vergangenen eineinhalb Jahrhunderte, sondern auch um Designfehler und Regeln für gutes Design, die Urbanität als Qualitätsfaktor und wie man Urbanität designt. ¬†
Building Information Modeling (BIM) war ein anderes Thema, das auf großes Interesse bei den Teilnehmern stieß. Nach einer allgemeinen Einführung ging Prof. Dr.-Ing. Markus König von der Ruhr-Universität Bochum auf die Themen Auftraggeberinformationsanforderungen (AIA) und BIM-Abwicklungspläne (BAP) ein und informierte ebenso über die Sicherstellung der Modellqualität. Anhand von Beispielen zeigte er die √úbernahme von BIM-Modellen für den Betrieb auf. ¬†
Ausgewählte Beiträge der Kalksandstein-Bauseminare 2019 stehen Ihnen auf unserer Seite unter www.kalksandstein.de/bauseminare2019 zum Download bereit. ¬†
Traditionell finden die Kalksandstein-Bauseminare in den "bauruhigen" Monaten statt. Organisiert werden sie jeweils durch die fünf Regionalvereine der Kalksandsteinindustrie im Norden, Osten, Süden, Westen und Bayern. In einigen Bundesländern werden die Veranstaltungen von den Architekten- und Ingenieurkammern sowie der Deutschen Energie-Agentur (dena) als Fortbildungsmaßnahme anerkannt.


Schallschutz-Gastvorlesung + Schallschutztechnische Nachweise am Rechner

Auf Einladung von Prof. Dr.-Ing. Marcus Rühl der Hochschule Kaiserslautern wurden die Studenten im Masterstudiengang des Fachbereichs Bauingenieurwesen durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) Oliver Keil am 02. Juli 2019 zum Thema Schallschutz mit Kalksandstein informiert. Die jährlich stattfindende Veranstaltung, unterteilt sich in die Bereiche Theorie und Praxis. Zuerst wurden die Studenten durch einen 90 min. Vortrag intensiv mit dem bauphysikalischen Thema Schallschutz auf den aktuellen Stand der heutigen Schallschutzbemessung gebracht. Beim Vortrag wurden die Themenschwerpunkte: Entwicklung des Schallschutzes, die heutige Anforderungen, Rechtssicherheit, erhöhter Schallschutz und Ausführungsdetails intensiv erläutert und mit Beispielen aus der Praxis belegt.
Beim zweiten Teil der Veranstaltung wurde der Umgang mit dem KS-Schallschutzrechner am eigenen Rechner an mehreren Praxisbeispielen geübt. So wurden Berechnungen zur horizontalen und vertikalen Schallübertragung bei MFH, aber auch besondere Bausituationen wie z.B. im Dachbereich oder der Schallschutz von Außenwänden berechnet. Die vielen Möglichkeiten des KS-Schallschutzrechners und die einfache Handhabung, um eine exakte Berechnung der jeweiligen Bausituation abzubilden hat die Studenten begeistert. Die Einflüsse der Stoßstellen und Flankenübertragungen konnten die Studenten erkennen und bewerten lernen. Dass erhöhter Schallschutz mit dem massiven Kalksandstein problemlos zu bauen ist, davon sind die Studenten überzeugt.
 
Der Verein Süddeutscher Kalksandsteinwerke als regionale Bauberatung bedankt sich für die rege Mitarbeit der Studenten und freut sich auf die weitere intensive Zusammenarbeit.
 


Marktführerschaft von Kalksandstein im mehrgeschossigen Wohnungsbau weiter ausgebaut!

Kalksandstein war im Jahr 2018 der am häufigsten eingesetzte Baustoff im mehrgeschossigen Wohnungsbau. Das belegen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Insgesamt kommt der Baustoff auf einen Anteil von über 34 Prozent bei der Anzahl Wohngebäude mit mehr als drei Wohneinheiten. Im Vergleich dazu lag der Anteil im Jahr 2017 noch bei rund 33 Prozent. Beim Rauminhalt wächst der Kalksandstein-Anteil sogar auf über 38 Prozent (37 Prozent in 2017).

"Diese Zahlen zeigen einmal mehr, dass Kalksandstein aus dem Wohnungsbau nicht wegzudenken ist", sagt Roland Meißner, Geschäftsführer Bundesverband Kalksandsteinindustrie, zu den veröffentlichten Zahlen. "Die Massivität des Kalksandsteins bringt hier unter anderem Vorteile im Schallschutz und der Tragfähigkeit. Die Wände können dadurch schlanker gehalten werden. Im Wohnungsbau ein klarer Vorteil." ¬†
Eine √úberlegenheit gibt es auch bei den Kosten. Hier waren mit Kalksandstein gebaute Wohnungen im Jahr 2018 mit durchschnittlich 290 Euro je Kubikmeter umbautem Raum um gut 8,5 Prozent preiswerter als in Stahlbeton ausgeführte Wohnungsbauten. Gegenüber Holzbauten betrug der Kostenvorteil sogar über 11,4 Prozent. Mauerwerksbauten aus Kalksandstein leisten somit einen sehr wichtigen Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ‚Äď sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich. Das sind gute Rahmenbedingungen für jeden Bauherren. ¬†
"Doch ohne die breite und nachhaltige Unterstützung aus der Politik geht es nicht", sagt Meißner. "Die Baulandkommission hat in diese Richtung ein erstes positives Zeichen gesetzt. Sie empfiehlt Bund, Ländern und Kommunen eigene Liegenschaften vergünstigt für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums zur Verfügung zu stellen." Weiterhin werde die Einführung von Freibeträgen bei der Grunderwerbssteuer, insbesondere beim erstmaligen Erwerb von Wohneigentum, empfohlen. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist das nun endlich auch vom Bundesrat beschlossene Gesetz zur steuerlichen Förderung für den Mietwohnungsneubau (Sonder-Afa). Danach ist es möglich, für die Anschaffung oder die Herstellung neuer Wohnungen im Jahr der Anschaffung/Herstellung und in den 3 folgenden Jahren Sonderabschreibungen von bis zu 5 Prozent pro Jahr der Bemessungsgrundlage ‚Äď neben der regulären linearen Afa von 2 Prozent jährlich ‚Äď in Anspruch zu nehmen. Bemessungsgrundlage für die Sonder-Afa sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Wohnung, jedoch max. 2.000 Euro je Quadratmeter Wohnungsfläche. ¬†
"Das alles sind zunächst einmal bessere Voraussetzungen für den weiteren Ausbau des bezahlbaren Wohnungsbaus", resümiert Meißner. "Allerdings müssen die knappen Kapazitäten und langen Wartezeiten bei den ausführenden Gewerken und darüber hinaus auch der Fachkräftemangel nachhaltig gelöst werden. Schon jetzt ist es kaum mehr möglich, das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel von 1,5 Millionen neuen Wohnungen bis zum Ende der Legislaturperiode zu erreichen."


Bauhauptgewerbe hält hohe Dynamik zu Beginn des zweiten Quartals

Das Bauhauptgewerbe ist sehr dynamisch in das zweite Quartal gestartet. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes haben die Bauunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im April knapp 6 % mehr Stunden geleistet als im April 2018.

"Besonders erfreulich ist die anhaltend gute Auftragslage. Die Auftragseingänge legten im April insgesamt um 12,7 %; (real +¬†6,3 %) zu, im Wirtschaftsbau stiegen sie sogar um fast 15 %. Noch sehen wir hier keine Investitionszurückhaltung," erklärte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, mit Blick auf die verhalteneren Erwartungen zur Geschäftsentwicklung aus der Wirtschaft. "Auch bei der öffentlichen Hand bleibt es beim Investitionshochlauf. Mit fast 15 % Orderzuwachs wurde im Mai das Tempo aus den Vormonaten gehalten. Daher ist es wichtig, dass die Investitionslinie Verkehr im Bundeshaushalt nicht wegen der ausfallenden PKW-Maut gekürzt wird. Die Bauunternehmen haben ihre Kapazitäten im Vertrauen auf Aussagen der Bundesregierung der steigenden Nachfrage angepasst," so Pakleppa angesichts der heute stattfinden Haushaltsberatungen der Koalition.
"Wenn auch der Wohnungsbau bei den Auftragseingängen "nur" Zuwächse von 6 % aufweist, sehen wir hier keine Trendumkehr. Vielmehr bleibt der Auftragseingang auf dem hohen Niveau," sagte Pakleppa abschließend.
Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes sind die Umsätze im Bauhauptgewerbe im April in den Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten um 15,7 %; (real um 9,3 %) gestiegen. Die Preisentwicklung für Bauleistungen liegt bei 6 %. Kumulativ erreichen die Umsätze 23,6 Mrd. Euro. Die Umsatzsteigerung beträgt damit bis Mai 17 %.
Quelle und weitere Informationenzdb.depresseportal.de


";Tag des Mauerwerks" an der Hochschule Bremen

Nach dem erfolgreichen Start im letzten Jahr bietet der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. auch 2019 zusammen mit den Regionalvereinen wieder "Tage des Mauerwerks" an Universitäten und Hochschulen an.

Den Auftakt machte am 20. Mai 2019 die Hochschule Bremen. Nach der Begrüßung durch den Studiendekan der Fakultät Architektur, Bau und Umwelt, Herrn Prof. Thomas Rauscher, erhielten die 40 teilnehmenden Studierende einen Fachvortrag zur Herstellung und Verarbeitung von Kalksandsteinen durch Christoph Runge vom KS-Nord e.V.
Im Anschluss gab es eine Einweisung in die Theorie und Praxis des Mauerns durch Maurermeister Hartmut Flerlage, bevor es in acht Gruppen an die vorbereiten Arbeitsplätze ging.
Die angehenden Bauingenieure hatten drei Stunden Zeit eine Eckwandkonstruktion mit den Maßen 111,5 x 62,5 x 100 cm zu mauern. Unterstützt wurden sie dabei mit fachkundigen Tipps durch die Herren Flerlage, Hobbie und Runge vom KS-Nord e.V.
Anfängliche Unsicherheiten im Umgang mit Maurerkelle und Mörtel waren in der letzten Stunde schon nicht mehr zu sehen. Am Ende lag es an der Jury die "Meisterstücke" zu bewerten. Kriterien waren dabei die Zeit und die Genauigkeit der Ausführung.
Am Ende stand das Team "Steineranteil" als Sieger des Wettmauerns fest. Hierfür gab es jeweils eine Mini-Maurerkelle und einen Warengutschein fürs Team.
Für uns waren natürlich alle Teilnehmer Sieger und so bekam jeder als Andenken an die Veranstaltung eine Teilnahmebescheinigung, einen Collegeblock mit passendem Kugelschreiber, sowie einen 8 DF-Mini-Kalksandstein.
Alle Teilnehmer und die Lehrenden waren sich am Ende der Veranstaltung einig: Nächstes Jahr gerne wieder. Der "Tag des Mauerwerks" war nicht nur lehrreich und informativ sondern hat zu dem auch noch eine Menge Spaß gemacht.


Experten aus Industrie, Forschung und Lehre diskutieren über die Zukunft der Kalksandsteinindustrie

Automatisierung, Robotik, Additive Fertigung oder Industrie 4.0 sind die Schlüsselbegriffe der aktuell dynamischsten und wachstumsstärksten Innovationsbereiche mit erheblichen Auswirkungen auch in die Bau-, Baustoff- und speziell in die Kalksandsteinindustrie. Welche Chancen und Herausforderungen sich in den unterschiedlichen Themengebieten für Kalksandsteinproduzenten und Zulieferbetriebe ergeben, wo die Lehre in Deutschland steht und unterstützen kann und welche praktische Erfahrungen bereits vorliegen, sind Themen, die im Rahmen eines Technologie- und Forschungssymposiums der Kalksandsteinindustrie Anfang Juni in Hannover behandelt wurden.

"Eine anwendungsnahe Umsetzung dieser Technologien ist einer der wesentlichsten Motoren zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in der produzierenden Industrie. Die Kalksandsteinindustrie greift diese Potenziale daher hier in diesem Symposium auf", sagt Bernhard Göcking, im Vorstand des Bundesverbands Kalksandsteinindustrie e.V. (BV KSI) für den Bereich Forschung zuständig, in seiner Eröffnungsrede des Symposiums.
Schlüsselbereiche vorgestellt
Im ersten Teil erhielten die Symposiumsteilnehmer einen Einblick in die vier Schlüsselbereiche der kommenden Technologien und Innovationen. Die Impulsvorträge wurden von renommierten Experten in ihren jeweiligen Fachgebieten gehalten.
So stellte Prof. Dr.-Ing. Peter Schuderer von der Hochschule Ingolstadt die Chancen und Herausforderungen von Industrie 4.0 für die Kalksandsteinindustrie vor. Dass der 3D-Druck nur ein Teil der additiven Fertigung ist und welche Möglichkeiten hier für den Bausektor infrage kommen würden, berichtete Dr.-Ing. Stefan Kleszczynski von Universität Duisburg-Essen. Prof. Dr.-Ing. Eric Brehm von der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft führte die Teilnehmer anschließend auf die Baustelle der Zukunft. Er zeigte Möglichkeiten auf, wie die Robotik künftig die Arbeiten von Maurern übernehmen könnte. Im Hinblick auf den bestehenden Fachkräftemangel könnte dieser Weg eine realistische Alternative sein. ¬†
Modulares Bauen wird vor allem von der Politik in der aktuellen Wohnungsbaudiskussion häufig genannt. Passend dazu referierte Tobias Riffel über seine Erfahrungen mit Fertigmauerwerk aus Kalksandstein. Riffel ist Geschäftsführer der Rimatem GmbH und Riffel Bau und Fertigteile GmbH. Unternehmen, die auf die Produktion von Mauerwerkstafeln und deren Anlagen spezialisiert sind.
Forschungsprojekte am Beispiel Seilroboter
"Die Impulsvorträge sind wichtig, um alle Teilnehmer auf einen gemeinsamen Stand zu bringen. Aber wir sind in der Kalksandsteinindustrie natürlich bereits tätig und starten nicht erst jetzt in die Zukunft. Wir beteiligen uns zum Beispiel mit vier renommierten Partnern aus Forschung, Lehre und Industrie an einem Forschungsvorhaben zur Entwicklung von Seilrobotern für die Erstellung von Kalksandstein-Mauerwerk auf der Baustelle", sagt Jan Dietrich Radmacher, Mitglied im BV KSI-Vorstand. ¬†
MSc. Roland Boumann von der Universität Duisburg-Essen, einer der Projektpartner, gab den Symposiumsgästen anschließend einen √úberblick über das aktuelle Forschungsvorhaben und zeigte ebenso weitere Perspektiven für den Einsatz von Leichtbau-Seilrobotern im Bau auf. ¬†
Wie geht es für die KS-Industrie weiter?
Nach der Mittagspause begann der praktische Teil der Veranstaltung. Die mitgenommenen Impulse aus den zuvor gehörten Vorträgen konnten die Teilnehmer im Workshop-Format "World-Caf√©" vorbringen und gemeinsam mit den Experten und Referenten diskutieren. Jedes der vier Themen vom Vormittag bekam einen eigenen Workshop und jede Gruppe durchlief jeden Workshop. Charakteristisch für ein World-Caf√© ist, dass jede Gruppe inhaltlich da ansetzt, wo die vorige aufgehört hat. So gibt es keine doppelten Inhalte und es entsteht ein qualitativ hochwertiges Ergebnis. ¬†
In den Bereichen Industrie 4.0, Mauerwerksroboter und Fertigmauerwerk aus Kalksandstein sehen die Teilnehmer Chancen für eine Weiterentwicklung in der Kalksandsteinindustrie und haben in den verschiedenen Workshops auch bereits einzelne Ideen entwickelt. ¬†
"Nun gilt es alle Ergebnisse zusammenzufassen, zu analysieren und eine Marschroute für die nächsten Jahre aufzustellen. Im World-Caf√© wurden auch schon konkrete Bedarfe und Bereiche genannt, die über unsere Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. weiter beleuchtet werden können", so Roland Meißner, Geschäftsführer des BV KSI und der Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. "Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Der Austausch mit Vertretern aus der Industrie, Lehre und Forschung war an dieser Stelle immens wichtig, um für die Zukunft noch besser gewappnet zu sein."


KALKSANDSTEIN - Gastvorlesung an der TU Darmstadt

Auf Einladung der Technische Universität Darmstadt unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. C.-A. Graubner, Institut für Massivbau, hielt Herr Dipl.-Ing. (FH) Oliver Keil am 18. Juni 2019 einen Vortrag zum Thema Besonderheiten Kalksandstein.

Die Gastvorlesung war Teil der Informationsreihe zu den verschiedenen Mauerwerksarten, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Kalksandsteinindustrie unter der Koordination von Frau Katharina Lennig erfolgte. Die Studenten wurden auch in diesem Jahr wieder durch einen 90 min. dauernden Vortrag intensiv über die bauphysikalischen Einflüsse, die wärmetechnischen Anforderungen, den Brandschutz und den baulichen Schallschutz informiert. Die hilfreichen baupraktischen Ausführungsdetails zu den wirtschaftlich schlanken Wandkonstruktionen wurden von den Studenten sehr positiv bewertet. "Die Leistungsfähigkeit der KS-Bauweise besteht vor allem darin, dass alle Ansprüche und Anforderungen ohne jegliche Kompromisse erfüllten werden können", so Keil. Zusätzlich wurde unter dem Thema "Intelligent Planen" die Zukunftstechnologie BIM am Bsp. KS-QUADRO aufgezeigt.
Der kurzweilige Vortrag, die technischen Unterlagen und Hilfsmittel stießen bei den Zuhörern auf positive Resonanz. Der Verein Süddeutscher Kalksandsteinwerke als regionale Bauberatung freut sich damit auf die weitere intensive Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt.
 


";Tag des Mauerwerks" an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Am 23. Mai 2019 fand mit 42 Studenten aus dem Fachbereich Bauingenieurwesen bereits der nächste "Tag des Mauerwerks" an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) statt.

Nach der Begrüßung durch die Studiengangssprecherin, Prof. Kirsten Pieplow, zeigt Linda Franzke vom Regionalverein Kalksandsteinindustrie Ost e.V. (KS-Ost) den Studierenden des 4. Fachsemesters anschaulich die Herstellung und Verarbeitung von Kalksandsteinen.
Um die Studierenden optimal auf das Wettmauern vorzubereiten gab es im Anschluss eine Einweisung in die Theorie und Praxis des Mauerns durch Maurermeister Jörg Wedding von KS-Ost bevor es in sieben Teams an die vorbereiteten Arbeitsplätze ging. Mit viel Elan und Begeisterung machten sich die Studenten, von denen viele zum ersten Mal eine Maurerkelle in der Hand hielten, an die gestellte Aufgabe. Mit der tatkräftigen Fachunterstützung von KS-Ost, neben Herrn Wedding und Frau Franzke war auch Frau Hornung vor Ort, wurden anfängliche Unsicherheiten und Fehler schnell beseitigt. Am Ende des Wettmauerns entschied sich die Jury mit Vertretern der HTW und der KS-Industrie für das Team mit dem kreativen Namen "Gummischnitzel".
Auch in Berlin gab es für alle Teilnehmer eine Bescheinigung, einen Collegeblock mit passendem Kuli und Zollstöcke. Das Gewinnerteam bekam neben einem Gutschein noch ein KALKSANDSTEIN Planungshandbuch. Professoren und Studierende sind sich einig ‚Äď der "Tag des Mauerwerks" an der HTW war ein voller Erfolg!


Kalksandsteinwerke Weser-Ems - Besichtigung der Kalksandsteinproduktion

Studenten der Hochschulen Bremen und Oldenburg sowie Meisterschüler der Handwerkskammer Oldenburg besuchten das Kalksandsteinwerk Bösel

Bauingenieurstudenten des 6. Semesters der Hochschulen Bremen und Oldenburg sowie Meisterschüler des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer Oldenburg informierten sich im Werk Bösel der Kalksandsteinwerke Weser-Ems über die regionale Herstellung von Kalksandsteinprodukten.

Herr Hans-Günter Otto¬†und Herr Christoph Vagelpohl zeigten den Teilnehmern anschaulich die einzelnen Produktionsschritte. Von der Sandgewinnung und Reinigung bis zu der Mischanlage und den Reaktoren bekamen die Teilnehmer einen Eindruck über die Mengen, die Mischverhältnisse sowie die Zeiträume für die einzelnen Prozesse.Erstaunt waren die Besucher, dass für die Kalksandsteinproduktion im Vergleich zu anderen Wandbaustoffen trotz der großen Steinpressen und Dampf-Härtekessel deutlich weniger Energie verbraucht wird.Im Anschluss an die Werksführung konnten die Bauingenieurstudenten unter Anleitung von Herrn Hartmut Flerlage und Herrn Torsten Albrecht bei der Erstellung zweier Wandflächen aus kleinformatigen 2DF Kalksandsteinen und großformatigen KS XL Elementmauerwerk die Unterschiede der beiden Bauweisen mit Normal- und Dünnbettmörtel direkt und praxisnah erleben.Für die Meisterschüler stand dagegen die Optimierung der Arbeitsvorbereitung sowie der Arbeitsabläufe mit den verschiedenen KS XL Bausystemen im Vordergrund. Ergänzt wurden die Veranstaltungen durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) Christoph Runge mit Fachinformationen zum Thema Mauerwerk nach DIN EN 1996.Als Begleitunterlagen erhielten die Bauingenieurstudenten das KALKSANDSTEIN Planungshandbuch und die Meisterschüler die KALKSANDSTEIN Maurerfibel.


Zwei Tage Theorie und Praxis für über 100 Schüler/innen

Auf Initiative der Berufsbildenden Schule 3 der Region Hannover führte das Kalksandsteinwerk Schlamann aus Lemke bei Nienburg eine zweitägige Schulung für über 100 Schüler/innen vor Ort im Kalksandsteinwerk durch. Teilnehmer waren zwei Maurerklassen, zwei Bauzeichnerklassen und eine Klasse der Fachoberschule Technik mit dem Schwerpunkt Bautechnik.

In einem theoretischen Teil der Schulung erhielten die Schüler/innen durch den KS-Fachberater Hinrich Schulze eine Einführung in Technik und Verarbeitung von Kalksandstein.In dem daran anschließenden praktischen Teil der Schulung brachten Patrick Noll und Claus Meyer (Schlamann Kalksandsteinwerk GmbH) den Schüler/innen unterstützt von Wilhelm Schekelmann (WS Baugeräte und Maschinen aus Hille), die Verarbeitung von Planelementen und Plansteinen nahe.¬†Die Maurerklassen erstellten mit Planelementen selbstständig Wandabschnitte eines Mustergebäudes. Bei der praktischen Schulung mit KS-Plansteinen im Format 6DF und 8DF wurde speziell auf die Eckausbildung eingegangen. Außerdem wurde das fachgerechte Anrühren und Verarbeiten von KS-Dünnbettmörtel mit dem Mörtelschlitten vorgeführt.Die Schulleitung war von den durchgeführten Praktikertagen so begeistert, dass eine Wiederholung in den nächsten Jahren geplant ist.


Kalksandsteinabsatz 2018 bleibt stabil

+++ Rund 0,4 Prozent mehr Kalksandsteine abgesetzt
+++ Aussichten für 2019 positiv
+++ 125 Jahre industrielle Kalksandsteinproduktion

"Die deutsche Kalksandsteinindustrie hat das Jahr 2018 mit einem kleinen Absatzanstieg von rund 0,4 Prozent bei regionalen Unterschieden abgeschlossen. Damit hatten wir ein stabiles vergangenes Jahr, auch wenn wir uns etwas mehr erhofft hatten", eröffnet Jochen Bayer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Kalksandsteinindustrie e.V. (BV KSI), die Mitgliederversammlung Ende Mai in Amsterdam.

"Die Fertigstellungszahlen von 2018 zeigen uns, dass tatsächlich auch nicht viel mehr für unsere Industrie drin gewesen ist, denn auch die Anzahl der fertiggestellten Wohnungen ist lediglich um 0,4 Prozent auf insgesamt rund 285.900 Wohneinheiten gestiegen. Viel zu wenig um den großen Bedarf von dringend benötigtem Wohnraum zu decken", so Bayer weiter.
Dass die Wachstumsziele für das Jahr 2018 nicht erreicht wurden, verwundere, da die Prognosen für die deutsche Bauwirtschaft grundsätzlich positiv waren. Die eigentlichen Probleme lägen demnach woanders: Zum einen seien dies die knappen Kapazitäten und langen Wartezeiten bei den ausführenden Gewerken. Bayer betonte ebenso, dass sich darüber hinaus der Fachkräftemangel voll auf den Bausektor niederschlage.
Der stellvertretende Vorsitzende des BV KSI, Rudolf Dombrink, ergänzte: "Für das Jahr 2019 sind wir dennoch optimistisch und prognostizieren ein Absatzplus von etwa 2 Prozent, erneut bei teils erheblichen regionalen Unterschieden." Diese positive Perspektive führt die KS-Industrie auf die weiterhin guten Rahmenbedingungen zurück. Dazu gehört das weiterhin niedrige Zinsniveau, eine gute Einkommens- und Arbeitsplatzentwicklung, der Mangel an attraktiven Anlagemöglichkeiten, den nach wie vor sehr großen Bauüberhang sowie die zumindest im mehrgeschossigen Wohnungsbau noch positiven Genehmigungszahlen.
Damit diese Prognose Realität werden kann, ist die Politik gefragt, weitere und deutlichere Impulse zu setzen. Nur so kann das gesteckte Ziel von 1,5 Millionen neuen Wohnungen bis zum Ende der Legislaturperiode erreicht werden. Mit einem Baukindergeld, einer zeitlich befristeten Sonderabschreibung oder der Verschärfung der Mietpreisbremse allein wird weder schneller für junge Familien gebaut noch städtisches Wohnen für Normalverdiener günstiger.
Auch modulares Bauen, wie es manche Politiker fordern, kann mehr Wohnraum schaffen. Kalksandstein ist für diese Bauweise bestens geeignet. Großformatige Kalksandsteinelemente sind die optimale Basis für vielfältige und modulare Projekte in Massivbauweise. Sie stehen für einen schnellen Baufortschritt und präzise Qualität. ¬† Weitere Impulse, wie die Vereinfachung der Bauvorschriften, die Erhöhung der linearen Abschreibung von 2 auf mindestens 3 Prozent oder die verbilligte Abgabe von Bundesimmobilien müssen schnellstmöglich folgen. Sonst bleibt es weiterhin volatil, unberechenbar und kaum zu planen, was in den kommenden Jahren auf die Bau- und Baustoffindustrie zukommt. Umso wichtiger ist es, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen und sich gemeinsamen Zielen verpflichtet sehen. Vor diesem Hintergrund ist die Ankündigung einer "Holzbau-Offensive" der baden-württembergischen Landesregierung Ende 2018 höchst irritierend. Bis 2023 sollen rund 17 Millionen Euro investiert werden, um den Holzbau in Baden-Württemberg voranzubringen. Eine solche Wettbewerbsverzerrung kann durch die Mauerwerksindustrie nicht hingenommen werden. Die Politik ist angehalten, den fairen Wettbewerb zu fördern. Keine Bauweise ist einer anderen vorzuziehen. Das gilt für die Bevorzugung von Holz- oder Holzhybridkonstruktionen genauso wie für eine auffällige Forcierung der Betonbauweise. ¬†
"Doch das Jahr 2019 ist nicht nur baupolitisch sehr spannend. Es markiert auch einen Meilenstein in der Geschichte der deutschen Kalksandsteinindustrie. Denn 1894 begann die industrielle Kalksandsteinfertigung mit Einführung der ersten automatischen Steinpresse in einem Maurerbetrieb in Neumünster", erläutert Roland Meißner, Geschäftsführer des BV KSI, zum Ende der Mitgliederversammlung. "Unser 125-Jähriges ist also ein Grund zu feiern und das Jubiläumsjahr mit einer Vielzahl von Aktionen zu begleiten." ¬†
Meißners Abschlussapell: "Wenn die Politik die richtigen Entscheidungen trifft und nicht nur in Fünf-Jahres-Rhythmen denkt, sondern langfristig agiert, werden auch die Herausforderungen kleiner als bisher. Hierzu gehört überdies die Definition eines neuen Nachhaltigkeitsansatzes, für den die Kalksandsteinindustrie bereits seit 125 Jahren steht: Global denken, lokal agieren und Wohnraum schaffen, in dem die Menschen sich wohlfühlen ‚Äď denn nur das ist die wirkliche Nachhaltigkeit für die Zukunft!"


Schallschutzworkshops im Westen

Auch die diesjährigen Schallworkshops in der Region des KS-West e.V. waren wieder schnell ausgebucht. Das regionale Feedback bestätigt auch immer wieder großes Interesse an dem Thema.

Der KS-Schallrechner ist und bleibt auch weiterhin das Instrument, einfach und übersichtlich die geforderten Anforderungen nach aktueller Norm vernünftig und übersichtlich darzustellen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung dieses Tools und die abgestimmte Schulung in Bezug auf die Möglichkeiten des Rechners werden von den Teilnehmern immer wieder hervorgehoben. Und das soll auch in Zukunft so bleiben!


Massiv gebaut ‚Äď günstig versichert

Vergleichsstudie belegt: Versicherungsprämie fällt bei massiv errichteten Gebäuden deutlich geringer aus

Die Deutschen gelten als Versicherungsweltmeister. Rund 431 Millionen Verträge laufen derzeit hierzulande. Ob Sinn oder Unsinn: Für jede Eventualität im Leben gibt es eine entsprechende Police. Neben Rechtsschutz, Hausrat, Leben und Automobil werden sogar Smartphones und Lesebrillen versichert ‚Äď gerade letztere sind schlichtweg unnötig. Für Hausbesitzer ist eine Absicherung in Form einer Wohngebäudeversicherung aber unumgänglich. Handelt es sich um ein kreditfinanziertes Objekt, ist ein Versicherungsschein sogar obligatorisch. Welche unterschiedlichen Kosten auf den Bauherren zukommen, je nach dem in welcher Bauart er sein Eigenheim errichtet hat, zeigt jetzt eine neue Kurz-Studie des renommierten Pestel-Instituts aus Hannover.

Wenig Risiko mit massivem Mauerwerk
Hagel, Feuer, Blitzeinschlag oder Schäden durch Leitungswasser sind Risiken, die man durch eine gute Versicherung abdecken sollte. Dass die Bauweise des zu versichernden Gebäudes ausschlaggebend für die Höhe der jährlichen Kosten ist, konnte jetzt in einer Studie im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) durch eine Herausstellung von Preisunterschieden bei der Wohngebäudeversicherung belegt werden. Im Ergebnis hat das beauftrage Pestel-Institut 15 Angebote gefunden, die im Rahmen eines Tarifes zwei Gebäudearten mit identischer Risikoabdeckung versichern. Dabei handelt es sich um massive, mit Mauerwerk gebaute Häuser und solche in Holzbauweise. Im Vorfeld stellten die Experten fest, dass bei manchen Versicherern Fachwerk- und Holzhäuser grundsätzlich nicht versichert werden und wenn, dann mit separaten Tarifen und unterschiedlichen Leistungen.
Ein Vergleich, der sich lohnt
Bei den 15 untersuchten Anbietern unterschied man zur Einstufung des Risikos nur zwischen "massiv" und "nicht massiv". Zudem wurden mit Lübeck, Cottbus, Asperg und Münster zusätzlich vier Standorte unter die Lupe genommen, um auch regionale Besonderheiten zu berücksichtigen. Neben den ortsabhängigen Kosten zeigt der Vergleich auch die Preisunterschiede zwischen Massivbauten und Holzkonstruktionen. Beispielsweise liegt in Lübeck die Jahresprämie für massiv gebaute Eigenheime im Durchschnitt 44 Prozent unter dem Beitrag für nicht-massive Einfamilienhäuser. Wobei der Mittelwert für massive Bauten bei 284,90 Euro liegt und der für nicht-massive bei 409,50 Euro. Asperg in Baden-Württemberg verzeichnet mit 267,70 Euro den geringsten Mittelwert für Massivbauten, während die Beiträge in Münster mit 341,50 Euro in der Untersuchung am höchsten liegen.
Das Fazit der Kurz-Studie zeigt deutlich: Neben Vorteilen wie Nachhaltigkeit und Wertbeständigkeit liegen die vier Steinarten Ziegel, Kalksandstein, Poren- und Leichtbeton auch in Sachen Kosten für die Wohngebäudeversicherung weit vorne: Denn alle Versicherer, die für den Vergleich herangezogen wurden, verlangen einen um 40 bis 50 Prozent niedrigeren Jahresbeitrag für Massivbauten im Vergleich zu den Prämien bei Holzhäusern.
Weitere Informationen zum Bauen mit massivem Mauerwerk sowie die ausführliche Studie, in der übrigens auch Mehrfamilienhäuser berücksichtig wurden, gibt es unter www.massiv-mein-haus.de.


Auftragseingang im Bauhaupt­gewerbe im November 2016

- 1,0 % saison­bereinigt zum Vormonat

Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2016 um 1,0 % niedriger als im Oktober 2016. Dennoch erreichte das Volumen der Auftragseingänge nach dem Oktober 2016 den zweithöchsten Wert seit März 2002. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich nahm das Volumen der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigten Auftragseingänge von September bis November 2016 gegenüber Juni bis August 2016 um 4,3 % zu.

Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im November 2016 um 4,9¬†% höher. In den ersten¬†elf Monaten 2016 stieg er um 13,8¬†% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.¬†
Bezogen auf die nominalen Ergebnisse lag der Wert des Auftragseingangs im Bauhauptgewerbe im November 2016 um 7,6¬†% über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zu den ersten elf Monaten 2015 stiegen die Auftragseingänge in den ersten elf Monaten 2016 nominal um 15,3¬†%.¬†
Der Umsatz des Bauhauptgewerbes in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lag im November 2016 nominal mit rund 7,4 Milliarden Euro um 6,3¬†% höher als im November 2015. Ein höherer Umsatz in einem November war zuletzt im Jahr 1999 erreicht worden (7,8 Milliarden Euro). Für die ersten elf Monate des Jahres 2016 ergab sich ein Anstieg um 6,8¬†% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Quelle und weitere Informationen:destatis.de


Genehmigte Wohnungen von Januar bis September 2016

+ 24,0 % gegen¬≠über Vorjahres¬≠zeitraum

Von Januar bis September 2016 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 276.300 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 24,0 % oder rund 53.500 Baugenehmigungen für Wohnungen mehr als in den ersten neun Monaten 2015. Eine höhere Zahl an genehmigten Wohnungen hatte es in den ersten neun Monaten eines Jahres zuletzt im Jahr 1999 gegeben (331.600)

Von den in den ersten neun Monaten 2016 genehmigten Wohnungen waren 232.500 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+¬†21,5¬†% gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Dieser starke Zuwachs zeigte sich vor allem in Mehrfamilienhäusern (+¬†27,5¬†% beziehungsweise +¬†26.700 Wohnungen). Die Anzahl genehmigter Wohnungen in Zweifamilienhäusern stieg um 12,6¬†% beziehungsweise 1.900 Wohnungen und in Einfamilienhäusern um 3,0¬†% beziehungsweise 2.100¬†Wohnungen. Prozentual am stärksten stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen mit +¬†129,6¬†% beziehungsweise +¬†10.400 Wohnungen. Zu dieser Kategorie zählen unter anderem Flüchtlingsunterkünfte. Damit wurden von Januar bis September¬†2016 mehr Wohnungen in Wohnheimen (18.400 Wohnungen) genehmigt als in Zweifamilienhäusern (17.100 Wohnungen). Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stiegen die Baugenehmigungen in neuen Wohngebäuden um 16,8¬†%.
Die Zahl der Wohnungen, die durch genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen, erreichte in den ersten neun Monaten 2016 mit 39.000 Wohnungen den höchsten Wert seit 1998 (43.200).¬†
Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude erhöhte sich von Januar bis September 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,8 Millionen Kubikmeter auf 159,5 Millionen Kubikmeter (+¬†15,0¬†%). Diese Entwicklung ist sowohl auf einen Anstieg der Genehmigungen bei den öffentlichen Bauherren (+¬†34,1¬†%) als auch bei den nichtöffentlichen Bauherren (+¬†13,3¬†%) zurückzuführen.
Quelle:destatis.de


Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2016: Deutsche Wirtschaft gut ausgelastet

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem moderaten Aufschwung. Davon gehen die an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligten Wirtschaftsforschungsinstitute aus. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 1,9 Prozent und im kommenden Jahr um 1,4 Prozent zulegen. Im Jahr 2018 dürfte die Expansionsrate bei 1,6 Prozent liegen. Die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten sind damit im Prognosezeitraum etwas stärker ausgelastet als im langjährigen Mittel.

Dennoch sind es derzeit weniger die Unternehmensinvestitionen, die den Aufschwung tragen: Von der Weltkonjunktur gehen nur geringe stimulierende Effekte aus, so dass die Exporte nur moderat steigen; zudem dürften sich in den außerordentlich niedrigen Kapitalmarktzinsen nicht nur die derzeitige Geldpolitik, sondern auch niedrige Wachstumserwartungen widerspiegeln.
All dies hemmt die Ausrüstungsinvestitionen. So ist es weiterhin in erster Linie der Konsum, der den Aufschwung trägt. Der private Verbrauch profitiert dabei insbesondere vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau, beim öffentlichen Konsum machen sich weiterhin die hohen Aufwendungen zur Unterbringung und Integration von Flüchtlingen bemerkbar.
Der Wohnungsbau wird durch die niedrigen Zinsen angeregt. Insgesamt werden die Bauinvestitionen im Prognosezeitraum merklich ausgeweitet. Für das laufende Jahr ist ein Zuwachs um 3,2 Prozent, für die Jahre 2017 und 2018 sind Raten von 1,9 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent zu erwarten. Die Bauprognose der Wirtschaftsforschungsinstitute für 2016 deckt sich mit den Einschätzungen des Bundesverbands Baustoffe ‚Äď Steine und Erden e.V. (bbs) Insbesondere die gegenüber der vorherigen Prognose vorgenommene Korrektur der gewerblichen Bauinvestitionen (Frühjahr: +1,8%) erscheint realistisch. Auch die Einschätzungen für 2017 erscheinen aus heutiger Sicht nachvollziehbar.
Das vollständige Gutachten und weitergehende Informationen finden sie auf den Internetseiten der beteiligten Institute unter www.cesifo-group.de.


Wohnraum-Allianz für Baden-Württemberg gegründet

Das Land Baden-Württemberg hat zusammen mit der Wohnungswirtschaft, den kommunalen Spitzenverbänden, den Landtagsfraktionen, Banken sowie Natur- und Umweltschutzverbänden die Wohnraum-Allianz für Baden-Württemberg gegründet. Die neue Wohnraum-Allianz soll alle Akteure des Wohnungsmarktes an einen Tisch bekommen, um schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können.

Auf Einladung der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Nicole Hoffmeister-Kraut, ist die Wohnraum-Allianz für Baden-Württemberg gegründet worden. Zur Auftaktveranstaltung für eines der wichtigsten Projekte der Landesregierung in dieser Legislaturperiode begrüßte sie rund 50 Vertreterinnern und Vertreter der Wohnungswirtschaft, der kommunalen Spitzenverbände, der im Landtag vertretenen Fraktionen sowie von Banken oder auch des Natur- und Umweltschutzes.
Schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum schaffen
"Schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung, das sich als nötiger denn je erweist", erklärte Hoffmeister-Kraut. In den Ballungsräumen Baden-Württembergs, aber auch in vielen Regionen des ländlichen Raums seien Mieten und Immobilienpreise drastisch gestiegen. Es fehlten insbesondere günstige Wohnungen für Menschen mit geringerem Einkommen, so die Ministerin. Die Anstrengungen zur Schaffung von Wohnraum müssten daher mit Nachdruck intensiviert werden. Sie strebe daher an, dass das Land die für die Wohnraumförderung zur Verfügung stehenden Mittel auf 250 Millionen Euro in 2017 erhöhe.
Hoffmeister-Kraut: "Schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, dieses Ziel erreichen wir nur, wenn wir alle Akteure des Wohnungsmarktes an einen Tisch bekommen. Die neue ,Wohnraum-Allianz‚Äô ist dafür das beste Mittel, mit dem wir Leitlinien für die verstärkte Schaffung von Wohnraum gemeinsam zügig erarbeiten und uns über Schritte zur Umsetzung auf allen Ebenen verständigen wollen."
Der Bogen der Themen spanne sich dabei von den rechtlichen Grundlagen des Bauens und der Planung bis hin zu Förderinstrumenten und der Finanzierung. In den Blick zu nehmen seien bei der Schaffung von mehr Wohnraum zudem gleichermaßen die Interessen der Mieter als auch von Vermietern, betonte die Ministerin.
"Wohnraum-Allianz"
Die "Wohnraum-Allianz" hat konsultative und beratende Funktion und soll in vier Arbeitsgruppen in regelmäßigen Sitzungen drängende mit dem Wohnungsbau zusammenhängende Fragen diskutieren. Darüber hinaus werden in diesem Jahr weitere Spitzengesprächs-Runden zur Reflektion der Ergebnisse stattfinden, um noch in 2016 erste mögliche Vorschläge zu präsentieren, die schnell umgesetzt werden könnten.
Quelle:baden-wuerttemberg.de


Neue Website des Bundesverbandes Baustoffe ‚Äď Steine und Erden online

Mit neuem Look sowie einer klaren und benutzerfreundlichen Navigation präsentiert sich der überarbeitete Internetauftritt des Bundesverbandes Baustoffe ‚Äď Steine und Erden (bbs).

Unter www.baustoffindustrie.de sind Informationen zu branchenrelevanten Themen wie Konjunktur und Produktion, Bauwirtschaft, Energie, Klimaschutz, Rohstoffe, Technik/Normung oder Umwelt zusammengefasst. Die Vielfalt der Produkte und Anwendungen sowie der Gewinnungs- bzw. Produktionsstätten wird durch spannende Bilder deutlich.
"Wir freuen uns, den Besuchern im Netz ein frisches Layout und eine `aufgeräumte¬ī Seite präsentieren zu können, die das Aufgabenspektrum des bbs ebenso abbildet wie Daten und Fakten zur Branche," so bbs-Hauptgeschäftsführer Michael Basten.
Der Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V. vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen der deutschen Roh- und Baustoffindustrie. Die Branche erwirtschaftet mit 145.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von rund 31 Milliarden Euro.


Gesetzentwurf zur Sonder-AfA für Mietwohnungsbau gestoppt

Desaster für den Mietwohnungsbau

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsbaus ist zunächst gescheitert, da sich die Koalitionspartner diese Woche u.a. nicht auf Nachbesserungen bei der Höhe der Fördergrenze einigen konnten.

Der ursprüngliche Gesetzentwurf sah ‚Äď zusätzlich zur regulären AfA in Höhe von 2% jährlich ‚Äď eine steuerliche Sonderabschreibung in Höhe von insgesamt 29% der Anschaffungs- oder Herstellungskosten verteilt auf die ersten drei Jahre nach Baufertigstellung vor. Voraussetzungen sollten u.a. sein, dass das Gebäude zur Wohnungsvermietung bestimmt ist, in einer Region mit besonders angespannter Wohnraumsituation liegt und die maximalen Baukosten von 3.000 Euro je m¬≤ Wohnfläche nicht überschritten werden, wovon jedoch nur 2.000 Euro förderfähig sein sollten.
Nachdem im Rahmen der öffentlichen Anhörung im Bundestags-Finanzausschuss am 25.04.2016 von Seiten der bestellten Sachverständigen Kritik am Gesetzentwurf insbesondere in Bezug auf mögliche Mitnahmeeffekte und eine fehlende Mietendeckelung geäußert wurde, haben die Koalitionspartner über Nachbesserungen verhandelt. So wollte die SPD-Fraktion eine Absenkung der maximalen Förderhöhe und eine Begrenzung der durch den Vermieter maximal zu verlangenden Miete durchsetzen. Die Hausspitze des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) ging bis vor kurzem noch von einer Einigung bis zur Sommerpause aus, diese konnte jedoch letztlich nicht erzielt werden.
Alternativ werden sollen in den Bundeshaushalt nun 500 Mio. Euro zusätzlich eingestellt, die für ein gesondertes Investitionsförderprogramm zum bezahlbaren Wohnen vorgesehen sind. Das Programm soll vom BMUB umgehend erstellt und veröffentlicht werden.
Es besteht zwar noch immer die Chance, dass die steuerliche Mietwohnungsbauförderung doch noch nach der Sommerpause in einem modifizierten Gesetzentwurf verabschiedet wird. Es ist jedoch in jedem Fall ein negatives Signal, dass trotz des erheblichen Mangels an bezahlbarem Wohnraum in Ballungszentren, der aufgrund der zu geringen Fertigstellungszahlen weiterwächst, keine kurzfristige Einigung über eine wirksame Sonder-AfA im Mietwohnungsneubau möglich war.
Zusammenfassend ist es sicher besser, dass anstelle einer vollständigen Ablehnung einer Sonder-AfA nun zumindest zusätzliche 500 Mio. Euro für ein Investitionsförderprogramm sowohl für private wie auch kommunale Bauherren freigegeben wurden. Allerdings wird dies zur Ankurblung des sozialen Wohnungsbaus nicht ausreichen. Wir werden daher weiterhin im Rahmen des Verbändebündnisses "Impulse für den Wohnungsbau" aber auch über die DGfM für steuerliche Anreize im Wohnungsbau eintreten.


Impulse für Wohnungsbau ‚Äď Baden-Württemberg: Bezahlbarer Wohnraum (un)möglich?

Aktionsgemeinschaft fordert verbesserte Rahmenbedingungen für den
Wohnungsbau in Baden-Württemberg

"Bezahlbarer Wohnungsbau (un)möglich?" unter diesem Titel hatte die Aktionsgemeinschaft Impulse für den Wohnungsbau in Baden-Württemberg zu einem Symposium nach Stuttgart eingeladen.

Der Mangel an bezahlbaren Wohnraum, insbesondere in Ballungsräumen, ist derzeit in aller Munde und beschäftigt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen. Dies zeigte auch die große Resonanz auf die Veranstaltung. √úber 230 Vertreter aus der Architektenschaft, der Wohn- und Bauwirtschaft sowie den Kommunen nahmen teil, zahlreichen Interessenten musste man im Vorfeld aufgrund der begrenzten Raumkapazität sogar absagen. Wie kann man bezahlbaren Wohnraum schaffen? Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Ist bezahlbarer Wohnungsbau angesichts der steigenden technischen und gesetzlichen Anforderungen überhaupt möglich? All diese Fragen standen im Fokus des Symposiums.
Jens Kuderer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen, Stuttgart, skizzierte zunächst die Entwicklung des Wohnungsbedarfs. Die hohe Zuwanderung aus dem In- und Ausland, die wachsende Zahl der Singlehaushalte ‚Äď die Nachfrage in Baden-Württemberg steigt und steht einem angespannten Wohnungsmarkt gegenüber. Laut einer aktuellen Studie des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung e. V., Dresden, werden rund 62.000 neue Wohnungen pro Jahr benötigt, nur knapp über 30.000 werden jedoch gebaut. Besorgt zeigte er sich auch über die rückläufige Tendenz bei den Fertigstellungen im Jahr 2013. Zudem seien die Baugenehmigungen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Dies alles würde zu einer weiteren Verschärfung des Problems führen, so Kuderer. Er forderte daher die Schaffung eines ausreichenden Angebots als effektivstes Mittel für bezahlbaren Wohnraum.
Matthias Günther vom Eduard Pestel Institut für Systemforschung e.V., Hannover, unterstrich in seinem Vortrag die Aussagen seines Vorredners und zeigte anhand der Studie¬†"Mietwohnungsbau 2.0 ‚Äď Bezahlbarer Wohnraum durch Neubau" auf, was sich ändern muss, um einen mit niedrigeren Mieten attraktiven Wohnungsneubau zu erreichen. Eine Verbesserung der steuerlichen Abschreibungsbedingungen, eine Reduzierung der Baulandkosten und verbesserte Finanzierungskonditionen hätten einen enormen Preiseffekt auf dem Mietwohnungsmarkt, rechnete der Volkswirt vor.
Die Kosten im Blick, hatte auch Dietmar Walberg, Arbeitsgemeinschaft zeitgemäßes Bauen ¬†¬†e. V., Kiel. Er stellte das Ergebnis der ARGE-Untersuchung¬†"Optimierter Wohnungsbau" vor. Insbesondere die gestiegenen Energiesparauflagen und kommunalen Vorgaben ‚Äď beispielsweise für Stellplätze ‚Äď haben die Baukosten in den vergangenen Jahren deutlich nach oben getrieben. Hinzu kommen höhere logistische Kosten, die das Bauen in Innenstädten mit sich bringt. So schlage ein Mehrfamilienhaus, das in der Innenstadt mit den hohen gesetzlichen Energiesparauflagen (EnEV ab 2016) gebaut werde, mittlerweile mit Baukosten von 2.422 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zu Buche. Hierbei seien noch nicht einmal die Grundstückskosten berücksichtigt. Zudem präsentierte er einen detaillierten Kostenkatalog, der transparent macht, was beim Neubau von Mehrfamilienhäusern durchschnittlich pro Quadratmeter Wohnfläche wie viel kostet ‚Äď von der Tiefgarage (292¬† Euro/m¬≤) über das Kellergeschoss (122 Euro/m¬≤) und den Aufzug (68 Euro/m¬≤) bis zur Dachbegrünung (41 Euro/m¬≤). Um in den Wachstumsregionen kostengünstiger bauen zu können, seien verbesserte Rahmenbedingungen zwingend erforderlich, so auch sein Fazit.
Wo es derzeit hakt und welche Lösungsansätze es gibt, diskutierten in der anschließenden Podiumsrunde Jochen Bayer, Sprecher der Aktionsgemeinschaft in Baden-Württemberg, und Harald Luger vom Siedlungswerk Stuttgart mit den Vertretern der vier Landtagsfraktionen. Tobias Wald, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, kritisierte die neue Landesbauordnung. Durch überzogene Anforderungen wie die Schaffung von Fahrradstellplätzen oder von Fassadenbegrünung würde sich das Bauen unnötig verteuern. Die Erhöhung der Grunderwerbssteuer trage ebenfalls dazu bei. Das landeseigene Förderprogramm aufzustocken sei wichtig, helfe bei den derzeit niedrigen Zinsen allerdings nur wenig.¬†
Dr. Hans-Ulrich Rülke, Fraktionsvorsitzender der FDP, teilte seine Meinung. Er forderte mehr Deregulierung statt Regulierung. Maßnahmen, wie die Einführung der Mietpreisbremse bekämpfen nur die Symptome, nicht die Ursache. Der Wohnungsbau müsse für Investoren wieder attraktiv gemacht werden. Harald Luger konnte dies aus seiner Erfahrung in der Praxis nur bestätigen. Der Mietwohnungsbau sei nicht mehr rentabel. Grund seien die gestiegen Baukosten. Vor allem die Preise für die Grundstücke machen den Investoren zu schaffen. Günstiges Bauland sei auf dem freien Markt kaum zu bekommen, bezahlbare Wohnungen somit immer schwerer zu realisieren. Land und Kommunen müssten Grundstücke in ausreichender Anzahl und zu vernünftigen Preisen bereitstellen, so seine Forderung. Auch die Verknappung der Deponiekapazitäten und die damit einhergehenden Kostensteigerungen, stellen das Bauen vor neuen Herausforderungen.
Andrea Lindlohr, wirtschafts- und wohnungsbaupolitische Sprecherin der GR√úNEN-Landtagsfraktion, verteidigte die Wohnungspolitik der Landesregierung. Der soziale Wohnungsbau hätte in Baden-Württemberg seit vielen Jahren brachgelegen, das Thema nun voranzubringen mache zwar Mühe, räumte sie ein, man sei jedoch auf einem guten Weg. Durch die Neugestaltung der Förderkonditionen habe sich der Mittelabfluss deutlich besser, betonte auch ihr Kollege Johannes Stober von der SPD. Was die Mietpreisbremse angehe, so gelte diese nur bei Wiedervermietung in angespannten Wohnlagen. Eine neu errichtete Wohnung könne der Eigentümer auch in Zukunft ohne Beschränkung vermieten. Nachbesserungsbedarf sähe er lediglich bei der Erstellung der sog. "Gebietskulisse". Frau Lindlohr wies außerdem darauf hin, dass Kommunen Grundstücke nicht zu Höchstpreisen verkaufen müssen. Hierzu habe man im vergangenen Jahr eine Verwaltungsvorschrift verabschiedet, nach der der Kaufpreis für landeseigene Grundstücke, die für sozial orientierten Förderungen von Wohnraum abgegeben werden, ermäßigt werden kann. Auch der Bund sei gefordert, etwa bei der Konversion ehemaliger Militärflächen.
Jochen Bayer von der Aktionsgemeinschaft sieht noch mehr Stellschrauben an denen man drehen kann. Er forderte die Erhöhung der linearen Abschreibung von 2 auf mindestens 3 Prozent. Dies würde den Werteverzehr realistischer abbilden. Die Abnutzung, insbesondere der Gebäudetechnik, liege heutzutage weit unter den angenommen 50 Jahren. Auch müsse man den Ersatzneubau nicht wirtschaftlich sanierungsfähiger Wohnungen in der KfW-Förderung sowie bauordnungsrechtlich durch eine Anpassung des Baugesetzbuches einer Vollsanierung gleichstellen.


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